Diesterweg-Büste an neuem Standort am Unteren Schloss in Siegen

Ulf Richter, Bürgermeister Steffen Mues und Traute Fries (v.l.) enthüllten gemeinsam die Büste von Adolph Diesterweg am Eingang der neuen Universitätsbibliothek am Unteren Schloss. (Foto: Stadt Siegen)

Ulf Richter, Bürgermeister Steffen Mues und Traute Fries (v.l.) enthüllten gemeinsam die Büste von Adolph Diesterweg am Eingang der neuen Universitätsbibliothek am Unteren Schloss. (Foto: Stadt Siegen)

Bürgermeister Steffen Mues enthüllte das Denkmal am Donnerstag, 6. Oktober 2016, gemeinsam mit Ulf Richter, Kanzler der Universität Siegen, und der Vorsitzenden des Kulturausschusses Traute Fries. „Der Umzug des Diesterweg-Denkmals beziehungsweise seine heutige Enthüllung am neuen und endgültigen Standort ist auch ein Sinnbild für unser großes Städtebauförderprojekt Siegen – Zu neuen Ufern“, sagte der Bürgermeister. Schließlich sei neben der Freilegung der Sieg und der kompletten Umgestaltung des Uferbereiches immer auch der „Campus Unteres Schloss“ ein wichtiger Teil des Gesamtprojektes gewesen.
Und der neue Standort vor der Universitätsbibliothek ist durchaus passend: Friedrich Adolph Diesterweg war „ein Reformer in Geschichte und Gegenwart“, wie bereits eine Ausstellung anlässlich seines 150. Todestages im Frühjahr zeigte. Diesterweg holte die Bildung also schon Mitte des 19. Jahrhunderts in die Mitte der Bevölkerung, mit dem Ziel der Heranbildung eines mündigen und kritischen Staatsbürgers. Die Volksbildung gewann für den Pädagogen und Publizisten den Charakter der Volksbefreiung. Weiterlesen

Ausstellung „Jüdische Soldaten des Ersten Weltkrieges“

Ausstellung „Jüdische Soldaten des Ersten Weltkrieges aus der Synagogengemeinde Siegen“ im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg von heute bis 13. November

Das Aktive Museum Südwestfalen e.V. und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland zeigen gemeinsam mit dem Stadtmuseum Hilchenbach, das einige eigene Ausstellungsstücke bereitgestellt hat, die Dokumentation „Jüdische Soldaten des Ersten Weltkrieges aus der Synagogengemeinde Siegen“.

Einen großen Teil der Ausstellung nehmen die Biografien der ehemaligen Hilchenbacher Soldaten ein. Sie zogen 1914 in den Krieg für den Kaiser und das Deutsche Reich, um ihr Deutschtum zu beweisen. Arthur Holländer (1895-1916) und Raphael Hony (1878-1917) bezahlten mit ihrem Leben; Letztgenannter wurde auf dem Jüdischen Friedhof an der Rothenberger Straße in Hilchenbach begraben.

Bürgermeister Holger Menzel eröffnet die Ausstellung heute um 19.30 Uhr. Weiterlesen

Kloster, Krypta, Kontroversen – Klick in die Vergangenheit

Stadtarchiv Siegen erinnert an das 500. Todesjahr von Johann V. Graf zu Nassau, Katzenelnbogen, Vianden und Diez, Herr zu Breda, Grimbergen und Diest (1455-1516)

Ausschnitt aus einer Stadtansicht Siegens von 1617 mit Franziskanerkloster („Coenobiu“), Martinikirche und Stadtmauer. Vorlage: Stadtarchiv Siegen.

Ausschnitt aus einer Stadtansicht Siegens von 1617 mit Franziskanerkloster („Coenobiu“), Martinikirche und Stadtmauer. Vorlage: Stadtarchiv Siegen.

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse oder bislang unbekannte Aspekte sollen durch bebilderte Onlineartikel veranschaulicht werden. Auf der Website www.stadtarchiv-siegen.de wird in der neuen Ausgabe des „Klicks in die Vergangenheit“ an die stadtbildprägende Bedeutung von Graf Johann V. für Siegen erinnert. Denn der Bau des ehemaligen Franziskanerklosters geht ebenso auf seine Initiative zurück wie die Verstärkung der unlängst sanierten Stadtmauer im Bereich des Kölner Tores oder eine Renovierung der Martinikirche zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Weiterlesen

Stolpersteine in Bad Berleburg-Schwarzenau

„Am 15. September 2016 wurden im Bad Berleburger Ortsteil Schwarzenau auf Initiative des Bad Berleburger Arbeitskreises für Toleranz und Zivilcourage drei Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Zwei Steine erinnern an Emma Buchheim und Ihren Bruder Max Buchheim an der Stelle des nicht mehr existierenden Hauses vor der Infotafel des Heimatvereins in der Alexander-Mack-Straße. Ein dritter Stein erinnert am Selma Hammer vor deren Geburtshaus in der Alexander-Mack-Straße 7.“
Hartmut Prange hat für siwiarchiv einen bebilderten Bericht über die Verlegung geschrieben: stolpersteine-in-bad-berleburg_2. Vielen Dank!

Führung: Spurensuche jüdischen Lebens in Bad Laasphe

Morgen, 16:00 Uhr
Rainer Becker vom Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit führt heute die Teilnehmer durch die Altstadt zu den Wohnhäusern der jüdischen Familien und informiert über die Anfänge der jüdischen Gemeinde bis hin zur Auslöschung in der Zeit des Nationalsozialismus. Der Termin wurde wegen der historischen Bedeutung ausgewählt. Es ist der Jahrestag der ersten und zahlenmäßig größten Deportation Laaspher Juden in die Vernichtungslager. Am 28. April 1942 wurden nach heutigem Kenntnisstand 47 Männer, Frauen und Kinder von Laasphe über Dortmund nach Zamosc in Polen gebracht, wo sie den gewaltsamen Tod fanden. Treffpunkt für die Führung (Dauer ca. eine bis eineinhalb Stunden) ist um 16 Uhr die ehemalige Synagoge in der Mauerstraße, auf die der Blick beim Abbiegen von der Königstraße unterhalb der Hof-Apotheke fällt.

Teilnahmegebühr: 4 €
Treffpunkt: 16:00 Uhr ab ehemalige Synagoge in der Mauerstraße
Anmeldung ist erforderlich bis zum 28.09.2016, 12:00 Uhr bei der TKS Bad Laasphe GmbH (Veranstalter) unter Tel. 02752-898.

Quelle: Bad Laasphe, Veranstaltungskalender

Online: „Ergänzungskartei“ der Volkszählung im Deutschen Reich v. 17.5.1939

ergaenzungskartei1939
„Die sogenannte „Ergänzungskartei“ der Volkszählung im Deutschen Reich vom 17. Mai 1939 mit den Angaben zur Religionszugehörigkeit aller vier Großeltern mit dem Zweck der Feststellung von jüdischen Vorfahren wurde vom in Berlin gegründeten Verein Tracing the Past e.V. im Internet veröffentlicht. Die Veröffentlichung umfasst – in Anlehnung an die deutschen Schutzfristen – etwa 275.000 (oder 67 %) der 410.000 Originaleinträge mit verschiedenen Suchmöglichkeiten. Zusätzlich sind bestätigte Holocaust-Opfer markiert.“
Quelle: Verein für Computergenealogie, Newsletter 9/2016
via Archivalia

Johann Christian Stahlschmidt (1740-1826) und seine „Pilgerreise zu Wasser und zu Lande“ (1799)

Vortrag von Thomas Ijewski (Freudenberg) am 15. September 2016

09 Pressebild Ijewski

Titelseite der Originalausgabe von Stahlschmidts Reisebericht von 1799 (Vorlage: Thomas Ijewski)

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird sich der Freudenberger Pastor Thomas Ijewski mit der Pilgerreise eines Siegerländer Pietisten nach Asien beschäftigen. Vor rund 275 Jahren, am 3. März 1740, wurde der Freudenberger Johann Christian Stahlschmidt geboren. Er hatte Kontakt zu frommen Kreisen, die sich von der Kirche entfernt hatten. Darüber kam es zum Streit mit seinem Vater, und der 19jährige floh aus seinem Elternhaus. In Amsterdam heuerte er auf einem Segelschiff an und reiste nach Südostasien, Indien und China. Dort ritt er auf Elefanten, beobachtete Hindu-Prozessionen und überlebte Stürme und sogar eine Meuterei. Später lebte er als Prediger in Nordamerika. Zwischenzeitlich knüpfte er enge Kontakte zu dem Mystiker und Kirchenlieddichter Gerhard Tersteegen (1697-1769), baute Webstühle und Globen und gründete mit anderen die Elberfelder Missionsgesellschaft. Sein 1799 erschienenes Buch „Die Pilgerreise zu Wasser und zu Lande“ wurde zu einem europäischen Bestseller der Erweckungsbewegung, mit Ausgaben auf Niederländisch und Englisch. Weiterlesen

Depositum Ernst im Stadtarchiv


Eins kommt zum anderen: Nachdem im Frühjahr die Feldpostbriefe des Siegener Bürgers Louis Ernst aus dem Deutsch-Österreichischen Krieg veröffentlicht worden sind und das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein das Konvolut der über sechzig Briefe erwerben konnte, erhielt jetzt das Stadtarchiv Siegen ein weiteres, überaus wertvolles Archivale aus dem Nachlass des ehemaligen Direktors der Siegener Wiesenbauschule.
Im Zusammenhang mit biografischen Recherchen für die Herausgabe der Feldpostbriefe war das Stadtarchiv auf den im Rheinland lebenden Urenkel Louis Ernsts gestoßen, in dessen Besitz sich große Teile des Nachlasses befinden. Begeistert von der gelungenen Edition entschloss sich nun die Familie spontan eines der wertvollsten Stücke dem Stadtarchiv Siegen als Dauerleihgabe zu übergeben. Zwei Jahre nach seiner Rückkehr aus dem Krieg schrieb der damals in Elberfeld lebende Chemiker seine „Erinnerungen aus dem böhmischen Feldzuge“ in einem Bericht von 337 Seiten mit gestochen scharfer Handschrift nieder. In den Deckel des mit Goldschnitt versehenen Bändchens ist das preußische Erinnerungskreuz für die Teilnehmer an der Schlacht von Königgrätz eingelassen. Einen besonderen Wert erhält das Depositum durch die Beilage des einzigen bekannten Fotos, das Louis Ernst als Soldaten zeigt.
Ab sofort steht das Depositum den Benutzern des Stadtarchivs zur Einsichtnahme zur Verfügung.
Die Feldpostbriefe sind veröffentlicht in der Publikation: Ludwig Burwitz / Armin Nassauer / Olaf Wagener (Hrsg.), Der Deutsche Krieg von 1866. Die Feldpostbriefe des Soldaten Louis Ernst, Frankfurt am Main 2016 (Peter Lang Verlag)

Peter Paul Rubens „Das Pelzchen“

Das Kunsthistorische Museum und ORF III präsentieren mit der neuen TV-Reihe „100 Meisterwerke“ eine zeitgemäße österreichische Neuauflage des Fernsehklassikers aus den 1980er und 1990er Jahen. Generaldirektorin Sabine Haag und Schriftsteller Michael Köhlmeier stellen die einzigartigen Schätze des Kunsthistorischen Museums vor.

Expertinnen und Experten des Hauses haben aus den Sammlungen des Kunsthistorischen Museums „100 Meisterwerke“ ausgesucht. Mit ihrem Fachwissen vermitteln sie dem Fernsehpublikum auf anregende Weise die besondere Bedeutung des jeweils im Zentrum einer Ausgabe stehenden Kunstobjekts.

„100 Meisterwerke“ ist eine Kooperation von ORF III Kultur und Information, dem Kunsthistorischen Museum und Clever Contents, hergestellt mit Unterstützung von UNIQA.

Peter Paul Rubens „Das Haupt der Medusa“

Das Kunsthistorische Museum und ORF III präsentieren mit der neuen TV-Reihe „100 Meisterwerke“ eine zeitgemäße österreichische Neuauflage des Fernsehklassikers aus den 1980er und 1990er Jahen. Generaldirektorin Sabine Haag und Schriftsteller Michael Köhlmeier stellen die einzigartigen Schätze des Kunsthistorischen Museums vor.

Expertinnen und Experten des Hauses haben aus den Sammlungen des Kunsthistorischen Museums „100 Meisterwerke“ ausgesucht. Mit ihrem Fachwissen vermitteln sie dem Fernsehpublikum auf anregende Weise die besondere Bedeutung des jeweils im Zentrum einer Ausgabe stehenden Kunstobjekts.

„100 Meisterwerke“ ist eine Kooperation von ORF III Kultur und Information, dem Kunsthistorischen Museum und Clever Contents, hergestellt mit Unterstützung von UNIQA.