Sonderführung durch die Ausstellung „Kunst und Kultur im Bergbau“

Bergbau beendet – Tradition der spezifischen Kultur bleibt


„Hier geht ein Stück deutscher Geschichte zu Ende,“ sagte Frank-Walter Steinmeier, als es am 21. Dezember für das letzte Bergwerk im Ruhrgebiet „Schicht für immer“ hieß. Man nehme Abschied von einer Epoche, so der Bundespräsident.
In der Erinnerung wird vieles aus der Bergbau-Tradition lebendig bleiben: Die besondere Verbundenheit der Kumpel untereinander, die sich auf Gedeih und Verderb, auf Leben und Tod, auf den anderen verlassen können mussten. Daraus, und aus der Last eines schweren Lebens und eines harten Alltags erwuchsen ganz eigene Traditionen, die auch die Kunst und Kultur im Bergbau prägten.
Eine Ausstellung, die sich genau diesem Thema widmet, ist derzeit im Freudenberger 4Fachwerk-Mittendrin-Museum zu sehen. Über 180 Exponate aus fünf Jahrhunderten hat Kurator Gottfried Theis für diese einmalige Präsentation zusammengetragen. Er zeigt Kunstobjekte wie Gebrauchsgegenstände; sakrale und profane Ausstellungsstücke wechseln sich ab.
Gottfried Theis befasst sich schon seit Jahren mit der Bergbaukultur, ihren Sitten und Bräuchen. Insofern weiß er zu den einzelnen Exponaten wie zu den besonderen Ausdrucksformen detailreich zu berichten. Die Gelegenheit, von seinem Wissen zu hören, bietet sich am Sonntag, 6. Januar 2019, um 15:30 Uhr: Das Museum lädt zu einer Sonderführung mit dem „Ausstellungsmacher“ ein.
Der Eintritt beträgt 3 Euro. Die Ausstellung in der Freudenberger Altstadt ist noch bis zum 14. Januar 2019 zu sehen.

Quelle: 4Fachwerk, Mitteilung an die Medien, 27. Dezember 2018

“Zeitspuren”-Linktipp: Adressbuch für die Provinz Westfalen von 1829

Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. das Adressbuch für die Provinz Westfalen von 1829.
Kommentare, Meinungen, Informationen und Anregungen zu dieser Präsentation können Sie gerne hier abgeben.
Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: https://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Montan-Ausgrabungsstätte in Niederschelden:

Nötige Verträge für »Gerhardsseifen« unterzeichnet

Bürgermeister Steffen Mues bei der Aushändigung der unterzeichneten Verträge an die Vorstandsmitglieder des Trägervereins „Ein Siegerländer Tal“, Christian Weber, Friedrich Schmidt und Christel Hussing (v.l.). (Foto: Stadt Siegen)

Für die Konservierung und kulturtouristische Inwertsetzung der Ausgrabungsstätte „Gerhardsseifen“ in Siegen-Niederschelden geht es nun in die entscheidende Phase. Die NRW-Stiftung hatte Ende Juni mit der Übergabe des Bewilligungsbescheides über 150.000 Euro den endgültigen Startschuss für das Projekt gegeben.

Seitdem laufen zwischen den Beteiligten, dem Trägerverein „Ein Siegerländer Tal“ e.V., der Stadt Siegen und dem Kreis Siegen-Wittgenstein intensive Gespräche und Abstimmungen für die nächsten Schritte, um das Projekt umzusetzen.

Entscheidend dabei waren zunächst die vertraglichen Regelungen, die Voraussetzung für alle weiteren Entscheidungen sind. Zunächst war von städtischer Seite zu klären, ob der von der NRW-Stiftung geforderten Absicherung der Fördermittel zugestimmt werden kann. Außerdem war eine Regelung für die zukünftige Unterhaltung und Vermarktung des Projektes zwischen der Stadt Siegen und dem Trägerverein notwendig. Weiterlesen

Hauberg jetzt auch nationales Immaterielles Kulturerbe

Landrat: „Sind stolz, einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Reichtum Deutschlands zu leisten“

Haubergszeichen, Autorin: Dr. Gertrud Hein


Die Siegerländer Haubergswirtschaft ist jetzt Teil des nationalen Immateriellen Kulturerbes. Das haben die Kultusministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Empfehlung des Expertenkomitees der Deutschen UNESCO-Kommission jetzt entschieden. Insgesamt wurden 18 Kulturformen neu aufgenommen. Erst im April dieses Jahres hatte das Land die Siegerländer Haubergswirtschaft auf die Liste des kulturellen Erbes Nordrhein-Westfalens gesetzt.
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„Siegener Beiträge – Jahrbuch für regionale Geschichte“ 23/2018 vorgestellt

Mit der Veröffentlichung der neuen „Siegener Beiträge“ Nr. 23/2018 betritt die Geschichtswerkstatt Siegen e.V. Neuland.  Erstmalig in ihrer Vereinsgeschichte legen die Herausgeber Dr. Bernd D. Plaum, Siegens Stadtarchivar Ludwig Burwitz und Christian Brachthäuser ein zweites, reich bebildertes und gewohnt fundiertes Jahrbuch in einem Kalenderjahr vor.

Geschichtsinteressierte können sich diesmal über eine spannende Auswahl an Stationen und Akteure (nicht nur) regional bedeutsamer Ereignisse freuen, die die Jahresendungen 68 in den Fokus nehmen. 1568 markiert den Ausbruch des niederländischen Unabhängigkeitskampfes unter Wilhelm I. von Oranien. Der Burgenhistoriker Olaf Wagener M.A. beleuchtet die besondere Rolle des nassauischen Siegerlands für den „Achtzigjährigen Krieg“, der 1648 in der Unabhängigkeit der Niederlande münden sollte. Am 22. März 1868 vermachte der Sozialreformer Leonhard Gläser der Siegener Stadtverwaltung testamentarisch ein großes Vereinsgelände unter der Bedingung, die Grünanlage nebst den darauf befindlichen Immobilien und einer Bargeldsumme im Sinne des 1851 von ihm gegründeten Bürgervereins „Eintracht“ zu verwalten. Christian Brachthäuser zeichnet anhand neuer Quellen zum 150-jährigen Jubiläum kritisch die Entwicklung der Gläser-Stiftung und die vermeintliche Zweckerfüllung mit dem Bau der Siegerlandhalle nach. 1918 bedeutete das Ende des Ersten Weltkriegs.  Ludwig Burwitz erläutert die Sichtweisen eines aus Kiel stammenden Krankenpflegers, der während der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ im Siegener Kaisergartenlazaretts tätig war und zahlreiche Postkarten hinterließ, die wertvolle Rückschlüsse auf das zivile Leben an der Siegener Heimatfront zulassen. Die gesellschaftspolitischen Ereignisse 1968, bildlich festgehalten während des Landesparteitags der rechtsextremen NPD in der Siegerlandhalle und wütenden Leserbriefen in der Tagespresse, bilden ein weiteres Themenfeld in dem neuen Jahrbuch. Weiterlesen

Vortrag „Wissenswertes und Interessantes zum Barbara-Tag“

Sonderveranstaltung im Rahmen der Ausstellung zu Kunst und Kultur im Bergbau

Der 4. Dezember gilt als der „Barbara-Tag“. Er wird sowohl im katholischen wie evangelischen Jahreskalender als entsprechender Namenstag geführt. Im Laufe der Jahrhunderte erwuchs Barbara zur Haupt-Patronin der Bergleute. In ihr sahen die Kumpel die Nothelferin zum Schutz vor jähem Tod, einer Gefahr, der sie aufgrund ihrer gefahrvollen Arbeit im besonderen Maße ausgesetzt waren. Die Barbara-Verehrung der Bergleute entwickelte sich zu einem eigenen Brauchtum.
Über viele Hintergründe und auch die regionale Bedeutung der Barbara-Verehrung wird Gottfried Theis am Barabara-Tag, dem 4. Dezember 2018, um 19:00 Uhr im 4Fachwerk-Mittendrin-Museum in Freudenberg berichten. Das Museum zeigt zu diesem Zeitpunkt eine von Gottfried Theis kuratierte Ausstellung über Kunst und Kultur im Bergbau. Insofern findet sein Vortrag einen künstlerischen Rahmen, wie er kaum besser zu gestalten wäre. Weiterlesen

Vortrag: „Spuren des Bergbaus in Dreis-Tiefenbach“

Reihe Dreisber Geschichte(n)
Fr, 30. November, 19:00 – 20:30, Haus Pithan, Im Bruch 4, 57250 Netphen

Der Bergbau ist aus dem Bewusstsein der Dreis-Tiefenbacher fast verschwunden. Es sind aber Spuren erhalten geblieben. Diese zeigt Thomas Kettner. Er und Ernst Intemann bringen auch einige Mineralienstücke mit

Quelle: Heimatverein Alte Burg Dreis-Tiefenbach

Ausstellung „Kunst und Kultur im Bergbau: „dass es eben schön sei…“

Eröffnung am 30. November 2018, 19:00 Uhr
Museum 4Fachwerk, Freudenberg

Das Jahr 2018 wird für den Bergbau im Ruhrgebiet den Schlusspunkt bilden. Für die einstige deutsche Schlüsselbranche ist dann endgültig „Schicht im Schacht“, die letzten Kumpels werden „unter Tage“ gewesen sein. Das Zeitalter der Kohle hat Industriegeschichte geschrieben, aber nicht nur dass: „Unabdingbar war eine Kultur der Hilfsbereitschaft, des Miteinanders und der gegenseitigen Toleranz in dieser Ära schwerster und gefährlicher Arbeit. Und diese Kultur hat auch in ganz besonderen Kunstformen ihren Ausdruck gefunden,“ erläutert Gottfried Theis.
„Kaum eine andere Berufsgruppe hat eine vergleichbar reiche kulturelle Tradition aufzuweisen, wie die Bergleute. Die Ursachen dazu liegen in der Haltung der Knappen zu ihrem Beruf. Sie waren sich bewusst, eine Tätigkeit auszuüben, die hohes Können erforderte und den Einsatz des ganzen Menschen, sogar des Lebens forderte,“ führt der Bergwerkskenner und Pädagoge weiter aus. Weiterlesen