Förderturm und das Museum Grimberg in Niederdielfen – Öffnungszeiten 2026

Der Förderturm und das Museum Grimberg in Niederdielfen sind kommenden Sonntag (12.07.) von 14.00-17.00 Uhr geöffnet!

Wie immer informieren Sachkundige des Vereins für Siegerländer Bergbau e.V. (VSB) über die spannende Geschichte des Siegerländer Bergbaus anhand zahlreicher Ausstellungsobjekte. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Sprengungen und Sprengmitteln im Bergbau.

Wir richten uns an Jung und Alt, freuen uns aber besonders auf den Besuch von Kindern, für die wir einiges Spannende vorbereitet haben.

Der Förderturm ist jedes Jahr am zweiten Sonntag von Mai bis Oktober von 14-17 Uhr (am Tag des offenen Denkmals im September von 13-17 Uhr) geöffnet.

Quelle: VSB

Online: Sven Panthöfer: Friedrich Wilhelm Bäcker (1858–1940)

Ein Fotopionier im nördlichen Siegerland

Der überaus lesenswerte Vortrag von Sven Panthöfer ist auf den Seiten des Siegerlandmuseum online einsehbar. Er weist u. a. Bezüge zur Wirtschaftsgeschichte Kreuztal-Littfelds, zur jüdischen Geschichte (Haus Stöcker, Strumpffabrik Salomon Stern in Littfeld) und zu Adolf Wurmbach auf.

Eine Schülerinnenbibliothek im LYZ?

Da das Kreisarchiv mit Büroräumen und Benutzerraum im Lÿz untergebracht ist, ist die Geschichte des Gebäudes, vor allem die Geschichte des Lyzeums bzw. Mädchengymnasiums ein kleiner Sammel- und Forschungsschwerpunkt des Archivs. Aus Privatbesitz erhielt das Archiv ein Buch, das das Vorhandensein einer Schülerinnenbibliothek nachweist. Die Existenz einer Schülerinnenbibliothek war bisher nicht bekannt. Vermutlich wurde sie nach 1919 mit dem Aufbau der Schülerinnenmitverwaltung angelegt. Der Stempel legt nahe, dass das Buch 1925ff angeschafft wurde. Erst zu dieser Zeit wurde das Lyzeum zum Oberlyzeum ausgebaut.

Das Buch, eine Sammlung von Andersen-Märchen, wird nun in die Bibliotheksbestände des Kreisarchivs aufgenommen.

Online: Tjark-Ole Keske „Dezentrale Euthanasie“ in Warstein?

Die Sterbefälle der Provinzial-Heilanstalt Warstein zwischen 1926 und 1945

„Wie möchte man nachweisen, ob ein Mensch vor über 80 Jahren vorsätzlich ermordet wurde oder doch aufgrund misslicher Umstände den Tod fand? Für die Heilanstalten zur Zeit des Nationalsozialismus ist diese Frage nicht allgemeingültig zu beantworten. In den Jahren 1940 bis 1941 wurden im Rahmen der „Aktion T4“ systematisch über 70.000 Patientinnen und Patienten durch Gas getötet. Und auch danach wurden Morde durch Anstaltsleitungen billigend in Kauf genommen. Aber wie sah es in der Provinzial-Heilanstalt Warstein aus? Übersteigen die Sterbefälle hier ein Maß, dass ebenfalls systematische Tötungen anzunehmen sind?“

Dieser ausführlichen Darstellung gilt eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Das Aktives Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein führt zwei Opfer aus dem Kreisgebiet auf: Otto Hoppensack jun. und Karl Reuter. In Warstein untergebracht waren bis zu ihrer Ermordung: Lina Althaus, Elisabeth Stephanie Dettmer, Theresia Dornseiffer, Paul Gerhards, Berta Hoppensack, Antonie Pawliczyk, Rudolf Stähler, Albert Stern, Richard Stern, Siegfried Stern, Otto Weber.

Quelle: Tjark-Ole Keske (26. Juni 2026): „Dezentrale Euthanasie“ in Warstein? Die Sterbefälle der Provinzial-Heilanstalt Warstein zwischen 1926 und 1945. Westfalen/Lippe – historisch. Abgerufen am 30. Juni 2026 von https://doi.org/10.58079/16gyu

Ein 126 Jahre altes Turmuhrwerk hat ein neues Zuhause

Historische Uhrwerk der alten Kirche ist ins Technikmuseum umgezogen


„Wir haben schon zwei alte Uhrwerke im Museum, aber dieses dritte hat für uns eine besondere Bedeutung, freut sich Hans-Jürgen Klappert, Vorstandsmitglied des Technikmuseums in Freudenberg. Die evgl. Kirchengemeinde Freudenberg hatte angefragt, ob das Museum das historische Uhrwerk ihrer alten Kirche am Schlossberg aus dem Jahr 1889 übernehmen würde. Nach seiner Ausmusterung vor etwa 50 Jahren stand es seit der Einweihung des Gemeindehauses an der Krottorfer Straße dort im Foyer. Weil die Kirchengemeinde das Haus vermieten möchte, wurde ein neuer Platz für das alte Uhrwerk gesucht.
„Für uns ist es eine Ehre, dieses Turmuhrwerk, das fast 100 Jahre den Freudenbergern die Zeit angezeigt hat, in unserer Obhut zu nehmen“, ergänzte Wolfgang Denker, verantwortlich für die alten Maschinen im Museum. Weiterlesen

Doppelkirche in Rödgen: Bewegte Geschichte zwischen zwei Konfessionen

Diese Kirche fällt auf: Ein Turm in der Mitte und zwei Kirchenschiffe an den Seiten, als wäre man sich nicht ganz einig, wo Gottesdienst gefeiert werden soll. In beiden Kirchen werden Gottesdienste gefeiert – aber eben katholisch in dem einen, evangelisch in dem anderen Kirchenschiff.


Womit die Besucher am Rödgen, jener Rodung zwischen Siegen und Wilnsdorf, mitten in der Geschichte des Gotteshauses angekommen sind. Diese Geschichte und die Besonderheiten der Johanneskirche den Menschen näherzubringen, hat sich Susanne Sidenstein zur Aufgabe gemacht. Aus einer ersten kleinen Führung wurde nach und nach mehr. „Das Interesse ist da“, bestätigt Susanne Sidenstein, die von der Stadtmarketing Siegen auch zur Stadtführerin ausgebildet wurde. Die Kirche auf dem Rödgen ist ihr ans Herz gewachsen. Weiterlesen

Ausstellung: Klang des Haubergs“


Andreas Schaffer zeigt alte Siegerländer Kuhschellen
28 Juni 20262, 14 bis 17 Uhr, Infozentrum Hauberg, Ende Luisenstraße, Kreuztal-Fellinghausen

Quelle: Förderverein Historischer Hauber Fellinghausen e.V., Jahresprogramm

Vortrag: Prof. Dr. Stephan Dusil (Uni Tübingen): Networking im späten Mittelalter.

Die Verleihung des Soester Stadtrechts an die Stadt Siegen

Urkunde des Kölner Erzbischofs Wigbold von 1303 (StAS, Best. A, U3)


Im Jahre 1303 bestätigte der Kölner Erzbischof Wigbold (1297-1304) der Stadt Siegen die Privi-legien nach dem Vorbild des Soester Stadtrechts. In der Folge avancierte Soest bis in das 17. Jahrhundert zum maßgeblichen rechtlichen Referenzpunkt für Siegen. Der Vortrag analysiert diesen interstädtischen Rechtstransfer und untersucht die spezifische Bedeutung der Soester Normen für die städtischen Freiheiten, die Verfassungsentwicklung sowie das Erbrecht.

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 25. Juni 2026, um 18.30 Uhr im Eintrachtsaal der Siegerlandhalle (Einlass ab 18.00 Uhr). Der Eintritt ist frei!

EisenZeitReise-Weg im Gerhardsseifen um Attraktion reicher

Freuen sich über den fertigen EisenZeitReise-Weg: (v. l.) Ulrich Merzhäuser (Verbandsgemeinde Kirchen), Bürgermeister Andreas Hundhausen, Dr. Stephanie Siedek-Strunk (Verein Ein Siegerländer Tal), Siegens Bürgermeister Tristan Vitt und Ursula Belz (Kreis Siegen-Wittgenstein).

Der EisenZeitReise-Weg entlang der Ausgrabungsstätte Gerhardsseifen im Stadtteil Niederschelden ist ab sofort um eine Attraktion reicher. In Anwesenheit zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter der angrenzenden Kommunen, der beteiligten Vereine, ausführenden Firmen und Sponsoren enthüllten Bürgermeister Tristan Vitt und die stellvertretende Landrätin des Kreises Siegen-Wittgenstein Ursula Belz sowie Dr. Stephanie Siedek-Strunk und Friedrich Schmidt vom Trägerverein Ein Siegerländer Tal e.V. den Ochsenkarren. Dabei handelt es sich um eine 3,60 m breite und 1,80 m hohe Skulptur aus Cortenstahl, die in Lebensgröße das Transportmittel darstellt, mit dem die Fuhrleute in alter Zeit ihre schwere Fracht von den Gruben über Hohlwege zu den Abnehmern brachten. Weiterlesen