Hartmut Prange: Ernst Dieckmann (1899 – 1945). Lehrer in Dreis-Tiefenbach.

Hartmut Prange aus Netphen hielt Ende Oktober einen Vortrag vor dem Heimatverein Dreis-Tiefenbach über das Leben des „halbjüdischen“ Lehrers Ernst Dieckmann.

Prange arbeitet im Aktiven Museum Südwestfalen. Bei seinen Recherchen zu jüdischen Soldaten des Ersten Weltkriegs stieß er auf den Namen Dieckmann. Er forschte weiter und ist dabei auf Spuren in Dreis-Tiefenbach gestoßen.

siwiarchiv bedankt sich bei Hartmut Prange für die Veröffentlichung des Vortrages: dieckmann_ernst .

Sieben Veranstaltungen zum 9. /10. November im Siegerland:

Stolpersteine, Festakt, Gedenkstunde, Vortrag

Stolpersteinverlegung für Robert König in Hilchenbach-Müsen
„Am 9. November 2016 um 16:00 Uhr, wollen wir in Andenken an Robert König in Müsen (Kirchstraße 9) einen Stolperstein verlegen. Damit gedenken wir dem Genossen, der durch die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten sein Leben verlor.
Durch Recherchen von Torsten Thomas (VVN – BdA Siegerland – Wittgenstein) aus Wilnsdorf wurden wir auf das Schicksal des ermordeten SPD- Mitglieds aufmerksam. ….
König arbeitete im „Eichener Walzwerk“ und war in der Bewachung des dortigen Zwangsarbeiterlagers tätig. Er wurde unter dem Vorwurf der „Rassenschande“ von der Gestapo verhaftet und ins KZ überstellt. Robert König wurde in Neuengamme ermordet.
Am 9. und 10. November 2016 wird der Kölner Künstler Gunter Demnig die Stolpersteine verlegen. Einzelheiten zu dem europaweiten Kunstprojekt entnehmen Sie bitte der Webseite www.stolpersteine.eu.
Quelle: SPD Ortsverein Hilchenbach Weiterlesen

Ausstellung „Den Opfern der NS-Diktatur ein Gesicht geben.“

Es laden ein: Stadt Bad Laasphe und Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit.
Veranstaltungsort: Haus des Gastes, Wilhelmsplatz 3

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Link zum Veranstaltungsflyer

Quelle: Veranstaltungskalender, Tourismus Bad Laasphe

Meistermann-Meisterwerk in Freudenberg

Matinee vermittelte Wissen um Künstler und Kunstwerk

Mit einer Matinee zu den Meistermann-Fenstern in der St. Marien-Kirche lenkte jetzt der Arbeitskreis Stadt- und Baugeschichte des 4Fachwerk-Museumsvereins die Aufmerksamkeit auf dieses bedeutende Künstler- und Architekturprojekt in Freudenberg. Hausherr Pfarrer Reinhard Lenz freute sich, dass diese Betrachtung so gut in die Feierlichkeiten zur Erinnerung an die Weihe der Kirche vor 50 Jahren passe. 4Fachwerk-Vorsitzender Dieter Siebel zeigte sich bei der Begrüßung angetan von dem großen Besucherinteresse an den Vorträgen.

Gottfried Theis bei der Vorbereitung in der St. Marien Kirche Freudenberg (Foto Bernd Brandemann)

Gottfried Theis bei der Vorbereitung in der St. Marien Kirche Freudenberg (Foto Bernd Brandemann)

Dass sich in Freudenberg so ein bedeutendes Werk des international renommierten Künstlers Prof. Georg Meistermann befindet, ist eigentlich einem Zufall geschuldet. 4Fachwerker Gottfried Theis ging in seiner „Spurensuche“ ausführlich auf die Begebenheit ein: Der Bruder des damaligen Freudenberger Pfarrers Theo Korte, der Psychoanalytiker Bernhard Korte, stand in freundschaftlicher Verbindung mit der Familie Meistermann, insbesondere mit der Berufskollegin Edeltrud Meistermann. Dort berichtete er von dem Kirchenbau in Freudenberg und stellte den ersten Kontakt her. Theo Korte legte in einem Brief die besondere Situation als Diasporagemeinde dar und sprach die Frage der Gestaltung an: „Bei unserem Kirchbau haben die Fenster wegen ihrer Größe und weil sie fast den gesamten Kirchenraum umfassen, eine entscheidende Bedeutung. Mit dem Gelingen der Fenster steht und fällt das Gelingen des Raumes überhaupt. Hier liegt unsere große Sorge.“ Weiterlesen

Literaturhinweis: Jakob Saß: „Aufstieg eines Mittelmäßigen.

adolfhaasDie SS-Karriere von Adolf Haas, KZ-Kommandant in Wewelsburg und Bergen-Belsen“ (Schriftenreihe des Stadtarchivs Hachenburg, H. 4), Hachenburg 2016

„Die Arbeit …. basiert auf der Bachelorarbeit, die Jakob Saß 2015 der Freien Universität Berlin vorlegte“, so schrieb Matthias Budde am 27. Februar 2016 in der Westerwälder Zeitung. Weiter berichtete er, dass Saß (*1990) im Rahmen eines Praktikums bei der Tageszeitung „Die Welt“ zusammen mit einem Redakteur im Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde auf der „Suche nach einer Story“ gewesen sei. Dabei stiessen sie auf den in Siegen geborenen SS-Offizier Adolf Haas. Der 68 Seiten umfassende Biografie diente die erhaltenen SS-Akten von Adolf Haas als Hauptquelle.“

Quelle: Geschichtswerkstatt Hachburg, Info Nr. 33/Juni 2016 (PDF)

Links zu Adolf Haas:
Wikipedia
Portal „Westfälische Geschichte“
Regionalgeschichte.net
Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein

Diesterweg-Büste an neuem Standort am Unteren Schloss in Siegen

Ulf Richter, Bürgermeister Steffen Mues und Traute Fries (v.l.) enthüllten gemeinsam die Büste von Adolph Diesterweg am Eingang der neuen Universitätsbibliothek am Unteren Schloss. (Foto: Stadt Siegen)

Ulf Richter, Bürgermeister Steffen Mues und Traute Fries (v.l.) enthüllten gemeinsam die Büste von Adolph Diesterweg am Eingang der neuen Universitätsbibliothek am Unteren Schloss. (Foto: Stadt Siegen)

Bürgermeister Steffen Mues enthüllte das Denkmal am Donnerstag, 6. Oktober 2016, gemeinsam mit Ulf Richter, Kanzler der Universität Siegen, und der Vorsitzenden des Kulturausschusses Traute Fries. „Der Umzug des Diesterweg-Denkmals beziehungsweise seine heutige Enthüllung am neuen und endgültigen Standort ist auch ein Sinnbild für unser großes Städtebauförderprojekt Siegen – Zu neuen Ufern“, sagte der Bürgermeister. Schließlich sei neben der Freilegung der Sieg und der kompletten Umgestaltung des Uferbereiches immer auch der „Campus Unteres Schloss“ ein wichtiger Teil des Gesamtprojektes gewesen.
Und der neue Standort vor der Universitätsbibliothek ist durchaus passend: Friedrich Adolph Diesterweg war „ein Reformer in Geschichte und Gegenwart“, wie bereits eine Ausstellung anlässlich seines 150. Todestages im Frühjahr zeigte. Diesterweg holte die Bildung also schon Mitte des 19. Jahrhunderts in die Mitte der Bevölkerung, mit dem Ziel der Heranbildung eines mündigen und kritischen Staatsbürgers. Die Volksbildung gewann für den Pädagogen und Publizisten den Charakter der Volksbefreiung. Weiterlesen

Ausstellung „Jüdische Soldaten des Ersten Weltkrieges“

Ausstellung „Jüdische Soldaten des Ersten Weltkrieges aus der Synagogengemeinde Siegen“ im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg von heute bis 13. November

Das Aktive Museum Südwestfalen e.V. und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland zeigen gemeinsam mit dem Stadtmuseum Hilchenbach, das einige eigene Ausstellungsstücke bereitgestellt hat, die Dokumentation „Jüdische Soldaten des Ersten Weltkrieges aus der Synagogengemeinde Siegen“.

Einen großen Teil der Ausstellung nehmen die Biografien der ehemaligen Hilchenbacher Soldaten ein. Sie zogen 1914 in den Krieg für den Kaiser und das Deutsche Reich, um ihr Deutschtum zu beweisen. Arthur Holländer (1895-1916) und Raphael Hony (1878-1917) bezahlten mit ihrem Leben; Letztgenannter wurde auf dem Jüdischen Friedhof an der Rothenberger Straße in Hilchenbach begraben.

Bürgermeister Holger Menzel eröffnet die Ausstellung heute um 19.30 Uhr. Weiterlesen

Kloster, Krypta, Kontroversen – Klick in die Vergangenheit

Stadtarchiv Siegen erinnert an das 500. Todesjahr von Johann V. Graf zu Nassau, Katzenelnbogen, Vianden und Diez, Herr zu Breda, Grimbergen und Diest (1455-1516)

Ausschnitt aus einer Stadtansicht Siegens von 1617 mit Franziskanerkloster („Coenobiu“), Martinikirche und Stadtmauer. Vorlage: Stadtarchiv Siegen.

Ausschnitt aus einer Stadtansicht Siegens von 1617 mit Franziskanerkloster („Coenobiu“), Martinikirche und Stadtmauer. Vorlage: Stadtarchiv Siegen.

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse oder bislang unbekannte Aspekte sollen durch bebilderte Onlineartikel veranschaulicht werden. Auf der Website www.stadtarchiv-siegen.de wird in der neuen Ausgabe des „Klicks in die Vergangenheit“ an die stadtbildprägende Bedeutung von Graf Johann V. für Siegen erinnert. Denn der Bau des ehemaligen Franziskanerklosters geht ebenso auf seine Initiative zurück wie die Verstärkung der unlängst sanierten Stadtmauer im Bereich des Kölner Tores oder eine Renovierung der Martinikirche zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Weiterlesen

Stolpersteine in Bad Berleburg-Schwarzenau

„Am 15. September 2016 wurden im Bad Berleburger Ortsteil Schwarzenau auf Initiative des Bad Berleburger Arbeitskreises für Toleranz und Zivilcourage drei Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Zwei Steine erinnern an Emma Buchheim und Ihren Bruder Max Buchheim an der Stelle des nicht mehr existierenden Hauses vor der Infotafel des Heimatvereins in der Alexander-Mack-Straße. Ein dritter Stein erinnert am Selma Hammer vor deren Geburtshaus in der Alexander-Mack-Straße 7.“
Hartmut Prange hat für siwiarchiv einen bebilderten Bericht über die Verlegung geschrieben: stolpersteine-in-bad-berleburg_2. Vielen Dank!

Führung: Spurensuche jüdischen Lebens in Bad Laasphe

Morgen, 16:00 Uhr
Rainer Becker vom Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit führt heute die Teilnehmer durch die Altstadt zu den Wohnhäusern der jüdischen Familien und informiert über die Anfänge der jüdischen Gemeinde bis hin zur Auslöschung in der Zeit des Nationalsozialismus. Der Termin wurde wegen der historischen Bedeutung ausgewählt. Es ist der Jahrestag der ersten und zahlenmäßig größten Deportation Laaspher Juden in die Vernichtungslager. Am 28. April 1942 wurden nach heutigem Kenntnisstand 47 Männer, Frauen und Kinder von Laasphe über Dortmund nach Zamosc in Polen gebracht, wo sie den gewaltsamen Tod fanden. Treffpunkt für die Führung (Dauer ca. eine bis eineinhalb Stunden) ist um 16 Uhr die ehemalige Synagoge in der Mauerstraße, auf die der Blick beim Abbiegen von der Königstraße unterhalb der Hof-Apotheke fällt.

Teilnahmegebühr: 4 €
Treffpunkt: 16:00 Uhr ab ehemalige Synagoge in der Mauerstraße
Anmeldung ist erforderlich bis zum 28.09.2016, 12:00 Uhr bei der TKS Bad Laasphe GmbH (Veranstalter) unter Tel. 02752-898.

Quelle: Bad Laasphe, Veranstaltungskalender