Im September wurde hier auf siwiarchiv über die beabsichtigte Verleihung des Verdienstordens an Dr. Lothar Irle berichtet. In einem Kommentar wurde auf die einschlägigen Ordensakten im Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, noch in Düsseldorf (NW O 07379 und NW O 07379) hingewiesen. NW O 07379 besteht lediglich aus einem Blatt, dass die Abgabe der Ordensakten an das damalige Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf beinhaltet.
NW O 07379 enthält den 15 Blatt umfassenden Vorgang, der in der Staatskanzlei geführt wurde. Aus dem Antragsschreiben des Vorsitzenden Karl Jellinghaus des Sauerländer Gebirgsvereins vom 14. Januar 1966 an den Arnsberger Regierungspräsidenten Ernst Schlensker sei hier die Begründung – mit Ausnahme der Aufstellung der Publikationen Irles – wiedergegeben: Weiterlesen →
George Clooney spielt in diesem Film George Stout, der 1./2. April 1945 den Siegener Kunstbunker im Hainer Stollen inspizierte. By Frank Behnsen (Own work/selbst fotografiert) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons
Zum Kulturgut im Hainer Stollen erschien zuletzt: Josef Lambertz: Siegen und die Odyssee des Aachener Domschatzes im Zweiten Weltkrieg, in: Siegener Beiträge 16 (2011), S. 129-144.
Ferner ist auf folgende Literatur (Auswahl) hinzuweisen:
Hans-Martin Flender: Knochen vieler Heiliger an Bord. Unersetzliche Kunstschätze im Hainer Hüttenstollen, in: Siegerland Bd. 71, 1995, S. 3-8
Hans Martin Flender: Rückführung des Aachener Domschatzes im Jahre 1945. Siegener führten die Bombenangriffe auf die Einlagerung der Kunstschätze zurück, in: Siegerland Bd. 71, 1995, S. 91 – 95
Hans-Martin Flender: Siegen verwahrte 1944/45 wertvolle westdeutsche Kunstschätze, in: Haigerer Geschichtsblätter H. 46 Oktober 2003, S. 42
Hans Martin Flender: Öffnung des Hainer Hüttenstollens in Siegen? Stollen des Bergwerks „Alte Silberkaute“ nahm Kunstschätze auf, in: Siegerland Bd. 80, 2003, S. 65 – 66 Hans Martin Flender: Siegen 2. April 1945: Kunstschätze unter amerikanischem Schutz, in: Durchblick 1/2005, S. 12 – 14 (PDF)
Hans Martin Flender: Westdeutsche Kunstschätze in Siegen 1944/45, in: Siegerland Bd. 86, 2009, S. 23 – 32
NN: „Kostbare Kunstschätze in Siegener Obhut“, in: Adolf Müller (hg.): Krieg und Elend im Siegerland, Siegen 1981, S. 129.
Joachim Stahl: Bunker und Stollen für den Luftschutz im Raum Siegen. Verlag die Wielandschmiede, Kreuztal 1980.
Knapp ein halbes Jahrhundert galt er als verschollen. Siegens unbequemster Film mit dem Titel „Siegen – Notizen zu einer Stadt. Am 17. Juni 1966 erstmals im WDR Fernsehen ausgestrahlt löste er seinerzeit eine Welle der Empörung bei Lokalpolitik und Bevölkerung aus und verschwand für viele Jahrzehnte in den Tiefen des WDR Filmarchivs. Die in Siegen ansässige Industriefilmproduktion mundus.tv hat sich in den vergangen Jahren für den Erhalt wertvoller historischer Filmproduktionen aus der Region eingesetzt. So wurden seit 2005 bereits die bekannten Produktionen wie „Der Eisenwald“, „Der Siegerländer Hauberg“ sowie „Siegen 1924“ und einige Produktionen mehr aufwendig restauriert und für die Nachwelt erhalten. Weiterlesen →
Ausstellung im Landeskirchlichen Archiv in Bielefeld zeigt auch Siegener Katechismus
Katechismusausgaben aus vier Jahrhunderten sind in der Ausstellung in Bielefeld zu sehen.
Im Jahr 1563 veröffentlichte Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz den Heidelberger Katechismus. Bald nach seiner Veröffentlichung hielt der Heidelberger Katechismus auch in Westfalen Einzug. Durch persönliche oder familiäre Verbindungen angeregt, öffneten einzelne Landesherren ihre Herrschaftsbereiche nach der lutherischen Reformation nun dem reformierten Bekenntnis:
1577 in der Grafschaft Nassau-Siegen, 1581 in der Grafschaft Wittgenstein und 1588 in den Grafschaften Tecklenburg-Bentheim-Steinfurt. Hier galt der Heidelberger Katechismus mit jeweils eigenen Kirchenordnungen. Weiterlesen →
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. lädt am morgigen Sonntag, 17. November 2013, zu einer zentralen Gedenkstunde für die Opfer der beiden Weltkriege, von Gewalt und Terror ein. Diese beginnt um 11:15 Uhr auf der Kreisehrengedenkstätte in Siegen-Gosenbach, Denkmalsweg. „Indem wir uns an die Opfer der großen Kriege des 20. Jahrhunderts und den daraus resultierenden Massenfluchten und -vertreibungen erinnern, bekennen wir uns zu einem gemeinsamen, friedlichen Europa.“, sagt Landrat Paul Breuer, Kreisvorsitzender des Volksbundes und zitiert eine alte jüdische Weisheit: „Denn das Geheimnis der Versöhnung heißt Erinnerung.“ Weiterlesen →
Aus: Josten, Hans-Dirk: Mühlen und Müller im Siegerland, Mit einem Verzeichnis der Wasserkraftanlagen dieser Region; Waxmann, Münster/New York, 1996:
„(…) Im Siegerland gehörte die Papierherstellung nicht zu den wichtigen Industriezweigen. Der erste, wahrscheinlich mißlungene Versuch, eine Papiermühle zu errichten, erfolgte gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Niederschelden. Die erste und auch als einzige erfolgreich betriebene Papiermühle war die von Johannes Oechelhäuser 1818 gegründete, der später noch eine zweite folgte.(…)“
Aus: 1840-1955 Waldrich Siegen. Zur Geschichte der Stadt Siegen und des deutschen Werkzeugmaschinenbaues. Festschrift Dr.-Ing. E.H. Oskar Waldrich zum 75. Geburtstag; H.A.Waldrich GmbH Siegen in Westfalen; S. 141-144:
„Der zum Kloster gehörende „Johannes-Weiher“, der wahrscheinlich von einem aus der Leimbach abgezweigten Graben mit Frischwasser versorgt wurde und wohl als Karpfenlieferer für die Fastenspeisen diente, lag auf dem Gelände des heutigen Mädchen-Gymnasiums und Landratsamtes; er ist in der ältesten Katasterkarte des Siegener Stadtteils Hammerhütte vom Jahr 1826 eingetragen und wurde hiernach begrenzt von Linien, die im Südosten etwa der Fahrbahnmitte der heutigen St.-Johann-Straße, im Nordwesten der heutigen Koblenzer Straße entlang liefen und von Kochs Ecke im Nordosten bis unterhalb des heutigen Landramtsamtes im Südwesten reichten. Der etwa 165m lange und 50 m breite „Gehanswäjer“ scheint um 1835 herum zugeschüttet worden zu sein.“ Weiterlesen →
Nachkriegsbestände des Evangelischen Kirchenkreises jetzt erschlossen
Mehr als 2.000 Archivalien in hunderten von Archivkartons lagern jetzt wieder gut sortiert im Archivkeller des Kreiskirchenamtes in Siegen. In den letzten Monaten sind sie im Landeskirchlichen Archiv in Bielefeld geordnet worden.
Im Bild von links: Synodalarchivpfleger Gerhard Moisel, Verwaltungsleiter Oliver Berg, Pressereferentin der Sparkasse Siegen Stefanie Schierling, Superintendent Peter-Thomas Stuberg und Diplom-Archivarin Claudia Brack vom Landeskirchlichen Archiv Bielefeld. (Foto: Karlfried Petri/Kirchenkreis Siegen)
Am Mittwoch (31.10.2013) wurden die letzten Archivkartons zurück nach Siegen gebracht. Superintendent Peter-Thomas Stuberg und Verwaltungsleiter Oliver Berg erhielten das Findbuch zum Archiv überreicht. „Für historisch Interessierte gibt es hier einiges zu entdecken“, stellt Oliver Berg fest.
Der Evangelische Kirchenkreis Siegen, der seit 1818 besteht, hat eines der bedeutendsten Synodalarchive in Westfalen. Weiterlesen →
Die Teilnehmer der Archivartagung (in der ersten Reihe von links): Landrat Frank Beckehoff, Thomas Wolf, Sprecher des AKKA, Vorsitzender Thomas Lonnes und Olpes Kreisarchivar Jörg Endris Behrendt (Foto: Kreis Olpe).
Der „Arbeitskreis der Kreisarchive in Nordrhein-Westfalen“ (AKKA) war jetzt auf Einladung von Kreisarchivar Jörg Endris Behrendt anlässlich einer Tagung Gast im Olper Kreishaus. Landrat Frank Beckehoff ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmer in Südwestfalen willkommen zu heißen und ihnen in seinem Grußwort die Vielfalt und Leistungskraft des Kreises Olpe vorzustellen.
Die Archivare der 30 Kreise in NRW, der Städteregion Aachen sowie der Archivämter der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe treffen sich zweimal jährlich abwechselnd im Rheinland und Westfalen. Die regelmäßigen Arbeitstreffen dienen der Koordinierung der Interessen der Kommunalarchive mit denen der anderen archivarischen Arbeitsgemeinschaften in Nordrhein-Westfalen und dem Erfahrungsaustausch. Das Themenspektrum reicht dabei von Fragen der Bestandserhaltung, der Öffentlichkeitsarbeit oder der Historischen Bildungsarbeit über die Einführung neuer kommunaler Finanz- und Steuerungssysteme zum Einsatz der Elektronischen Datenverarbeitung im Archiv bis hin zur Langzeitarchivierung elektronischer Unterlagen. Weiterlesen →
Durch die Entdeckung des ersten Wasserzeichens und den bereits letztens veröffentlichten Beitrag des ProPatria-Wasserzeichens, bin ich auf den Geschmack gekommen! Warum nicht mal wieder Rückmeldung aus der archivischen Arbeit, in diesem Falle die Tiefenerschliessung eines älteren Bestandes des Landratsamtes (Signatur 1.1.10 Landratsamt), geben. Besonders eben diese hübschen Papiere und ihre Wasserzeichen erscheinen durchaus interessant.
Also beginnen wir mal ganz vorne mit den Ergebnissen meiner Recherche zur Papierherstellung:
Die Papierherstellung in Europa beruhte seit dem Hochmittelalter auf der Herstellung eines Papierbreis aus Lumpen. Die Lumpensammler und –händler versorgten die Papiermühlen mit dem Rohstoff, dort wurden die Hadern in Fetzen geschnittenm manchmal gewaschen, einem Faulungsprozess unterzogen und schließlich per Stampfwerk zerkleinert und zu einem Brei gestampft. Der Papiermacher siebte abschließend mithilfe eines Schöpfrahmens eine dünne Schicht des Papierbreis ab, legte diesen auf Filzunterlagen, um ihn zu entwässert und preßte, leimte und trocknete schließlich das Papierstück. All diese Arbeitsgänge wurden zunächst noch per aufwendiger Handarbeit betrieben bzw. mit Tieren im Kollergang (Zerkleinerung).
Die maschinelle Massenproduktion von Papier beginnt im mittelalterlichen Europa; europäischen Papiermachern gelingt es in kurzer Zeit, den Arbeitsprozess durch die Einführung zahlreicher Neuerungen zu erleichtern: Das Reißen der Lumpen mit einem Sensenblatt löst die umständliche Praxis des Reißens von Hand oder Schneidens mit Messer oder Schere ab. Der weitere Zerkleinerungs- und Faulungsvorgang wird jetzt mithilfe von wasserangetriebenen Mühlen betrieben und die bisherigen Bambus- oder Schilfsiebe zum Abschöpfen des Papierbreis werden durch Metallsiebe ersetzt, die auch die technische Voraussetzung für das Anbringen der zur Kennzeichnung dienenden Wasserzeichen ermöglicht. Auch ging man dazu über, die Hadern statt des Faulens und Reinigens mit Chlor zu bleichen. Dadurch konnten auch farbige Stoffe zu weißem Papier verarbeitet werden.Weiterlesen →
Arndt, Heinrich: Elkenrother Friedhofsgeschichten aus drei Jahrhunderten, S. 186 Bartolosch, Thomas A. Die Grube Alexander bei Kirchen/Sieg, S. 198
Bäumer, Gerd: Hohenbetzdorf – Das Gelände „rechts der Sieg“, S. 241
Becker, Franz-Josef Ein Gang durch die Naurother Flur, V. Teil – Der Gang nach Nordosten, S. 55
Becker, Raimund: Eisenhartgussglocken in der Scheuerfelder Kirche, S. 80
Böhmer, Erhard: Über die „Juckels, Jägersch, Engels, Lehnsches und Hahlen“ aus
Honigsessen – Stammbaumgeschichte der Familien Kalkert, S. 292 Brachthäuser, Christian: Die Adligen von Nassau zu Sporkenburg – Spurensuche zwischen
Rheinland, Westerwald und Siegerland, S. 260Weiterlesen →