Literaturhinweis: Briefe von Sabine Diesterweg und ihrer Familie

„Diese Briefe spiegeln eine deutsche Familie Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihr Mittelpunkt ist Sabine Diesterweg, Ehefrau des namhaften Pädagogen Adolph Diesterweg und Mutter von zehn Kindern.

Eine vielbeschäftigte Hausfrau und Mutter von zehn Kindern steht im Mittelpunkt: Sabine Diesterweg. Briefe aus mehr als 20 Jahren bringen uns eine bürgerliche deutsche Familie in der Mitte des 19. Jahrhunderts nahe. Selbstauskünfte einer Frau in der patriarchalisch dominierten Gesellschaft dieser Zeit sind nur selten publiziert. Die meisten Briefe richtet Sabine an die mit dem Arzt Heinrich Köhler verheiratete Tochter Julie in Offenbach. Auch andere Kinder wie der spätere Schulbuchverleger Moritz Diesterweg gehören zu den Adressaten oder kommen mit Briefen selbst zu Wort. Adolph Diesterweg, einen der bekanntesten Pädagogen seiner Zeit, lernen wir aus der Sicht seiner Ehefrau kennen. Die vorzeitige Pensionierung des liberalen Schulpolitikers greift tief in das Familienleben ein. Es wird auch von politischen Ereignissen berührt, so von der aufgewühlten Stimmung in Berlin nach dem Mordanschlag auf das Königspaar 1844 und während der Barrikadenkämpfe vier Jahre später. Ein friedliches Gegenstück bilden Urlaubsbegegnungen mit dem »Kindergartenvater« Friedrich Fröbel in der kleinen Welt des Herzogtums Sachsen-Meiningen.“

Klaus Goebel (Hg.): Dieß schreibt Dir aus liebendem Herzen. Briefe von Sabine Diesterweg und ihrer Familie
355 S., 31, z.T. farb., Abb., Leinen mit Schutzumschlag, 12,5 x 21,0
ISBN: 978-3-8353-1928-8 (2016)

Quelle: Verlagswerbung

Ausstellung „200 Jahre Todestag von Johann Heinrich Jung-Stilling (1740 bis 1817)“

Die Schau im Hilchenbacher Stadtmuseum in der Wilhelmsburg würdigt eine der bedeutendsten Persönlichkeiten Hilchenbachs aus Anlass des 200. Todestages am 2. April 2017:

Portraitgemälde von Jung-Stilling

Johann Heinrich Jung-Stilling wurde am 12. September 1740 als Sohn des Johann Helmann Jung (1716 bis 1802) und der Johanna Dorothea Katharina Fischer (1717 bis 1742) im Dorf Grund im damaligen Fürstentum Nassau-Siegen geboren. Jung Stilling war Schneider, Lehrer, Augenarzt, Professor für Staatswissenschaften und seit 1803 Berater sowie 1808 Geheimer Hofrat des badischen Großherzogs. Während seines Medizinstudiums in Straßburg war er mit Johann Wolfgang von Goethe befreundet und erlangte selbst literarischen Ruhm als pietistischer Schriftsteller.
Am 2. April 1817 verstarb er elf Tage nach seiner dritten Gattin Elisabeth Coing (1760-1817) in Karlsruhe, wo beide an der Apsiswand der evangelischen Friedhofs-Kapelle begraben wurden. Die beiden Grabsteine und das Grabkreuz befinden sich heute im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg. Weiterlesen

Ausstellung „200 Jahre Kreise Siegen und Wittgenstein – eine Ausstellung in Wort und Bild“

Sparkasse Wittgenstein Bad Berleburg, Poststr. 15, 31.03.2017 bis 28.04.2017

Bereits zum 175jährigen Bestehen der Kreise Siegen und Wittgenstein hat die Kreisverwaltung eine Ausstellung konzipiert, die damals im Foyer des Kreishauses in Siegen gezeigt wurde. Sie wurde überwiegend von Winfried Hofmann (Leiter Kreisvolkshochschule) und Bruno Jung (ehemaliger Mitarbeiter Kreisverwaltung) konzipiert. Auf 40 Schautafeln wurden in Schlaglichtern die wichtigsten Ereignise der Geschichte der beiden Kreise Siegen und Wittgenstein sowie des Kreises Siegen-Wittgenstein ab 1975 – in Zehn-Jahres-Schritten – veranschaulicht. Nach dem Jubiläum wurde die Ausstellung sorgfältig verpackt und gelangte im Rahmen der Kreishaussanierung (2007) in das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, das die Ausstellung nun zum 200jährigen Kreisjubiläum um Tafeln für die beiden vergangenen Jahrzehnte ergänzt hat.

Ausstellung: „genius loci – 2 Siegener im Zarenland“

Der Kunstverein Gummersbach präsentiert ab dem 26. März 2017 – 10.6.2017:
Thomas Kellner: genius loci – Zwei Siegener im Zarenland

Die Ausstellungseröffnung findet am: Sonntag, den 26. März 2017, um 11.30 Uhr in der Theatergalerie Gummersbach
Moltkestraße 50 / Reininghauser Straße, statt.

Thomas Kellner (geb. 1966) zeigt in der Ausstellung genius loci, in einem Rückblick auf die seit einigen Jahren tourende Ausstellung Skizzen, Entwürfe und Collagen, die im Zuge des Projektes zwischen Siegen und Jekaterinburg entstanden sind.

„Genau wie sein Landsmann und Vorgänger im Ural, Georg Wilhelm Henning, rekonstruiert Kellner die altgewohnte Umwelt, damit diese sowohl heute als auch in der Zukunft immer in Bewegung bleibt und stets neue Sichtweisen liefert.“ (Irina Chmyrewa)

In diesem Projekt setzte Thomas Kellner sich auf eine künstlerisch-fotografische Weise mit zwei wichtigen Wirtschaftsräumen in Deutschland und Russland auseinander, die eine gemeinsame Geschichte der Industriekultur verbindet. Die Rede ist von seiner Heimatstadt Siegen und zwei der größten Städte Russlands, Jekaterinburg und Perm.
Was bisher kaum jemand wusste: Jekaterinburg und Perm sind von dem gebürtigen Siegener Georg Wilhelm Henning gegründet worden. Georg Wilhelm de Gennin (russisch: Георг Вильгельм де Геннин), wie er in Russland genannt wird, 11. Oktober 1676 – 12. April 1750, war ein in Deutschland geborener Offizier und Feuerwerker, der aufgrund seiner beachtlichen Kenntnisse in der Metallurgie von Peter dem Großen nach Russland eingeladen wurde. In den 1720er Jahren gründete Henning Russlands erste Fachschulen für Bergwesen, reiste durch Europa, um Spezialisten im Bereich Bergbau zu werben und nach Russland zu holen und baute neue Fabriken im Ural, die sich in kürzester Zeit zu einem bedeutenden Wirtschafts- und Bildungszentrum entwickelten: Jekaterinburg und Perm. Weiterlesen

„Rechenkünstler & Meistermaler“

Jetzt abstimmen: Wer ist der „Größte“ Siegen-Wittgensteiner? Und kommentieren: wer fehlt?

Wilhelm Münker stammt aus Hilchenbach und war einer der Mitbegründer des Deutschen Jugendherbergswerks. Franz von Lipperheide wurde in Bad Berleburg geboren und hat als Verleger von Modejournalen in Berlin für Aufmerksamkeit gesorgt. Alma Siedhoff-Buscher kam aus Kreuztal und wurde als Bauhaus-Designerin bekannt.

Münker, von Lipperheide und Siedhoff-Buscher sind nur drei Beispiele von Persönlichkeiten, die aus Siegen-Wittgenstein stammen bzw. hier gewirkt haben und in ihrer Zeit und vielfach auch darüber hinaus Spuren hinterlassen haben. Im Rahmen des Jubiläums „200 Jahre Kreise Siegen und Wittgenstein“ hat Kreisarchivar Thomas Wolf 20 bedeutende Frauen und Männer aus der Region ausgewählt, die bei der Wahl des „Größten“ Siegen-Wittgensteiners ins Rampenlicht gerückt werden. „Denn bedeutende Persönlichkeiten sind immer auch ganz wichtig für die Identität einer Region“, unterstreicht Wolf. Weiterlesen

„Zeitzeugen auf Zelluloid“ mit Bergbauthemen

Mittwoch, 29.03.17, 19 Uhr, Siegen, LYZ

Auf dem Programm der Reihe „Zeitzeugen auf Zelluloid“ stehen diesmal zwei aus Privatbesitz stammende Filme, die sich dem Erzbergbau widmen. Den Beginn macht ein 1952 entstandener Stummfilm, der den Erzbergbau unter Tage in der Grube „Eisenzecher Zug“ in Siegen-Eiserfeld zeigt.
Das Arbeitsministerium Nordrhein-Westfalen hat 1957 einen Schulungsfilm zur „Silikose“ in Auftrag gegeben. Entstehung, Folgen und Bekämpfung dieser Staublungenkrankheit, die auch im hiesigen Revier zahlreiche Opfer gefordert hat, sind Inhalt des zweiten Films.

Ausstellung „Papyrus, Pergament, Papier.

Von schmutzigen Lumpen und prachtvollen Büchern“. Eine Ausstellung von Studierenden der Universität Siegen in der Passage der Teilbibliothek Unteres Schloss (US), 21. März – 10. April 2017

Ein Buch zu besitzen, ist heute nichts Besonderes mehr – in vielen Haushalten finden sich bunt bebilderte Kinderbücher, alte Bibeln, Romane oder Sachtexte.
Für die Menschen im Mittelalter war solch ein Reichtum noch undenkbar, war doch, bevor Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert den Buchdruck erfand, jedes Schriftstück ein kostbares, handgefertigtes Unikat. Bereits die Herstellung der Beschreibstoffe war langwierig und teuer: das schon im Alten Ägypten aus Pflanzenstreifen zusammengepresste Papyrus und das aus getrockneten Tierhäuten bestehende Pergament wurden erst ab dem 13. Jahrhundert allmählich durch das günstigere, aus einem Faserbrei aus alten Lumpen geschöpfte Papier ersetzt. Tinten und Farben wurden aufwendig aus Pflanzenteilen, gemahlenem Gestein oder tierischen Sekreten erzeugt. Meist waren es Mönche, die die Texte in speziellen Schreibstuben sorgfältig von Hand anfertigten und zuweilen innen wie außen prachtvoll gestalteten. Weiterlesen

Wilnsdorfer Mittelalterausstellung gut besucht

Ein Schmuckstück ist die mittelalterliche Handwerkergasse. Quelle: Museum Wilnsdorf

Die mittelalterlichen Zeiten im Museum Wilnsdorf dauern nur noch wenige Tage an. Noch bis einschließlich Sonntag, den 2. April ist die aktuelle Sonderausstellung „Spinnrad, Schwert und Federkiel“ zu sehen. Danach wandern die Exponate weiter nach Lüdenscheid.

In Wilnsdorf zeigt sich Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck sehr zufrieden mit der bisherigen Bilanz. „Rund tausend Gäste besuchten uns jeden Monat“, freut sich die Historikerin. Wer etwas über das Leben der Menschen vor 800 Jahren erfahren möchte, sollte sich also beeilen. Nähere Informationen zur Ausstellung gibt es unter www.museum-wilnsdorf.de.

Quelle: Gemeinde Wilnsdorf, 15.3.2017