
In diesem Jahr wird das Westfälische Wirtschaftsarchiv (WWA) 75 Jahre alt. Gegründet wurde das WWA 1941 von der damaligen Wirtschaftskammer für Westfalen und Lippe, um wertvolles historisches Schriftgut von Industrie- und Handelskammern, aber auch von Unternehmen der Region vor der Zerstörung zu retten und dauerhaft zu sichern. Nach Kriegsende setzte es seine Arbeit als Abteilung der IHK zu Dortmund fort; 1969 wurde es in eine Stiftung privaten Rechts mit breiterer Trägerschaft umgewandelt. Das WWA ist die zentrale Dokumentationsstelle für die Wirtschaft in Westfalen und Lippe. Es betreut Archivgut von Kammern, Unternehmen, Verbänden und Persönlichkeiten der Wirtschaft und erschließt es für die Forschung. In den inzwischen rund zehn Regalkilometer umfassenden Beständen spiegeln sich mehr als 300 Jahre Regionalgeschichte. Weiterlesen
Kategoriearchiv: Archive
Veranstaltung „Burbach in den 40er, 50er und 60er Jahren – Teil VII“
Burbach-Würgendorf, Heimhof-Theater
Sonntag, 07.02.2016, 17:00 Uhr, Einlass: 16:30 Uhr
Die beliebte Veranstaltung „Burbach in den 40er, 50er und 60er Jahren“ findet zum bereits siebten Mal statt. Auch in diesem Jahr stehen alte Fotos, digitalisierte Filme des Film- und Videoclubs und Zeitzeugendokumente im Fokus der Veranstaltung. Viele Dokumente und Fotos wurden der Gemeinde überlassen und haben ihren sicheren Platz im Gemeindearchiv bereits gefunden. So sind sie für die Burbacher Nachwelt erhalten! Die Kulturbeauftragte Katrin Mehlich und die Archivarin Patricia Ottilie laden herzlich zum spannenden und bestimmt wieder sehr unterhaltsamen Abend ins Heimhof-Theater ein.
Eintritt: frei! Spenden werden erbeten!
Veranstalter: Kulturbüro und Gemeindearchiv
LWL veröffentlicht Buch zu „Inklusion und Exklusion“
Gesellschaftliche Teilhabe und Ausgrenzung im 19. und 20. Jahrhundert

Das Internationale Kriegs-Opfer-Bulletin – hier eine Ausgabe aus dem Jahr 1930 – steht mit seinen Grafiken und Fotos, die Schlachtfelder mit toten Soldaten, Kriegsverletzte und Gefangene mit abgemagerten und entstellten Körpern zeigen, in starkem Kontrast zu anderen Bildern, die die Integration der Kriegsversehrten zu zeigen versuchten. Foto: LWL
Die verschiedenen Entwicklungen, Phänomene sowie Praktiken von Teilhabe und Nicht-Teilhabe in den vergangenen 200 Jahren sind das Schwerpunktthema im Band 65 der Westfälischen Forschungen, der jährlich erscheinenden Zeitschrift des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) versteht sich als „Motor der Inklusion“, um gleichwertige und selbstbestimmte Lebensverhältnisse von Menschen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen. Das heutige Verständnis von Inklusion als sozial-, bildungs- und kulturpolitische Programmatik ist eine junge Definition. Erst seit den 1990er Jahren dient das Begriffspaar „Inklusion/Exklusion“ zur kritischen Selbstbeschreibung westlicher Gesellschaften.
- Die Autoren der elf Beiträge thematisieren unter Kategorien wie kultureller Identität, Nationalität, Klasse, Schicht, (Nicht-)Behinderung, chronische Krankheit und sexuelle Orientierung, was im jeweiligen historischen Kontext zum Beispiel von staatlicher und kirchlicher Seite als „normal“ angesehen wurde und was nicht. Fallstudien – unter anderem zum Umgang mit Armut auf dem Land, über den Strafvollzug in der Weimarer Republik, zur Heimerziehung und zu den Auswirkungen der Psychiatriereform in Westfalen – veranschaulichen Inklusions- und Exklusionsprozesse in der Geschichte. Sie vermitteln zudem neue Einsichten zum gesellschaftlichen Umgang mit menschlicher Verschiedenheit. „Das Begriffspaar In- und Exklusion hilft, sich darüber klar zu werden, dass niemand nur ‚anders‘ beziehungsweise nur ‚ausgegrenzt‘ ist“, sagt Dr. Elsbeth Bösl, Herausgeberin des Themenschwerpunktes der Westfälischen Forschungen 2015. Die Verfasser der Beiträge haben an Beispielen des 19. und 20. Jahrhunderts eine Vielzahl von Ein- und Ausschlüssen mit Widersprüchen, Uneindeutigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zutage gefördert.“ Während etwa linke Kriegsopferverbände die Bilder von Verstümmelungen als politisches Druckmittel einsetzten, betonten andere die Chancen einer (begrenzten) Integration – je nach politischer Zielsetzung wurden also unterschiedliche Stufen der Inklusion und Exklusion angedeutet. Weiterlesen
Literaturhinweis: „Bewertung personenbezogener Sozialhilfeakten
– ein Praxisleitfaden für Kommunalarchive“
Der neuste Band aus der Reihe „Texte und Untersuchungen zur Achivpflege“ (TUA 31) ist erschienen. Wer fragte sich nicht bei Massenakten, wie z.B. Sozialakten nicht, wie er diese Mengen bewältigen soll? Zum wichtigen Schritt der Bewertung ist jetzt ein Leitfaden erschienen.
Katharina Tiemann (Hg.), bearb. von Nicola Bruns u.a. – Münster 2015. – 120 S. : Abb. – ISBN 978-3-936258-24-0 / 10,00 €
Link zum Inhaltsverzeichnis
Quelle: LWL-Archivamt, Aktuelles
Anmerkung: Es wäre zu begrüßen, wenn das erstellte Dokumentationsprofil zur Überlieferung im Verbund für eine hoffentlich nicht nur archivische Diskussion online bereit gestellt werden könnte.
Oral-History/Fotoprojekt in Burbach
Förderprojekt der regionalen Kulturpolitik. Kooperationspartner gesucht.

Ein „Gruß aus Burbach“: Die historische Postkarte zeigt noch heute bekannte Motive aus der Gemeinde und ist ein Schätzchen aus dem Fundus des Archivs.
Früher war alles besser! So mancher hat diesen Satz schon verwendet. Doch war es das wirklich. Schon seit einiger Zeit blicken das Burbacher Kulturbüro, die Senioren-Service-Stelle und das Gemeindearchiv regelmäßig in die Vergangenheit. Durch die Reihe „Burbach in den 40er, 50er und 60er Jahren“ wird das Heimhof-Theater quasi zum lebendigen Fotoalbum. Immer im ersten Quartal eines Jahres werden Fotografien aus der Vergangenheit auf die Leinwand projiziert und lassen so Erinnerungen wach werden: Der gemeinsame Fußweg zur Schule, die Heuernte, an Dampfloks auf der Hellertalbahn oder Ausflüge in das Buchhellertal. Viele Geschichten leben wieder auf beim Betrachten der Fotos. Weiterlesen
Fotodokumentation des Hochbauamtes im Kreisarchiv
Ende des vergangenen Jahres wurde dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein ein umfangreicher, archivreifer Teil der Fotodokumentation des ehemaligen Hochbaumates der Kreisverwaltung übergeben. Ein Fotoalbum wurde bereits für den letztjährigen Adventskalender „verwertet“.
In der Zwischenzeit hat unsere neue Mitarbeiterin Sonja Schäfer die Fotos und Negative grob inhaltlich und zahlenmäßig erfasst: Weiterlesen
68. Westfälischer Archivtag in Lünen
Der 68. Westfälische Archivtag findet vom 15. bis 16. März 2016 in Lünen statt. Das Thema lautet: Alles nach Plan? Umgang mit Karten und Plänen in Archiven.
Programm (PDF)
Publikationshinweis: „Schüler forschen in Archiv“
Ein archivpädagogischer Führer durch das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen
Ein besonderes Anliegen ist es dem Landesarchiv NRW, sein Gedächtnis Schülerinnen und Schülern zugänglich zu machen und zu vermitteln. An allen drei Standorten, in Duisburg, Münster und Detmold, bietet das Landesarchiv deshalb einen besonderen Service für Schüler, aber auch für Lehrer und für Lehrerausbildungsseminare an. Weiterlesen
Linktipp: Literaturhinweis: Audiowalks in Archiven. Konzeptionelle Überlegungen zwischen Performance und Geschichtsstunde.“
Link
Linktipp: Literaturhinweis: „Audiowalks in Archiven. Konzeptionelle Überlegungen zwischen Performance und Geschichtsstunde“

Augias.net stellte unlängst diese an der FH Potsdam entstandene Publikation vor, die die Archive ermutigt „immer wieder Experimente zu wagen und scheinbar fest etablierte Grenzen des individuellen und kollektiven Erinnerns zu überschreiten.“
Archivische Gemeinschaftsweblogs
Ein kurzer Rück- und Ausblick
2003 startete das erste -private – Gemeinschaftsweblog, das sich der gesamten Bandbreite archivischer Themen widmete: Archivalia. Es dauert immerhin 9 Jahre bis ein weiteres Blog, diese Idee aufgriff und mit den in NRW-weit vorhandenen, regionalen Archivarbeitskreis verknüpfte: siwiarchiv.
Es ist erfreulich zu sehen, dass in nun schnellerer Folge weitere kooperative Archivblogs entstanden, die nicht nur regional begründet waren, sondern thematisch (hier: 1. Weltkrieg) oder auch archivspartenmäßig:
2014: München, 1914- 1918 Ein rheinisches Tagebuch, OWL und der Erste Weltkrieg 1914-1918
2015: Kreis Lippe, Nürnberg , Berlin, Archive der Leibniz-Gesellschaft .
Und 2016? Hoffentlich folgen weitere archivische (Metropol-)Regionen den hier auf geführten Beispielen. Spannend wären auch weitere thematische und Archivsparten-Blogs. Denn: es lohnt sich!

siwikultur.deDie Website des Kultur!Büro.s
siwitermine.deKultur!Aktuell,
lyz.deKulturhaus Lÿz
kulturhandbuch.deDas Kulturhandbuch Siegen-Wittgenstein mit allen Infos zu kulturellen Angeboten, Einrichtungen, Künstlern und Kulturschaffenden
kulturpur-festival.deInternationales Musik- und Theaterfestival KulturPur
siwiarchiv.deDer Blog der Archive
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