Link-/Lesetipp: M. Hauber: Wettinische Ehekrisen: Die Fürstin und der Ehebruch

Anna of SaxonyAnna von Sachsen (um 1562). Kreidezeichnung von Jacques Le Boucq. Musée des Beaux-Arts, Arras. Public domain, via Wikimedia Commons

„… Das gewählte Beispiel hat im Vergleich zu den übrigen, die ich in meiner Dissertation untersuche, bereits große (populär-) wissenschaftliche Aufmerksamkeit erfahren. Es handelt sich um das Ehedrama zwischen Wilhelm I. von Oranien (1533–1584) und seiner zweiten Frau Anna (1544–1577). Von Anfang an hatte die Ehe unter großen Spannungen gelitten. ….““

Quelle:Maria Hauber (21. April 2026). Wettinische Ehekrisen: Die Fürstin und der Ehebruch. Saxorum. Abgerufen am 14. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/163uq

Jubiläum: 200 Jahre Berufskolleg Technik – Von der Sonntagsschule zur modernen Bildungsinstitution

„Was für ein außergewöhnliches Jubiläum! Das Berufskolleg Technik des Kreises Siegen-Wittgenstein feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag! Was im Jahr 1826 mit freiwilligen Zeichenkursen begann, hat sich über zwei Jahrhunderte zu einer modernen und einer der größten beruflichen Bildungseinrichtungen Südwestfalens entwickelt“, sagt Landrat Andreas Müller: „Diesen ganz besonderen Geburtstag wollen wir im zweiten Halbjahr 2026 mit einigen Veranstaltungen begehen und damit zugleich auch die berufliche Bildung mehr ins öffentliche Bewusstsein bringen.“

200 Jahre Berufskolleg Technik des Kreises Siegen-Wittgenstein: Schulleiter Ralf Bruch (r.) hat eine Büste von Landrat Andreas Müller in der Hand, Landrat Müller wiederum von seinem Vorgänger Wilhelm Friedrich von Schenk. Schenk war der erste Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein und hat vor 200 Jahren den Vorläufer des BK Technik und damit die berufliche Bildung insgesamt intensiv gefördert. Die Büsten wurden vom BK mit 3D-Druckern gefertigt.

Unter dem Leitmotiv „Dein Talent. Unsere Stärke. – In Technik, IT und Design.“ steht das Berufskolleg Technik für eine zukunftsorientierte Ausbildung in den drei Fachbereichen Technik-Naturwissenschaften, Informatik und Gestaltung. Aus den historischen Zeichenkursen ist eine Schule entstanden, die sich zu einem modernen Bildungszentrum für Digitalisierung, Robotik, Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz entwickelt hat. Ein engagiertes Kollegium mit knapp 150 Lehrkräften unterrichtet mit modernen Lernkonzepten und in digitalen Lernumgebungen rund 4.000 Schülerinnen und Schüler. Weiterlesen

Entscheidet heute der Rat der Stadt Siegen über den Lern- und Gedenkort in der Siegener Fludersbach?

Am 16. Juni 2026 stellten die Siegener VVN/BdA mit der Geschichtswerkstatt Siegen und das Aktive Museum Südwestfalen (AMS) ihre unterschiedlichen Konzepte im Kulturausschuss vor:

 

Ohne eine Entscheidung zu treffen beauftragte der Kulturausschuss daraufhin die Verwaltung, ob ein gemeinsames Konzept der beiden Akteure erarbeitet werden könne.

Eine Vorstellung des AMS-Konzeptes im Ausschuss für Kultur, Tourismus und Ehrenamt des Kreises Siegen-Wittgenstein am 17. Juni 2026 wurde von der Verwaltung wieder von der Tagesordnung genommen.

Im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Siegen am 8. Juli 2026 stellte die Verwaltung folgende Vorlage zur Abstimmung: Weiterlesen

Landeszeitgeschichte Nordrhein-Westfalens:

Neues Institut an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf in Kooperation mit NRW-Geschichts-Stiftung

v.l.n.r.: HHU Rektorin Prof´inDr´in Ajan Steinbeck, Institusleiter Dr. Guido Hitze, André Kuper, Präsident des Landtags NRW


An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist ein Institut zur Erforschung der Landeszeitgeschichte Nordrhein-Westfalens gegründet worden. Themen und Schwerpunkte sind insbesondere die Landespolitik und Parlamentsgeschichte des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes. Mitinitiator und Partner der HHU ist die Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen, die Einrichtung und Betrieb aus Mitteln des Landes finanziert. Das Institut wird von Dr. Guido Hitze geleitet, der von der Landeszentrale für politische Bildung an die HHU gewechselt ist. Weiterlesen

Fund im Sauerland: LWL untersucht römisch-kaiserzeitlichen Verhüttungsplatz bei Brilon

Erste Grabungsergebnisse bestätigen die frühe Bleigewinnung

Römischer Großbarren aus Blei. Ein Fehlguss, der am Werkplatz bei Brilon zurückblieb.
Foto: LWL/F. Geldsetzer


Archäologie-Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben bei einer knapp zweiwöchigen Grabungskampagne im Juni neue Erkenntnisse gewonnen: Auf einem Höhenzug des Rothaargebirges nahe Brilon (Hochsauerlandkreis) legten sie eine bislang in Südwestfalen einzigartige, 2.000 Jahre alte Verarbeitungsstelle für Blei frei. Damit gelingt der archäologische Nachweis für eine frühe metallurgische Kette, die für das Sauerland bislang noch weitgehend unerforscht ist. Weiterlesen

Wittgenstein 1/2026 erschienen

Inhaltsverzeichnis
– Ulrich Schneider: Zur Geschichte des Brauwesens in der Graftschaft Wittgenstein
– Peter Schneider: REFORGER 85: „One of the Coldest Ever“. Das NATO-Wintermanöver „Central Guardian“ im Januar 1985
– Moritz Wild: Villa Osterrath mit Gartenhaus in Bad Laasphe. Neubergischer Stil in Wittgenstein
– Bernd Geier v. Salisch: Fachwerk mit Handschrift – wenn Balken erzählen. Die unverwechselbare Baukunst des Mannus Riedesel
– Irenäus Chmiel und Rainer Wolff: Der Preußische Ringnummerstempel – die „Mauritius von Wittgenstein“
– Maximilian Rose: Rezension: Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei 1729–1741
– Joachim Völkel: Hinweis: Bibliografie Wittgenstein. Eine Regionalbibliografie
Quelle: Wittgensteiner Heimatverein

Erinnerungskultur zum 99. Geburtstag von Anita Ruth Faber

Anlässlich des 99. Geburtstages von Anita Ruth Faber haben sich Schülerinnen und Schüler der Anita-Ruth-Faber-Sekundarschule zusammen mit den Lehrerinnen Kristine Kalashyan und Barbara Schmidt um die Pflege der Stolpersteine in der Lahnstraße gekümmert.


Begleitet wurden sie auch von Axel Braun, der die Schule als Medienpädagoge in einem Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Aktiven Museum Südwestfalen und dem Museum Netpherland begleitet.

Gemeinsam wird in der anstehenden Projektwoche ein Film über Anita Ruth Faber entwickelt: „Anita Ruth Faber – eine Spurensuche“ heißt das Projekt. So konnte bereits einiges an Film und Fotomaterial erstellt werden. Präsentiert wird der Film im Rahmen des Schulfestes am 11.07.2026 in der Schule. Weiterlesen

Förderturm und das Museum Grimberg in Niederdielfen – Öffnungszeiten 2026

Der Förderturm und das Museum Grimberg in Niederdielfen sind kommenden Sonntag (12.07.) von 14.00-17.00 Uhr geöffnet!

Wie immer informieren Sachkundige des Vereins für Siegerländer Bergbau e.V. (VSB) über die spannende Geschichte des Siegerländer Bergbaus anhand zahlreicher Ausstellungsobjekte. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Sprengungen und Sprengmitteln im Bergbau.

Wir richten uns an Jung und Alt, freuen uns aber besonders auf den Besuch von Kindern, für die wir einiges Spannende vorbereitet haben.

Der Förderturm ist jedes Jahr am zweiten Sonntag von Mai bis Oktober von 14-17 Uhr (am Tag des offenen Denkmals im September von 13-17 Uhr) geöffnet.

Quelle: VSB

Online: Sven Panthöfer: Friedrich Wilhelm Bäcker (1858–1940)

Ein Fotopionier im nördlichen Siegerland

Der überaus lesenswerte Vortrag von Sven Panthöfer ist auf den Seiten des Siegerlandmuseum online einsehbar. Er weist u. a. Bezüge zur Wirtschaftsgeschichte Kreuztal-Littfelds, zur jüdischen Geschichte (Haus Stöcker, Strumpffabrik Salomon Stern in Littfeld) und zu Adolf Wurmbach auf.

Eine Schülerinnenbibliothek im LYZ?

Da das Kreisarchiv mit Büroräumen und Benutzerraum im Lÿz untergebracht ist, ist die Geschichte des Gebäudes, vor allem die Geschichte des Lyzeums bzw. Mädchengymnasiums ein kleiner Sammel- und Forschungsschwerpunkt des Archivs. Aus Privatbesitz erhielt das Archiv ein Buch, das das Vorhandensein einer Schülerinnenbibliothek nachweist. Die Existenz einer Schülerinnenbibliothek war bisher nicht bekannt. Vermutlich wurde sie nach 1919 mit dem Aufbau der Schülerinnenmitverwaltung angelegt. Der Stempel legt nahe, dass das Buch 1925ff angeschafft wurde. Erst zu dieser Zeit wurde das Lyzeum zum Oberlyzeum ausgebaut.

Das Buch, eine Sammlung von Andersen-Märchen, wird nun in die Bibliotheksbestände des Kreisarchivs aufgenommen.