Ausstellung: „Adenauer – de Gaulle Wegbereiter deutsch-französischer Freundschaft.

Les bâtisseurs de l’amitié franco-allemande“
Universitätsbibliothek Siegen, Teilbibliothek Unteres Schloß (US) vom 9. Januar bis 6. Februar 2020

Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit, der als Elysée-Vertrag in die Geschichte eingegangen ist. Damit besiegelten sie nach etlichen Kriegen die Aussöhnung zwischen Deutschen und Franzosen und stellten die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich auf eine völlig neue Grundlage, die bis heute ihresgleichen sucht.

Aus diesem Anlass haben die Fondation Charles de Gaulle (Paris) und die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (Bad Honnef-Rhöndorf) gemeinsam eine zweisprachige Wanderausstellung konzipiert. Sie erzählt die Lebensläufe des Kanzlers und des Generals, zeichnet den Weg von ihrer ersten Begegnung 1958 bis zum deutsch-französischen Freundschaftsvertrag von 1963 nach und gibt einen Einblick in seine Wirkungen bis heute. So spannt sie einen weiten historischen Bogen von der Zeit Otto von Bismarcks bis in unsere Gegenwart und schließt damit an die aktuelle Diskussionen etwa über die Zukunft des deutsch-französischen Verhältnisses und die Rolle beider Staaten im vereinten Europa an. Weiterlesen

Neue Publikation präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse der Archäologie

Vom 5.000 Jahre alten Megalithgrab über ein römisches Marschlager und eine mittelalterliche Grafengruft bis hin zum modernen Industriedenkmal und Schauplätzen der Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg: Westfalen ist reich an Bodendenkmälern, die es zu schützen und zu erhalten gilt. Das belegt die neue Publikation „Archäologie in Westfalen-Lippe 2018“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). In 75 Beiträgen informieren 99 Autoren über die aktuellen Forschungsergebnisse aus Archäologie und Paläontologie und die größten Ausstellungen in Westfalen im Jahr 2018.

Auf 316 Seiten laden die LWL-Archäologie für Westfalen und die Altertumskommission für Westfalen zu einer Reise an die verschiedenen Fundplätze in der Region ein – vom Sauerland bis ins Münsterland, von Ostwestfalen bis ins Ruhrgebiet. Die Spanne reicht von paläontologischen Fossilienfunden bis zu den Zeugnissen der jüngsten Vergangenheit. Vieles wird hier zum ersten Mal präsentiert, aber auch Altbekanntes in neuem Licht betrachtet. Weiterlesen

„Winterzeit“ im Museum Wilnsdorf

Neue Sonderausstellung widmet sich der kalten Jahreszeit

Die Sonderausstellung präsentiert u.a. diverse Wintersportgeräte aus vergangenen Zeiten.


Dank elektrischem Licht, Zentralheizung, Fernsehen, Internet, Telefon und Winterdienst hat der Winter heute seinen Schrecken verloren. Aber nur ein paar Generationen in die Vergangenheit geblickt, war die kalte Jahreszeit eine andere, eine mitunter sehr harte Zeit.
„Der Winter zwang zum Rückzug in die eigenen vier Wände, verhinderte Reisen und Kommunikation, konnte dunkel und angsteinflößend sein“, weiß Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck zu berichten. „Diese und andere Erinnerungen wollen wir mit der nächsten Sonderausstellung im Museum Wilnsdorf wecken“. Weiterlesen

20.12.1679 – Todestag Johann Moritz von Nassau-Siegen

Ein WDR-ZeitZeichen von Claudia Belemann
Redaktion: Hildegard Schulte

„Geboren in Dillenburg bei Siegen, gestorben in Bedburg-Hau am Niederrhein, aber genannt: der Brasilianer. Die Lebensleistung von Johann Moritz Fürst von Nassau-Siegen ist weltumspannend und atemberaubend.
Er war Gouverneur in Brasilien, brandenburgischer Gesandter bei der Wahl des deutschen Kaisers Leopold I., holländischer Feldmarschall sowie Gouverneur von Wesel und Utrecht.

Teile des heutigen Recife in Brasilien hießen einst Moritzstadt, weil er hier bauen ließ. Mauritzhuis – so heißt noch heute sein Stadtpalais in Den Haag, das architektonisch eine herausragende Bedeutung hat.

Sein wichtigstes Denkmal aber schuf sich dieser ungeheuer vielseitige Fürst mit dem Landschaftspark in Kleve: eine kilometerweite Anlage mit Alleen, Kanälen und Sichtachsen, die als Vorbild dienten für die Berliner Sichtachsen, inklusive der Prachtstraße „Unter den Linden“.“

Audio:

Quelle: WDR, Zeitzeichen

Ausstellung: „Friedrich Heinrich von Oranien. Leichenzug 1647“

Bis 8. März 2020, Siegerlandmuseum, Kleine Galerie
Gerard van Honthorst - Prince Frederik Hendrik and his wife Amalia van Solms - 005
Bild: Gerrit van Honthorst [1592-1656], Porträt des Prinzen FriedrichHeinrich und der Amalie von Solms, etwa 1637.

Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647), jüngster Sohn Wilhelm I. und seiner vierten Gemahlin Louise de Coligny, verstarb am 14. März 1647. Wenige Monate zuvor hatte seine älteste Tochter Louise Henriette den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Oranien geheiratet. Dies war der zweite Schachzug in einer geplanten Heiratspolitik der Oranier. Bereits 1641 war es Friedrich Heinrich und seiner Gemahlin Amalia von Solms-Braunfels gelungen, den einzigen Sohn Wilhelm II. mit der Tochter des englischen Königs Karl I. Stuart zu verheiraten. Am Sterbebett des Statthalters der Vereinigten Provinzen der Niederlande standen neben der Ehefrau und den Kindern auch Johann Moritz von Nassau-Siegen und der Sekretär und Vertraute Constantin Huygens. Am 10. Mai 1647 wurde Friedrich Heinrich beigesetzt. Der riesige Leichenzug ging von dem „Oude Hofs“ in Den Haag in das ca. 10 Kilometer entfernte Delft. Ziel war die „Oude Kerk“, die Grablege der Oranier. Johann Moritz begleitete den Katafalk, der Große Kurfürst ging als einer der ersten hinter dem Katafalk. Der Tod des Statthalters bedeutete das Ende einer Epoche: zahlreiche Adelige waren im Heer des „Städtebezwingers“ ausgebildet worden und mussten sich nun eine neue Betätigung suchen, da der Abschluss des Westfälischen Friedens bevorstand.“

Neuerscheinung: Karl Heinz Gerhards: Georg Hees (1622-1696) zu Osthelden.

Eine Untersuchung zu seiner Herkunft aus der Familie von und zur Hees. (Siegerländer Beiträge zur Familienkunde, Heft 15, hrsg. vom Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e. V.)

In der Ahnentafel vieler Siegerländer erscheint der Landmann Georg Hees (1622-1696) in Osthelden, über dessen Herkunft die Kirchenbücher leider keinerlei Auskünfte geben. So blieb in den Ahnentafeln ein geheimnisvoller „weißer Fleck“. Nun hat der Familienforscher Karl Heinz Gerhards aus Eiserfeld nach gründlicher Spurensuche ein beachtenswertes Fazit gezogen:

Der Verfasser hat „mit Genauigkeit und Akribie … alle Indizien zusammengetragen, die nur einen einzigen Schluss zulassen, nämlich dass Georg Hees ein Bastardkind des Gottfried von und zu der Hees ist. Viele Siegerländer werden ihre fundierten Erkenntnisse sehr zu schätzen wissen.“
Die angefügten Kirchenbuchauszüge, eine Zusammenstellung der ersten fünf Generationen der Stammfolge Hees sowie die Darstellung einer Karolinger-Abstammung runden die Arbeit ab.

Das Heft (40 S. stark) ist zum Preis von 7,50 Euro zu beziehen über den Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein (info@siegerlaenderheimatverein.de) sowie über den örtlichen Buchhandel.
Quelle: Siegerländer Heimatverein, Neuerscheinungen

Uni Siegen zu Besuch im Stadtarchiv Hilchenbach


Am vergangenen Mittwoch besuchte Dr. Thomas Bartolosch von der Universität Siegen mit 18 Studierenden seines Seminars „Außerschulische Lernorte“ das Stadtarchiv Hilchenbach. Die angehenden Sachkundelehrerinnen und -lehrer für Grundschulen lernen vor Ort einerseits das Archiv als geschichtsbewahrende und rechtssichernde Institution kennen, andererseits regt es sie zu Überlegungen an, wie Grundschüler Geschichte jenseits von Museen erleben können.

Dr. Bartolosch betonte in seinem Vortrag, dass die Erfahrbarkeit der Dimensionen von Raum und Zeit im Sachunterricht der dritten und vierten Klasse eine zentrale Rolle spielen. Der Dozent erklärte, wie man mit Schülern praktisch und projektbezogen im Stadtarchiv Hilchenbach arbeiten könne, „Indem man zum Beispiel das Stadtbild, Straßenzüge oder historische Gebäude auf Abbildungen des Archivs mit dem heutigen Zustand vergleicht. Die Schülerinnen und Schüler suchen den Standpunkt des Fotografen historischer Fotos und Ansichtskarten und machen dort dann selbst ein Foto mit ihrem Handy, woraus sich anschließend eine kleine schulinterne Ausstellung machen ließe.“ Dr. Bartolosch hob hervor, dass er schon seit zwanzig Jahren sehr gerne mit Studierenden das Stadtarchiv Hilchenbach besucht: „Die Stadt Hilchenbach bietet mit der Wilhelmsburg, mit dem Archiv, der Bücherei und dem Museum ein außergewöhnlich gutes kulturelles Angebot.“ Weiterlesen

Literaturhinweis: „Städte- und Gemeinderat“ 11/2019 des StGB NRW

Das Heft November 2019 der Zeitschrift STÄDTE- UND GEMEINDERAT ist das monatlich erscheinende Verbandsorgan des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen (StGB NRW) hatte einen Archiv-Schwerpunkt mit folgenden Beiträgen:
Mark Steinert: Novellierung des Landesarchivgesetzes NRW, S. 6 – 8
Stefan Sudmann: Das Berufsbild des Archivars, S. 9 – 11
Jan Fallack: Der Arbeitskreis „Archive“ des Städte- und Gemeindebundes NRW, S. 12 – 13
Wilhelm Grabe, Hans-Jürgen Höötmann: Die Landesinitiative Substanzerhalt der NRW-Landesregierung, S. 14 – 16
Birgit Geller, Gunnar Teske: Bestandserhaltung durch vorbeugende konservatorische Maßnahmen, S. 17 – 19 Weiterlesen

Führung durch die Ausstellung „Hermann Kuhmichel – Leben und Werk“

Frieder Henrich führt am 3. Advent durch Ausstellung im 4Fachwerk-Museum

„Frieder Henrich schuf 2016 eine dokumentarische Zwischenbilanz über Leben und Werk des Siegerländer Künstlers Hermann Kuhmichel (1898-1965). Der Autor verfügte über eine persönliche Beziehung zu Kuhmichel, denn er konnte ihn seit seiner Kindheit in dessen Siegener Atelier besuchen. Frieder Henrich sichtete für sein Buch die Quellen im Nachlass Kuhmichels und erkundet zusätzlich das sehr umfangreich überlieferte Werk im öffentlichen und privaten Raum.

Er gilt also als besonderer Kenner des Menschen Kuhmichel wie seines mannigfaltigen künstlerischen Wirkens. Am Sonntag, dem 15. Dezember 2019, also am 3. Advent, führt er ab 15:00 Uhr durch die Präsentation im Freudenberger 4Fachwerk-Museum und kann ganz sicher viele Fragen beantworten. Weiterlesen

Netphen: Ausstellung „50 Jahre kommunale Neugliederung“


Im kleinen Sitzungssaal des Rathauses ist bis zum 20.12.2019 die Ausstellung zum Thema „50 Jahre kommunale Neugliederung“ zu sehen. Gezeigt werden Luftbilder der einzelnen Ortsteile von damals und heute in direktem Vergleich. Die Ausstellung kann während der regulären Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden.
Quelle: Stadt Netphen, Veranstaltungen