Dieser kurze Ausschnitt aus der Nachrichtensendung des DDR-Fernsehens erwähnt auch die Wasserknappheit im Raum Siegen.
Quelle: Aktuelle Kamera, 4. August 1963 via ARD retro
Kategoriearchiv: Regionalgeschichte
Quellen zur Eisenbahngeschichte online
In den 1990er Jahren entstand im damaligen Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv und Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster ein Inventar zur Geschichte der Eisenbahn. In ihm ist nicht nur Archivgut aus dem heutigen Landesarchiv zur Eisenbahngeschichte aufgelistet, sondern auch aus anderen Archiven.
Auf über 1000 Seiten finden Interessierte Hinweise auf Bestände aus der Landesverwaltung, Gutsverwaltungen, (Ober)Bergämtern, Bezirksregierungen, Bahndirektionen, Landratsämtern, Kreisen und noch vieles mehr. Die umfangreiche Veröffentlichung ist nun auch online und kostenlos auf den Seiten der Lippischen Landesbibliothek einsehbar: Band 1 und Band 2
Quelle: Landesarchiv NRW, Aktuelles, 23.7.2026
Hinweise zum heutigen Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma
Es gibt kein Gesamtbild der antiziganistischen Diskriminierung im Nachkriegsdeutschland. Aber der Umgang von Mehrheitsbevölkerung und Behörden war so brutal, dass heute teils von einer „zweiten Verfolgung“ nach dem NS-Terror gesprochen wird. Ein Indiz dafür ist die späte juristische Anerkennung des Völkermordes an den Sinti und Roma durch den nationalsozialistischen Staat im Siegener Prozess gegen Ernst August König (1987 – 1991).
Links zum Prozess auf siwiarchiv:
– Online: Schonung für die Mörder? Die justizielle Behandlung der NS-Völkermordverbrechen
– Vortrag: Klemens Mehrer (Siegen): Blick in ein düsteres Kapitel: Erinnerungen an den 1991 beendeten NS-Prozess gegen SS-Rottenführer Ernst-August König in Siegen
– Heute vor 28 Jahren: Urteil im Prozess gegen Ernst August König
– Online-Vortrag: „75 Jahre Justiz NRW – Erinnerungen an den Auschwitz-Prozess am Landgericht Siegen 1986 bis 1991“
– Online (OA): Katharina Stengel: „Die Überlebenden vor Gericht.Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen (1950–1976)“
– „Die juristische Auseinandersetzung mit den Verbrechen an Sinti und Roma im KZ Auschwitz-Birkenau“
Literatur (Auswahl) zur sog. „zweiten Verfolgung“ und zum König-Prozess: Weiterlesen
LWL-Museum Hellerlecht erforscht Behelfsheime der 60er Jahre
Zeitzeugen aus dem Siegerland gesucht
Was wurde aus den Behelfsheimen in den 1960er Jahren? Und wie sah die Gestaltung des Umfeldes aus? Das LWL-Museum Hellerlecht startet im Zuge des 2024 im Museum wiederaufgebauten Behelfsheims nun eine Zeitzeugensuche.

Das Behelfsheim im LWL-Museum Hellerlecht an seinem jetzigen Standort im Siegerländer Weiler.
Foto: LWL/Marie Wegener
In vielen Orten des Siegerlandes wurden während des Zweiten Weltkrieges und danach Notunterkünfte gebaut, um die größte Wohnungsnot zu lindern. Ausgebombte Bürger:innen und später auch Vertriebene wurden in diesen kleinen Häusern untergebracht. Es gibt viele Unterlagen zum Aussehen, Bau und der Lage dieser Unterkünfte. Bauanleitungen und Bauplätze sind bekannt. Auskünfte zu den Gärten oder zum Ackerstück fehlen aber häufig. Akten gibt es in den meisten Fällen erst wieder zum Abriss dieser Bauten. Nur einige wenige sind erhalten geblieben. Weiterlesen
Online: „Doing City“ – Praktiken von Urbanität
Perspektiven in westdeutschen Städten. Moderne Stadtgeschichte 1/2026
„Inhalt
Seit der kulturhistorischen Wende verschiebt sich in der Stadt- und Urbanisierungsgeschichte der Fokus von der geplanten und gebauten zur gelebten und gedeuteten Stadt. Ausgehend von ethnologischen Impulsen rücken Praktiken als Alltagsroutinen und habitualisierte, wissensbasierte Handlungen in den Mittelpunkt, die soziale Bedeutung diskursiv wie performativ erzeugen. Für die Urbanisierungsgeschichte eröffnet dies die Möglichkeit, konkrete Herstellungsprozesse von Urbanität, als Doing City, im historischen Wandel exemplarisch dicht zu analysieren. Das Themenheft erweitert die in der Stadtethnologie etablierte Perspektive des Doing City um eine historische Dimension. Es geht auf eine Tagung an der Universität Siegen im November 2025 zurück, die den Stadt-Raum als soziale Konstruktion der Moderne aus praxeologischer Perspektive diskutierte. Die Beiträge behandeln Beispiele aus Deutschland, zumeist lokale Fallstudien, und blicken mit einem Schwerpunkt in den 1970er Jahren auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. “
Das aktuelle Heft enthält zwei wichtige Beiträge zur Geschichte der Stadt Siegen: Weiterlesen
Ausstellung: Ansichtssache – Damals im Hauberg“

Dieter Wörster zeigt den Hauberg auf alten Bildern und Postkarten.
Sonntag, den 2. August 2026, 14 bis 17 Uhr
Infozentrum Hauberg, Ende Luisenstraße Kreuztal-Fellinghausen
Quelle: Förderverein Historischer Hauberg Fellinghausen e.V., Jahresprogramm
Neue Wittgensteiner Kirchenbücher bei archion
Folgende Kirchenbücher aus dem ehemaligen Kirchenkreis Wittgenstein können nun – kostenpflichtig – bei archion eingesehen werden:
Quelle: archion, Neue Digitalisate v. 16.7.2026
US-Besucher in der 4Fachwerk-Uhrenausstellung
1848 wanderten die Vorfahren von Troy Meinhard von Siegen in den mittleren Westen Amerikas nach Illinois aus. Sein Urahn ging einst in der Krönchenstadt dem Beruf des Müllers nach. Nachdem sie sich dann 1870 im US-Bundesstaat Iowa niedergelassen hatten, kam eine Standuhr in die Familie. „Mit dem Tausch war eine Schuld beglichen worden,“ ist in der Meinhard-Familie überliefert.

Diese historische Uhr, hergestellt einst von Dietrich Koch in Stromberg im Windecker Land, begründete das Interesse der Meinhards an „clockmakers“ in der alten Heimat. Ihre Uhr wurde stolz von Generation zu Generation weitergegeben. Weiterlesen
NRW-Geschichtsmuseum sucht Objekte aus Bad Berleburg

Der „Behrensbau“ an der Düsseldorfer Rheinuferpromenade, Standort für das zukünftige „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ Foto: Seb. Wuweastian
Am Düsseldorfer Rheinufer entsteht derzeit ein neues Museum zur Geschichte Nordrhein-Westfalens. Im ehemaligen Regierungsgebäude der ersten demokratischen Landesregierungen Nordrhein-Westfalens nach dem Zweiten Weltkrieg wird ab Ende 2030 eine große Ausstellung zur Demokratiegeschichte des Landes eröffnet. Sie beleuchtet politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen ebenso wie den Alltag und das Zusammenleben der Menschen in Nordrhein-Westfalen.
Eine zentrale Rolle spielen dabei authentische Objekte, die historische Ereignisse und persönliche Erfahrungen anschaulich vermitteln.
Für die Vorbereitung dieser Ausstellung sucht die „Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“, die das Museum aufbaut, Objekte und Zeugnisse aus allen Jahrzehnten der Geschichte Bad Berleburgs von 1945 bis in die heutige Zeit. Weiterlesen
Eröffnung der Zeiteninsel –
Archäologisches Freilichtmuseum Marburger Land bietet außergewöhnliche Einblicke
Mit der Eröffnung der Zeiteninsel entsteht in Hessen ein in dieser Form einzigartiger Lern- und Erlebnisort. Ab dem 18. Juli 2026 lädt das Archäologische Freilichtmuseum Marburger Land dazu ein, 11.000 Jahre Menschheits-, Natur- und Kulturgeschichte im Lahntal zu entdecken. Am 17. Juli 2026 wurde das Museum im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Wissenschaft und der Region feierlich eingeweiht.

Mit einem Messer aus Feuerstein haben Weimars Bürgermeister Markus Hermann (ab 3.v.l.), Timon Gremmels, Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Landrat Jens Womelsdorf und Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies die Zeiteninsel – das Archäologische Freilichtmuseum im Marburger Land offiziell eröffnet. Projektbegründer Dr. Andreas Thiedmann (2.v.l.) und Zeiteninsel-Koordinatorin Heidi Geschwind (r.) haben gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen die Eröffnung organisiert.
Archäologie lebendig vermitteln
Den Ausgangspunkt des Projekts bilden die umfangreichen Siedlungsspuren aus vorgeschichtlichen Epochen, die beim Kiesabbau im Weimarer Lahntal in unmittelbarer Nähe zu Argenstein entdeckt wurden. Sie belegen eine mehr als 11.000 Jahre währende Besiedlung der Region und bilden die wissenschaftliche Grundlage des Museums. Auf dem dreieinhalb Hektar großen Gelände werden davon in fünf Zeitstationen 9.000 Jahre Landschafts- und Kulturgeschichte vermittelt. Originalgroße Modelle von Gebäuden und Behausungen aus der Mittelsteinzeit, der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Eisenzeit und der Römerzeit machen längst vergangene Lebenswelten anschaulich und laden zum aktiven Entdecken ein.
Die Zeiteninsel versteht sich als Lern- und Erlebnisort für Menschen aller Generationen. Hier verbinden sich archäologische Forschung, auf Grundlage archäologischer Befunde rekonstruierte Hausmodelle und lebendige Geschichtsvermittlung zu einem ganzheitlichen Museumserlebnis. Besucherinnen und Besucher können Vergangenheit nicht nur kennenlernen, sondern durch eigenes Erleben und Mitmachen unmittelbar erfahren. „Nach 27 Jahren der Projektentwicklung diesen Meilenstein der Eröffnung in den musealen Regelbetrieb erreicht zu haben, stimmt mich, die kommunalen Partner und alle Beteiligten ungemein froh!“, sagt Projektbegründer Dr. Andreas Thiedmann.
Der Bau des Museums wurde zum größten Teil vom Land Hessen unter Beteiligung der kommunalen Träger finanziert. Diese sind die Gemeinde Weimar (Lahn), die Universitätsstadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf. Der Museumsbetrieb wird von der Genossenschaft Zeiteninsel eG getragen. Weiterlesen

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