Vorbereitungen für Anne-Frank-Ausstellung laufen:

Künftige „Peer Guides“ von „Deine Anne“ stellten sich vor

„Das Schicksal von Anne Frank weitererzählen, damit es nicht vergessen wird“, „ meinen Mitschülern Geschichte in unseren eigenen Worten näherbringen“, „Lernen, vor einer Gruppe frei zu sprechen“ – so unterschiedlich brachten die mehr als 20 Siegener Jugendlichen ihre Motivation auf den Punkt, sich für die geplante Anne-Frank-Ausstellung in Siegen als sog. „Peer Guides“ ausbilden zu lassen. Weitere Stichworte waren „Prävention“ und „Aufklärung“.

Den Ort der Anne-Frank-Ausstellung in der Siegener Sparkasse lernten jetzt die künftigen »Peer Guides« – Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein – kennen und trafen sich dort mit den Projektverantwortlichen.


Die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ über das von den Nationalsozialisten ermordete, jüdische Mädchen Anne Frank wird ab dem 28. Februar 2018 in der Siegener Sparkasse unter historischen und aktuellen Aspekten zu sehen sein. Sie wird von dem Regionalen Bildungsbüro und dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein in Kooperation mit dem Integrationsbeauftragten der Stadt Siegen und der Sparkassen im Kreisgebiet umgesetzt.
30 Jugendliche lassen sich zu „Peer Guides“ ausbilden Weiterlesen

Biographie Werkstatt: »Ich vererbe meinen Enkeln mein Leben«

– Senioren konservieren ihre Lebensgeschichte
25.11/26.11.2018,
Siegen, KrönchenCenter (Markt 25), R2.11
Referent: Raimund Hellwig,
Entgelt: 52€

Das eigene Leben enthält die spannendsten Geschichten – und wenn es erstmal köstlich gewesen ist, dann möchte man diese Geschichten gerne vererben. Man möchte erklären, wo man herkommt, was man als Kind erlebt hat, damit die Enkel und Urenkel verstehen können, warum man so und nicht anders ist. Vielleicht möchte man auch die Erinnerung an die irgendwann um 1880 geborene Großmutter konservieren, an die sich kein anderer mehr erinnert, oder an den Onkel, der im ersten Weltkrieg in Tsingtau Kolonialdienst getan und dort die absonderlichsten Dinge erlebt hat.
Die Enkel sind noch zu jung, um heute schon alles zu verstehen? Sie könnten irgendwann in dreißig Jahren Ihr Buch in die Hand nehmen, wenn Sie schon lange nicht mehr da sind, und den freundlichen Opa oder die freundliche Oma posthum besser kennenlernen. Damit Erinnerung nicht wegstirbt. Weiterlesen

Ausstellung „Vorratshaltung und Küchenutensilien“ in Hilchenbach

Die Ausstellung „Vorratshaltung und Küchenutensilien“ gewährt einen Einblick zu einer Vielzahl an Gerätschaften, ergänzt durch Bücher, Prospekte und Plakate, zur Vorratshaltung und allem, was früher einmal so in der Küche gebraucht wurde, überschaubar, ansprechend und zugleich in geballter Form.
Bild vergrößern: Ausstellung Vorratshaltung und Küchenutensilien

Der Verein zur Erhaltung historischer Gerätschaften (Landwirtschaftsmuseum) in Hadem, vertreten durch Klaus-Henning Moll, der seine Leidenschaft für historische landwirtschaftliche Gerätschaften und für Dinge des Hausgebrauchs schon als Kind entdeckte, präsentiert diese Ausstellung.
Bild vergrößern: Ausstellung Vorratshaltung und Küchenutensilien

Bürgermeister Holger Menzel eröffnet die Ausstellung am Dienstag, dem 14. November, um 19:30 Uhr.

Besichtigt werden kann die Sonderausstellung im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg anschließend noch bis zum 25. Februar 2018 wie folgt: Weiterlesen

Vortrag: „Gedenkstätten und Erinnerungsorte nationalsozialistischer und kommunistischer Verbrechen in Polen“

Ein Reisebericht in Bildern von Klaus Merklein, Siegen.
Museum WWII 3
Museum des Zweiten Weltkriegs (Muzeum II Wojny Światowej) in Danzig, By Jroepstorff (Own work) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Die neue Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird sich am 16. November 2017 um 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter den Schauplätzen nationalsozialistischer und kommunistischer Verbrechen in Polen widmen. In dem bebilderten Reisebericht von Klaus Merklein werden ausgewählte Gedenkstätten und Erinnerungsorte gezeigt und eingehend beschrieben. Auch die von der seit 2015 im Amt befindlichen national-konservativen Regierung in Warschau angestrebten und zum Teil bereits umgesetzten Veränderungen in der Erinnerungskultur werden erläutert.
Die Reise beginnt in Danzig mit den Museen des Zweiten Weltkriegs und der Solidarnosc. Sie führt weiter nach Warschau zu den Erinnerungsorten der Aufstände und der Geschichte der Juden in Polen. Abschließend wird die Region Lublin besucht, wo an verschiedenen Orten an die deutschen Vernichtungslager erinnert wird. Somit wird ein Einblick in die vielfältige und kontrastreiche Erinnerungslandschaft gegeben. Weiterlesen

Ausstellung „Weltkrieg – Kriegswelt(en).

1917 in Stadt und (Um-)Land Siegen.“
Eine Ausstellung des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss und der Universität Siegen, ab dem 12. November 2017

Der Erste Weltkrieg hat als „Urkatastrophe“ den weiteren Verlauf der Geschichte des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt. Danach war die Welt eine andere. Die anfänglich verbreitete Kriegsbegeisterung schlug mit der Zeit in Desillusionierung und Kriegsmüdigkeit um.

Die Ausstellung setzt an diesem Punkt an und konzentriert sich besonders auf das Jahr 1917 in Stadt und (Um-)Land Siegen, das allgemein als Wendejahr des Krieges gilt. Um dieser Momentaufnahme eines „Weltenbrandes“ in der Provinz Tiefe zu geben, werden wesentliche Transformationsprozesse in den Blick genommen. Es wird gezeigt, wie die Menschen in der Region mit den Versorgungsengpässen und den neuartigen Anforderungen umgingen, die der Krieg in seinem dritten und anbrechenden vierten Jahr an sie stellte. Sie bildeten den Rahmen, in dem sich der Alltag gestalten ließ. Wie ging das in der Heimat? Wie an der Front? Wie bei dem Kriegsgedenken und den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs? Weiterlesen

Linktipp: „Widerspruch und Widerstand Opposition gegen den Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein“

Seit Mitte des Jahres ist dieses biographische Angbot des VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein online. Es stellt in Kurzbiographien Menschen vor, die der nationalsozialistischen Herrschaft auf unterschiedlichste Weise widersprochen haben. Ein Anhang mit noch ungeklärten Fällen lädt zur weiteren Froschung ein.

„Radio in Wittgenstein und im Hinterland“. Einladung zum gemeinsamen Hören

Empfänger für den Gemeinschaftsempfang. Verm. 1938. Original im Internationalen Radiomuseum Bad Laasphe. Foto und Montage Krug


Ende 2016 sendete Radio Siegen auf seinem Bürgerfunk-Sendeplatz die Collage „Jenseits der Zentren. Radio in Wittgenstein und im Hinterland“. Die 55-minütige Sendung entstand unter der Leitung des Medienwissenschaftlers Dr. Hans-Jürgen Krug in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Radiomuseum in Bad Laasphe, der Servicestelle Bürgerfunk Siegen-Wittgenstein (Kreuztal) und der Landesanstalt für
Medien in Düsseldorf.
Die Sendung erzählt erstmals die Geschichte des Radios in Wittgenstein und im Hinterland. „Eine spannende Zeitreise durch 90 Jahre Radio“ schrieb Patrick Friedland in der „Westfalenpost“. Und der Fachdienst epd medien empfahl: „Wer Gelegenheit hat, Krugs Feature zu hören, sollte es tun“. Nach Radio Siegen haben auch Tide 96.0 (Hamburg) und Radio Unerhört Marburg die Sendung ausgestrahlt. Weiterlesen

Linktipp: Julius Nase, Die Reformation in Wittgenstein und ihre Träger (1905)

Das Archiv des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein (AdKW) hat unlängst die Artikelserie „Die Reformation in Wittgenstein und ihre Träger“ von Julius Nase mit einer Einführung von Johannes Burkardt auf seiner Homepage als PDF publiziert.

Linktipp: Aktives Museum auf der Pädagogischen Landkarte NRW

Seit kurzem befindet sich das Aktive Museum Südwestfalen auf der Pädagogischen Landkarte NRW. Das Online-Angebot stellt außerschulische Lernorte in Nordrhein-Westfalen vor. Als weitere historische Lernorte im Kreisgebiet sind das Technikmuseum Freudenberg und das Museum Wilnsdorf eingetragen.

Ist das Rätsel des „gemauerten Hauses“ auf der Hammerhütte gelöst?

Angeblich soll es schon im 15. Jahrhundert errichtet worden sein: das so genannte „gemuurde Hus“ in dem urkundlich 1417 erwähnten Vorort Hammerhütte. Zahlreiche Spekulationen ranken sich um dieses markante Anwesen. Der quadratische Grundriss, ein historischer Tonnengewölbekeller, mächtige Mauern und die einst mit Eisengittern gesicherten Fensteröffnungen könnten für ein Gebäude mit fortifikatorischem Charakter sprechen. Tatsächlich spekulieren Burgenforscher und Historiker seit knapp einem Jahrhundert über seine mutmaßliche Funktion. Handelte es sich um den Sitz einer niederadligen Familie? Um die Reste eines turmartigen Wachtpostens oder einer kleinen Burg? Weiterlesen