„Johannes Althusius – Bibelleser und Staatsdenker“

Der offene theologische Gesprächskreis „Theophil“ der evangelischen Stadtgemeinde Siegen widmet sich am 3.12.2013 um 19:30, im Gemeindehaus Altstadt, Pfarrstr. 2, 57072 Siegen dem aus dem Berleburgischen stammenden Johannes Althusius. Zu Gast ist Prof.?Dr. Karl Wilhelm Dahm (Münster).

Ausstellung „Kunst aus dem Depot: Weihnachtsbilder“

Weihnachten131. Dezember 2013 bis 12. Januar 2014
Siegerlandmuseum im Oberen Schloss

Passend zur Adventszeit zeigt das Siegerlandmuseum eine Auswahl von Bildern mit Weihnachtsmotiven. Sie reichen von grafischen Arbeiten nach Rubens oder van Dyck bis hin zu Zeichnungen und Skizzen verschiedener Siegerländer Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Siegerlandmuseum, Ausstellungsseite

Ausstellung zur deutschen Auswanderung nach Amerika im Kreishaus in Siegen

„Hausaufgabe“ des Landrats
DanielHiesterRüdiger Lentz, Festredner und der Direktor des Aspen-Instituts hat ein „Hausaufgabe“ von seinem Besuch in Siegen mitgenommen. Denn Landrat Paul Breuer war beim Gang durch die Ausstellung eine Ungereimtheit aufgefallen: An einer Stelle ist von Daniel Hiester aus Schlesien die Rede, der dem ersten US-Kongress angehörte. Landrat Paul Breuer ist sich aber sicher, dass Hiester aus Bad Berleburg-Elsoff stammt, was erste Recherchen des Kreisarchivs (s. u.) auch bestätigen. Lentz versprach, dem auf den Grund zu gehen – und falls der Landrat richtig liege, könne er den Eintrag auf der Schautafel gerne überkleben.
Die wohl unrichtige Formulierung, dass Daniel Hiester aus Schlesien emigriert sei (findet sich so auch im englischsprachigen Wikipedia-Eintrag), beruht auf einem Missverständnis: Henry Melchior Muhlenberg Richards widmete sich 1907 in einer biographischen Studie dem Gouverneur Joseph Hiester auch der Familiengeschichte der Hiester. Auf Seite 3 dieser Studie erwähnt er, dass der Stammvater der Hiesters im 14. Jahrhundert in Schlesien auszumachen ist und die Familie(n) von dort aus im Laufe der Jahrhunderte weiterwanderte(n). Auf Seite 4 dieser Studie stellt der Autor allerdings korrekt die Auswanderung des Vaters von Daniel Hiester von Elsoff nach Amerika dar. Die Studie kann auch online eingesehen werden.

Zur Familiengeschichte Daniel Hiesters s. a. Isaac Hiester, The Hiester homestead in Germany (1907); ergänzend sei auf die Berichtigung Wilhelm Hartnacks: „Die Herkunft der in Amerika berühmt gewordenen Hüsters“ In: Wittgenstein. Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e.V., Bd. 41/ 1977/ H.1/ S. 24-26, hingewiesen.

Rüdiger Lentz: „Aktuelle Ereignisse dürfen tiefe Bindungen zwischen beiden Ländern nicht überschatten“ Weiterlesen

Zeitliche und ewige Wohlfahrt! 450 Jahre Heidelberger Katechismus

Ausstellung im Landeskirchlichen Archiv in Bielefeld zeigt auch Siegener Katechismus

Katechismusausgaben aus vier Jahrhunderten sind in der Ausstellung in Bielefeld zu sehen.

Katechismusausgaben aus vier Jahrhunderten sind in der Ausstellung in Bielefeld zu sehen.

Im Jahr 1563 veröffentlichte Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz den Heidelberger Katechismus. Bald nach seiner Veröffentlichung hielt der Heidelberger Katechismus auch in Westfalen Einzug. Durch persönliche oder familiäre Verbindungen angeregt, öffneten einzelne Landesherren ihre Herrschaftsbereiche nach der lutherischen Reformation nun dem reformierten Bekenntnis:

1577 in der Grafschaft Nassau-Siegen, 1581 in der Grafschaft Wittgenstein und 1588 in den Grafschaften Tecklenburg-Bentheim-Steinfurt. Hier galt der Heidelberger Katechismus mit jeweils eigenen Kirchenordnungen. Weiterlesen

Gedenkstunde zum Volkstrauertag auf der Kreisehrengedenkstätte in Siegen-Gosenbach

Auszubildende und Schüler gedenken der Opfer der beiden Weltkriege, von Gewalt und Terror


Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. lädt am morgigen Sonntag, 17. November 2013, zu einer zentralen Gedenkstunde für die Opfer der beiden Weltkriege, von Gewalt und Terror ein. Diese beginnt um 11:15 Uhr auf der Kreisehrengedenkstätte in Siegen-Gosenbach, Denkmalsweg. „Indem wir uns an die Opfer der großen Kriege des 20. Jahrhunderts und den daraus resultierenden Massenfluchten und -vertreibungen erinnern, bekennen wir uns zu einem gemeinsamen, friedlichen Europa.“, sagt Landrat Paul Breuer, Kreisvorsitzender des Volksbundes und zitiert eine alte jüdische Weisheit: „Denn das Geheimnis der Versöhnung heißt Erinnerung.“ Weiterlesen

Freudenberg zeigt Flagge gegen rechtes Gedankengut

Gemeinsame Demonstration für Freiheit und Toleranz von Politik, Kirchen und Sozialpartnern als sichtbares und öffentliches Zeichen

Die Vorsitzende und die Vorsitzenden der im Rat der Stadt Freudenberg vertretenen Fraktionen erklären gemeinsam:

Mit Sorge haben die Ratsfraktionen zur Kenntnis genommen, dass Mitglieder der rechten Szene versuchen, in unserer Stadt Fuß zu fassen. Die Fraktionen sind sich einig, dass diese in Freudenberg keine Plattform für ihre Aktivitäten finden dürfen.
Diesen Tendenzen soll mit großer Entschlossenheit begegnet werden:
Vor der nächsten Ratssitzung am 14. November 2013 wollen die Fraktionen im Freudenberger Stadtrat gemeinsam mit Kirchen und Sozialpartnern gegen rechtsradikale Aktivitäten Flagge zeigen. Um 16:30 Uhr sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich der Demonstration am Rathaus anzuschließen. Weiterlesen

250 Ausstellungsstücke für „Siegen an der Heimatfront“

meldet Radio Siegen am 7.11.2013:

„Für die Ausstellung „Siegen an der Heimatfront“ sind bisher rund 250 Exponate zusammengekommen. Sie stammen von Siegener Bürgern und aus der Umgebung. Mit dabei sind unter anderem Feldpost, Bilder aus Lazaretten oder Alltagsgegenstände wie Sicheln. Mit den Gegenständen wollen die Geschichtswerkstatt und das Stadtarchiv Siegen nicht nur den ersten Weltkrieg bei uns, sondern vor allem das Alltagsleben der Menschen darstellen. Die Ausstellung könnte in einem Jahr starten. Bis dahin suche man noch nach weiteren Ausstellungsstücken, sagt Ludwig Burwitz vom Stadtarchiv.“

Vortrag „Nationalsozialistische Zwangssterilisation und „Euthanasie“

und deren Opfer aus Siegen-Wittgenstein

Sonntag, 10. November 2013 um 17:00 Uhr
VEB Siegen, Marienborner Straße 16, 57074 Siegen
Eintritt: 3,00 €

Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung oder/und psychischer Erkrankung wurden aus der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“ ausgestoßen, da sie als „lebensunwert“ galten. Die Vermeidung und später auch die Vernichtung der angeblichen „Ballastexistenzen“ sollte, folgt man der NS-Propaganda, einen ökonomischen Vorteil für jeden “gesunden Volksgenossen“ bringen.
Mit den vorgeblich wissenschaftlichen Erkenntnissen der “Rassenhygieniker” wurden ab 1934 rund 400.000 Menschen zwangssterilisiert. Mit Kriegsbeginn im Herbst 1939 begann der, euphemistisch als “Euthanasie” bezeichnete, systematische Mord an Psychiatriepatienten, der insgesamt 300.000 Menschen und allein aus Siegen-Wittgenstein über 100 Menschen das Leben kostete.
Stefan Kummer, z.Zt. Doktorand an der Uni Siegen, referiert über die NS-„Euthanasie“-Verbrechen und stellt exemplarisch zwei Lebensgeschichten regionaler „Euthanasie“-Opfer vor. Der Vortrag wird etwa 90 Minuten dauern und im Anschluss die Möglichkeit zur Diskussion bieten.
Quelle: Homepage VVN BdA Siegerland Wittgenstein