Ausstellungstipp: „Rubens & Co. Zeichnende Meister aus Flandern“

noch bis zum 9. Sep. 2018, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln

Peter Paul Rubens (Siegen 1577 – 1640 Antwerpen), Die Laokoon-Gruppe, 1602 / 08, Schwarze Kreide, Graphische Sammlung, Wallraf-Richartz-Museum


„Von vielen flämischen Künstlern besitzt das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud neben wunderbaren Gemälden auch großartige Zeichnungen und oft stehen beide Medien in einer engen Beziehung zueinander. Wer zum Beispiel wissen möchte, wie das wunderbare Rubensgemälde „Juno und Argus“ entstand, der sollte sich auf jeden Fall auch mit seinen Zeichnungen beschäftigen, denn sie verraten sehr viel über den kreativen Schaffensprozess des Künstlers. Um neben Rubens auch andere flämische Meister des 17. und 18. Jahrhunderts besser kennenzulernen, präsentiert das Wallraf seinen Besuchern in der aktuellen Sonderschau „Rubens & Co.“ unterschiedlichste Zeichnungen von Gerard Seghers, Pieter van Lint, Godfried Maes und Cornelius Schut. Von der spontanen Skizze über die mit großer Akribie ausgeführte Kopie, der minutiösen Detailstudie bis hin zum fertigen Kompositionsentwurf sind alle wichtigen Zeichnungstypen vertreten. Weiterlesen →

Wanderung entlang der historischen Grenze zwischen dem ehemaligen Kur-Köln und der Grafschaft Wittgenstein

im Bereich Schwarzbachtal bis Dreiherrnstein unter der Leitung von Herrn B. Stremmel

Bei dieser Gelegenheit sind viele alte Grenzsteine zu sehen. Der Weg ist nicht befestigt und meistens mit Gras überwachsen.

Zeitpunkt: Samstag 8. Sept. /alternativ Samstag 15. Sept. 2018
Beginn: 13 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz bei der ehemaligen Eisenbahnbrücke zwischen Röspe und Rüspe an der L 553 (in der Kurve)
Dauer: 3 – 4 Stunden
Teilnehmerzahl: mindestens 7
Anmeldung: erforderlich bei Herrn B. Stremmel but_stremmel@t-online.de
Die Wanderung ist kostenfrei.
Sonstiges: Bitte festes wasserdichtes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung anziehen.

Da es sich um keinen Rundweg handelt, werden einige Fahrzeuge am Ziel in Zinse abgestellt, die nach Beendigung bestiegen werden und uns danach zum Ausgangspunkt bei Röspe zurückbringen.
Quelle: Wittgensteiner Heimatverein, Aktuelles

Psychiatrie im Nationalsozialismus: Betroffene und Angehörige gesucht

„Erfasst, verfolgt, vernichtet“ lautet der Titel der Wanderausstellung, die vom 8. November – 7. Dezember 2018 mit einem umfangreichen Begleitprogramm in der Teilbibliothek der Universität Siegen am Unteren Schloss zu sehen ist. Im Nationalsozialismus galten kranke und behinderte Menschen als Belastung für die sogenannte „Volksgemeinschaft“. Insgesamt wurden knapp 400 000 Menschen ab 1934 gegen ihren Willen sterilisiert und mehr als 200 000 Menschen aus Heil- und Pflegeanstalten ermordet.

Die Wanderausstellung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) präsentiert sowohl die Geschichte von betroffenen Menschen als auch die von Tätern und schafft Berührungspunkte zu Einzelschicksalen.
Für die Gestaltung des Begleitprogramms suchen die Veranstalter Betroffene und/oder Angehörige, die vor dem interessierten Publikum von ihren Erfahrungen berichten. Zudem sind sie auf der Suche nach passendem Material, das in verschlossenen Vitrinen als Ergänzung zur Ausstellung präsentiert werden könnte.
Bitte melden Sie sich bis Freitag, 31. August, bei Frau Barth unter Tel. 0271/705-1901 oder per Mail an j.barth@kreisklinikum-siegen.de. Weiterlesen →

Vortrag „Nassauer, Wittgensteiner, Westerwälder – eine südsiegerländer Ahnentafel unter dem Aspekt von Migration und Emigration“

Freitag, 10. August, 19 Uhr, Haus der Kirche (Siegen, Burgstr. 21)

Torsten Thomas spricht zu diesem Thema vor der Familienkundlichen Arbeitsgemeinschaft im Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein.

Ausstellung: „Walter Helsper (1927-1992). Arbeiten aus Privatbesitz“

Walter Helsper, Austreibung des Hägar, Öl auf Leinwand, 140 x 100 cm, Bilderkamer des Kreises Siegen-Wittgenstein

„Bis zum 31. August 2018 erinnert das Siegerlandmuseum mit einer Ausstellung in der „Kleinen Galerie“ an den Maler und Zeichner Walter Helsper. Die gezeigten Arbeiten stammen alle aus Privatbesitz.
Geboren in Herdorf/Sieg, besuchte der Sohn eines Hüttenobmanns die Volksschule, wo seine künstlerische Begabung auffiel. Auch deshalb entschied er sich zum Beruf des Kirchenmalers. Nach dem 2. Weltkrieg, den er aktiv erlebte, besuchte er die Malfachschule Siegerland. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als freiberuflicher Plakatmaler und Schaufensterdekorateur. Aufmerksamkeit erregte er mit einer Freiluft-Ausstellung großer Panoramabilder Ende der 1950er Jahre, es schloss sich ab 1961 eine regelmäßige Ausstellungstätigkeit an. Die eigenständige künstlerische Arbeit muss aus finanziellen Gründen immer wieder durch Auftragsarbeiten unterbrochen werden. Helsper wird 1992 Opfer seiner stets substanzzehrenden Lebensweise, die sich selten um Konventionen scherte.“
Quelle: Siegerlandmuseum

Kreisverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge stellt Internetauftritt vor

„Was interessieren mich die Kriege der Vergangenheit? Warum ist das heute noch wichtig? Und: Wofür steht der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., welche Aufgaben hat er? Immer wieder werden solche und ähnliche Fragen gestellt. Das hat der Kreisverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. zum Anlass genommen, ab jetzt auch im Internet präsent zu sein und über seine regionale Arbeit zu berichten.

reuen sich über den neuen Internetauftritt des Kreisverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Landrat Andreas Müller (l.), Vorsitzender des Kreisverbandes, und Geschäftsführer Ingolf Jost.

Die Arbeit im Kreisverband Siegen-Wittgenstein, dessen Vorsitzender Landrat Andreas Müller ist, besteht vor allem aus Studientagen für Schüler und Auszubildende, Besuchen in Schulen oder Studienfahrten zu Kriegsgräberstätten mit Schulklassen. Aber auch Ausstellungen im Foyer des Kreishauses oder Veranstaltungen mit Zeitzeugen und Holocaust-Opfern werden regelmäßig durchgeführt. Weiterlesen →

NRW: Landtag lädt Schulklassen zur Zeitreise ein

Neues Besuchsprogramm für junge Menschen im „Haus der Parlamentsgeschichte“

Nach den Sommerferien bietet der Landtag Nordrhein-Westfalen ein neues Besuchsprogramm für Schulklassen im „Haus der Parlamentsgeschichte“ an.

Täglich von montags bis freitags sind Klassen der weiterführenden Schulen (ab Stufe 9) zu einer Zeitreise durch mehr als 70 Jahre nordrhein-westfälische Geschichte eingeladen. Die multimediale Dauerausstellung in der Villa Horion macht die Historie des Landtags und die Entwicklung der Demokratie in Nordrhein-Westfalen seit 1946 erlebbar.

„Im Haus der Parlamentsgeschichte werden die historischen Ereignisse, die wichtigen politischen Entscheidungen und die Persönlichkeiten der Landespolitik aus den vergangenen 70 Jahren wieder lebendig. Die Geschichte des Landesparlaments und der Demokratie in Nordrhein-Westfalen wird dadurch hautnah erlebbar“, so der Präsident des Landtags, André Kuper. „Daher lade ich möglichst viele Schülerinnen und Schüler herzlich ein, in die jeweilige Zeit einzutauchen und Teil dieser Geschichte zu werden.“

Um Schulklassen den Besuch in Düsseldorf zu ermöglichen, beteiligt sich der Landtag an den Fahrtkosten. Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt ein neuer Flyer. Anmeldungen von Schulklassen nimmt der Besucherdienst des Landtags entgegen – Telefon: (0211) 884-2955 oder -2302, E-Mail: besucherdienst@landtag.nrw.de.
Quelle: Landtag NRW, Pressemitteilung 17.7.2018

Anm.: Bei der Suche nach O-Tönen eines regionalen Abgeordneten war das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein angefragt worden. Leider konnten wir nicht unmittelbar helfen, aber unsere Verweise waren wohl zielführend.

Örtliche Denkmäler aus europäischer Perspektive betrachten

Arbeitsgespräch zum Europäischen Kulturerbejahr im 4Fachwerk-Museum Freudenberg

Dr. Oliver Karnau (2. v. links) von der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, kam zu einem Arbeitsgespräch zum Projekt „Europa in Westfalen“ ins 4Fachwerk-Museum Freudenberg.
(V.l.n.r.: Bernd Brandemann, Dr. Oliver Karnau, Andreas Benthien, Detlef Köppen, Christian Berner, Cindy Peplinski, Dieter Siebel, Ulrike Monreal und Britt Löwenström)

Europa liegt vor der Haustüre! Burgen, Kirchen, Baudenkmäler aller Art erzählen europäische Geschichte. Für das Europäische Kulturerbejahr 2018 rief die Denkmalpflege des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) dazu auf, Baudenkmäler, die von europäischer Geschichte erzählen, in besonderer Weise herauszustellen. Und so findet sich unter www.europa-in-westfalen.de auch der Alte Flecken in Freudenberg (https://www.europa-in-westfalen.de/de/die-denkmale/freudenberg-alter-flecken/).

Der LWL-Projekt-Koordinator Dr. Oliver Karnau aus Münster war in diesem Zusammenhang am 12. Juli zu einem Arbeitsbesuch ins 4Fachwerk-Museum gekommen. „Wir wollen das lokale Kulturerbe in europäischen Kontext sicht- und verstehbar machen“, erläuterte er. Das besondere Ziel sei, Kinder und Jugendliche anzusprechen, um das Wissen in die nächste Generation zu tragen. „Kinder sind die Erben des Erbes.“

Großes Lob fanden deshalb die Erlebnisführungen, die der Verein FRids in Freudenberg durchführt. Vorsitzende Ulrike Monreal und die Regisseurin Britt Löwenström berichteten, wie der interaktive Rundgang, bei dem immer wieder kleine Szenen gespielt werden, von den Jugendlichen selbst mit erarbeitet worden ist.
Bei dieser Zeitreise durch den Flecken wird die Geheimkonferenz vom 2. bis 4. Mai 1568 auf dem damaligen Schloss Freudenberg angesprochen. Hier trafen sich die Brüder Wilhelm von Oranien sowie Adolf und Ludwig zu Nassau mit den „Edlen von Gelderland“, um Aktionen zur Befreiung der Niederlanden im Kampf gegen Spanien zu besprechen. Weiterlesen →