Dokumentation historischer Grenzsteine in Burbach-Holzhausen

Ein Projekt des Heimatvereins steht vor dem Abschluss.

„Im März dieses Jahres wurde als ein Beitrag zur Heimatgeschichte auf der Ebene des Heimatvereins Holzhausen das Projekt „Historisch Grenzsteine“ mit der Erfassung des über 200 Jahre alten Grenzzuges zischen dem Königlich Preußischen Kreis Siegen und dem Herzogtum Nassau im Bereich des Hickengrundes angestoßen. Zwischenzeitlich sind von Ulrich Krumm vom Heimatverein auf der fast 5 km langen Grenzlinie zwischen dem ehemals preußischen Holzhausen und den früheren nassauischen Gemarkungen Allendorf und Flammersbach alle noch vorhanden alten Grenzsteine bildlich und kartographisch erfasst worden. Weiterlesen

Vortrag „Orte – Personen – Themen: 200 Jahre Geschichte des Altkreises Siegen“

Das Kreishaus in Siegen auf einer Ansichtskarte mit Laufzeit November 1906 (Vorlage: Stadtarchiv Siegen)

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird der Regionalhistoriker Dr. Bernd D. Plaum am Donnerstag, den 8. Juni 2017, um 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter die Wirkungsstätten der Kreisverwaltung und ihrer leitenden Personen (Landräte) in den Blickpunkt des Jubiläums „200 Jahre Kreis Siegen und Wittgenstein“ rücken. Damit wird nicht nur die Geschichte der beiden Altkreise skizziert, sondern fernab der gängigen Schwerpunkte der regionalen Geschichtsschreibung (wie Hauberg und Bergbau) in anschaulicher Weise auch unbekannte Aspekte und Akteure der jeweiligen Verwaltungstätigkeiten vorgestellt. Die nachgezeichneten politischen Strukturen und Entwicklungen bieten wertvolle Einblicke in den Lebensalltag der Menschen. So sah sich das Siegener Landratsamt bereits 1895 mit den Beschwerden Gosenbacher Arbeiter konfrontiert, die Umweltzerstörungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen wegen der Rauchgase in ihren Arbeitsstätten beklagten. Weiterlesen

Wie der Kreis Siegen-Wittgenstein zu seinem Namen kam.

Eine einzigartige Episode in der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen.

Im Zuge der bundesweiten kommunalen Neugliederung der 1960er und 1970er Jahre erfolgte Anfang 1975 die Vereinigung der Kreise Siegen und Wittgenstein.

Nicht jeder war glücklich über diese Entwicklung. Die Tatsache, dass man dem neuen Gebilde den Namen „Kreis Siegen“ gab und Wittgenstein nicht berücksichtigt wurde, führte zu Verstimmungen.

Der Weg hin zur Umbenennung des Kreises in „Siegen- Wittgenstein“ sollte lang und kompliziert werden.

Schon im Zuge der Neugliederung hatte der Kreistag des Kreises Wittgenstein im Sommer 1973 beschlossen, dass der neue Kreis den Namen „Siegen-Wittgenstein“ erhalten sollte. Auch auf Siegerländer Seite vertrat man diesen Vorschlag und stellte sich gegen die für die Namensänderung zuständige nordrhein- westfälische Landesregierung. Weiterlesen

Quellen zur fürstlich oranisch-nassauischen Jagd- und Forstgeschichte online

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat unlängst in ihren digitalen Sammlungen folgende Publikationen online verfügbar gemacht:

1. Vorläufige Instruktion für die fürstlich Oranien-nassauischen Amts- oder Forstjäger, Hadamar 1801
2. Vorläufige Instruktion für die fürstlich Oranien-nassauischen Förster, Hadamar 1801
3. Vorläufige Instruktion für die fürstlich Oranien-nassauischen Oberförster, Hadamar 1801
4. Uebersicht der Forst- und Jagd-Geschäften, nach ihrer Zeitfolge mit Erinnerungen an die fürstlich Oranien-nassauischen Forstbedienten, in Absicht ihrer instruktions- und verfassungsmäßigen Dienstobliegenheiten, Hadamar 1801

Adolf Achenbach (1825 – 1903) – Im Schatten des Bruders

Gestern vor 192 Jahren wurde Adolf Achenbach geboren. Aus einer Siegener Bergbaufamilie stammend stand er trotz einer beachtlichen Laufbahn im Schatten seines Bruders Heinrich von Achenbach, dem Ehrenbürger der Stadt Siegen.
Seine bergaubeamtliche Karriere führte ihn über das Burbacher Bergrevier nach Dortmund, Saarbrücken und schließlich nach Clausthal, wo er als Berghauptmann in  Ruhestand ging.

Vortrag „Orte-Personen-Themen: 200 Jahre Geschichte des Altkreises Siegen“

Rathaus Netphen, Kleiner Saal, Amtsstr. 6, 01.06.2017, 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr

Der Vortrag rückt am Beispiel ausgewählter Themen die Wirkungsstätten der Kreisverwaltung und ihre leitenden Personen (Landräte) in den Blickpunkt des Jubliläums „200 Jahre Kreise Siegen und Wittgenstein“. Der Historiker Dr. Bernd Plaum skizziert damit nicht nur ein Geschichte der Kreisverwaltung, sondern zugleich auch eine Geschichte des Altkreises Siegen.

Viel Interesse am Vortrag über die ehemalige Deuzer Landärztin Dr. Tony Riecke

© A. Scholl

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen folgten am Mittwoch, den 17. Mai, fast 120 Besucher der Einladung des Vereins „Grissenbach Aktiv“ ins Grissenbacher Bürgerhaus. Dort referierte Wilfried Lerchstein, Hobby-Heimatforscher und Gründungsmitglied des Vereins, unter Einbeziehung seines umfangreichen Bildarchivs über das abwechslungsreiche Leben der beliebten ehemaligen Deuzer Landärztin Dr. Tony Riecke, die viele der Anwesenden noch persönlich gekannt haben.

Grissenbachs Ortsbürgermeisterin und Vereinsvorsitzende Annette Scholl konnte neben Netphens Bürgermeister Paul Wagener und Trude Kühn, der ältesten Einwohnerin des Dorfes, auch Dr. Rainer Hüttenhain begrüßen, einen Neffen der Ärztin, der es sich nicht hatte nehmen lassen, für den Vortrag extra aus Düsseldorf anzureisen. Weiterlesen

Eine kurze Geschichte des Altkreises Siegen

[Anm.: Im Druck erschienen in Siegener Zeitung, Beilage „Heimatland“ am 6.5.2017]

Vorgeschichte und Gründung

Das Siegerland gehörte bis Anfang des 19. Jahrhunderts landesherrlich zum Fürstentum Siegen, das im Besitz der Ottonischen Linie des Hauses Nassau war. Im Zusammenhang mit der Gründung des Rheinbundes wurde das Gebiet dem Großherzogtum Berg zugeschlagen. Am 6. November 1813 konnte Wilhelm Friedrich von Oranien das Siegerland wieder an sich nehmen. Dieses tauschte er allerdings auf dem Wiener Kongress 1815 mit Preußen gegen das Großherzogtum Luxemburg. Mit dem Besitzergreifungspatent vom 21. Juni 1816 verleibte sich Preußen das Fürstentum  mit Ausnahme einiger abgetretener Ortschaften (12.000 Einwohner an das Großherzogtum Niederrhein in Koblenz)- das Fürstentum Siegen ein. Als Verwaltungsbehörde fungierte das Königlich Preußisches Unterdirektorium zu Siegen unter der Leitung des Justiz- und Regierungsrats von Schenck. Die feierliche Besitzergreifung des oranischen Fürstentums Nassau-Siegen (größter Teil des Fürstentums Siegen) durch Vertreter der Krone Preußens unter Vereidigung der städtischen und landesherrlichen Beamten fand am 29. Juli 1815 im Rathaus Siegen statt. Nach der Aufteilung des Großherzogtums Niederrhein in Kreise durch Erlass des Präsidiums der königlichen Regierung zu Koblenz wurde am 20. Mai 1816 der Kreis Siegen gebildet. Bis zur Ernennung der Landräte wurden Kreiskommissare eingesetzt, die mit den beigeordneten Kreissekretären am Hauptort der Kreiskommissionen bildeten und mit Wirkung vom 20.05.1815 in Funktion traten. Das Unterdirektorium Siegen wurde somit durch die Kreiskommission Siegen und der bisherige Leiter des Unterdirektoriums durch den Kreiskommissar Schenk ersetzt. Weiterlesen

Schriftsteller, Skandale, Politik … „Vorwärts“ online

Digitalisierung des „Vorwärts“ von 1876-1933

Einem Tweet der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge wird in den digitalisierten Vorwärts-Ausgaben vor allem nach Schriftstellern, Skandalen und Poltik gesucht. Dies kann man wohl sich auch um regionale Betreffe ergänzen. Ein Suche mit den Ortsnamen aus dem Kreisgebiet verlief bereits erfolgreich:

Screenshot

Erste Informationen zum Digitalisierungsprojekt
„Am 1. Oktober 1876 erschien der „Vorwärts“, die bedeutendste periodische Publikation der deutschen Sozialdemokratie, zum ersten Mal. „Sozialistengesetz“, Erster Weltkrieg mit der Spaltung der SPD und die Machtübernahme der Nationalsozialisten – in der Geschichte des „Vorwärts“ spiegeln sich diese und alle weiteren politisch-historischen Ereignisse des Deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik. Entsprechend groß war und ist das Interesse an einer allgemein zugänglichen digitalen Ausgabe. Weiterlesen