2. „Müsener Berggeschrey“ – Altbergbautagung

Neue Erkenntnisse zur Montanarchäologie im Müsener Revier und Südwestfalen 2015 – 2018

Eine Veranstaltung des Vereins ALTENBERG & STAHLBERG e.V. mit Unterstützung der LWL-Archäologie für Westfalen

Programm:
Uhrzeit / Ort:
Beginn 9.30 Uhr / Abschluss gegen 17.00 Uhr – Bürgerhaus Müsen, 57271 Hilchenbach-Müsen, Merklinghäuser Weg 3

Ablauf:
9.30 Uhr Begrüßung durch Rolf Müller, Vorsitzender Altenberg & Stahlberg e.V.

Vorträge:
Jennifer Garner, Deutsches Bergbau-Museum Bochum: Verhüttungsexperiment in einem Nachbau eines keltischen Ofens des Siegerlandes im Freilichtmuseum Hagen
Manuel Zeiler, LWL-Archäologie für Westfalen: Montanarchäologische Forschungen zum Bergbau und Hüttenwesen des Mittelalters im südlichen Westfalen

Kaffeepause und Vorstellung einer neuen Publikation über die Bergbausiedlung Altenberg

Steffen Löcherbach, Firma HS 3D – Laserscanning Siegen: Der Einsatz von Laserscans bei der Vermessung und Dokumentation in der Montanarchäologie am Beispiel der Grube Brüche – Müsen
Marc Steven Krämer, Universität Siegen, Institut für Echtzeit – Lernsysteme: Laserscanvermessung der ehemaligen Grube Stahlberg mittels Drohnenflug.

12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause, Verpflegung wird gestellt. (Kartoffelsuppe mit Wursteinlage)

Rolf Golze, Stahlbergmuseum Müsen: Einführung zur Exkursion

Exkursion: Start 13.50 Uhr, Ende ca. 17.00 Uhr

Wanderung durch das Forschungsgelände am Altenberg mit Hinweisen zur Wasserkraftnutzung des frühen Berg- und Hüttenwesens. Beginn und Ende am Veranstaltungsort, Dauer ca. 3 Stunden.

Achtung: Weiterlesen

Literaturhinweis: M. Zeiler, Die Alte Burg Obernau bei Netphen-Afholderbach

Frühe Burgen in Westfalen (FBW), Heft 42, Münster 2018

Südöstlich von Netphen-Afholderbach befinden sich noch heute die Überreste einer eisenzeitlichen Wallburg. Die gut erhaltenen Befestigungsanlagen und Podien lassen erkennen, dass die bereits Ende des 19. Jahrhunderts erstmals untersuchte Wallburg in die jüngereisenzeitliche Montanlandschaft Siegerland eingeordnet werden kann. Neue Forschungsergebnisse von Autor Manuel Zeiler legen nahe, dass sich auf der Alten Burg bei Netphen-Afholderbach ein Zentralort befand, der die Produktionsregion organisierte, kontrollierte oder vielleicht zum eisenzeitlichen Kulturraum Wittgensteins abschirmte.
Quelle: Alterumskommission für Westfalen, Publikationen, FBW

Reiche Silberfunde und alte Dampfmaschinen

Fachtagung informierte über die Bergbaugeschichte des Siegerlandes

Tagungsteilnehmer vor dem landeskroner Weiher: Das aufgestaute Wasser diente einst zum Spülen der Erze Foto: LWL/Manuel Zeiler

Die Geschichte des Bergbaus im Siegerland reicht bis in das Mittelalter zurück. Die Grube Landeskrone und das Bergbaugebiet Ratzenscheid bei Wilnsdorf (Kr. Siegen-Wittgenstein) sind überregional bedeutende Zeugen für den frühen Abbau von Erzen. In der Anfangszeit der Industrialisie-rung stand hier die älteste untertage betriebene Dampfmaschine des Siegerlandes. Eine Forschungskooperation unter Beteiligung der LWL-Archäologie für Westfalen hat die Bergbauregion erforscht. Die Ergebnisse präsentierten die Wissenschaftler am Samstag (14.04.) auf einer Tagung in Wilnsdorf der Öffentlichkeit.

Rund 50 Besucher kamen am Samstag in den gut gefüllten Vortragssaal des Museums Wilnsdorf. Die Wilnsdorfer Oberbürgermeisterin Christa Schuppler sowie Thomas Kettner vom Verein für Siegerländer Bergbau e.V. eröffneten die Tagung. „Wir sind der Gemeinde und dem Museum Wilnsdorf für ihre groß-zügige Unterstützung der Veranstaltung sehr dankbar“, so Dr. Manuel Zeiler, Archäologe beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Weiterlesen

Fachtagung zur Grube Landeskrone, Wilnsdorf

Grube Landeskrone Stollen Bild 2
Stollenportal des Landeskroner Erbstollens bei Wilden / Siegerland By Dbawwsnrw [GFDL or CC BY 3.0], from Wikimedia Commons

Am kommenden Samstag (14.4.) findet im Museum Wilnsdorf eine Tagung zu mittelalterlichem Bergbau statt. In einer mehrjährigen Forschungskooperation haben LWL-Archäologen die Grube Landeskrone und das Montanareal Ratzenscheid untersucht. Unter anderem konnten sie erstmals die Maschinenhalle der frühesten untertägigen Dampfmaschine des Siegerlandes dokumentieren. Am Samstag werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit in Vorträgen und Exkursionen präsentiert. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Hier geht’s zur Anmeldung: http://eveeno.com/278920817

s.a. § Beiträge zur Geschichte der Grube Landeskrone auf siwiarchiv

Linktipp: Experiment zur keltische Verhüttungstechnologie des Siegerlandes geht weiter

Das Team der Forschungskooperation beim Bau eines Schutzmantels um den Rennofen (Foto: LWL-Archäologie für Westfalen/M. Zeiler)

Das Blog der LWL-Archäologie berichtete jüngst von den wieder aufgenommenen Arbeiten am Rennofen im LWL-Freilichtmuseum in Hagen.

Zur den Arbeiten im vergangenen Jahr s. https://www.siwiarchiv.de/?p=15915

LWL verleiht seinen Karl-Zuhorn-Preis an Dr. Stephanie Menic

für ihre Arbeiten zur Eisenproduktion im Siegerland vor über 2000 Jahren

Der LWL verleiht seinen Karl-Zuhorn-Preis an Dr. Stephanie Menic für ihre Arbeiten zur Eisenproduktion im Siegerland vor über 2000 Jahren.
Foto: privat

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verleiht seinen mit 5.000 Euro dotierten Karl-Zuhorn-Preis für westfälische Landesforschung an Dr. Stephanie Menic. Die Nachwuchswissenschaftlerin, die aus Herten (Kreis Recklinghausen) stammt und heute in Bochum lebt und arbeitet, erhält den alle drei Jahre verliehenen Preis für ihre Arbeiten zur westfälischen Landeskunde über die Eisenproduktion im Siegerland vor über 2000 Jahren. LWL-Direktor Matthias Löb wird den Preis voraussichtlich im Sommer in Münster überreichen. Weiterlesen

Online-Broschüre: „Sondengänger in NRW“

Die gesetzliche Grundlage der Detektor-Nutzung

Sondengänger und Archäologie. Die Rechtslage in NRW“ ­– Eine gemeinsame Broschüre der LWL-Archäologie für Westfalen und des LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland gibt einen umfassenden Einblick in die Kooperation von Sondengängern und Archäologen. Rund 60 Seiten erläutern die Arbeit der Archäologie, beschreiben den Weg zur Lizenz und nennen wichtige Kontaktpersonen. Für Polizei und Ordnungsämter, Denkmalbehörden sowie Privatpersonen finden sich gebündelte Informationen in Checklisten. Die Broschüre steht zum kostenlosen Download bereit.

Quelle: LWL-Archäologie, Aktuelles

LWL-Archäologie legt neuen Band der „Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe“ vor

Doppelseite aus dem Innenteil zur Bergung eines Treibstofftanks auf dem Gelände des Flugplatzes Lippe bei Burbach.
Foto: LWL


Mit Band 13 der Publikation „Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe“ schlagen die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) endgültig den Weg über das Internet ein. Möglich machte dies eine Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg. Erstmals wurden die einzelnen Beiträge unmittelbar nach Abschluss der Bearbeitung und damit deutlich vor dem Erscheinen der Druckfassung des Gesamtbandes im Internet mit Open Access bereitgestellt. Die Druckfassung ist ab sofort im Handel erhältlich.

Der neu erschienene Sammelband behandelt in fünf Beiträgen aktuelle Forschungen zur westfälischen Archäologie von der Jungsteinzeit bis zum 20. Jahrhundert. Den Auftakt bilden die beiden Aufsätze des LWL-Archäologen Dr. Ingo Pfeffer zu den neolithischen Siedlungsspuren der Grabungskampagnen von 1990 bis 1992 und von 1993 bis 1995 auf dem Gaulskopf bei Warburg-Ossendorf.

Der anschließende Beitrag von Dr. Manuel Zeiler, wissenschaftlicher Referent der LWL-Archäologie in Olpe, widmet sich den Untersuchungsergebnissen zweier Fundplätze des Zweiten Weltkrieges in Südwestfalen: dem Flugplatz Lippe bei Burbach und den Feldbefestigungen von Arnsberg-Kapune.

Im Fokus einer Studie zum eisenzeitlichen Fundplatz von Brilon-Madfeld des Archäologen Andreas Knäpper stehen die ältesten bislang bekannten Siedlungshinterlassenschaften des Hochsauerlandes.

Den Abschluss des Bandes bildet ein Aufsatz von Prof. Dr. Ralph Röber vom Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg zur renaissancezeitlichen Fensterverglasung von Schloss Horst in Gelsenkirchen.

Regionale Aufsätze:

– Manuel Zeiler, Fundplätze des Zweiten Weltkrieges in Burbach, Kreis Siegen-Wittgenstein, und Arnsberg, Hochsauerlandkreis

Das Open Access-Angebot der LWL-Archäologie für Westfalen ist unter http://www.lwl-archaeologie.de/Publikationen/open-access zugänglich. Alle Publikationen sind auch weiterhin als gedruckte Varianten erhältlich.

Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe 13
364 Seiten, zahlr. Abbildungen, broschiert;
ISBN 978-3-8053-5147-8
29 €

Hightech, Migration und Relikte aus der Vergangenheit

Foto: LWL

Neue LWL-Publikation bilanziert „Archäologie in Westfalen-Lippe 2016“

Ob Unterwasserarchäologie im Eggegebirge, Prospektionen mit dem Quad oder Migration und Kulturtransfer als Gegenstand archäologischer Forschung: Archäologen in Westfalen gingen 2016 neue Wege und sind doch tief verwurzelt in der Gegenwart. Das zeigt die neue Publikation „Archäologie in Westfalen-Lippe“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). In 81 Beiträgen informieren 98 Autorinnen über die aktuellen Forschungsergebnisse aus Archäologie und Paläontologie und die größten Ausstellungen Westfalens im Jahr 2016.

Auf 340 Seiten laden LWL-Archäologie für Westfalen und die LWL-Altertumskommission für Westfalen zu einem Blick in den Boden und – erstmalig – auch unter Wasser ein. „Neueste Technik und aktuelle gesellschaftlichen Diskussionen sind uns wichtig“, erklärt Prof. Dr. Michael M. Rind, Chefarchäologe des LWL, die neuen Wege. „Denn Archäologie hat viel damit zu tun, wie wir heute leben“, so Rind weiter. Weiterlesen