Sparkasse Burbach-Neunkirchen unterstützt Ausstellung zur „Alten Vogtei“

Weiter an Fahrt gewinnt das Projekt Besucher-, Begegnungs- und Erlebniszentrum „Alte Vogtei“ Burbach. In den Räumen der Sparkasse in Burbach ist ab sofort eine kleine Ausstellung zum Projekt zu sehen, die detaillierte Einblicke in die vielfältige Exponatsammlung des bisherigen Museums „Leben und Arbeiten in Burbach“ eröffnet.

Von dem Inhalt der kleinen Ausstellung zum Umbau der Alten Vogtei und zum Apothekerwesen in Burbach überzeugten sich Cornelia Oerter, Gemeinde Burbach, Kristina Bösch, Heimatverein »Alte Vogtei«, Sparkassenvorstandsvorsitzender Wolfgang Franz, Heimatvereinsvorsitzender Volker Gürke und Bürgermeister Christoph Ewers (v.l.). Dr. Andreas Bingener (vorne) hat geholfen, die Ausstellung zusammenzustellen.

Unter der Federführung von Kristina Bösch von der Arbeitsgruppe Museum und der Mithilfe des Siegener Historikers Dr. Andreas Bingener werden ausgewählte Objekte in der Schalterhalle der Sparkasse Burbach präsentiert und auf anschaulich gestalteten Informationstafeln ist nachzulesen, wie sich das Projekt „Alte Vogtei“ von der Idee bis zum jetzigen Planungsstand entwickelt hat. Weiterlesen

Wanderung „Uhrmacher-Weg“ im Alten Flecken, Freudenberg

Samstag, 15. Juli 2017, 16:00 Uhr, Treffpunkt 4Fachwerk Museum, Mittelstraße 4-6, Freudenberg

Der Freudenberger Alte Flecken wird mit Flair und Fachwerk verbunden. Das Siegerländer Denkmal in schwarz und weiß. Gemütlich und urig. Aber auch ein Uhrenviertel?
Der Begriff überrascht. Aber er trifft zu. Denn in Freudenberg haben sich lange Zeit bedeutende und bekannte Uhrmacher niedergelassen. Der Ursprung der kleinen Uhrenmanufakturen dürfte bei Johann Peter Stahlschmidt (18. 07. 1751 – 6. 10. 1833) gelegen haben.
Die Kontinuität der Uhrmacher überrascht und stellt eine besondere Facette in der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Flecken Freudenbergs dar.

Haus Oranienstr. 31 Foto: Bernd Brandemann


Einst gaben nur öffentliche Turmuhren oder Sonnenuhren den Menschen den Hinweis, „welche Stunde es denn geschlagen hat“. Einige Wenige nur konnten sich das Privileg einer eigenen Hausuhr leisten. Gegen Mitte des 18. Jahrhunderts wuchs aber der Wunsch des Bürgertums auch im Siegerland, selbst einen Zeitmesser zu besitzen. Die frühesten Uhren des Siegerlandes dürften wohl aus der um 1770 gegründeten Werkstatt des Johann Georg Spies (1747-1795) in Siegen stammen. Spies kommt auch deshalb eine Bedeutung zu, da bei ihm 1774 Johann Peter Stahlschmidt aus Plittershagen seine Lehre begann.
Das 4Fachwerk-Mittendrin-Museum erinnert an Stahlschmidt und seine handwerklichen Nachfolger. Der äußere Anlass dazu: Das ehemalige Wohnhaus, Oranienstraße 31, in dem Stahlschmidt auch seine Werkstatt unterhielt, wird in diesem Juli als „Denkmal des Monats“ vorgestellt. Weiterlesen

Walter Krämer ist der „Größte“ Siegen-Wittgensteiner

Walter Krämer, der Arzt von Buchenwald, wurde mit 44 Prozent der abgegebenen Stimmen zum „Größten“ Siegen-Wittgensteiner gewählt. Landrat Andreas Müller hat das Ergebnis der Aktion „Rechenkünstler & Meistermaler“ beim „Tag der offenen Tür“ am 8. Juli im Kreishaus bekannt gegeben.

Walter Krämer ist der „Größte“ Siegen-Wittgensteiner. Der Politiker und sogenannte „Arzt von Buchenwald“ konnte sich in einer Abstimmung im Rahmen des Jubiläums „200 Jahre Kreise Siegen und Wittgenstein“ mit 44 Prozent der abgegebenen Stimmen durchsetzen. Platz 2 belegte der Dirigent Fritz Busch, der sich weigerte für die Nazis tätig zu werden. Er erhielt 33,7 Prozent der abgegebenen Stimmen. Auf Platz 3 landete der Augenarzt und Wirtschaftswissenschaftler Johann Heinrich Jung-Stilling aus Hilchenbach-Grund mit 6,8 Prozent der Stimmen.

Kreisarchivar enthüllt den 2. Platz: Fritz Busch.
Quelle: Facebook-Seite „SiWi200“, 8.7.2017

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Vortrag „Raum-Geschichte-Identität“

Im Rahmen der Veranstaltungen zum 125. Geburtstag von Walter Krämer spricht der Siegener Geschichtsdidaktiker Dr. Jens Aspelmeier, Kompetenzteam Kreis Siegen-Wittgenstein Lehrerfortbildung, am

13. Juli 2017, 19:00 Uhr,  im Aktiven Museum Südwestfalen, Siegen, Obergraben.

Wanderung auf den Spuren Wilhelm Münkers

Der Fabrikant und Ehrenbürger Wilhelm Münker war ein begeisterter Wanderer, Heimatschützer, ein Vorbild an Zivilcourage und Mitbegründer des Jugendherbergswerkes. Er wurde nicht müde, den Menschen die Schönheiten von Natur, Heimat und Menschsein nahe zu bringen und gegen drohende Gefahren zu kämpfen. Mit dem Kulturlandschaftsführer Michael Thon können Interessierte am Samstag, 8. Juli, von 14:00 bis 16:30 Uhr entlang der Lebensstationen, die Wilhelm Münker, dem Begründer des Jugendherbergswerkes, und Hilchenbach verbinden, wandern.
Treffunkt ist in Hilchenbach die Jugendherberge, Wilhelm Münker-Straße 9.

Eine Anmeldung nicht erforderlich. Das Teilnahmeentgelt beträgt 5 € pro Person. Bitte festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung nicht vergessen.

Wilhelm Ludwig Fürst zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein – ein tabellarischer Lebenslauf

Jugend / Ausbildung (1770-1792)
• Wilhelm Ludwig Georg wurde am 9. Oktober 1770 im Schloss Wittgenstein geboren.
• Er hatte 12 Geschwister
• Durch die Tradition der gräflichen Familie war es selbstverständlich, dass Wittgenstein eine gute Ausbildung erhielt, welche in befähigte, eine seinem Rang entsprechende Stellung zu erwerben.
• Von 1786-1788 studierte er zusammen mit seinem älteren Bruder Friedrich Karl Jura und Staatswissenschaften.
• Danach führte er selbst einige Prozesse für seinen Vater am Reichskammergericht in Wetzlar
• 1789 erhielt Wittgenstein das Patent eines Geheimen Rats und den kurpfälzischen Löwenorden aus Schwetzingen.
• 1791 wurde er zum kurpfälzischen-bayerischen Geheimen Rat ernannt Weiterlesen

Von wilden Mädchen, Paul McCartney und viel Kultur

Buch zum Lÿz erschienen
Reblog von siwikultur, 27.6.2017

v.l.n.r. Landrat Andreas Müller, Cornelia Sauer, Wolfgang Suttner

Am Anfang stand der Besuch von Lyzeum-Schülerinnen aus Anlass Ihres Abiturjubiläums: Ehemals „höhere Töchter“ besuchten ihre historische Wirkungsstätte – das heutige Kulturhaus Lÿz – und Kulturreferent Wolfgang Suttner war begeistert von ihren Geschichten über das Haus. Unter diesen Schülerinnen war die Autorin Cornelia Sauer, Journalistin aus München und Zeitzeugin des legendären Lÿz-Schülerinnenstreiks von 1969, die anbot, dieses wichtige gesellschaftspolitische Geschehen Siegens zu beschreiben.
Herausgekommen ist nun ein aufwändig gestaltetes und illustriertes Buch, das neben Cornelia Sauers Aufarbeitung des Schülerinnenstreiks viele weitere Geschichten rund ums Lÿz enthält. So hat der Siegener Journalist Raimund Hellwig mit vielen Zeitzeugen gesprochen und untersucht in seinem Beitrag die gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Umstände, die zur Gründung des Technologiezentrums und später des Lÿz führten. Oder Herausgeber Wolfgang Suttner beschreibt rückblickend, wie der Ex-Beatle Paul McCartney das ehemalige Mädchengymnasium besuchte. Darüber hinaus enthält das Buch eine Chronologie, die die Geschichte des Hauses von 1819 bis heute zusammenfasst.

„Von wilden Mädchen, Paul McCartney und viel Kultur – Das Lyzeum in Siegen“ ist ab morgen in den Buchhandlungen im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein unter ÍSBN 978-3-944157-29-0 zum Preis von 15,- € inkl. MwSt. erhältlich.

Juden in Westfalen und Lippe (JuWeL): ein Online-Projekt, bei dem Mitmachen erwünscht ist!


„JuWeL”: Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich ein großangelegtes Online-Projekt zur Familiengeschichte der Juden in Westfalen und Lippe. Das Landesarchiv NRW, der Verein für Computergenealogie (CompGen) und die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung (WGGF) haben eine Plattform geschaffen, auf der familien- und ortsgeschichtlich Interessierte die jüdischen Personenstandsregister des 19. Jahrhunderts vom heimischen Schreibtisch aus erschließen können. Auf dem 7. Westfälischen Genealogentag in Altenberge bei Münster startete das Projekt im März 2017. Nach drei Monaten haben die freiwilligen Teilnehmer bereits die  Erfassung der Geburten, Heiraten und Todesfälle der Register aus dem Regierungsbezirk Münster abgeschlossen und insgesamt 18.809 Personendatensätze angelegt, die online recherchierbar sind (s. http://juwel.genealogy.net).

Freigeschaltet sind nun auch die Register aus dem Regierungsbezirk Arnsberg, die nächste Etappe ist somit gestartet. Jeder Interessierte kann sich auf der Projektseite anmelden und beteiligen, wobei er entweder einen bestimmten Ort ansteuern oder sich vom System einfach die nächste noch unbearbeitete Seite vorlegen lassen kann. Einzige Voraussetzung ist eine gewisse Erfahrung mit dem Lesen alter Handschriften, die für Familien- und Heimatforscher aber ohnehin unabdingbar ist. Unterstützt werden die Teilnehmer von den Administratoren Thomas Dickel und David Merschjohann.

Die Juden- und Dissidentenregister, in denen von 1815 bis zur Einführung der Standesämter 1874 die Geburten, Heiraten und Sterbefälle jener Einwohner Westfalens und Lippes registriert wurden, die nicht den Amtskirchen angehörten, sind fast vollständig und flächendeckend am Standort Detmold des Landesarchivs NRW erhalten. Das ist deutschlandweit eine Besonderheit. Bereits im vergangenen Jahr hat das Landesarchiv digitale Kopien der Register ins Netz gestellt und damit die Grundvoraussetzung für das Projekt geschaffen (www.lav.nrw.de).

Quelle: Landesarchiv NRW, Pressemitteilung v. 22.06.2017