Ausstellung „Aquarelle von Christa Kühn, Charlotte Pöschel und Hanna Menzel (1924-1993)“

Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg in der Zeit vom 7. Juni bis 22. Juli
Die Stadt Hilchenbach hat den künstlerisch-kreativen Zwillings-Schwestern Christa Kühn und Charlotte Pöschel die Räumlichkeiten im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg zur Verfügung gestellt, um ihre Aquarelle sowie Radierungen und Aquarelle der verstorbenen Malerin Hanna Menzel (1924-1993), früher wohnhaft in Hilchenbach-Dahlbruch, auszustellen. Dies ist die 132. Ausstellung in der Wilhelmsburg seit Oktober 1987 und die letzte unter Regie des ausscheidenden Museumsleiters Reinhard Gämlich.

Christa Kühn und Charlotte Pöschel waren mit der Künstlerin sehr verbunden und haben ihre Art der Aquarellmalerei zu schätzen gelernt. Vor 21 Jahren engagierten sie sich, mit der Großnichte Franziska Menzel eine Erinnerungs-Ausstellung im Stadtmuseum zu gestalten.

Für Christa Kühn und Charlotte Pöschel ist die Begeisterung zur Aquarellmalerei geblieben und sie lassen sich von den Farben in der Natur zum Aquarellieren inspirieren. Die Zwillings-Schwestern, 1946 in Siegen geboren, haben seit frühester Kindheit die Lust und Leidenschaft zum gemeinsamen Zeichnen und Malen. Mit Freude und Energie haben die beiden Damen diese Ausstellung vorbereitet, um interessierten Besuchern die Aquarellmalerei näher zu bringen. Weiterlesen →

siwiarchiv-Zitaträtsel Juni 2018:

“ …. Wie oft bei armen Leuten, war der Pfarrer an der Angelegenheit nicht sehr interessiert; er hatte sich nicht einmal die Mühe gegeben, sich über die Familienverhältnisse näher zu orientieren. Im letzten Augenblick kam er eilig im Hause an, um so sogleich mit der Taufzeremonie zu beginnen. Er sagte: “ Nachdem Gott der Herr diesem tapferen Paare ein reizendes Knäblein geschenkt“ – dies war ich – , „hat er nun das Mass seiner Güte voll gemacht und es mit einem lieben Mädchen beglückt.“ …..“

1) Welche berühmte Siegerländer Persönlichkeit sollte hier getauft werden?
2) Wer war der Bruder?
3) Aus welcher Publikation wurde dieses Zitat entnommen?

Andreas Vomfell, Amtmann und Bürgermeister in Netphen von 1921 bis 1933

Quelle: Lück, Alfred: Die obersten Verwaltungsbeamten des Amtes Netphen, in: Böttger, Hermann/Weyer, Wilhelm/Lück, Alfred: Geschichte des Netpherlandes, Netphen 1967, S. 382 [Bild]-

Auf Andreas Vomfell wurde im Zusammenhang mit Umbenennungsantrag zur Alfred-Fißmer-Anlage in Siegen hingewiesen. Die ersten Rechercheergebnisse zeigen, dass eine intensivere Beschäftigung mit der Biographie Vomfells lohnenswert sein wird – vielleicht als Doppelbiographie mit Fissmer?:

Lebenslauf:

* 19.5.1885[1] in Betzdorf – 25.12.1970[2] in Bad Neuenahr[3]
Kath. [4], verh. 7 Kinder

Progymnasium i.E. in Betzdorf[5]
Staatliches Gymnasium an Marzellen in Köln[6]
1905 Eintritt in den Verwaltungsdienst[7]

  • Beschäftigung bei den Bürgermeisterämtern Kirchen a. Sieg und Niedermendig, Landratsämter bzw. Kreisausschüsse Siegen, Ahrweiler, und Mayen[8]

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Umbenennung der Alfred-Fißmer-Anlage in Siegen

Tagesordnungspunkt 4.3 des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Siegen, 30.5.2018

Die Anregung gemäß § 24 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen zur Umbenennung ist am 27. März 2018 eingegangen. Im Schreiben „beantragt der Petent, dass der Platz neben der Nikolaikirche in Zukunft nicht mehr nach dem früheren (Ober-)Bürgermeister Siegens, Alfred Fißmer, benannt werden soll. Zur Begründung führt der Petent an, dass sich die Sichtweise auf die Rolle aus dem heutigen Blickwinkel verändert habe, insbesondere vor dem Hintergrund seiner Tätigkeiten …. während des Nationalsozialismus.“
Der Verwaltung formuliert nun in ihrer Vorlage 1894/2018 folgenden Beschlussvorschlag: „Der Haupt- und Finanzausschuss des Rates der Universitätsstadt Siegen beschließt, eine endgültige Entscheidung über die Anregung, die Alfred-Fißmer-Anlage umzubenennen, soweit zurückzustellen, bis eine sach- und fachgerechte Beurteilung der Rolle des ehemaligen (Ober-)Bürgermeisters insbesondere in der Zeit von 1933 bis 1945 möglich ist.“
Dazu heißt es in der Vorlage: “ ….. Diese Gesamtbetrachtung könnte durch das Archiv der Stadt Siegen in Kooperation mit der Universität Siegen übernommen werden. Beide Partner planen zum Wintersemester 2018/2019 eine Ausstellung mit dem (Arbeits-)Titel „Die Verwaltung der Stadt Siegen in der Zeit des Nationalsozialismus“. In diesem Zusammenhang sind auch umfangreiche Recherchearbeiten zur Person Alfred Fißmer avisiert, auch anhand von neueren Akten, darunter auch seine Entnazifizierungsakte, die derzeit gesichtet und zumindest als Abschrift dem Stadtarchiv Siegen überlassen werden sollen.
Deshalb schlägt die Verwaltung vor, die Ergebnisse der Recherchearbeiten abzuwarten, um sich dann ein Gesamtbild über die Person Alfred Fißmers machen zu können. Danach ist vermutlich eine fundierte Aussage erzielbar, aus der möglicherweise weitere Schritte abgeleitet werden können. ….“

aus: Deutsche Verlustlisten Liste Pre[eußen] 662, Ausgabe 12 14 v. 18.10.1916, S. 15622 via http://wiki-de.genealogy.net/Verlustlisten_Erster_Weltkrieg/Projekt

Zur Umbenennung der Alfred-Fißmer-Str. 1947 s. Marcus Weidner, Datenbank der Strassenbenennungen in Westfalen-Lippe 1933 – 1945, Eintrag Stadt Siegen

siwiarchiv hat für eine erste Information über die Person Alfred Fissmer Links, Literatur und Zeitungsartikel zusammengestellt: Weiterlesen →

Über das Ende der archäologischen Expedition Noss-Gräve in Nordafrika (1939)

Quelle: Siegener Zeitung, 7. Juni 1939

Im politisches Archiv des Auswärtigen Amtes gibt es einen einschlägigen Vorgang im Archivband R 67081 (Bestand RZ 511 – Aus- und Rückwanderung, „Überwachung der Auswanderung nach den italienischen Besitzungen Afrikas“, Jan. 1921-Dez. 1939). Aus diesem geht folgendes hervor: Weiterlesen →

Alexander Wollschläger (1941 – 2018) – eine erste Bibliographie

Alexander Wollschläger
Biographisches:

  • 16.4.1941 – 8.5.2018
  • Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Philosophie
  • 1966 Dissertation „Der westfälische Maler Ludwig Heupel-Siegen (1864 – 1945) Ölgemälde und Zeichnungen“ [170 Bl. Maschinenschriftlich] an der Universität Innsbruck
  • Frühjahr 1968 Promotion an der Universität Innsbruck
  • Mai 1968 Heirat (3 Kinder)
  • Juni 1968 Volontariat Siegener Zeitung, dort schon während des Studiums freier Mitarbeiter
  • bis 2009 Redakteur, später stellvertretender Leiter der Lokalredaktion
    • 1990 – 2016 Herausgabe“ Siegerländer Heimatkalender“
    • 1990 – 2007 Bearbeitung “Unser Heimatland“
  • 1982 – 2005 Schriftleiter „Siegerland“ des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins
  • Siegerländer Burgenverein (Vorsitz bis 2016),
  • Verein zur Erhaltung der Ginsburg (Vorsitz),
    • Wiederaufbau Wasserburg Hainchen
  • 1992 Goldenes Ehrenzeichen des Landes Salzburg
  • 2014 Orden „Pro cultura Hungarica“ für Einsatz, eine freundschaftliche Beziehung zwischen dem hiesigen und dem ungarischen Burgenverein zu bewahren, mit dem

Veröffentlichungen:

  • Der westfälische Maler Ludwig Heupel, Siegen. Siegen: Stadt Siegen, Forschungsstelle Siegerland. 1971
  • Bilder einer aufstrebenden Stadt, Siegen 1971
  • Ein altes Dorf auf dem Weg in die Zukunft ; Bilder und Skizzen einer aufstrebenden Gemeinde, Netphen 1978 (1984 2. Aufl.)
  • Bilder einer liebenswerten Stadt, Siegen 1979
  • Ginsburg – nassauische Grenzfeste im Mosaik der Landschaft. Ein Streifzug in Bildern und Skizzen, Siegen 1979
  • Siegerland – Wittgenstein. Bilder einer südwestfälischen Landschaft ; Siegen, Wilnsdorf, Burbach, Neunkirchen, Freudenberg, Kreuztal, Hilchenbach, Netphen, Bad Berleburg, Laasphe, Erndtebrück, Siegen 1979, (1981 2. Aufl.)
  • Kreuztal – eine Stadt mit alten Dörfern, Netphen 1980
  • Ein malerischer Flecken m Siegerland, Netphen 1981
  • Die Ginsburg in Hilchenbach-Grund (Westfälische Kunststätten 32), Münster 1984
  • Wasserburg Hainchen (Westfälische Kunststätten 58), Münster 1990
  • 775 Jahre Stadt Siegen. Jubiläumsausgabe, Siegen 1999
  • Netphen – Bilder einer Stadt, Siegen 2000

Miszellen/Aufsätze/ Regionalhistorische bibliographierte Artikel [Vitt, Schawacht; Auswahl (?)]: Weiterlesen →

Video-Impressionen von Rubens-Ausstellung in Frankfurt

Impressionen der Ausstellung: „Rubens – Kraft der Verwandlung“ vom 08.02.2018 bis 03.06.2018 im Städel-Museum, Frankfurt am Main. Keine Kunst ohne Ideenklau: Wie kaum ein anderer Barockmaler hat Peter Paul Rubens die Werke anderer Künstler kopiert und umgedeutet. Das zeigt das Städel-Museum sehr anschaulich ohne weitergehende Einsichten – eine Ausstellung als Memory-Spiel. Einen ausführlichen Bericht finden Sie bei „Kunst+Film“: http://kunstundfilm.de/2018/04/rubens-staedel/

Vortrag Dr. Thomas Bartolosch (Betzdorf): Dr. Georg Ufer (1900-1989) –

ein Geologe des Siegerländer Erzbergbaus als einer der „Gerechten unter den Völkern“ der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem

Dr. Georg Ufer (1900-1989) als technischer Kriegsverwaltungsrat in der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Vorlage: Dr. Thomas A. Bartolosch


In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ zeichnet der Regionalhistoriker Dr. Thomas Bartolosch am 17. Mai 2018 um 18.30 Uhr im Stadtarchiv Siegen das Leben des Geologen Dr. Georg Ufer nach.
Während des Zweiten Weltkrieges war dieser als Lagerstättenkundler für die Firma Krupp sowie als technischer Kriegsverwaltungsrat im Range eines Majors für die Wehrmacht auf dem Balkan tätig. Dort rettete Ufer dem französischen Juden Josef Pozwolski das Leben, indem er ihn in den Jahren 1941 und 1942 zweimal vor dem Zugriff nationalsozialistischer Häscher schützte und ihn ins rettende Albanien brachte, wo dieser den Zweiten Weltkrieg überlebte. Für seine riskante Rettung Pozwolskis, die Georg Ufer das Leben hätte kosten können, wurde er 1980 von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt. In Israel durfte er am 12. Dezember 1980 in der „Allee der Gerechten“ der Holocaust-Gedenkstätte ein Johannisbrot-Bäumchen pflanzen, an dem ein Schild mit seinem Namen hängt. Außer der genannten Ehrung wurde Georg Ufer im Jahr 1981 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Nach seinem Tod am 27. August 1989 wurde sein Name posthum auf einer Gedenktafel verewigt, die sich im Holocaust-Memorial-Center in Washington befindet.
Für die Siegerländer Regionalgeschichte sicher besonders bemerkenswert: Dr. Ufer lebte bescheiden und zurückgezogen mit seiner Frau in seinem Haus an der Weberstraße in Betzdorf. Infolge seiner Tätigkeit als Geologe der Erzbergbau Siegerland AG war er zwar häufig lange im Ausland unterwegs, fühlte sich in der Region aber sehr heimisch. So war er zum Beispiel Ehrenmitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. Weiterlesen →

Online: Verzeichnisse der evangelischen Gemeinden und Geistlichen in der Provinz Westfalen 1887 – 1919

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat unlängst in ihren digitalen Sammlungen diese Verzeichnisse für die Jahre 1887, 1890, 1893, 1896, 1908 und 1919 online verfügbar gemacht. Angaben für Siegener und Wittgensteiner Gemeinde sind enthalten.

Link zum Verzeichnis aus dem Jahr 1884