Ausstellung „Geraubte Jahre. Alltag der Zwangsarbeit in Westfalen“

LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen und Projektleiter Hauke-Hendrik Kutscher (v. l.) in der Sonderausstellung „Geraubte Jahre“. Foto: LWL/Jähne

LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen und Projektleiter Hauke-Hendrik Kutscher (v. l.) in der Sonderausstellung „Geraubte Jahre“. Foto: LWL/Jähne

„Den Alltag der Zwangsarbeit in Westfalen stellt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unter dem Titel „Geraubte Jahre“ mit einer Sonderausstellung und über 20 Geländestationen ab dem 1. April in den Mittelpunkt der Saison in seinem LWL-Freilichtmuseum Detmold. Während des Zweiten Weltkrieges mussten über 13 Millionen Menschen in Deutschland Zwangsarbeit leisten. In Städten, aber auch auf dem Land arbeiteten Männer, Frauen und Kinder. Ihr Alltag unterlag immer dem Zwang und nicht selten der Willkür. Für die meisten Zwangsarbeiter waren es „Geraubte Jahre“. Das ist auch der Titel des Themenjahres 2015 im LWL-Freilichtmuseum Detmold. Weiterlesen

Veranstaltung „Vorbei und vergessen? – Die Lösung: Das Vereinsarchiv!“

Do, 16.04.2015 19:00 – 20:30

Die Veranstaltung richtet sich an Vereinsarchivare sowie an Vereinsverantwortliche, die ein Archiv aufbauen möchten. Das Vereinsarchiv soll die rechtlich wichtigen und geschichtlich relevanten Unterlagen eines Vereins sichern und nutzbar machen. Das Archiv dokumentiert dauerhaft das Vereinsleben für die Nachwelt. Nach einer kurzen Einführung werden die Möglichkeiten, das Archivgut zu erfassen und zu erschließen, dargestellt. Einfache Tipps zur Behandlung von geschädigtem Archivgut fehlen ebenso wenig wie Angaben zu den erforderlichen Raum- und Klimabedingungen. Die Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Archivierung werden diskutiert, Kooperationsmöglichkeiten aufgezeigt.

Referent: Thomas Wolf, Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreisarchiv
Zielgruppe: Ehrenamtlich tätige Vereine und Gruppen
Ort: Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreishaus, 14. Etage, Raum 1410, Koblenzer Straße 73, 57072 Siegen

Information & Anmeldung: Ehrenamtservice, Kreis Siegen-Wittgenstein, Telefon: 0271 333-2310, E-Mail: ehrenamt@siegen-wittgenstein.de

Evangelische Kirche startet Kirchenbuchportal www.archion.de

Evangelische Kirchenbücher können ab sofort online eingesehen und von zu Hause aus erforscht werden. Das ermöglicht das neuartige Kirchenbuchportal „Archion“, das die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Zusammenarbeit mit elf evangelischen Landeskirchen entwickelt hat. Unter www.archion.de wurde das Kirchenbuchportal heute in Kassel offiziell freigeschaltet.
Archion enthält bereits Unterlagen der Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein. Weiterlesen

Judengasse in Siegen – Geschichte vs. Archäologie?

entnommen aus: Klaus Dietermann: Jüdisches Leben in Stadt und Land Siegen,Siegen 1998, S. 14

entnommen aus: Klaus Dietermann: Jüdisches Leben in Stadt und Land Siegen,Siegen 1998, S. 14

Seitdem Archäologen mit neuen Funden bei Grabungen am Unteren Schloss in Siegen die Existenz einer Judengasse im 15. Jahrhundert zu belegen versuchen, war und ist die Skepsis unter den Stadthistorikern groß. Denn die erste schriftliche Erwähnung einer Judengasse stammt aus dem Jahr 1816: die oben gezeigte Karte.

„Fast jedes kleine Dörfchen des Landkreises Siegen besitzt sein Ehrenmal“

Neuer Klick in die Vergangenheit

Die nachträglich eingezeichnete Kuppe der projektierten Heldengedenkstätte auf dem Häusling auf einer undatierten Aufnahme um 1917. (Stadtarchiv Siegen, Fotosammlung 3798)

Die nachträglich eingezeichnete Kuppe der projektierten Heldengedenkstätte auf dem Häusling auf einer undatierten Aufnahme um 1917. (Stadtarchiv Siegen, Fotosammlung 3798)

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig verschiedenartigen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse oder bislang unbekannte Aspekte sollen durch informative Onlineartikel präsentiert werden. Auf der Website www.stadtarchiv-siegen.de erfährt man in der neuen Ausgabe des „Klicks in die Vergangenheit“ Details über die kontroversen Diskussionen um die Errichtung einer Kriegergedenkstätte in Siegen nach dem Ersten Weltkrieg.

Die Zeit der „Weimarer Republik“ zwischen der Novemberrevolution 1918 und der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ 1933 war vielfach geprägt durch politische Konflikte und gesellschaftliche Umbrüche. Der vollständige Zusammenbruch Deutschlands, die zermürbenden Bedingungen des Versailler Friedensvertrags und die damit verbundene Kriegsschuldfrage stellten eine enorme Hypothek für die Staatsräson dar. Auch im Siegerland war das gesellschaftliche Leben von Orientierungslosigkeit und Unsicherheit geprägt. Als identitätsstiftendes Element gemeinsamer Trauerbewältigung sollten Kriegergedenkstätten für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs errichtet werden. Nachdem im gesamten Kreis Siegen bereits in den frühen 1920er Jahren die ersten Ehrenmale errichtet worden waren, echauffierten sich immer mehr Siegener Bürgerinnen und Bürger während der gesamten „Weimarer Zeit“ über die Tatenlosigkeit ihrer Stadtverwaltung. Weiterlesen

Filme zum Hauberg und zur Lederherstellung im Siegerland

Zeitzeugen auf Zelluloid
Termin: 18.3.2015, 20:00
Ort: Siegen, LYZ
Eintritt frei! Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten

1983 produzierte das Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht den 16-min-Lehrfilm Haubergs­wirtschaft im Siegerland mit Standbildern aus den 30er-Jahren und Filmmaterial aus den 50er-Jahren.
Ohne die Haubergswirtschaft ist die Siegerländer Lederproduktion nicht vorstellbar. Die Lohe der geschälten Bäume dienten als Grundstoff zum Gerben der Tierhäute. Der 13-min- Stummfilm Der Gerber aus den 30er-Jahren stellt des Gewerbe des Gerbers vor. Die 16-min-Dokumentation Lederherstellung im Siegerland stellt den Wirtschaftszweig in den 50er-Jahren dar.