„Der historische Hauberg“ – Farbfilm aus dem 1960er Jahren

 Sonntag, den 22. April 2012, 17:00, Museum Wilnsdorf

„Sie prägt die Landschaft des Siegerlandes: Die Haubergswirtschaft mit Niederwald und Kahlschlag ist jedem Menschen, ob einheimisch oder auf der Durchreise, jederzeit vor Augen. Mittlerweile gibt es sogar Bestrebungen, die klassische Siegerländer Waldbewirtschaftung Teil des Weltkulturerbes werden zu lassen.

Kein Wunder, dass die Arbeit im Hauberg bereits in vielen Bildbänden, Heimatkalendern und Filmen verewigt wurde; damit entstanden kostbare Zeugnisse der Siegerländer Geschichte und Tradition. Zu den Schwarz-Weiß-Aufnahmen für die Filme „Der Hauberg“ von 1950 und „Der Eisenwald“ von 1953 gesellte sich in den 1960er Jahren die Arbeit von Gerhard Schäfer aus Wahlbach, der noch einmal – und dieses Mal in Farbe – den historischen Hauberg zum Leben erweckte. Gemeinsam mit seinen Wahlbacher Freunden und dem Filmclub erstellte Schäfer eine mehr als 60-minütige Bilddokumentation aller klassischen Arbeiten.

Der Originalfilm wird vom „Regisseur“ am Sonntag, den 22. April 2012 ab 17.00 Uhr im Museum Wilnsdorf vorgestellt. Der Eintritt kostet 1,00 € (Erwachsene), 0,50 € (ermäßigt) bzw. 2 € (Familien).“

Homepage Museum Wilnsdorf

Zum Thema „Hauberg“ s. a. https://www.siwiarchiv.de/2012/02/hauberg-als-weltkulturerbe-eine-meinungsumfrage/

„Zeitzeugen auf Zelluloid“ zogen Zuschauer an

Der Schauplatz im LYZ füllt sich .....

Gestern abend besuchten 106 Personen die zweite Veranstaltung des Archivkinos im Siegener LYZ – s. Link. Die Vorführungen, die in den bewährten Händen des pensionierten Medientechnikers Armin Kohlberger lagen, wurden mit Applaus bedacht, so dass man wohl mit Recht von einem gelungenen Abend sprechen darf.

Weiterlesen

Siegener Straßenbenennungen in der NS-Zeit

und in der frühen Bundesrepublik

Marcus Weidner stellte vor einem „erstaunlichen“ Publikum am 15. März im Siegener Stadtarchiv seine aktuellen Forschungsergebnisse zu den Straßenbenennungen in Westfalen während der NS-Zeit und der frühen Bundesrepublik dar Link

Weiterlesen

Als aus der Sandstraße die Adolf-Hitler-Straße wurde

Vortrag im KrönchenCenter zur Straßenbenennungspraxis in Westfalen und Lippe im Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit

Mit einem auch für Siegen aktuellen zeitgeschichtlichen Thema befasst sich der nächste Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am kommenden Donnerstag im städtischen Kulturzentrum KrönchenCenter. Unter dem Titel „Wir beantragen … unverzüglich umzubenennen“ setzt sich der Münsteraner Historiker Dr. Marcus Weidner mit der Straßenbenennungspraxis in Westfalen und Lippe während des Nationalsozialismus und der unmittelbaren Nachkriegszeit auseinander.

Schon unmittelbar nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurden in den meisten deutschen Städten und Gemeinden zum Teil umfangreiche Um- bzw. Neubenennungen von Straßen und Plätzen durchgeführt. Auf diese Weise wurden nicht nur die neuen Machthaber, allen voran Hitler und Göring, geehrt, sondern auch die neuen ‚Helden‘ und ‚Erinnerungsorte‘ des Nationalsozialismus in das Straßenbild eingeführt. Der Referent untersucht auf der Basis einer umfangreichen Materialerhebung in den heutigen Kommunen Westfalen-Lippes die Praxis der Um- und Neubenennung von Straßen und Plätzen in diesem Raum während des Nationalsozialismus und geht dabei vor allem ihren Ursachen, Anlässen und Formen sowie der häufig nur teilweise durchgeführten Rückabwicklung in der Zeit nach 1945 nach. In diesem Zusammenhang stellt Weidner unter anderem auch die Kontroverse um die Umbenennung der Siegener Hindenburgstraße dar. Weiterlesen