Vortrag „Simon Grünewald – drei Lehrer aus Pömbsen“

Sonntag, 25.10., 18.00 Uhr,
Büro der CJZ, Häutebachweg 6, Siegen

Hartmut Prange (Netphen) spricht im Rahmen der Vortragsreihe der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland
Mitveranstalter: Aktives Museum Südwestfalen e.V. – über die Lehrerfamilie Grünwald.

Vortrag „Der Dirigent Fritz Busch und Max Reger“

Almut Ochsmann M.A., Karlsruhe, Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“

Adolf Busch, Max Reger und Fritz Busch auf einer Aufnahme von 1912. (Vorlage: Almut Ochsmann M.A., Karlsruhe)

Adolf Busch, Max Reger und Fritz Busch auf einer Aufnahme von 1912. (Vorlage: Almut Ochsmann M.A., Karlsruhe)

Mit einem Vortrag über den Siegener Dirigenten Fritz Busch (1890-1951) wird die
Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, den 22. Oktober 2015, um 18.30 Uhr im KrönchenCenter fortgesetzt. Wie Almut Ochsmann M.A. aus Karlsruhe ausführen wird, pflegte Fritz Busch intensive Kontakte zu renommierten Komponisten seiner Zeit.
Zu den bekannten Namen zählen Richard Strauss, Paul Hindemith und Hans Pfitzner.Aber auch Max Reger (1873-1916) gehörte zu den großen Komponisten, mit denen der Dirigent im Austausch stand. Sein Bruder Adolf Busch und er selbst konzertierten viele Male mit Reger zusammen und setzten sich nach dessen frühem Tod weiterhin für die Verbreitung seiner Werke ein. Beide bearbeiteten auch Werke Regers und äußerten sich schriftlich über den Komponisten, der laut Fritz Busch ein „Genie“ war. Der Vortrag gibt Einblicke in das BrüderBuschArchiv in Karlsruhe, indem zahlreiche Briefe, Fotos und Kunstwerke miteinander in Beziehung gebracht werden. Die Referentin wird zu diesem Zwecke einige musikalische Darbietungen vorspielen und Bildmaterial erläutern. Weiterlesen

Fernsehhinweis: „Vom Strohlager zum Luxus-Hostel – Erfolgsstory Jugendherberge“

WDR, Freitag, 16. Oktober 2015, 23:15 -00:00 Uhr (Wdh. am 18.10.2015 um 05:30 Uhr)

Es begann mit einem einschneidenden Erlebnis: Als Richard Schirrmann beim Wandern in ein Gewitter kam, schaffte er es nur knapp in einen Unterschlupf. Da kam ihm die Idee, Schlafmöglichkeiten für junge Wanderer einzurichten. Das war 1909. Schnell fand er Mitstreiter und gründete das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH). Zunächst entstanden provisorische Herbergen in Schulen oder Schuppen. 1914 gab es bereits 530 Jugendherbergen in Deutschland. Die Dokumentation blickt zurück auf die Geschichte des DJH, in die Zeit, als in den Schlafsälen noch bis zu 16 Betten standen, die Gäste beim Abwasch halfen und motorisierte Reisende unerwünscht waren. Der Film zeigt aber auch, wie sich das ursprüngliche Konzept gewandelt hat, um auch heute erfolgreich zu sein. Dabei geht es u.a. auf Spurensuche nach Island und Irland.
Ein Film von Jörg Stolpe| Redaktion: Adrian Lehnigk, Monika Pohl
Quelle: WDR
Link zu weiteren Informationen

Mitberünder des DJH war der Hilchenbacher Wilhelm Münker.

Literaturhinweis: Heinz Bensberg: „So war es seinerzeit

bensberg3 Einblicke über das historische und gesellschaftliche Leben im Siegerland“
“Nach “Historisches wird lebendig” und “Vergangenes kehrt zurück” berichtet der Autor auch in seinem dritten Buch “So war es seinerzeit” wieder über Kulturgut aus der Vergangenheit! Es soll Einblicke über das historische und gesellschaftliche Leben im Siegerland geben und dazu beitragen, die Vergangenheit etwas zu erhellen und ein Interesse lange vor unserer Zeit zu erwecken. Wer weiß schon, dass der Erfinder des Flugzeugschleudersitzes ein Siegerländer war und auch den inoffiziellen Ballonweltrekord hatte. Oder, dass ein Siegerländer mit einem Holzvergaser-Traktor auf den Großglockner gefahren ist, ein Ofen den Busanhänger erwärmte und die Schulkinder für den Briefträger den Weg im Schnee fest treten (dabbeln) mussten, dass die Glocken zu jeder Gelegenheit riefen und die Tankfüllung auch im Rucksack war ….“
Quelle: Homepage Heinz Bensberg

Warum Siegerländer Archivierende nach Karlsruhe fahren sollten?

Es gab bzw. gibt mehrere Gründe für Siegerländer Archivierende in diesem Herbst nach Karlsruhe zu fahren. Der diesjährige 85. Deutsche Archivtag bot einen intensiven fachlichen Austausch über die Zukunftsfrage der Archive im 21. Jahrhundert: wie begegnen die Archive den Herausforderungen der digitalen Informationsgesellschaft? Das Blog des archivischen Fachverbandes gibt einen umfangreichen Einblick in die stattgefundenen Veranstaltungen und erlaubt die Diskussion mit den Facharchivarinnen und -archivaren.
Ein weiterer Grund ist diese Grabstätte:

Foto: Dr. Johannes Burkardt

Foto: Dr. Johannes Burkardt

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„Stolperstein“ entwendet – Polizei bittet um sachdienliche Hinweise

In der Woche vom 10.- 17. August 2015 wurde aus einem Büro in der Siegener Sandstraße ein dort wegen notwendiger Umbauarbeiten übergangsweise aufbewahrter so genannter Stolperstein entwendet. Der 10 x 10 x 10 cm große Gedenkstein trägt auf einer Messingplatte die Aufschrift: “ Hier arbeitete Otto Bäcker, Jg. 1887, Mehrfach verhaftet, Zuletzt 1944, Sachsenhausen, tot 1945, Dachau/ Aufkirch“. Sachdienliche Hinweise zu dem Dieb des Stolpersteines bzw. zum Verbleib des Gedenksteines nimmt das Siegener Kriminalkommissariat 5 unter 0271-7099-0 entgegen.

Quelle: Pressemitteilung Polizei Siegen, 1.10.15

Personalakten von Fritz und Willi Busch online einsehbar

Aktendeckel der Personalakte Willi Buschs. Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg E 18 VI Bü 80

Aktendeckel der Personalakte Willi Buschs. Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg E 18 VI Bü 80

Einen Hinweis auf Archivalia folgend, dass die älteren Personalakten des Stuttgarter Staatstheaters durch das Landesarchiv Baden Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg, online seien, fanden sich bei der Recherche die Personalakten für die Siegener Brüder den Dirigenten Fritz Busch und  den Schauspieler Willi Busch. Weiterlesen

4FACHWERK-Uhren-Vortragsreihe wird fortgesetzt:

Diesmal geht’s um Johann-Peter Stahlschmidt
stahlschmidt1851

„Diesmal will ich endlich etwas über Stahlschmidt direkt erzählen“, kündigt Ian D. Fowler an. Der Uhrenhistoriker hatte bei seinen bisherigen Vorträgen den Weg des Uhrenbaues bis in unsere Region nachgezeichnet und dabei über die vielfältigen auch familiären Verflechtungen berichtet.

Am Mittwoch, 30. September 2015, steht ab 19:30 Uhr also Johann-Peter Stahlschmidt im Mittelpunkt der Betrachtung. „Es gibt so viel Material über ihn“, freut sich der für historische Uhren überaus sachkundige Referent.
Stahlschmidt, am 18. Juli 1751 in Plittershagen geboren, aufgewachsen und hier zunächst wohl auch als Hirte tätig, begann im Alter von 23 Jahren bei Johann-Georg Spies in Siegen seine Ausbildung und begründete später „im Flecken“ die große Handwerkstradition der „Stahlschmidt-Uhren“. Weiterlesen

Vor 50 Jahren: Hermann Kuhmichel gestorben

Stickbild, Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Bilderkammer Slg. Klein

Stickbild, Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Bilderkammer Slg. Klein

Heute vor 50 Jahren verstarb der Siegerländer Künstler Hermann Kuhmichel. Das Bild zeigt eine weniger bekannte Seite des Bildhauers.

Materialsammlung des Kreisarchivs zu Leben und Werk Kuhmichels (PDF): Hermann Kuhmichel (Stand: 2.11.2022).

Fanny Hochmann gestorben

Ein Beitrag von Klaus Dietermann

Mathilde, Jakob, Betty, Fanny und Siegmund Hochmann, 1938. Foto: Aktives Museum Südwestfalen.

Mathilde, Jakob, Betty, Fanny und Siegmund Hochmann, 1938. Foto: Aktives Museum Südwestfalen.

Am 11. September 2015 verstarb Fanny Reinhold geborene Hochmann in Kefar Avigdor in Israel. Sie war 1920 in Siegen geboren und das älteste Kind des Kaufmanns Siegmund Hochmann, der mit seiner Ehefrau Mathilde in den 1920er Jahren ein Schuhgeschäft in der Marburger Straße 35 in Siegen betrieb. Sie wohnten am Kornmarkt 8 und zuletzt in der Poststraße 16. Ihre Schwester Betty war im Juli kurz vor ihrem 93. Geburtstag in Israel gestorben. Den beiden Schwestern sowie ihrem Bruder Jakob war noch die Flucht vor den Nationalsozialisten gelungen. Ihre Eltern wurden im April 1942 mit anderen Juden aus Siegen und Umgebung in ein Vernichtungslager in Polen deportiert und dort ermordet. Die Familiengeschichte der Hochmanns war im Jahr 1998 Thema einer Dokumentation, die im Aktiven Museum Südwestfalen in Siegen am Obergraben gezeigt wurde. Seither besteht eine feste Freundschaft zwischen dem Museumsleiter Klaus Dietermann, der seinerzeit die Dokumentation erstellte, und den aus Siegen vertriebenen Familien sowie deren Nachkommen. Weiterlesen