Tag des offenen Denkmals 2018 in Freudenberg

25 Jahre Tag des offenen Denkmals am 09. September 2018.

Folgende Denkmäler haben in Freudenberg ihre Türen geöffnet:

ev. Johanneskirche Oberfischbach
geöffnet von 11:00 – 17:00 Uhr
(Führungen 11:30; 14:00 und 16:00 Uhr)
(Kirchweg 4, 57258 Freudenberg)

Boos Hus
geöffnet von 11:00 – 17:00 Uhr
Informationen zum Boos Hus und traditionellem
Brotbacken, Backes gleich gegenüber
(Niederndorfer Straße 62, 57258 Freudenberg)

Villa Bubenzer
geöffnet von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
(Villa-Bubenzer-Weg 7, 57258 Freudenberg)
Poesiealben-Ausstellung mit Lesung und Musik
Informationen auf: www.kulturflecken.de

Haubergsrallye für Kinder (bis 12 Jahre) mit tollen
Preisen. (Start an der ev. Kirche Oberfischbach)
Vorstellung des Kalenders „Denkmal des Monats 2019“ der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne
Für das leibliche Wohl wird gesorgt
Quelle: Stadt Freudenberg, Meldung, 22.8.2018

Örtliche Denkmäler aus europäischer Perspektive betrachten

Arbeitsgespräch zum Europäischen Kulturerbejahr im 4Fachwerk-Museum Freudenberg

Dr. Oliver Karnau (2. v. links) von der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, kam zu einem Arbeitsgespräch zum Projekt „Europa in Westfalen“ ins 4Fachwerk-Museum Freudenberg.
(V.l.n.r.: Bernd Brandemann, Dr. Oliver Karnau, Andreas Benthien, Detlef Köppen, Christian Berner, Cindy Peplinski, Dieter Siebel, Ulrike Monreal und Britt Löwenström)

Europa liegt vor der Haustüre! Burgen, Kirchen, Baudenkmäler aller Art erzählen europäische Geschichte. Für das Europäische Kulturerbejahr 2018 rief die Denkmalpflege des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) dazu auf, Baudenkmäler, die von europäischer Geschichte erzählen, in besonderer Weise herauszustellen. Und so findet sich unter www.europa-in-westfalen.de auch der Alte Flecken in Freudenberg (https://www.europa-in-westfalen.de/de/die-denkmale/freudenberg-alter-flecken/).

Der LWL-Projekt-Koordinator Dr. Oliver Karnau aus Münster war in diesem Zusammenhang am 12. Juli zu einem Arbeitsbesuch ins 4Fachwerk-Museum gekommen. „Wir wollen das lokale Kulturerbe in europäischen Kontext sicht- und verstehbar machen“, erläuterte er. Das besondere Ziel sei, Kinder und Jugendliche anzusprechen, um das Wissen in die nächste Generation zu tragen. „Kinder sind die Erben des Erbes.“

Großes Lob fanden deshalb die Erlebnisführungen, die der Verein FRids in Freudenberg durchführt. Vorsitzende Ulrike Monreal und die Regisseurin Britt Löwenström berichteten, wie der interaktive Rundgang, bei dem immer wieder kleine Szenen gespielt werden, von den Jugendlichen selbst mit erarbeitet worden ist.
Bei dieser Zeitreise durch den Flecken wird die Geheimkonferenz vom 2. bis 4. Mai 1568 auf dem damaligen Schloss Freudenberg angesprochen. Hier trafen sich die Brüder Wilhelm von Oranien sowie Adolf und Ludwig zu Nassau mit den „Edlen von Gelderland“, um Aktionen zur Befreiung der Niederlanden im Kampf gegen Spanien zu besprechen. Weiterlesen

Architektur 1960+, Brutalismus im Kreisgebiet: Ehem. Hauptschule Freudenberg

Foto: © Bernd Brandemann

siwiarchiv sucht Beispiele für die Architektur der 1960er und 1970er Jahre. Bernd Brandemann wies nun auf die ehemalige Hauptschule in Freudenberg hin. Bei dem Schulgebäude in der oberen Schulstraße in Freudenberg handelt es sich um ein 1967 errichteten Betonsichtbau, der bis zum 1. August 1988 als Schulgebäude genutzt wurde. Der Abbruch erfolgte ab Dezember 2012.: Weiterlesen

Freudenberg: Aufstellung einer Gedenktafel für die Opfer der Hexen- und Hexerverfolgung

In seiner heutigen Sitzung berät der Rat der Stadt Freudenberg über einen Antrag der Ratsfraktion der GRÜNEN zur Aufstellung einer Gedenktafel an die Hexenverfolgung.
Vor mehr als fünf Jahren berichtete siwiarchiv bereits hierzu: http://www.siwiarchiv.de/opfer-der-hexenprozesse-freudenberg/

Freudenberg im Zeitgeschehen 1/2018 erschienen

Aus dem Inhalt:
Teo Schwarz: Kirchliche Verhältnisse im 16. und 17. Jahrhundert. Visitationen in den Kirchspielen Oberfischbach, Oberholzklau und Freudenberg, S. 3 – 13
Teo Schwarz: Anmerkungen zu Geld, Löhnen, Preisen und Kaufkraft in Oberfischbach anhand einiger Quellen des 19. Jahrhunderts, S. 15 – 21Ulla D´Amico: Die sonntäglichen Spaziergäne in den 1950er Jahren, S. 29 – 31
Günter Schneider/Ruth Schneider: Die Nebenerwarbslandwirtschaft im Jahresablauf der Kriegs- und Nachkriegsjahre (Teil 4), S. 33 – 41
Bernd Lückermann: Kurpfälzische Postfahrten und Poststraßen zwischen Dillenburg und dem Siegerland, S. 41

„Lechtstonn“ über alte Flurnamen

Erzählabend am 19. April, 18:00 Uhr, im Museum 4Fachwerk

Die „Leechtston“ war im Flecken die gängige Bezeichnung für die Abenddämmerung. Diese Zeit nach der Arbeit wurde gerne genutzt, sich zu treffen, um sich über die Neuigkeiten des Tages auszutauschen oder einfach Geschichten zu erzählen.
Nun verschiebt die aktuelle Sommerzeit die „Dämmerstunde“ zwar in den späteren Abend, doch Dieter Siebel und Bodo Hoffmann laden am 19. April 2018 wieder um 18:00 Uhr zu einer „Lechtstonn“ ins Freudenberger 4Fachwerk-Mittendrin-Museum ein. Die Gäste des letzten Erzählabends hatten sich die baldige Fortsetzung ausdrücklich gewünscht.
Diesmal sollen alte Flurnamen im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. „..on wer hörlt de Knütze usem Paffensiefen“ heißt es entsprechend im „Flecker Platt“ einführend in der Einladung.

Bevor im perfekten Verwaltungshandeln jede Bereich des Ortes eine präzise Flurbezeichnung eben durch Nummern erhielt, bezeichneten die Bewohner entsprechende Grundstücke mit teils sehr blumigen und bildhaften Bezeichnungen, die oft Hinweise auf ursprüngliche Nutzungen, Begebenheiten oder geschichtliche Ereignisse vermitteln. Daher sind die alten Flurnamen für die Regionalgeschichte durchaus von besonderer Bedeutung. Bei der „Lechtstonn“ werden sie in Erinnerung gerufen mit lustigen Anekdoten oder kleinen Geschichten, die oft mit den Orten verbunden sind. Dieter Siebel und Bodo Hoffmann, beide mit Flecker Geschichte(n) gut vertraut, werden den Abend gestalten.

Der Eintritt beträgt 3 Euro, zugleich kann die aktuelle Piet-Mondrian-Ausstellung im Museum (Mittelstraße 4-6, im Alten Flecken) besichtigt werden.

Quelle: 4Fachwerk-Pressemitteilung

Stadtrundgang für Kinder

Bilder einer Veranstaltung in Freudenberg zur Erinnerung an den Beginn des 80- jährigen Kriegs vor 450 Jahren

Foto: Bernd Brandemann

Die „Backhauswärterin“ erklärt den Kindern den „Siegerländer Riewekoache“ vor dem heutigen Freudenberger „Kultourbackes“. Das Backhaus in Freudenberg war das größte kommunaleigene Backhaus des Siegerlandes. Es wurde nach dem Krieg zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut. Heute ist dort die Bücherei, der Jugendtreffpunkt und das Touristik-Büro untergebracht.
Der Siegerländer Riewekoche ist ein traditionelles Gebäck (Brot) des Siegerlandes, welches seit dem 18. Jahrhundert zur Hälfte aus Kartoffeln hergestellt wird. Das Originalrezept steht in den „Dillenburger Intelligenz-Nachrichten“ (dem damaligen Regierungs-Amtsblatt).

Ganz rechts im Bild ist Cindy Peplinski, die neue Touristikmanagerin der Stadt Freudenberg. (Foto: Bernd Brandemann)

Die Kinder binden kleine „Haubergs-Schanzen“. Solche Schanzen wurden aus Reisig-Zweigen gefertigt, welche für die Verwendung im Backhaus benutzt wurden. Weiterlesen

Erinnerung an geschichtliche Ereignisse in Freudenberg vor 450 Jahren

Zusätzliche Stadtführungen

In den ersten Apriltagen 2018 jährt sich zum 450. Male, dass das damalige Schloss Freudenberg den Schauplatz für geheime Gespräche bildete. Ab Freitag, dem 2. April 1568 bis zum Sonntag, 4. April 1568 leitete hier Wilhelm von Oranien, begleitet von seinen Brüdern Johann dem Älteren (1536-1606), Ludwig (1538-1574) und Adolf (1540-1568), eine Konferenz mit den „Edlen von Gelderland“, um Aktionen zur Befreiung der Niederlanden im Kampf gegen die spanische Unterdrückung zu besprechen.

Mit einem Vortrag heute, 19:00 Uhr, im Mittendrin-Museum (Eintritt 5 Euro) erinnert der 4Fachwerk-Arbeitskreis „Stadtgeschichte“ an das Ereignis im Jahre 1568 . Darin enthalten sind auch Informationen zum Leben von Wilhelm von Oranien, der am 24. April 1533 in Dillenburg geboren wurde. Aufgezeigt wird sein Werdegang vom deutschen Grafensohn, dem Erben des Fürstentum von Oranien, zum niederländischen Hochadeligen, der dort als „Vater des Vaterlandes“ verehrt und sein Name in dem Lied „Het Wilhelmus“ verewigt wird, das 1932 zur Niederländischen Nationalhymne bestimmt wurde. Wilhelm von Oranien fiel am 10. Juli 1584 in seiner Delfter Residenz einem Mordanschlag zum Opfer.
Bereits bei seiner Flucht aus den Niederlanden, die am 22. April 1567 von Antwerpen aus begann und dann zunächst nach Breda führte, war das Schloss Freudenberg eine Station auf dem Reiseweg Wilhelm von Oraniens. So schildert es Hermann Romberg in seinem 1970 herausgegeben Buch „Der Prinz von Oranien“: „Von Köln aus hielt er die alte Köln-Siegener Straße über Bensberg durch das Bergische Land ein und erreichte in den ersten Maitagen die nassauische Grenzfeste Freudenberg, westlich Siegen. Die Vor- und Nachhut bildeten Lanzenreiter zum Schutz gegen Überfälle. Der Prinz ritt direkt hinter der Vorhut. Dann folgte der Reisewagen der Prinzessin mit den Kindern, ihrer vierjährigen Tochter Anna, sowie Wilhelms ältester Tochter Maria, jetzt elf Jahre alt, weiter die Wagen des Gefolges, der Dienerschaft und schwere Lastwagen mit Kisten und Körben für Kleider, Wäsche und kostbare Wertsachen, darunter das große silberne Tafelgeschirr, die berühmten Wandteppiche und vieles, was man vor der Raublust der Spanier retten wollte und eben noch mitnehmen konnte. Wilhelm scheint schon am 7. Mai kurz in Dillenburg gewesen zu sein. Der größte Teil der annähernd 150 Menschen muss einige Tage in Freudenberg und Siegen bleiben, bis sein Bruder Johann die Unterkunft für sie in Dillenburg geordnet hatte.” Weiterlesen