Literaturtipp: Landesarchiv NRW: „Gesunkene Schätze – Die Kahnakten“ (2010)

„Am 14. März 1945 sank infolge eines Bombenangriffs im Hafen Hannover-Linden die MS Main 68, die 25 Tonnen Archivgut aus dem Staatsarchiv Düsseldorf zur Sicherung ins Salzbergwerk Grasleben bei Helmstedt transportieren sollte. Erst ein halbes Jahr später konnte das Schriftgut als „übel riechende, zusammen gebackene, verschlammte Masse“ aus dem Rumpf geborgen werden. Seit rund 65 Jahren befassen sich Werkstätten der staatlichen Archive in Nordrhein-Westfalen mit der so genannten „Kahnaktenrestaurierung“. Es handelt sich um das umfangreichste Projekt zur Rettung kriegsbeschädigten Archivguts in der Bundesrepublik Deutschland. Erstmals werden in diesem Band die Schadensgeschichte und die Restaurierungsgeschichte zusammenhängend dargestellt. Damit wird nicht nur ein Aspekt der Archivgeschichte aufgearbeitet, sondern auch ein Beitrag zur Technikgeschichte der Papierrestaurierung geleistet. Vor dem Hintergrund der Kölner Katastrophe und der Bergung durchnässten Archivguts bis zu zwei Jahre nach dem Schadensereignis gewinnt das Thema zusätzlich an Aktualität. …..“
Die Broschüre liegt nun als PDF-Datei vor und enthält einen interessanten Bezug nach Siegen. Der Charlottenbunker in Siegen-Eiserfeld war offensichtlich als Auslagerungsmöglichkeit für die Archivalien des Düsseldorfer Staatsarchiv vorgesehen s. S. 10 bzw. 13 des Heftes.

Kreiskrankenhaus Siegen, Juni 1974

Archive dokumentieren nicht nur, das, was war, sondern auch das, was gewesen wäre. Ein in Vergessenheit geratenes, geplantes, aber eben nicht realisiertes Großprojekt im Kreisgebiet ist der 1974 geplante Neubau eines Kreiskrankenhauses in Siegen. Wie weit die Planungen reichten, zeigt die nachfolgende Baubeschreibung mit detaillierten Plänen: Weiterlesen

50 Jahre Schulwaldheim Gillerberg

„…. Die positiven Erfahrungen mit den Jugendwaldheimen in Niedersachsen und dem seinerzeit ersten Jugendwaldheim der Landesforstverwaltung in Nordrhein-Westfalen in Ringelstein im damaligen Forstamt Büren veranlassten den ehemaligen Hilchenbacher Forstamtsleiter Hans-Joachim Meyer bei Planungen eines Belegungshauses auf der Ginsberger Heide die Nutzung des Hauses auch als Jugendwaldheim zu ermöglichen. Die Besonderheit des Hauses besteht in der Trägerschaft durch den Kreis Siegen-Wittgenstein. Weiterlesen

Linktipp: siegerlandbahn.de

Bergbau und Eisenbahn, um 1910
(Quelle: siegerlandbahn.de)

Die hier anzuzeigende Webseite siegerlandbahn.de stellt sich wie folgt vor:
„Im Jahre 2011 wurde die Eisen-bahn im Siegerland 150 Jahre alt. Genaugenommen sind es gleich zwei Hauptbahnstrecken, eine von Köln und eine von Hagen nach Siegen, an deren Eröffnung im Jahre 1861 erinnert wurde. Weiterlesen

Schulchroniken an das Stadtarchiv Siegen abgegeben

 

v.l.n.r. Kulturstadträtin Babette Bammann, Bürgermeister Steffen Mues, Hildegard David, Stadtarchivar Ludwig Burwitz

 

„In einem freundlichen Nebenthale der Sieg, im Weißthale, liegt, fast ganz von Bergen eingeschlossen, das friedliche Dörfchen Caan. Es gehört zu den ältesten Dörfern des Kreises und früheren Fürstentumes Nassau-Siegen. Demgemäß mag auch die Kapelle und Schule des Ortes schon alt sein; allein die Nachrichten darüber reichen bis zum Jahre 1782. Frühere Akten sind leider verbrannt worden.“

Derart informativ beginnt die „Chronik der Schule in Caan“, die laut Titel im Jahre 1896 vom Lehrer Irle nach den Bestimmungen der Königlichen Regierung in Arnsberg umgearbeitet wurde und jetzt den Weg in’s Stadtarchiv Siegen fand. Das wertvolle Dokument übergab die scheidende Rektorin der Grundschule Kaan-Marienborn, Hildegard David, zusammen mit neun weiteren Chronikbänden von Schulen in Kaan-Marienborn, Breitenbach und Volnsberg Siegens Stadtarchivar Ludwig Burwitz zur dauernden Aufbewahrung. Weiterlesen

Vortrag „Vom Sperrmüll in die Bismarckhalle“

Georg Bechtel – Dokumentarist der Siegerländer Hammersiedlungen

Am Donnerstag, 16.08.2012, stellt Karl Mebold, ausgewiesener Kenner des Weidenauer Malers und Originals Georg Bechtel, um 19.00 Uhr im Kleinen Saal der Bismarckhalle drei bisher unbekannte Bilder des Dokumentaristen der Siegerländer Hammersiedlungen vor und gibt Erläuterungen zu dessen Leben und Wirken.

Plakat Vortrag Georg Bechtel

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Aus dem Fotoarchiv des Kreisarchivs: Olympiade in Siegen

Die hier gezeigten Bilder der Siegener Schacholympiade (1970) geben einen Querschnitt über das Treiben in der Siegerlandhalle neben prominenten Spielern  wie Bobby Fischer oder Tigran Petrosjan vermitteln die Blicke in den Spielsaal einen Eindruck vom Publikumsinteresse an dieser wohl bedeutendsten Sportveranstaltung im Siegerland. Einen Abbildung des nicht unumstrittenen Plakates einer der Sponsoren darf ebenso nicht fehlen wie die Dokumentation der Arbeiten für den täglichen Turnierbericht.
Bei den gezeigten Bildern handelt es sich um Abzüge aus dem Negativarchiv des Kreisarchivs (Nr. 5, 15, 20, 27, 41)