Rundgang durch die neue Dauerausstellung des Aktiven Museums Südwestfalens

Do., 15.10.2026, um 17:00 Uhr, Thomas Wolf, In Zusammenarbeit mit der vhs Siegen-Wittgenstein

Der Titel – «Bin Mensch nicht auch ich?» zugehörig – ausgegrenzt – verfolgt –
fokussiert die zentrale Frage der Ausstellung nach dem Menschsein, der Menschenwürde, die gerade im 20. Jahrhundert mit dem «Zivilisationsbruch» Holocaust bis heute kaum verstehbar ist. Entlang exemplarischer Leitbiografien thematisiert die Ausstellung den Umgang der «deutschen» Mehrheitsgesellschaft mit der jüdischen Minderheit und weiterer gesellschaftlicher Randgruppen seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum Ende der nationalsozialistischen Diktatur.
Die Geschichte des authentischen Ortes der ehemaligen Synagoge in Siegen bildet dabei die Grundstruktur der Ausstellung, die ganz bewusst nach Handlungsspielräumen aller in der Zeit des Nationalsozialismus fragt. Die Ausstellung dokumentiert am Beispiel Siegens die stetige Radikalisierung der nationalsozialistischen Ausgrenzungspraktiken aus der Bevölkerung und aus lebensweltlichen Strukturen.
Eintritt und Führung sind Entgelt frei, es wird aber um eine Spende für die Arbeit des Museums gebeten.
Treffpunkt: Aktives Museum Südwestfalen, Obergraben 10, 57072 Siegen
Anmeldung erforderlich!

Quelle: vhs Siegen, Programm

Eine Glocke für die alte Freudenberger Turmuhr

„Eduard Rangnau gießt eine Glocke vor großem Publikum

Schon früh entwickelte sich bei Eduard Rangnau eine besondere Faszination für Material, Struktur und Form. Diese Leidenschaft führte ihn in ein traditionelles Handwerk, denn er absolvierte eine Ausbildung zum Metall – und Glockengießer. Viele Jahre arbeitete er in einer Kunstgießerei und erwarb so ein tiefes Verständnis für jeden einzelnen Schritt des Metallgusses, für Präzision, Geduld und Verantwortung gegenüber dem Material. Aus dieser handwerklichen Basis entwickelte er seinen eigenen künstlerischen Weg. Seit 2022 arbeitet Eduard Ranknau selbstständig als Künstler und in einer Kunstgießerei. In der von ihm geführten Galerie in der Siegener Oberstadt präsentiert er seine eigenen Arbeiten und bietet zugleich anderen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform. Weiterlesen →

Sonderausstellung „Sprengstoffe im Bergbau“

Quelle: Verein Siegerländerbergbau, Instagram-Post v. 15. Februar 2026


Am Freitag, dem 18.09.2026 um 16:00 Uhr wird im Förderturm am Grimberg in Niederdielfen die Sonderausstellung „Sprengstoffe im Bergbau“ eröffnet.

Quelle: Museum Wilnsdorf, 27. Juli 2026

Escape Room im Museum Wilnsdorf

– Rätseln, Entdecken, Geheimnisse lüften


Erleben Sie das Museum auf eine ganz neue Art! Unser Escape Room führt Sie quer durch alle Dauerausstellungsbereiche und macht Ihren Museumsbesuch zu einer spannenden Entdeckungsreise.
Auf einer Fläche von fast 2.000 Quadratmetern erwarten Sie knifflige Aufgaben, versteckte Hinweise und überraschende Zusammenhänge. Fünf verschlossene Boxen führen Ihre Gruppe nacheinander in verschiedene Bereiche des Museums. Dort gilt es, Rätsel zu lösen und jeweils eine Zahl zu ermitteln. Erst die Kombination aller fünf Zahlen öffnet das finale Schloss und enthüllt das Geheimnis des Escape Rooms.

Für wen ist der Escape Room geeignet? Weiterlesen →

LWL-Museum Hellerlecht erforscht Behelfsheime der 60er Jahre

Zeitzeugen aus dem Siegerland gesucht

Was wurde aus den Behelfsheimen in den 1960er Jahren? Und wie sah die Gestaltung des Umfeldes aus? Das LWL-Museum Hellerlecht startet im Zuge des 2024 im Museum wiederaufgebauten Behelfsheims nun eine Zeitzeugensuche.

Das Behelfsheim im LWL-Museum Hellerlecht an seinem jetzigen Standort im Siegerländer Weiler.
Foto: LWL/Marie Wegener


In vielen Orten des Siegerlandes wurden während des Zweiten Weltkrieges und danach Notunterkünfte gebaut, um die größte Wohnungsnot zu lindern. Ausgebombte Bürger:innen und später auch Vertriebene wurden in diesen kleinen Häusern untergebracht. Es gibt viele Unterlagen zum Aussehen, Bau und der Lage dieser Unterkünfte. Bauanleitungen und Bauplätze sind bekannt. Auskünfte zu den Gärten oder zum Ackerstück fehlen aber häufig. Akten gibt es in den meisten Fällen erst wieder zum Abriss dieser Bauten. Nur einige wenige sind erhalten geblieben. Weiterlesen →

US-Besucher in der 4Fachwerk-Uhrenausstellung

1848 wanderten die Vorfahren von Troy Meinhard von Siegen in den mittleren Westen Amerikas nach Illinois aus. Sein Urahn ging einst in der Krönchenstadt dem Beruf des Müllers nach. Nachdem sie sich dann 1870 im US-Bundesstaat Iowa niedergelassen hatten, kam eine Standuhr in die Familie. „Mit dem Tausch war eine Schuld beglichen worden,“ ist in der Meinhard-Familie überliefert.

Diese historische Uhr, hergestellt einst von Dietrich Koch in Stromberg im Windecker Land, begründete das Interesse der Meinhards an „clockmakers“ in der alten Heimat. Ihre Uhr wurde stolz von Generation zu Generation weitergegeben. Weiterlesen →

NRW-Geschichtsmuseum sucht Objekte aus Bad Berleburg

Der „Behrensbau“ an der Düsseldorfer Rheinuferpromenade, Standort für das zukünftige „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ Foto: Seb. Wuweastian

Am Düsseldorfer Rheinufer entsteht derzeit ein neues Museum zur Geschichte Nordrhein-Westfalens. Im ehemaligen Regierungsgebäude der ersten demokratischen Landesregierungen Nordrhein-Westfalens nach dem Zweiten Weltkrieg wird ab Ende 2030 eine große Ausstellung zur Demokratiegeschichte des Landes eröffnet. Sie beleuchtet politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen ebenso wie den Alltag und das Zusammenleben der Menschen in Nordrhein-Westfalen.

Eine zentrale Rolle spielen dabei authentische Objekte, die historische Ereignisse und persönliche Erfahrungen anschaulich vermitteln.

Für die Vorbereitung dieser Ausstellung sucht die „Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“, die das Museum aufbaut, Objekte und Zeugnisse aus allen Jahrzehnten der Geschichte Bad Berleburgs von 1945 bis in die heutige Zeit. Weiterlesen →

Eröffnung der Zeiteninsel –

Archäologisches Freilichtmuseum Marburger Land bietet außergewöhnliche Einblicke

Mit der Eröffnung der Zeiteninsel entsteht in Hessen ein in dieser Form einzigartiger Lern- und Erlebnisort. Ab dem 18. Juli 2026 lädt das Archäologische Freilichtmuseum Marburger Land dazu ein, 11.000 Jahre Menschheits-, Natur- und Kulturgeschichte im Lahntal zu entdecken. Am 17. Juli 2026 wurde das Museum im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Wissenschaft und der Region feierlich eingeweiht.

Mit einem Messer aus Feuerstein haben Weimars Bürgermeister Markus Hermann (ab 3.v.l.), Timon Gremmels, Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Landrat Jens Womelsdorf und Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies die Zeiteninsel – das Archäologische Freilichtmuseum im Marburger Land offiziell eröffnet. Projektbegründer Dr. Andreas Thiedmann (2.v.l.) und Zeiteninsel-Koordinatorin Heidi Geschwind (r.) haben gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen die Eröffnung organisiert.


Archäologie lebendig vermitteln
Den Ausgangspunkt des Projekts bilden die umfangreichen Siedlungsspuren aus vorgeschichtlichen Epochen, die beim Kiesabbau im Weimarer Lahntal in unmittelbarer Nähe zu Argenstein entdeckt wurden. Sie belegen eine mehr als 11.000 Jahre währende Besiedlung der Region und bilden die wissenschaftliche Grundlage des Museums. Auf dem dreieinhalb Hektar großen Gelände werden davon in fünf Zeitstationen 9.000 Jahre Landschafts- und Kulturgeschichte vermittelt. Originalgroße Modelle von Gebäuden und Behausungen aus der Mittelsteinzeit, der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Eisenzeit und der Römerzeit machen längst vergangene Lebenswelten anschaulich und laden zum aktiven Entdecken ein.
Die Zeiteninsel versteht sich als Lern- und Erlebnisort für Menschen aller Generationen. Hier verbinden sich archäologische Forschung, auf Grundlage archäologischer Befunde rekonstruierte Hausmodelle und lebendige Geschichtsvermittlung zu einem ganzheitlichen Museumserlebnis. Besucherinnen und Besucher können Vergangenheit nicht nur kennenlernen, sondern durch eigenes Erleben und Mitmachen unmittelbar erfahren. „Nach 27 Jahren der Projektentwicklung diesen Meilenstein der Eröffnung in den musealen Regelbetrieb erreicht zu haben, stimmt mich, die kommunalen Partner und alle Beteiligten ungemein froh!“, sagt Projektbegründer Dr. Andreas Thiedmann.
Der Bau des Museums wurde zum größten Teil vom Land Hessen unter Beteiligung der kommunalen Träger finanziert. Diese sind die Gemeinde Weimar (Lahn), die Universitätsstadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf. Der Museumsbetrieb wird von der Genossenschaft Zeiteninsel eG getragen. Weiterlesen →

Seltener Einblick hinter die Kulissen:

Siegerlandmuseum startet öffentliche Restaurierung eines Werkstattgemäldes des weltberühmten Barockmalers Peter Paul Rubens

Im Siegerlandmuseum sind in den kommenden Wochen und Monaten so besondere wie seltene Einblicke zugleich möglich: Besuchende haben die Gelegenheit, die Restaurierung eines Meisterwerks aus der Rubens-Werkstatt hautnah zu erleben! Es handelt sich dabei um eines der bedeutendsten Werke des Siegerlandmuseums mit dem Titel Occasio oder Der siegreiche Held. Beginn der Restaurierungsarbeiten ist voraussichtlich am Dienstag, dem 23. Juni. Die Arbeiten sollen im Laufe des Oktobers abgeschlossen werden.

Altersbedingte Verformungen und Verschmutzungen des rund 400 Jahre alten Gemäldes machen eine konservatorische Maßnahme notwendig. Das Gemälde wird gereinigt, stabilisiert und die Leinwand neu gespannt. Finanziell unterstützt wird die Restaurierungsmaßnahme vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Förderverein des Siegerlandmuseums. Weiterlesen →