Wieder „Lechtstonn“ im 4Fachwerk-Museum

Am 28. März 2019 geht es um „Sitten und Gebräuche“

Die „Lechtstonn“, die tägliche Zeit nach der getanen Arbeit, wurde im Flecken gerne genutzt, um sich zu treffen und dabei über allerlei Neuigkeiten auszutauschen und Geschichten zu erzählen. Diese Tradition greift das Freudenberger 4Fachwerk-Mittendrin-Museum in einer Veranstaltungsreihe auf: Beim nächsten Mal, es ist die sechste Auflage, geht’s um „Sitten und Gebräuche“.
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Vortrag über Hexenprozesse im hatzfeldt’schen Herrschaftsbereich

Der Vortrag über Hexenprozesse früherer Jahrhunderte, der im Januar wegen schlechten Wetters abgesagt werden musste, wird nachgeholt. Dr. Claudia Kauertz spricht zum Thema „Hexenprozesse in der Reichsherrschaft Wildenburg und in der kurkölnischen Unterherrschaft Schönstein – ein Überblick“. Die Veranstaltung findet am Samstag, den 16. März, um 17 Uhr, im Hotel Germania in Wissen statt. Im Wildenburger Gebiet und im Raum Schönstein, wo mehrere Linien des Hauses Hatzfeldt herrschten, waren die Hexenverfolgungen intensiv. Es standen mindestens 320 Menschen vor Gericht und für die meisten endeten die Verfahren mit dem Tod.
Die Referentin Claudia Kauertz bietet einen Überblick über die Hexenverfolgungen im heimischen Raum. Sie geht dabei auf die Rahmenbedingungen, die Ursachen, die Akteure und die Opfer ein. Ein Schwerpunkt wird die Haltung der Grafen von Hatzfeldt sein, die über die Gerichtshoheit verfügten und letztlich über die Führung der Hexenprozesse in ihrem Hoheitsgebiet entschieden.
Der Eintritt ist frei.

Quelle: Heimatverein des Kreises Altenkirchen, Pressemitteilung

Modell von Museums-Fachwerkgebäude wurde übergeben

Als das bisherige Stadtmuseum von einem Verein 2014 übernommen wurde, suchte dieser nach einem neuen Namen für das Haus, damit der Neuaufbruch auch nach außen dokumentiert werden konnte. So wurde die Bezeichnung „4Fachwerk“ kreiert: Das Museum, in einem Fachwerkgebäude in der Mittelstraße 4, bietet auf 4 Etagen ein Angebot für Geschichte, Kunst, Kultur und Kreativität.

So weit so gut: Zwischenzeitlich stellt sich heraus, dass viele Besucher mit der Bezeichnung die Vorstellung verbinden, in dem Museum würde gezielt über „Fachwerk“ informiert. Diesem Wunsch möchten die ehrenamtlich tätigen 4Fachwerker zunehmend gerecht werden.
Am vergangenen Mittwoch, 20. Februar 2019, wurd für die Ausstellung ein Holz-Fachwerkmodell mit einem kleinen „Richtfest“ übergeben. Der Modellbauer Helmut Grabolle aus Wilnsdorf hat es gemäß dem Gebäudezuschnitt des Museums angefertigt.

Daran können dann zukünftig schon Fachbegriffe und die Konstruktion des Fachwerks erläutert werden. Ziel des Vereins ist es weiter, nach einer Optimierung des Dachgeschosses mit der Stahlschmidt-Standuhren-Ausstellung, die mittlere Geschichts-Etage in Angriff zu nehmen. Hier soll die Dokumentation auch über die Baugeschichte des Alten Fleckens dann einen größeren Rahmen einnehmen.
Quelle: Stadt Freudenberg, Veranstaltungen

Fotografische Dokumentation: “Ein Fachwerkhaus auf Wanderschaft”

bis zum 3. März 2019 im Museum 4Fachwerk, Freudenberg
“Kreativ setzt sich die Freudenberger Studentin Sandra Behner mit dem Alten Flecken auseinander. Eigentlich studiert sie an der Siegener Universität “Soziale Arbeit”. Dabei spielt jedoch auch  “Kulturelle Bildung” eine Rolle und das Thema einer gestellten Aufgabe lautete “Stadt – Raum – Stadt”. Welche soziale Beziehung haben Menschen zu ihrer bebauten Umgebung, stand als Frage im Hintergrund. “Ich selbst und meine Kommilitonen, die von weiter entfernten Orten kommen, sind vom Alten Flecken total begeistert”, erzählt Sandra Behner.
Die kleine Sonderpräsentation im oberen Stockwerk des Mittendrin – Museums eröffnet 4Fachwerk-Vorsitzender Dieter Siebel am Samstag, 15. Dezember 2018 um 16:00 Uhr. Ich freue mich sehr, wenn auf diese Weise jungen Menschen den ‘Alten Flecken’ in ihrer Heimatstadt tatsächlich entdecken”, freut sich Dieter Siebel. Die Arbeit von Sandra Behner wird nun im Museum durch das Modell sowie beispielhafte Fotografien präsentiert.”

Quelle: Stadt Freudenberg, 15.12.2018

Vortrag “Wissenswertes und Interessantes zum Barbara-Tag”

Sonderveranstaltung im Rahmen der Ausstellung zu Kunst und Kultur im Bergbau

Der 4. Dezember gilt als der „Barbara-Tag“. Er wird sowohl im katholischen wie evangelischen Jahreskalender als entsprechender Namenstag geführt. Im Laufe der Jahrhunderte erwuchs Barbara zur Haupt-Patronin der Bergleute. In ihr sahen die Kumpel die Nothelferin zum Schutz vor jähem Tod, einer Gefahr, der sie aufgrund ihrer gefahrvollen Arbeit im besonderen Maße ausgesetzt waren. Die Barbara-Verehrung der Bergleute entwickelte sich zu einem eigenen Brauchtum.
Über viele Hintergründe und auch die regionale Bedeutung der Barbara-Verehrung wird Gottfried Theis am Barabara-Tag, dem 4. Dezember 2018, um 19:00 Uhr im 4Fachwerk-Mittendrin-Museum in Freudenberg berichten. Das Museum zeigt zu diesem Zeitpunkt eine von Gottfried Theis kuratierte Ausstellung über Kunst und Kultur im Bergbau. Insofern findet sein Vortrag einen künstlerischen Rahmen, wie er kaum besser zu gestalten wäre. Weiterlesen

Ausstellung “Kunst und Kultur im Bergbau: „dass es eben schön sei…“

Eröffnung am 30. November 2018, 19:00 Uhr
Museum 4Fachwerk, Freudenberg

Das Jahr 2018 wird für den Bergbau im Ruhrgebiet den Schlusspunkt bilden. Für die einstige deutsche Schlüsselbranche ist dann endgültig „Schicht im Schacht“, die letzten Kumpels werden „unter Tage“ gewesen sein. Das Zeitalter der Kohle hat Industriegeschichte geschrieben, aber nicht nur dass: „Unabdingbar war eine Kultur der Hilfsbereitschaft, des Miteinanders und der gegenseitigen Toleranz in dieser Ära schwerster und gefährlicher Arbeit. Und diese Kultur hat auch in ganz besonderen Kunstformen ihren Ausdruck gefunden,“ erläutert Gottfried Theis.
„Kaum eine andere Berufsgruppe hat eine vergleichbar reiche kulturelle Tradition aufzuweisen, wie die Bergleute. Die Ursachen dazu liegen in der Haltung der Knappen zu ihrem Beruf. Sie waren sich bewusst, eine Tätigkeit auszuüben, die hohes Können erforderte und den Einsatz des ganzen Menschen, sogar des Lebens forderte,“ führt der Bergwerkskenner und Pädagoge weiter aus. Weiterlesen

5. Lechtstonn im 4FACHWERK Museum in Freudenberg

Mittwoch, 14. November 2018, 17:30 Uhr, mit Dieter Siebel und Bodo Hoffmann

Die „Jägerei“ bot auch im Flecken den Hintergrund zahlreicher Anekdoten. Hier im Bild „Haas-Knoten“ (Bildmitte) mit seinen Jagdkollegen, die sich für die 500-Jahr-Feier im Jahre 1956 in historischen Gewändern herausgeputzt hatten.

Die „Lechtstonn“ war im Flecken die Zeit der Abenddämmerung. Diese Stunde nach getaner Arbeit wurde gerne genutzt, sich zu treffen, um sich über die Neuigkeiten des Tages auszutauschen oder einfach Geschichten zu erzählen. Bei der nächsten Ausgabe steht die Nachkriegszeit im Mittelpunkt, die durch Hunger gekennzeichnet war, bei der aber trotzdem ein gewisser Humor nicht verloren ging.
Es geht um Erinnerungen an die Nachkriegsjahre, an „Hamstern“, Mithilfe bei der Ernte, Waldbeeren suchen oder Bucheckern sammeln. Jene Zeit bedeute für die Jüngsten auch Abenteuer in Flecker Gärten und Baumhöfen.
Trotz der Not erlebten die Kinder aus ihrer Sicht eine wunderbare Zeit. War auch das Essen knapp, irgendwie kamen Spiel und Spaß nicht zu kurz. Also: „Hunger und Humor“ oder „Humor trotz Hunger“ – unter diesem Motto steht der Erzähleabend. Weiterlesen

5. Freudenberger Backes-Tag am 30. September 2018

Das Ziel für einen Familienausflug: Wunderbare Backwaren genießen – Alte Backtradition erleben

Im Siegerland wird eine ganz besondere Tradition des gemeinschaftlichen Backens gepflegt. Hieran erinnert die Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine mit ihrem Backes-Tag: Am Sonntag, 30. September 2018,11:00 Uhr bis 17:00 Uhr, öffnen die ehrenamtlich betriebenen Backhäuser
gemeinsam, um ihre Arbeit und die vielfältigen Produkte vorzustellen.
Er steht unter dem Motto „BROTLUST in unserer Fachwerkstadt“, übrigens die fünfte Ausgabe.
Also: Der Duft von frischem Brot oder Kuchen lädt wird zum Probieren ein und die handwerklich entstandenen Brotspezialitäten können erworben werden. Viele Besucher reisen an diesem Tag tatsächlich von Backes zu Backes und freuen sich darauf, die Unterschiede herauszuschmecken, die sich durch spezifische Rezepturen, Mehltypen oder der Eigenart des jeweiligen Ofens ergeben.
Der geschichtliche Hintergrund: Ressourcenschonung und Feuer-Prävention
Als Ursprung für die „Backeser“ gilt ein damals wenig geliebter Akt gräflicher Obrigkeit. Johann VI, Graf zu Nassau, (22. November 1536 – 8.Oktober 1606), der ab 1559 sein Land regierte, verfügte u.a. in seiner „Holz- und Waldordnung“ vom 18. Januar 1562: „In jedem Dorff sollen ettliche gemeine Backofen verordnet werden“. Weiterlesen

Tag des offenen Denkmals 2018 in Freudenberg

25 Jahre Tag des offenen Denkmals am 09. September 2018.

Folgende Denkmäler haben in Freudenberg ihre Türen geöffnet:

ev. Johanneskirche Oberfischbach
geöffnet von 11:00 – 17:00 Uhr
(Führungen 11:30; 14:00 und 16:00 Uhr)
(Kirchweg 4, 57258 Freudenberg)

Boos Hus
geöffnet von 11:00 – 17:00 Uhr
Informationen zum Boos Hus und traditionellem
Brotbacken, Backes gleich gegenüber
(Niederndorfer Straße 62, 57258 Freudenberg)

Villa Bubenzer
geöffnet von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
(Villa-Bubenzer-Weg 7, 57258 Freudenberg)
Poesiealben-Ausstellung mit Lesung und Musik
Informationen auf: www.kulturflecken.de

Haubergsrallye für Kinder (bis 12 Jahre) mit tollen
Preisen. (Start an der ev. Kirche Oberfischbach)
Vorstellung des Kalenders „Denkmal des Monats 2019“ der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne
Für das leibliche Wohl wird gesorgt
Quelle: Stadt Freudenberg, Meldung, 22.8.2018