Literaturhinweis: Dayanita Singh „File Room“

Die Annäherung von Fotgrafierenden an das Sujet „Archiv“ war bereits zweimal Thema auf siwiarchiv – hier und hier. Daher verweisen wir gerne auf diesen Fotoband der international bekannten indischen Fotografin:

singh„Dayanita Singh Fotos von Archiven und Archivaren in Indien untersuchen, wie Erinnerung gebildet und wie die Geschichte erzählt wird. Diese Bilder bringen das Paradox von Archiven ans Licht: sie sind unpersönlich in ihre Klassifikationen, aber jedes ist die sorgfältige Handarbeit eines Archivars, ein heimlicher Hüter der Geschichte, dessen Entscheidungen die viele Quellen unseres Wissens erzeugen. Weiterlesen

Heilstätte Hengsbach 29

Tagebuch einer Bestandsaufnahme

Da findet sich folgende Ausnahmegenehmigung der Stadt Siegen für die Hengsbach-Heilstätte aus 10/1959:

„Gemäß §2 der Verordnung zur Einschränkung des Wasserbrauchs im Stadtkreis Siegen vom 3. Oktober 1959 wird der Hengsbach-Heilstätte gestattet, die Verbrauchsquote des §1 zu überschreiten. Es wird die Auflage erteilt, den Wasserverbrauch soweit einzuschränken, wie es nach den Regeln der medizinischen Wissenschaft (…) vertretbar ist. (…)“

Und die ursprüngliche Verordnung lautete folgendermaßen:

„Verordnung über die Einschränkung des Verbrauchs von Trink- und Brauchwasser im Stadtkreis Siegen.

Auf Grund der §§1, 30 und 34 des Gesetzes über Aufbau und Befugnisse der Ordnungsbehörden (…) wird durch Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 3. Okt. 1959 zur Abwendung der durch die Wasserknappheit drohenden Gefahren (Gesundheitsschädigung!) für den Stadtkreis Siegen (…) folgende Verordnung erlassen:

§ 1       Der Wasserverbrauch ist gegenüber dem abgerechneten Durchschnittsverbrauch der Monate Januar und Februar 1959 um 50% einzuschränken.

§ 2       Der Oberstadtdirektor wird ermächtigt, durch Ausnahmegenehmigung die Verbrauchsquote des &1 in folgenden Fällen zu erhöhen: a) für Krankenhäuser und Ärzte (…) Weiterlesen

Heilstätte Hengsbach 28

Tagebuch einer Bestandsaufnahme

In 1956 wurde es notwendig, einen Krankenwagen – für die Abholung der Patienten vom Bahnhof, z.T. noch notwendige Transporte zu Spezialuntersuchungen (später wurden dann die notwendigen Gerätschaften selber angeschafft) und für die „Umzüge“ der MitarbeiterInnen (diese wurden z.T. mit Hab und Gut vom Bahnhof abgeholt) anzuschaffen. Dazu der folgende Kostenvoranschlag (soweit ermittelbar wurde genau dieser Wagen dann auch angeschafft):

Angebot VW-Krankenwagen

Autorin: Dagmar Spies

Heilstätte Hengsbach 27

Tagebuch einer Bestandsaufnahme

Zur Heilstätte gehörte ebenfalls ein Schwesternwohnheim(, sowie -später- ein Haus mit zwei Wohnungen für den Chefarzt und den Verwalter). Hier ein Auszug aus der Hausordnung des Wohnheims:

„Nicht alle Familien können heute für sich im eigenen Hause wohnen. Deshalb muß das Haus, das sein schützendes Dach über oft viele Familien und Hausgenossen wölbt, allen seinen Bewohnern als Stätte der inneren Sammlung lieb und wert sein. Jeder muß sich immer dessen bewußt sein, was er dem Frieden des Hauses schuldet, eingedenk des eigenen Wohls und des Wohls der Mitbewohner.

Wie vieles, was streitbare Gemüter erhitzt, ist bei Licht gesehen nur ein belangloses Mißverständnis. Durch gegenseitige Rücksichtnahme lassen sich kleinliche Reibereien ausschalten. Nur in einer friedlichen Atmosphäre kann eine wirkliche Hausgemeinschaft entstehen.

Unter Bezugnahme auf §14 des Mietvertrages und im Interesse eines gedeihlichen Zusammenwohnens aller Hausbewohner verpflichtet sich der Mieter die folgenden Bestimmungen einzuhalten: Weiterlesen

International Archives Day dedicated to archives in need

The destroyed sixstory cologne city archive

The destroyed cologne city archive, By Frank Domahs, Köln weitere Infos unter: http://www.domahs.de (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Archives are a fantastic resource for us all. They help us grow in knowledge and understanding of past and present. They empower us to investigate the history we need and the stories we care about. Archives are necessary.

But not all archives are well

On March 3 2009, the city archives of Cologne, Germany collapsed, and with it thousands of documents belonging to one of the oldest city archives in Europe. Holdings reached back to 1408/09 and the oldest document stored was from 922. A huge part of the archives was buried by the collaps. Aabout 40.000 charters, collection of photo and film as well as some of the iconic medieval documents and a collection of seals were saved.

To rebuild or not to be rebuild?

But although part of the collections have been saved, the municipality has recently decided to freeze the build of a new city archives. A decision, which has been critized by both the German Association of Archivists (VdA) as well as ICA, the International Council on Archives.

The archives in Cologne can be supported in different ways, among others this petition. Weiterlesen

„Auf den Spuren der Vorfahren“

Elfte Besuchergruppe der Germanna Foundation aus den USA im Siegerland

Seit dem Jahre 2003 besuchen Nachfahren ehemaliger Siegerländer Auswanderer, die in der Memorial Foundation of the Germanna Colonies (Germanna Foundation) in Virginia organisiert sind, regelmäßig mit Reisegruppen die Heimat ihrer Vorfahren. Bei den Teilnehmern handelt es sich um Nachfahren der 13 Siegerländer Familien, die im Jahre 1713 in die USA auswanderten.
In der Zeit vom 4. bis 8. Juni 2013 kommt nun die elfte Besucherdelegation mit 24 Personen aus den USA ins Siegerland, um sich auf die Suche nach den Spuren ihrer Vorfahren zu begeben. Einige Teilnehmer der Besuchergruppe, die auch diesmal wieder von Dr. Katherine Brown und Dr. Madison Brown aus Virginia / USA geleitet wird, werden wiederholt die Heimat ihrer Vorfahren besuchen, viele weitere Teilnehmer werden dagegen zum ersten Mal im Siegerland sein. Weiterlesen

Petition für die Aufhebung des Planungsstopps für den Neubau des Kölner Stadtarchivs

des Stadtarchivs Köln und der Kunst- u. Museumbibliothek Köln

Die Petiton wurde am 17. April 2013 gestartet und bereits von über 6.500 Menschen unterzeichnet. Sie wendet sich gegen den Stopp der Planungen für den Neubau des Kölner Stadtarchivs. Jede Verzögerung des Neubaus geht zu Lasten der ohnehin geschundenen Archivalien und enthält der (regional)historischen Forschung wichtige Quellen vor (z. B. die Urkunde der Ersterwähnung Siegens oder die Gründungsurkunde Hallenbergs). Ferner strapaziert der Planungstopp die Hilfsbereitschaft der 14 Asylarchive, von denen sie zwei im Kreisgebiet befinden. Daher gilt es diese Petition mitzuzeichnen: Link zur Petition.
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