Vortrag: Fabian Kiehl: “Die Firma Berg – Baracken und Behelfsheime”

Samstag, 17. November, 19:00 bis 20:00, Haus Pithan, Im Bruch 4, 57250 Netphen

Fabian Kiehl trägt in der Reihe “Dreisber Geschichte(n)” aus seiner Facharbeit über das Baugeschäft und Sägewerk seines Urgroßvaters Erwin Berg vor. Die Firma Berg hat als Produktionsort von einem der typischen historischen Industrieplätze aus den Ort Dreis-Tiefenbach mit Bauwerken mitgeprägt. Die massive evangelische Kirche, hoch am Lieschberg, ist das sichtbarste Zeichen.

Quelle: Heimatverein Alte Burg Dreis-Tiefenbach, Termine

„Blick ins Netpherland“ Nr. 60 (2018) erschienen

Schon seit 1977 gibt der Heimatverein Netpherland seine Vereinszeitschrift „Blick ins Netpherland“ heraus. Auch die 2018er Ausgabe wurde als abwechslungsreiches und reichhaltig bebildertes Jubiläumsheft Nr. 60 wieder mit viel Herzblut von Wilfried Lerchstein zusammengestellt. Auf 64 farbigen Seiten im Format DIN A4 wird zunächst auf das ablaufende Vereinsjahr 2018 mit der erst vor kurzem eröffneten Kunstausstellung im Heimatmuseum Netpherland zurückgeblickt.
Die Titelseite ziert das Aquarell „Kreuzbergkapelle Netphen“ von Ingrid Häuser. Mit diesem 1869 eingeweihten Gotteshaus und den beiden Kreuzwegen beschäftigt sich auch ein Aufsatz von Heinz Stötzel.
Der Reisebericht von August Horn über seine Wanderung von Siegen zum Ederkopf vor 165 Jahren entführt ebenso in die Naturlandschaft des Netpherlandes wie der Bericht von Gustav Rinder über das Kütschenlangenbachtal bei Walpersdorf mit seiner schützenswerten Pflanzenwelt von A wie Arnika bis Z wie Zittergras. Weiterlesen

Siegerländer Haubergswirtschaft in Inventar des immateriellen Kulturerbes NRW aufgenommen

Urkundenübergabe in Düsseldorf

Urkundenübergabe in Düsseldorf: v.l.: Willi Brandl, Vorsitzender der Haubergs-Genossenschaft Eisern, Jutta Capito, stv. Landrätin des Kreises Siegen-Wittgenstein, Ulrich Gießelmann, Vorsitzender des Fördervereins Historischer Hauberg Fellinghausen e.V., und Lothar Klein, stv. Vorsitzender des Waldbauernverbandes Siegen-Wittgenstein.

Zwei Jahre lang hatte der Arbeitskreis „Siegerländer Haubergswirtschaft als Immaterielles Kulturerbe“ darauf hingearbeitet – im Oktober war es dann soweit: Die heimische Tradition wurde offiziell in das Inventar des Immateriellen Kulturerbes von Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Eine entsprechende Auszeichnungsveranstaltung hat jetzt im „Haus der Stiftungen“, dem Sitz des Referates „Heimat- und Kulturpflege“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft, in Düsseldorf stattgefunden.
Auch aus dem heimischen Arbeitskreis, der unter der Leitung von Arno Wied, Kreis-Dezernent für Bauen, Umwelt und Wirtschaft stand, nahmen Vertreter teil. Aus Siegen-Wittgenstein waren Ulrich Gießelmann, Vorsitzender des Fördervereins Historischer Hauberg Fellinghausen e.V., Willi Brandl, Vorsitzender der Haubergs-Genossenschaft Eisern, Lothar Klein, stv. Vorsitzender des Waldbauernverbandes Siegen-Wittgenstein, und Jutta Capito, stv. Landrätin des Kreises, dabei. Weiterlesen

Online: Manuel Zeiler et al.: “Die Berge rufen! Archäologisch-anthropologische Studie zur Migration

in die eisenzeitliche Montanlandschaft Siegerland (Nordrhein-Westfalen) anhand von Brandbestattungen”
Archäologisches Korrenspondenzblatt 47. Jg. Heft 2 (2017), S. 173 – 199.
 
“In der Fallstudie an eisenzeitlichem Leichenbrand aus der Montanlandschaft Siegerland werden archäologisch sowie anthropologisch Aspekte der Migration und des Kulturtransfers diskutiert. Auf der Grundlage des archäologischen Be
fundes konnte mittels 87 Sr / 86 Sr-Isotopenanalysen der Einzugsbereich der Bestatteten wahrscheinlich gemacht werden.”

s. a. Sebald et al.: “Provenance analysis of human cremations by 87 Sr/ 86 Sr isotopic ratios: migration into an Iron Age mining region in North-Rhine Westphalia”, in: Open Journal of Archaeometry 2018, volume 4 (7512), S. 6 – 12, Link: Sebald_et_al._2018_-_Provenance_analysis

Ausstellung “Vom Brief zum digitalen Netz. Aus dem Siegerland in die Welt”

Siegerlandmuseum, 27.9.2018 – 6.1.2019
Eine Kooperation mit der Universität, Fach Geschichte

Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereiches „Medien der Kooperation“ unter Leitung von Prof. Dr. Erhard Schüttpelz werden im Jahr 2018 im Siegerlandmuseum zwei Ausstellungen durchgeführt:

Eine trägt den Titel „Telekommunikation seit dem 19. Jahrhundert als Kooperation von Medien“. Den BesucherInnen soll Gelegenheit gegeben werden, selbst aktiv unter verschiedenen historischen Bedingungen kommunizieren zu können. Hierzu stellt die Sammlung Schmidt in Konstanz Originalgeräte zur Verfügung, die von der Frühzeit des Telefons im späten 19. Jahrhundert bis in die 1990er Jahre reichen. Es werden benutzbare originale Telekommunikationsverbindungen aus unterschiedlichen Zeiten hergestellt, die den Wandel der Telekommunikation während der letzten über 100 Jahre direkt erfahrbar machen. Für die Ausstellung verantwortlich sind PD Dr. Christian Henrich-Franke und Dr. Cornelius Neutsch.

Die zweite Ausstellung widmet sich dem Smartphonegebrauch und familiärer Interaktion. Sie wird geleitet von Dr. Bina Elisabeth Mohn und Prof. Dr. Jutta Wiesemann. Kern ist eine Video-Installation, in der (Medien-)Interaktionen von Kleinkindern in unterschiedlichsten familiären Zusammenhängen beobachtbar gemacht werden. Basis hierfür sind kamera-ethnographische Untersuchungen, die beide Forscherinnen derzeit durchführen. Die BesucherInnen erfahren somit nicht nur, wie moderne Medien das Leben von Kleinkindern und deren familiäres Umfeld verändern, sondern erhalten darüber hinaus Einblicke in methodische Vorgehensweisen medienethnographischer Projekte.
Quelle: Siegerlandmuseum, Aktuelles

Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert den denkmalgeschützten Lindenbergfriedhof in Siegen

Zwei der bedeutendsten Grabmonumente Westfalens

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt dank der Lotterie GlücksSpirale für die Steinrestaurierung der denkmalgeschützten Grabstätten Meinhard/Knebel und Kreutz auf dem Lindenbergfriedhof 20.000 Euro zur Verfügung. Den dazugehörigen symbolischen Fördervertrag überbrachte Michael Arns, Ortskurator Siegen der DSD, gestern am Gruftenweg des Friedhofs an Stadtbaurat Henrik Schumann. Der Lindenbergfriedhof gehört zu den über 440 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.


Lindenbergfriedhof, Gruftenweg, von Martin Schuss (Benutzer: Martin Schuss, eigenes Foto) – Martin Schuss (Benutzer: Martin Schuss, eigenes Foto), 4.7.2006, CC BY-SA 3.0, Link

Siegens größte Begräbnisstätte, der Lindenbergfriedhof, erstreckt sich an den Hängen des östlich der Stadt liegenden Lindenberges. Der 1857 gegründete Gottesacker umfasst heute eine Fläche von etwa 204.000 Quadratmetern mit 17.900 identifizierbaren Gräbern. Seit 1996 gibt es ein muslimisches Gräberfeld. Im oberen Teil der Anlage befindet sich ein jüdischer Friedhof, der von 1871 bis 1914 für Bestattungen genutzt wurde. Das Zentrum des Lindenbergfriedhofs bildet der sogenannte Gruftenweg, der zu den bedeutendsten Grabmonumenten in Westfalen zählt. Ab 1889 wurden auf einer Strecke von 280 Metern aufwendig gestaltete, repräsentative Grüfte der Siegener Honoratioren angelegt, die die hervorgehobene gesellschaftliche Stellung der Siegener Industrieellenfamilien dokumentieren. Weiterlesen

Sonderschauen: „Siegerländer Markscheider”, “Die Grube Storch & Schoeneberg” und “Calcit”

44. Siegerländer Mineralienbörse, 23. September 2018, Siegerlandhalle/Siegen

In der Sonderschau “Siegerländer Markscheider” wird die verantwortungsvolle Arbeit dieser Untertage- Vermessungsspezialisten gewürdigt. Ihre tiefe Verbundenheit mit dem Bergmannsberuf brachten sie auch dadurch zum Ausdruck, dass viele von ihnen leidenschaftlich Mineralien sammelten und sehenswerte Sammlungen anlegten . Die Arbeitsplätze der Markscheider waren zumeist nicht die verhältnismässig sicheren Grubenstrecken, sondern die frisch erschlossenen neuen Abbaubereiche, die vermessen und kartiert werden mussten. Es waren die Bereiche in den Gruben, wo es oft besonders gefährlich war – und wo es aber auch immer wieder neue Mineralfunde gab. Einer von ihnen, Ernst Ottmann, nach dem Kriege leitender Markscheider der “Erzbergbau Siegerland AG”, baute eine sehr umfangreiche Sammlung auf und steht im Mittelpunkt der Schau. Gruben mit in Sammlerkreisen klangvollen Namen wie “Füsseberg”, “Eupel”, “Georg”, “San Fernando” und “Wolf”, auf denen er vorwiegend eingesetzt war, boten dem passionierten Sammler reiche Fundmöglichkeiten.

Grube Storch und Schöneberg, Siegen-Gosenbach, Foto: Otto Arnold, 29. August 1929

Die zweite Sonderschau präsentiert die Grube “Storch & Schoeneberg” bei Gosenbach im Siegerland. Dieser im Jahre 1942 stillgelegte Grubengigant war zeitweise mit fast 1200 Metern Teufe die tiefste Erzgrube Europas und mit einer Belegschaft von z.T. über 2000 Mann ein wahres Schwergewicht unter den Siegerländer Bergwerken. Auch in mineralogischer Hinsicht war sie sehr interessant; so war sie eine der ganz wenigen Siegerländer Gruben, in denen das ansonsten ja sehr verbreitete “Allerweltsmineral” Calcit in schönen Kristallen gefunden wurde. Weiterlesen

Tag der offenen Tür in der historischen Druckerei Schmidt, Bad Laasphe

Typograph-Setzmaschine

Am dritten Septemberwochenende, Samstag 22. 09. von 13-18 Uhr und Sonntag, 23. September 2018 von 11-18 Uhr, öffnet die historische Buchdruckerei Ernst Schmidt (gegr. 1861) in Bad Laasphe, Bahnhofstraße 41, wieder ihre Türen und lädt zu einer interaktiven Entdeckungsreise in die Jahrhunderte alte Geschichte des Schriftsetzer- und Buchdruckerhandwerks ein:
In der original erhaltenen Werkstatt – vieles stammt noch aus dem 19. Jhdrt. – kann man u.a. noch erleben (oder sich selbst daran versuchen), wie Texte früher in Handarbeit gesetzt und mit Muskelkraft auf das Papier gebracht wurden.
Außerdem kann man noch ein Exemplar einer der ersten vollautomatischen (und “legendären”) Tiegeldruckmaschinen – einen “Original-Heidelberger Tiegel” von 1934 – in Aktion sehen. Die damals schnellste Tiegeldruckpresse der Welt.
Auch eine Buchdruck-Schnellpresse, auf der schon vor über 100 Jahren die Wittgensteiner Zeitung gedruckt worden ist, wird vorgeführt
Quelle: Stadt Bad Laasphe, Pressemitteilung

Landwirtschaftlicher Kreisverein Wittgenstein – ein Artikel auf Wikipedia

LKV-Zeitung 1836
Deckblatt der gemeinsamen Zeitung der landwirtschaftlichen Vereine in Wittgenstein und Siegen 1836, By Dieter Bald [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Dem ersten landwirtschaftlichen Verein in den preußischen Provinzen Rheinland und Westfalen widmet Dieter Bals einen Artikel in der Wikipedia:

Seite „Landwirtschaftlicher Kreisverein Wittgenstein“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 2. September 2018, 06:00 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Landwirtschaftlicher_Kreisverein_Wittgenstein&oldid=180550526 (Abgerufen: 3. September 2018, 16:45 UTC)

via Hinweis in der geschlossenen Facebook-Gruppe “Wittgensteiner Heimatgeschichte und Historische Fakten”