
„Stadtbrände gehörten für viele Jahrhunderte zu den existenziellen Bedrohungen. In einer Stadt auf engem Raum rechtlich privilegiert zusammenzuwohnen, bot viele Vorteile, barg aber auch erhebliche Gefahren. Jederzeit und in jedem Gebäude konnten Brände entstehen, die einen Straßenzug, aber auch ganze Stadtviertel einäscherten. Seit dem Mittelalter wurden Versuche unternommen, die Brandgefahr zu verringern, ohne die Bedrohung aber wirklich eindämmen zu können. Hinzu kamen Kriege und Fehden, bei denen vorsätzliche Brände Teil der Strategie sein konnten.
Die Historische Kommission für Westfalen hat sich im Rahmen der von ihr herausgegebenen Städteatlanten immer wieder mit Stadtbränden beschäftigt, fast in jedem Band kommen sie vor. Im Rahmen der Tagung sollen zentrale Aspekte zu diesem Thema zusammengetragen werden. Die Sektionen befassen sich mit der Quellenlage, mit absichtlich herbeigeführten Bränden in Kriegszeiten, mit Brandschutzkonzepten und Wiederaufbaustrategien. Eine Sektion mit Fallbeispielen rundet die Tagung ab.
Die Tagung ist öffentlich, sie richtet sich an alle historisch Interessierten
Personen. Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben. Getränke und Imbiss
sind für angemeldete Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenfrei.
Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 30. Oktober 2026 an hiko@lwl.org.
Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie an der ganzen Tagung oder nur an Teilen
teilnehmen werden.“
Quelle: Tagungsflyer
Kategoriearchiv: Regionalgeschichte
„Zwanzig für einen, Ihr Hunde! Das sollt Ihr noch bezahlen!“
Veranstaltungen der VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein anlässlich des 85. Jahrestag der Ermordung des Siegener Kommunisten Walter Krämer

Quelle: ITS Arolsen, 1.1.5.3/KRAI KRANS/00127507/0005, Archivnummer 9999)
Vortrag
Freitag, 06.11. um 19:00 Uhr
Bernd Langer (Berlin): Walter Krämer – Klassenkämpfer, Antifaschist und Humanist. Ein historischer Vortrag über Leben, politischen Kampf und Vermächtnis.
Kulturhaus Lÿz (Eingang „C“), Raum 204, St.-Johann-Straße 18, 57074 Siegen,
Mini-Ausstellung
Samstag, 07.11. von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr
„Das Leben und Wirken Walter Krämers – Kommunist, Widerstandskämpfer, Gerechter unter den Völkern“
Zwischen Herrengarten und neuem Siegufer, 57072 Siegen Weiterlesen
Literaturhinweis: Heinrich Imhof: „Erfüllte und unerfüllte Träume –
Die Auswanderung aus Wittgenstein nach Amerika von 1712 bis 1914“

„Nach der Veröffentlichung eines schon länger vergriffenen Vorgängerbandes stellt der Weidenhäuser Autor Heinrich Imhof nun sein zweites Buch zur Auswanderung aus Wittgenstein nach Amerika mit dem Titel „Erfüllte und unerfüllte Träume – Die Auswanderung aus Wittgenstein nach Amerika von 1712 bis 1914“ vor, heißt es in einer Pressemeldung der Sparkasse Wittgenstein. …. Weiterlesen
Gewohnte Erzählungen brechen – Regionalgeschichte und „die Wende“

Cover des Buchs „Die ‚Wende‘ dezentralisieren. Transformationsgeschichte(n) aus regionaler Perspektive“ herausgegeben von Claudia Kemper und Christoph Lorke am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte.
Foto: LWL
Blick ins Netpherland 2026 erscheint

Auch für das Jahr 2026 erscheint wieder der vom Verein „Museum Netpherland e.V.“ herausgegebene „Blick ins Netpherland“.
Seine Titelseite zeigt die Gedenktafel für die Deuzer Landärztin Dr. Tony Riecke, deren höchst interessantes Leben in einem längeren Aufsatz von Wilfried Lerchstein skizziert wird. Seine weiteren Aufsatzthemen sind der Netphener Pfarrstreit um Pfarrer Robert Franke, die Hausschlachtung im Netpherland einst und jetzt und der Grissenbacher Trichinenskandal. Heinz Stötzel widmet sich der Netphener Kaiser-Bibel und den Backhäusern des Netpherlandes. Ferdinand Lutz greift das Jubiläum „100 Jahre Pfarrvikarie Dreis-Tiefenbach“ auf und Jutta Werthebach-Schüren würdigt das 50-jährige Bestehen der Musikndart– und TheaterGesangsgruppe in Netphen.
Erhältlich ist das 84 DIN A4-Seiten starke Heft ab Mitte November u.a. im Siegerländer Buchhandel, beim Museumsverein und beim Schriftleiter Wilfried Lerchstein in Grissenbach. Weiterlesen
Online: Eitel Klein: Studien zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Grafschaft Sayn-Wittgenstein-Hohenstein
vom 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, Marburg 1936

Im Marburger Universitätsarchiv findet sich das Digitalisat dieser regionalgeschichtlichen Werkes.
Sinti in Bad Berleburg – ein TikTok-Post zur Geschichte
Link zum TikTok von Nicole A. Deeg
„Die Geschichte der Sinti in Bad Berleburg ist ein Teil deutscher Geschichte, über den noch immer viel zu wenig gesprochen wird. Bereits seit Jahrhunderten lebten Sinti in Deutschland und auch in der Region um Bad Berleburg lassen sich ihre Spuren nachweisen. Ihre Geschichte ist jedoch geprägt von Ausgrenzung, staatlicher Verfolgung und dem Versuch, ihre Lebensweise und Identität zu unterdrücken. Schon lange vor der Zeit des Nationalsozialismus wurden Sinti und Roma verfolgt. Unter Maria Theresia und Joseph II. wurden im 18. Jahrhundert im Habsburgerreich massive Zwangsmaßnahmen gegen Roma durchgesetzt. Diese historischen Entwicklungen zeigen: Die Verfolgung begann nicht erst 1933. Auch die Geschichte von Bad Berleburg macht sichtbar, was Ausgrenzung und Entrechtung für konkrete Menschen und Familien bedeuteten. Während der NS-Zeit erreichte die Verfolgung schließlich ihren grausamen Höhepunkt: Menschen wurden erfasst, entrechtet, deportiert und ermordet. Diese Geschichte gehört nicht nur in Archive. Sie gehört ins öffentliche Bewusstsein. Denn Erinnerung beginnt dort, wo wir nach Namen, Orten und Schicksalen fragen.“
Spaziergang: Bernd und Hilla Becher, Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes in Siegen-Eiserfeld
MGKSiegen ON TOUR: SA. 24.10. 15–16.30 Uhr, Marktplatz, 57080 Siegen-Eiserfeld

„Auf einem gemeinsamen Spaziergang durch Eiserfeld sind wir auf den Spuren von Hilla und Bernd Becher unterwegs. In vielen Ortschaften rund um Siegen sowie in der Stadt selbst stehen die sogenannten Siegerländer Fachwerkhäuser. Die meisten von ihnen wurden über die Jahre völlig verkleidet oder durch Anbauten erweitert. Doch im Kern und hinter den Fassaden verbergen sich die für das Siegerland typische Fachwerkkonstruktion aus Holzbalken und Gefachen. Das Künstlerehepaar Bernd und Hilla Becher fotografierten die typischen Fachwerkhäuser in zahlreichen Ortsteilen und Gemeinden in und um Siegen herum. Sie begannen damit 1959 und schlossen ihre dortige Arbeit 1978 ab.“
In deutscher Lautsprache
Kostenlose Veranstaltung
Mit Anmeldung hier
Quelle: MGK Siegen, Kalender
Zeitreise in Bildern: Freudenberg einst und heute
4Fachwerk-Museum bietet erneut Kalender mit historischem Rückblick

Ein besonders reizvolles Kalendermotiv eröffnet einen seltenen Blick aus einem Fenster der Villa Bubenzer auf die Bahnhofstrasse – mit den markanten Gebäuden von damals Post und Amtshaus.
Historische Fotos ermöglichen unterschiedliche Zugänge zur Stadtgeschichte. In dem ihnen aktuelle Ansichten gegenübergestellt werden, öffnet sich der Blick für Veränderungen und Entwicklungen. Atmosphäre von einst wird bebildert, der Wandel der Zeiten dargestellt und so der Raum auch für ganz persönliche Erinnerungen geöffnet. Weiterlesen
„Vermittlungsinstanz zwischen Stadt und ländlichen Regionen“

Der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann, präsentiert im Rahmen der Feierstunde den über 100 Jahre alten Gala-Rock eines seiner Vorgänger.
Foto: LWL
LWL erinnert an 200 Jahre Westfalenparlament
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat am 7.10. an die Anfänge seines Parlamentes vor 200 Jahren erinnert. „Der Anfang des Westfalenparlaments war mit Sicherheit keine Sternstunde der Demokratie. Aber es war 1826 die Geburt der innovativen Idee, dass unterschiedliche Kommunen und Kreise in einen Interessenausgleich kommen müssen: Wie können wir eine gerechte Gesellschaft trotz regionaler Unterschiede organisieren? Wie können wir Stadt-Land-Gegensätze aufbrechen, damit alle Teile des Landes etwas vom Fortschritt haben“, so der Chefhistoriker des LWL, Prof. Dr. Malte Thießen auf einer Feierstunde in Münster vor 150 Gästen.
Zum ersten Mal sei in Deutschland dieser Ausgleich versucht worden, so Thießen. „Wenn uns die Geschichte des Westfalenparlaments von der regionalen Selbstverwaltung erzählt, dann bekommen wir nicht nur Aushandlungen zwischen oben und unten – heute also zum Beispiel zwischen Bundesland und Kommune – in den Blick. Mindestens ebenso wichtig als Grundlage unserer Gesellschaft ist die horizontale Perspektive – als die Bedeutung des Parlaments als Vermittlungsinstanz zwischen ländlichen Räumen und industriell geprägten Städten.“ Weiterlesen

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