Jubiläumsfoto 50 Jahre Geisweider Eisenwerke (1846-1896) im Stadtarchiv Siegen

Im Rahmen einer Schenkung bekam das Stadtarchiv Siegen unlängst eine großformatige Originalaufnahme mit besonderem Bezug zur Firmengeschichte des Stahlstandorts Geisweid überreicht. Die in einem kunstvoll gestalteten, leicht beschädigten Holzrahmen mit Passepartout befindliche Fotografie wurde anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Geisweider Eisenwerke im November 1896 aufgenommen und zeigt die Belegschaft des traditionsreichen Unternehmens. Weiterlesen

Literatur zur Geschichte des Vereinslazarettzugs T3 Iserlohn, Altena, Olpe und Siegen

Vorstellung des neuen Sonderbands

Christian Brachthäuser vom Stadtarchiv Siegen legt mit „Zwischen Fronterlebnis und Krankenfürsorge“ ein neues Buch über Krankenpflege und Heeressanitätsdienst während des Ersten Weltkriegs vor. In der vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) geförderten Studie werden die Schrecken an Bord eines vom Roten Kreuz ausgestatteten Vereinslazarettzugs zwischen 1915 und 1918 dokumentiert. Es handelt sich dabei um den neunten Sonderband der von der Geschichtswerkstatt Siegen e.V. veröffentlichten „Siegener Beiträge“. Weiterlesen

Vortrag: Das „gemuurde Hus“ auf der Hammerhütte

– ein mittelalterlicher Wachtturm? Eine burgenkundliche Untersuchung“

Das „gemuurde Hus“ auf einer Fotografie um 1910. Vorlage: Stadtarchiv Siegen

Die Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird sich am Donnerstag, den 7. Dezember 2017, mit einem rätselhaften Gebäude im Siegener Stadtgebiet beschäftigen. Das so genannte „gemauerte Haus“ in dem 1417 erstmals urkundlich erwähnten Vorort Hammerhütte soll angeblich schon im Spätmittelalter errichtet worden sein. Historiker und Burgenforscher rätseln seit Jahrzehnten über die Bedeutung des 1946 zerstörten Anwesens. Der quadratische Grundriss, ein historischer Tonnengewölbekeller, mächtige Mauern und die einst mit Eisengittern gesicherten Fensteröffnungen könnten für ein Gebäude mit wehrhaftem Charakter sprechen. Weiterlesen

Biographie Werkstatt: »Ich vererbe meinen Enkeln mein Leben«

– Senioren konservieren ihre Lebensgeschichte
25.11/26.11.2018,
Siegen, KrönchenCenter (Markt 25), R2.11
Referent: Raimund Hellwig,
Entgelt: 52€

Das eigene Leben enthält die spannendsten Geschichten – und wenn es erstmal köstlich gewesen ist, dann möchte man diese Geschichten gerne vererben. Man möchte erklären, wo man herkommt, was man als Kind erlebt hat, damit die Enkel und Urenkel verstehen können, warum man so und nicht anders ist. Vielleicht möchte man auch die Erinnerung an die irgendwann um 1880 geborene Großmutter konservieren, an die sich kein anderer mehr erinnert, oder an den Onkel, der im ersten Weltkrieg in Tsingtau Kolonialdienst getan und dort die absonderlichsten Dinge erlebt hat.
Die Enkel sind noch zu jung, um heute schon alles zu verstehen? Sie könnten irgendwann in dreißig Jahren Ihr Buch in die Hand nehmen, wenn Sie schon lange nicht mehr da sind, und den freundlichen Opa oder die freundliche Oma posthum besser kennenlernen. Damit Erinnerung nicht wegstirbt. Weiterlesen

Vortrag: „Gedenkstätten und Erinnerungsorte nationalsozialistischer und kommunistischer Verbrechen in Polen“

Ein Reisebericht in Bildern von Klaus Merklein, Siegen.
Museum WWII 3
Museum des Zweiten Weltkriegs (Muzeum II Wojny Światowej) in Danzig, By Jroepstorff (Own work) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Die neue Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird sich am 16. November 2017 um 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter den Schauplätzen nationalsozialistischer und kommunistischer Verbrechen in Polen widmen. In dem bebilderten Reisebericht von Klaus Merklein werden ausgewählte Gedenkstätten und Erinnerungsorte gezeigt und eingehend beschrieben. Auch die von der seit 2015 im Amt befindlichen national-konservativen Regierung in Warschau angestrebten und zum Teil bereits umgesetzten Veränderungen in der Erinnerungskultur werden erläutert.
Die Reise beginnt in Danzig mit den Museen des Zweiten Weltkriegs und der Solidarnosc. Sie führt weiter nach Warschau zu den Erinnerungsorten der Aufstände und der Geschichte der Juden in Polen. Abschließend wird die Region Lublin besucht, wo an verschiedenen Orten an die deutschen Vernichtungslager erinnert wird. Somit wird ein Einblick in die vielfältige und kontrastreiche Erinnerungslandschaft gegeben. Weiterlesen

Ausstellung „Weltkrieg – Kriegswelt(en).

1917 in Stadt und (Um-)Land Siegen.“
Eine Ausstellung des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss und der Universität Siegen, ab dem 12. November 2017

Der Erste Weltkrieg hat als „Urkatastrophe“ den weiteren Verlauf der Geschichte des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt. Danach war die Welt eine andere. Die anfänglich verbreitete Kriegsbegeisterung schlug mit der Zeit in Desillusionierung und Kriegsmüdigkeit um.

Die Ausstellung setzt an diesem Punkt an und konzentriert sich besonders auf das Jahr 1917 in Stadt und (Um-)Land Siegen, das allgemein als Wendejahr des Krieges gilt. Um dieser Momentaufnahme eines „Weltenbrandes“ in der Provinz Tiefe zu geben, werden wesentliche Transformationsprozesse in den Blick genommen. Es wird gezeigt, wie die Menschen in der Region mit den Versorgungsengpässen und den neuartigen Anforderungen umgingen, die der Krieg in seinem dritten und anbrechenden vierten Jahr an sie stellte. Sie bildeten den Rahmen, in dem sich der Alltag gestalten ließ. Wie ging das in der Heimat? Wie an der Front? Wie bei dem Kriegsgedenken und den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs? Weiterlesen

Vortrag „Reformation im Siegerland und Wittgenstein – ein Überblick“

„Von Einer Disciplin […]“ (Eisleben 1556) aus der Feder des Theologen und Humanisten Erasmus Sarcerius (1501-1559). Sarcerius gehörte während seines Aufenthalts von 1536 bis 1538 in Siegen zu den prägendsten Gestalten der Reformation im Siegerland.

Donnerstag, den 19. Oktober 2017, um 18.30 Uhr
Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs Siegen, Markt 25, 57072 Siegen, (KrönchenCenter, 3. Obergeschoss.). Eintritt: 3,00 Euro.

Das Jahr 2017 steht ganz im Zentrum des Reformationsgedenkens vor 500 Jahren durch Martin Luthers „Weltveränderung“. Daran kommt man selbstverständlich auch im südwestfälischen Raum nicht vorbei. Anlass genug für die Organisatoren der Vortragsreihe „Siegener Forum“, im Rahmen eines Vortrags des Marburger Theologen und Kirchenhistorikers Dr. Ulf Lückel einen Blick auf die weitreichenden historischen Ereignisse zu werfen, die von Wittenberg aus in die Welt gingen und auch unsere Region erreichten. Der Referent wird ein besonderes Augenmerk auf die Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale in Siegerland und Wittgenstein legen. So haben beispielsweise Frauen erheblichen Anteil an der Ausbreitung der neuen Religionslehre in den Grafschaften Nassau und Wittgenstein gehabt. Gerade dieses bisher vernachlässigte Forschungsfeld wird ein Schwerpunktthema bilden. Darüberhinaus soll auch ein Blick auf die sogenannte Konfessionalisierung, das heißt die Etablierung des reformierten Glaubens im Siegerland und in Wittgenstein, geworfen werden. Auch die so genannte Gegenreformation, die im Siegerland nachhaltig Veränderungen bringen sollte, verdient stärkere Beachtung und wird von dem Vortragsredner erläutert. Der Überblicksvortrag wird durch zahlreiche Bilder und Karten bereichert, im Anschluss besteht noch die Möglichkeit, auf einzelne Fragen einzugehen. Weiterlesen