
Stellten die neue Siegener Stadtchronik vor (v.l.): Stadtrat Arne Fries, Stadtarchivar Daniel Schneider und Bürgermeister Steffen Mues. (Foto: Stadt Siegen)
Ortsjubiläen bilden einen festen Bestandteil der Geschichts- und Erinnerungskultur und stellen einen wichtigen Aspekt in der Festigung der eigenen kommunalen Identität dar. Die urkundliche Ersterwähnung als Stadt vor 800 Jahren gibt den Bürgerinnen und Bürgern Siegens die Gelegenheit, sich mit dieser im Rahmen eines vielseitigen Jubiläumsprogramms zu beschäftigen.
Insbesondere das Erscheinen einer neuen Stadtgeschichte dürfte für historisch Interessierte jedoch einen absoluten Höhepunkt darstellen.
Die am 27. November 2024 im Rahmen eines Pressegesprächs der Öffentlichkeit präsentierte Publikation „Siegen – Geschichte einer Stadt“ ist nach dem Erscheinen der Werke Heinrichs von Achenbach über Siegen und das Siegerland am Ende des 19. Jahrhunderts die erste zusammenfassende Darstellung der Siegener Geschichte seit beinahe 150 Jahren. Aus Anlass der 700-Jahrfeier 1924 erschien zwar eine von Hans Kruse betreute Festschrift; in dieser widmeten sich verschiedene Autoren aber nur einzelnen Episoden der Stadthistorie. 25 Jahre später verhinderten die Nachwirkungen des Zweiten Weltkrieges und die Konzentration auf den Wiederaufbau Siegens derartige Bestrebungen. In der Folge gab es immer wieder Initiativen und Anstrengungen eine umfangreiche Gesamtchronik zu publizieren, die allerdings nie über das konzeptionelle Stadium hinausgingen. Weiterlesen

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Otto Marburger: Ein Freund geht. Eine sehr persönliche Würdigung aus persönlicher Wertschätzung
Der Heimatverein des Kreises Altenkirchen löst sich in diesen Tagen auf. Für drei von sechs Vorstandsposten fand sich niemand. Als weiteren Grund wurde von der Vorsitzenden Betty Berg-Bronnert aus Kirchen mangelnder Nachwuchs genannt. Zu den Vorgängen hat sich der Betzdorfer Regionalhistoriker Dr. Thomas Bartolosch zu Wort gemeldet, der von eigenen Erfahrungen mit dem Verein berichtet. Er hat den Verein 2019 unter Protest nicht nur verlassen, sondern auch sein – wenn auch nicht bedeutsames – Amt als stellvertretender Schriftführer im erweiterten Vorstand des Vereins niedergelegt. Er tat das – wie er bekundet – nach reiflicher Überlegung, war er doch von 1982 bis 2019 an 38 Heimat-Jahrbüchern des Vereins mit teils mehreren Beiträgen sowie immer wieder umfangreichen Buchbesprechungen beteiligt gewesen. Schon sein Vater Helmuth Bartolosch aus Betzdorf hatte von 1971 bis zu seinem Tod 2001 alljährlich – 30 lange Jahre – Beiträge für das Jahrbuch geliefert, oft nicht nur einen.

