Bahnhofsgebäude mit Güter(lok)schuppen in Bad Berleburg ist Denkmal des Monats

084 Bahnhof mit Güterschuppen
Foto: Ursulabuschmann, 2.9.2012 [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]
Das Bahnhofsgebäude mit Güterlokschuppen in Bad Berleburg ist als Denkmal des Monats Dezember im Kalender 2020 der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne ausgewählt worden. Der 1910/11 errichtete Bahnhof Bad Berleburg ist ein besonders
gut erhaltenes Beispiel für die Entwicklung der regionalen Bahnhofsarchitektur zur Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Durch die ausgewogene, gute Gestaltung dokumentiert er anschaulich die zeittypische Bauweise, die sich durch die Verwendung heimischer Bauformen auszeichnet.

„Notfalls schließen“

Ein Gastkommentar von Karl Heupel zu der Lage des Bergbaumuseums in Herdorf-Sassenroth

Sollte der Kreis Altenkirchen nicht nur monetär Arm zu sein, sondern auch in seinem historischen Verantwortungsbewusstsein gegenüber den nachfolgenden Generationen? Wo können Kinder und Jugendliche die Arbeitswelt von früher besser kennen lernen als im Bergbaumuseum in Sassenroth. Außerschulisch lernen (was meistens mehr bringt), praktische Erfahrungen z.B. bei den Mineralexkursionen oder Thementagen sammeln und so ein Verständnis für die Vergangenheit aufbauen. Nachdem der Hüttenwäldchen – Stollen in Dermbach ums „Überleben“ kämpft, soll hier ein weiteres Kleinod der Industriegeschichte geschlossen werden? Danach schließt die Grube Bindweide? Und dann findet das kulturhistorische Lernen oberirdisch statt? Das ist unterirdisch! Wehret den Anfängen! Glück Auf.

Anm: Der Zeitungsbericht und der Kommentar fußen auf die Beschlussvorlage „Umsetzung der Maßnahmen des Haushaltskonsolidierungskonzeptes des Landkreises Altenkirchen“ der Kulturellen Einrichtungen des Kreises Altenkirchen für den Kreisausschuss am 26.10.2020

Beilschmiede, Kuhschelleschmiede und Schmiedemuseum im LWL-Freilichtmuseum Hagen

3 Blogeinträge mit regionalem Hintergrund zum 60. Geburtstags des Museums.

1) Das Schmiedemuseum des Museums ist im alten Rathaus der Gemeinde Neunkirchen untergebracht. Der Blogeintrag stellt das Gebäude vor.
2) Die Beilschmiede des Museum befindet sich der ehemamlgen Hilchenbacher Beilschmiede Kleeb. Auch hier stellt ein Blogeintrag das Gebäude kurz vor.
3) Die Kuhschellenschmiede aus dem Hilchenbach Ortsteil Grund wird ebenfalls in einem Eintrag beschrieben.

„Eine weltweite Familie: Die Sprachenschule Siegerland des Dr. Adolf Bode“

Neuerscheinung der Geschichtswerkstatt: Sonderband 2020
Preis: 15,00 €, Erhältlich in allen Buchhandlungen; Bestellungen über die Homepage der Geschichtswerkstatt Siegen e.V.: geschichtswerkstatt-siegen.de

Im September 1945 – also vor fast exakt 75 Jahren – gründete Dr. Adolf Bode, soeben erst aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, die „Sprachenschule Siegerland“. Diese private Fremdsprachenschule war nicht nur für das Siegerland, sondern für ganz Deutschland einmalig: Denn an ihr konnte man nicht nur in Abendkursen Sprachen neu lernen oder Fremdsprachenkenntnisse auffrischen oder erweitern – sei es nun in Englisch und Französisch, in Italienisch, Spanisch, Russisch oder Japanisch. Alleinstellungsmerkmal der Schule war vielmehr, dass sie die erste und einzige Fremdsprachenschule für die die Region Siegerland damals prägende Eisen- und Stahlindustrie war.
Zum 75. Jubiläum der Gründung dieser für die Siegerländer Wirtschaft einmaligen Bildungsinstitution ist nun bei der Geschichtswerkstatt Siegen ein Sonderband erschienen, der Entstehung und Entwicklung der Sprachenschule Siegerland nachzeichnet: „Eine weltweite Familie: Die Sprachenschule Siegerland des Dr. Adolf Bode“. Verfasst wurde das Manuskript von Dr. Bodes Ehefrau und unermüdlichen Mitarbeiterin, der 2012 verstorbenen Ute Bode. Herausgeber der Publikation ist Prof. em. Dr. Christoph Bode, Sohn von Adolf und Ute Bode, der diese Besonderheit der Lokal- und Regionalgeschichtsschreibung mit zahlreichen Anmerkungen sowie mit einem Vor- und Nachwort versehen hat. Eine Kostbarkeit insofern, als hier den Lesern konkret, faktenreich und lebendig Wirtschaft und Bildung in den Jahrzehnten der Nachkriegszeit nahegebracht werden. Weiterlesen

„Netpher Kalender“ 2021: „Netphen . . . bedeutende Unternehmen, so wie die früher waren.“


„Hier wurden viele alte Bilder von Industrie und Unternehmen im Netpherland zusammengetragen. Viele Bilder und die Texte stammen aus der Doktorarbeit von Dr. Peter Vitt, der diesbezüglich ein umfassendes Fachwissen hat.

Im Kalender findet man auch einige Firmen und Standorte die heute in Vergessenheit geraten sind. Als Beispiel die Grube Schnellenberg in Netphen-Beienbach, wo schon 1715 Erz gefördert wurde. Aber auch Unternehmen die von der Schmiede zum Großunternehmen herangewachsen sind, wie die Firma Flender Flux, in Netphen Deuz, die auf eine über 250-jährige Firmengeschichte zurückblicken kann. Weiterlesen

Literaturhinweis: Monographie zur Montanarchäologie des Siegerlandes erschienen

Umfangreicher Fundstellenkatalog und Darstellung des Forschungsstandes

Bereits seit 18 Jahren erforscht das Deutsche Bergbau-Museum Bochum zusammen der LWL-Archäologie für Westfalen sowie der Ruhr-Universität Bochum die eisenzeitliche Montanlandschaft im Siegerland, im südlichen Westfalen und im nordöstlichen Rheinland-Pfalz. Spätestens ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. – vermutlich aber bereits ab dem 5. Jahrhundert – bis zur Zeitenwende entwickelte sich eine auf Eisengewinnung spezialisierte Montanregion heraus.

Über 100 Jahre archäologische Forschungen erbrachten neben hunderten montanarchäologischen Fundstellen herausragende Aspekte, wie beispielsweise den Nachweis der größten Rennöfen ihrer Epoche in Europa oder eine zunehmend differenzierte Produktionslandschaft. Durch das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziell geförderte Projekt „Latènezeitliche Eisenwirtschaft im Siegerland: Interdisziplinäre Forschungen zur Wirtschaftsarchäologie“ konnten großflächige Prospektionen durchgeführt, zahlreiche Ausgrabungen realisiert sowie mit weiteren Forschungskooperationspartnern interdisziplinär verschiedenste Aspekte der frühen Montanlandschaft sowie der Produktionskette vom Erz zum Eisen erforscht werden. Weiterlesen

Wanderung zum mittelalterlichen Verhüttungsplatz in der Zinsenbach, Netphen – fällt aus

Waldschmiede

  © Museum Haus Pithan

Im Siegerland gibt es mehrere Walzengießereien. Es wird eine Menge Trapezblech produziert. Viele Maschinenfabriken schaffen Produkte für den Weltmarkt. Warum ist das so, obwohl hier seit über 50 Jahren kein Eisenerz mehr gefördert wird? Ein Teil der Antwort liegt sicher in unserer langen Tradition des Eisengewerbes. Um diese Tradition in Erinnerung zu halten, ist die Industriegeschichte ein Schwerpunkt des Museums im Haus Pithan in Dreis-Tiefenbach. Nun ist die Eisentradition hier schon über 2000 Jahre alt und es gibt aus früheren Zeiten keine spektakulären Fundstücke. Aber Spuren der Tätigkeit unserer Vorfahren finden sich noch im Gelände. Steht man an einem solchen Ort, spürt man eine Art von Verbundenheit mit den frühen Eisenleuten und fragt sich, wie sie wohl gelebt haben und was sie angetrieben hat.

Der Spatenforscher Krasa hat in Dreis-Tiefenbach etliche Verhüttungsplätze aus früheren Zeiten gefunden. Der Heimatverein Dreis-Tiefenbach macht eine Wanderung zu Schlackenfunden an einem mittelalterlichen Verhüttungsplatz in der Zinsenbach. Weiterlesen

Filmabend „Historisches Siegerland“: »Notizen zu einer Stadt« – wird verlegt

Fr. 06.11.2020, 19:00, 5.2.2021, KrönchenCenter, Vortragsraum, Markt 25, 57072 Siegen, Eintritt frei

»Siegen – Notizen zu einer Stadt« entstand im Jahr 1965 als Fernsehessay. Regie führte der aus Siegen stammende Journalist Heinrich Vormweg. Der zeitkritische Film von Filmemacher Walter Krüttner widmet sich unter anderem der Mentalität der Menschen im Siegerland. Diese wurde stark geprägt von calvinistisch-pietistisch ausgelegter Religiosität und dem damit verbundenen oft einseitigen Kulturverständnis. Aber auch auf die infrastrukturellen Probleme der Region – die A 45 gab es damals noch nicht – geht der Film ein. Ausgestrahlt wurde der Film am 17.06.1966 im WDR-Fernsehen. Dieser Film ist schonungslos und spannend. Doch trotz aller Kritik versöhnt er mit einmaligen Ansichten der Stadt Siegen, wie es sie heute nicht mehr gibt. (Texte: mundus.tv)

Anmeldung erforderlich! (Teilnehmer*innenzahl begrenzt)
Telefon 0271 404-3000, E-Mail vhs@siegen.de oder persönlich

Quelle: VHS Siegen, Programm

Filmabend „Historisches Siegerland“: »Der Eisenwald und 700 Jahre Siegen«

Fr., 30.10.2020, 19:00, KrönchenCenter, Vortragsraum, Markt 25, 57072 Siegen, Eintritt frei

»DER EISENWALD (1953)«
Unter der Regie von Herbert Ladendorff, der später in Siegen als Filmproduzent lebte, drehte der Kameramann Herbert Apelt dieses zeitgeschichtliche Filmdokument, über die Siegerländer Lebens- und Arbeitswelt der frühen fünfziger Jahre. Er zeigt die seit Generationen betriebene Haubergswirtschaft und die Kräfte zehrende und harte körperliche Arbeit des Eisenerzabbaus unter Tage, die den Menschen dort frühzeitig Opfer an Gesundheit und Leben abforderte.
Sprecher Mathias Wieman. Laufzeit: 23 Minuten Weiterlesen

Friedrich Vorländer (1792 – 1869) – 1. Haubergsoberförster im Kreis Siegen.

Nachdem hier bereits die beiden Förster Paul und Fritz Sorg behandelt wurden, stellt  siwiarchiv nun Informationen zum ersten Haubergsoberförster des Kreises Siegen zusammen. Der tabellarische Lebenslauf sowie die angegebenen Quellen sollen zu einer intensiveren Beschäftigung mit Friedrich Vorländer anregen:
Johann Friedrich Vorländer

geb. am Montag, 1. April[1]/3. April 1792, Hilchenbach-Allenbach[2]
Eltern: Johann Jacob Vorlaender, Keppelscher Stiftsjäger, Anna Maria Stamm aus Gontzenheim[3]
Heirat : 04. Nov. 1818, Hilchenbach Anna Katharina Böcking[4]
aus dieser Ehe entstammten 8 Kinder[5]

  1. Heirat : 22. Juni 1844, Siegen Karoline Fölzer[6]

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