Literatur: „Stadtarchiv Olpe. Geschichte-Benutzung-Bestände“

stadtaolpe15
Josef Wermert legt als 11. Band der „Quellen und Beiträge des Stadtarchivs Olpe“ eine über 100 Seiten starke Beständeübersicht vor. “ …. Dieser Wegweiser durch das Archiv geährt nun Einblicke in die vielfältigen Arbeitsfelder und in die über 200 unterschiedlichen Bestände des Stadtarchivs Olpe und deren Relevanz für die regionale geschichtliche Forschung und die Stadtgeschichtsschreibung. ….“ – so formuliert Horst Müller, Bürgermeister der Stadt olpe, in seinem Vorwort. Die Publikation ist kostenlos beim Stadtarchiv Olpe zu erhalten.

Erzählcafé „Schule und Ausbildung“

Foto: Martin Sahm

Foto: Martin Sahm

Unzählige Geschichten schlummern unentdeckt in den Dörfern. Die Dorfbewohner haben viel erlebt und können aus einem reichen Fundus schöpfen, denn die Geschichten wurden früher beispielsweise beim gemeinsamen Backen erzählt. Von Generation zu Generation trugen sie ihre Erlebnisse von Land und Leuten weiter. Um diese Geschichten zu behalten, laden Katrin Mehlich und Patricia Ottilie von der Burbacher Gemeindeverwaltung zum Erzählcafé „Schule und Ausbildung in Burbach“ ein. Sie freuen sich auf zahlreichen Besuch, um Erinnerungen an die Schul- und Ausbildungszeit und die damit verbundenen Rechte und Pflichten auszutauschen.

Das nächste Treffen findet am Montag, dem 23. März um 15.00 Uhr im Haus Herbig statt. Anmeldungen nehmen Katrin Mehlich, Kulturbüro, Tel. 02736 5577 und Patricia Ottilie, Gemeindearchiv, Tel. 02736 4515, gerne entgegen.

67. Westfälische Archivtag 2015 in Gladbeck

Mit Schulakten und Rechtsfragen beschäftigt sich der 67. Westfälische Archivtag, den der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am 17. und 18. März unter dem Titel „Zwischen Pädagogik und Paragraphen“ in Gladbeck ausrichtet.
Wegen insgesamt abnehmender Schülerzahlen und den strukturellen Schulreformen in Nordrhein-Westfalen werden immer öfter Schulen in den Kommunen zusammengelegt oder stellen ihren Betrieb ein. Die Altakten der aufgelösten Schulen müssen daher den neuen Schulen übergeben oder vom zuständigen Archiv in Auswahl übernommen werden, wenn sie in den Schulen nicht mehr gebraucht werden.
Weitere Informationen und Abstracts der Vorträge finden sich im Archivamtblog. Dort werden auch angehende Archivarinnen und Archivare den Archivtag live begleiten. Auch die Facebook-Seite des Archivamtes berichtet über den Archivtag.

Köln: Sechs Jahre nach dem Archiveinsturz

Eva Olthof entwickelte einen Fragebogen zum Archiv-Einsturz, mit dem sie seit September 2013 bei verschiedenen Aufenthalten in Köln Aussagen von 47 Menschen gesammelt (so zum Beispiel im Rahmen der Ausstellung „fest.flüssig.flüchtig“ von ArchivKomplex im Juli 2014). Nachdem sie ihr Projekt bereits in verschiedenen künstlerischen Kontexten in Form von Postkarten und Plakaten präsentiert hat, ist es nun auf der Internetseite www.archiveresonance.net sichtbar – jeder Nutzer kann dort den Fragebogen beantworten und dieses Archiv der Erinnerungen ergänzen.

 

Versuchter Einbruch im Stadtarchiv Olpe

Das Alte Lyzeum in Olpe beherbergt das Stadtarchiv Olpe, die Musikschule und die Begegnungsstätte Quelle: Homepage Stadt Olpe

Das Alte Lyzeum in Olpe beherbergt das Stadtarchiv Olpe, die Musikschule und die Begegnungsstätte
Quelle: Homepage Stadt Olpe

In der Nacht vom 5. auf dem 6. Februar haben Einbrecher versucht während eines Einbruches in die Begegnungsstätte „Altes Lyzeum“ auch in Räume des Stadtarchivs Olpe, die sich im vierten Stock des Gebäudes befinden, zu gelangen. Eine Brandschutztür hat aber den Versuchen standgehalten.
2008 ist ein Prüfantrag zur besseren Unterbringung des Stadtarchivs im zuständigen Kulturausschuss eingebracht worden. Ebenfalls sollte die Beseitigung mehrerer Mängel geprüft werden, die das LWL-Archivamt für Westfalen-Lippe aufgelistet hatte. 2010 wurden entsprechende bauliche Maßnahmen einstimmig vom Kulturausschuss beschlossen. 2011 jedoch, im Jahr des Stadtjubiläums, wurden die Planungen gestoppt und das Stadtarchiv musste weiter mit den Mängeln leben.
Quelle: Siegener Zeitung, 7.2.2015 (nur Print)

Literaturhinweis: „Eine neue Stadt entsteht

arbeitsheft-15_webPlanungskonzepte des Wiederaufbaus in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 an ausgewählten Beispielen

15. Arbeitsheft der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen,155 Seiten, Tecklenborg Verlag/Steinfurt 2015
ISBN 978-3-944327-23-5

Als Kooperation der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen und der Stadt Paderborn fand die Tagung mit dem Titel „Eine neue Stadt ensteht“ im März 2014 in Paderborn statt. Vorträge mit dem Schwerpunkt auf nordrhein-westfälische Städte, deren Zerstörungen und Wiederaufbauziele wurden ergänzt durch Beiträge zu München, Nürnberg und Hannover. Unterschiedliche Planungskonzepte des Wiederaufbaus und deren Bedeutung für folgende Stadtentwicklungen der 1950er- und 1960er-Jahre wurden während der Tagung zur Diskussion gestellt. „Wiederaufbau in Siegen – Liebe auf den zweiten Blick“ war Titel des Vortrags von
Dipl.-Ing. Michael Stojahn (Stadtbaurat Siegen).

Der neue Band in der Reihe unserer Arbeitshefte stellt alle Vorträge vor und ist ergänzt worden durch thematische Aufsätze von T. Spohn und K. Stegmann. Er umfasst 156 S. und ist reich mit historischen und aktuellen Abbildungen illustriert.
Quelle: LWL Denkmalpflege, Homepage (Publikationen)

Linktipp: „Archivmanagement in kleinen Archiven“

Die archivwissenschaftliche Masterarbeit des westfälischen Kollegen Dr. Stefan Schröder untersucht die Fragestellung:
Wie können kommunale Ein-Personen-Archive mit Hilfe von Archivmanagement ihrer Leitungsaufgabe gerecht werden und ihre Institution besser oder gezielter entwickeln?
Bereits im November vergangenen Jahres ist Schröders Arbeit im Fernweiterbildungsblog der FH Potsdam vorgestellt worden. Auch die Posterpräsentation der Arbeits kann eingesehen werden: Poster_MasterDay14_Schroeder .
Die Publikation erlaubt einen Blick in die Aufgabenvielfalt (nicht nur) kleinerer Archive und zeigt auf, wie strategisches Management genutzt werden kann, um diese Aufgaben zufriedenstellend zu bewältigen. Schröders Arbeit ist eine intensive Diskussion zu wünschen, die zweckmäßigerweise im oben erwähnten Blog der FH Potsdam erfolgen sollte.
Die vollständige Arbeit ist jetzt online hier als PDF abrufbar.