VdA: Solidarität mit unseren Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine


„Der VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. ist bestürzt über den russischen Angriff auf die Ukraine und drückt den Menschen in der Ukraine und insbesondere den dortigen Kolleginnen und Kollegen seine Solidarität aus. Darüber hinaus ruft er die russische Regierung dazu auf, das Kulturgut der Ukraine zu achten und zu schützen.
Die Archivarinnen und Archivare in Deutschland sind fassungslos, was der souveränen Ukraine derzeit widerfährt. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit beim ukrainischen Volk und ganz konkret bei unseren Fachkolleginnen und Fachkollegen in der Ukraine. Der VdA pflegt seit vielen Jahren den Austausch auf Grundlage freundschaftlicher Beziehungen zu den Archivarsverbänden in Osteuropa. Wir sehen unter den aktuellen Umständen die Fortführung unserer friedlichen Zusammenarbeit massiv bedroht.
Unsere Solidarität gilt ebenfalls den Menschen in Russland, welche den Krieg ablehnen und für diese Haltung teils schwere Repressalien hinnehmen müssen.
Der VdA ist Gründungsmitglied von Blue Shield Germany und appelliert daher nachdrücklich an die russische Regierung und die Befehlshaber der russischen Streitkräfte, ihren in der Haager Konvention eingegangenen Verpflichtungen zu folgen und das Kulturgut der Ukraine zu achten und zu schützen. Dazu gehören auch die Dokumente und Archivalien, welche in den ukrainischen Archiven verwahrt werden. Damit schließt sich der VdA der Solidaritätsadresse des Internationalen Archivrates (ICA) vom 25. Februar 2022 vollinhaltlich an, welche vor einerZerstörung des kulturellen Erbes der Ukraine warnt.“
Quelle: VdA, Pressemitteilung, 2.3.2022

6 Gedanken zu „VdA: Solidarität mit unseren Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine

  1. Pingback: Bibliotheken stehen hinter der Ukraine (Stand: 03.03.2022) – Bibliothekarisch.de

  2. Pingback: VdA: Solidarität mit unseren Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine – Archivalia

  3. Die Soldarität wird zwangsläufig an ihre Grenzen stoßen. Das ist auch die Meinung führender Ministerpräsidenten in der BRD. Wo nichts mehr ist, kann auch nichts mehr verteilt werden. Verdoppelung des Militärhaushaltes? Wo soll das Geld herkommen? Flüchtlingshilfe? Woher soll der Wohnraum kommen? Woher die Hartz-IV-Hilfen? Teuerung? Benzin? Senkung der Wohnkosten für Arme? All das sind Faktoren, die indirekt die Archive treffen werden. Denn überall schwebt das Damklesschwert der steigenden Kosten. Hilfszusagen sind ja recht und schön. Wie wollen deutsche Archivare und Archivarinnen aber konkret helfen, wenn die eigenen Mittel schwinden? Schon mal auf die Zapfsäulen geblickt? Auch Archive müssen heizen, auch archive benutzen Transportwagen, auch Archive müssen Gebäudestrukturen erhalten.

    • Keiner hat je behauptet, dass Solidarität zum Nulltarif erfolgt. Solidarität heißt immer sich einzuschränken, um den anderen zu helfen. Wie können Archive helfen ? Z. B. Raum zur Verfügung stellen, falls Archivgut geflüchtet wird, Lieferung von Restaurierungsmaterial, Notfallboxen etc. ….. oder so s. https://www.sucho.org/.
      Zudem sind die Wünsche der ukrainischen Kolleg:innen an die Archive andere: Ausschluss der russischen Verttreter:innen aus den Gremien des Internationalen Archivrates (ICA), worüber übrigens heute entschieden werden soll, sowie Unterstützung des Wunsches der Ukraine zum Beitritt in die EU.
      Letztlich schlägt die große Stunde archivischer Solidarität wohl erst im Friedensfall, wenn es sich um die Wiederherstellung zerstörter Archive handelt – da haben wir ja in Deutschland inzwischen traurigerweise genug Expertise (Flutkatastrophen an Elbe und Ahr, Stadtarchiv Köln). Allerdings ist m. W. halbwegs verlässlich erst ein Archiv in Charkiv betroffen. Ein weitere Archivzerstörung (Chernihiv) konnte noch nicht bestätitgt werden – https://archaeologik.blogspot.com/2022/03/propagandakrieg-im-kleinen-die.html .

      • Vermutlich Spam: [Träumereien. Bei den steigenden Preisen wird in Zukunft jedes Archiv froh sein, wenn es den nötigsten Service zur Verfügung stellen kann. Ich bin ganz klar gegen jede Hilfe. 2035 wird der große Schnitt kommen. Dann gehen die geburtenstarken 68er Jahrgänge in Rente. D.h. dass alle öffentlichen Ausgaben wesentlich erhöht werden müssen, da signifikant weniger produktive Steuerzahler zur Verfügung stehen. Mit anderen Worten: Jede Hilfe, die man jetzt gewährt, wird später fehlen, Massenarmut zu bekämpfen. Für Archive wird nicht mehr viel Geld da sein. Das sind keine Schauermärchen, sondern knallharte Kallkulationen, die überaus realistisch sind. Es ist in diesem Staat nur auf wenig Ebenen wirklich vorgesorgt worden. Deutsche Archive werden sich in Zukunft selbst beim Klopapier einschränken müssen. Die derzeitige ökonomische Lage ist absolut bedenklich und keineswegs Resultat der Coronakrise und des Ukrainekonflikts. Sie liegt in Fehlentscheidungen der EZB-Notenbank begründet. Bitte: Man kann das komisches Geschwurbel abtun, doch sollte man stets bedenken, dass die derzeitigen Preissteigerungen schon jetzt extrem gravierende Folgen für viele Lebensbereiche haben. Heizöl: Plus 76,5 Prozent, Benzin: Plus 28,4 Prozent. Diese Preise werden weitergegeben. Ich glaube nicht, dass man sich auf Dauer „einschränken“ kann. Hier wird über Luxusprobleme gesprochen. Wie begegnen die Archive dem Problem der Inflation? Mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich sehe, was für ökonomische Fehlentscheidungen in diesem Land getroffen werden!]

  4. Pingback: Anstelle der “Aktuellen Stunde”: News zum 73. Westfälischen Archivtag – archivamtblog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.