Heilstätte Hengsbach 2

Tagebuch einer Bestandsbearbeitung

Die ersten Ergebnisse der Recherchearbeiten für die Erstellung des Findbuches für den Bestand und die Erarbeitung einer Hintergrundgeschichte:

Aus Niederschrift über die gemeinsame Sitzung des Kreisausschusses und Finanzunterausschusses vom 29. Januar 1952

„..12) Bau einer Lungenheilstätte im Kreise Siegen

Der Oberkreisdirektor [Dr. Moning] verweist auf die bisherigen Bemühungen des Kreises, einen geeigneten Ersatz für die Kreisheilstätte bis zum 31. März 1953 zu bekommen. Er berichtet, daß jetzt die Aussicht bestehe, zusammen mit der Provinz, der Landesversicherungsanstalt, der Ruhrknappschaft u.a. auf der Basis eines eingetragenen Vereins eine Heilstätte zu bauen. Er gibt einen Überblick über die Finanzierung des Projektes und die Rentabilität. (…) Hinsichtlich der Standortfrage stellt der Oberkreisdirektor fest, daß diese noch ungeklärt sei. Er verweist auf das Ergebnis der kürzlich stattgefundenen Besichtigungen. (…) Sämtliche gutachterlichen Äußerungen sprächen sich für den Bau der Heilstätte in der Oberen Hengsbach bei Eiserfeld aus.

Aus Niederschrift über die Sitzung des Kreistages vom 4. März 1952 in der Bismarckhalle in Weidenau

Weiterlesen

Kreuztaler überlässt dem Stadtarchiv eine Vielzahl an Exponaten aus privater Sammlung

slgbubBürgermeister Walter Kiß konnte jetzt einige Exponate aus der privaten Sammlung des Kreuztalers Heinz Bub in Empfang nehmen. Bei den überlassenen Ausstellungsstücken handelt es sich im Wesentlichen um Bücher, Zeitungsartikel, historische Original-Dokumente und Gegenstände rund um die Thematik „Eisenbahn“, darunter z.B. eine Aktie der königlich-privilegierten Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft aus dem Jahr 1835 sowie das Original-Zuglaufschild „Papstmesse“ der Sonderzugfahrt nach Köln zur Abschlussveranstaltung anlässlich des Papstbesuches 1956. Weiterlesen

Heilstätte Hengsbach 1

hengsbachTagebuch einer Bestandsbearbeitung

Zurzeit lagern die 76 Stehordner und 40 Hefter sowie wenige Übergrößen noch in der Außenstelle des Kreisarchivs. In der kommenden Woche soll der Bestand in das Kreisarchiv gebracht werden. Dort wird ihn die FAMI-Umschülerin Dagmar Spies bearbeiten beginnend mit der technischen Aufarbeitung, der Ordnung und Bewertung, der Erschließung und letztlich der Verpackung für die Rückführung in die Außenstelle. Über den Fortgang der Arbeiten wird sie hier im Blog berichten .

Literaturhinweis: „Die Akten des Reichskammergerichts. Schlüssel zur vormodernen Geschichte“

RKGPubDer neue Leitfaden für die Überlieferung des Reichskammergerichts bietet vier Zugänge zu den ca. 77.000 erhaltenen Akten: Peter Oestmann erläutert anschaulich deren Struktur und Aufbau sowie die verschiedenen Prozessarten. Wilfried Reininghaus schlägt Schneisen durch mögliche und bereits erprobte Forschungsfelder für die Landes- und Rechtsgeschichte und Thomas Reich gibt einen Einblick in die Archivgeschichte der Reichskammergerichtsakten. Darauf folgen sieben ganz unterschiedliche Fallbeispiele – beigesteuert von Peter Oestmann, Wilfried Reininghaus und Matthias Kordes. Sie zeigen Auswertungsmöglichkeiten anhand einzelner Akten auf. Ein Literaturverzeichnis und ein ausführliches Glossar ergänzen den Band. Weiterlesen

Digitalen Archivierung und Einrichtung elektronischer Langzeitarchive

Gemeinsames Positionspapier der kommunalen Spitzenverbände in Nordrhein-Westfalen

Um ein Zitieren in anderen Publikationen zu ermöglichen wurde das Gemeinsame Positionspapier der kommunalen Spitzenverbände NRW zur digitalen Archivierung, das bereits am 23.11.2012 an Frau Ministerin Schäfer (Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW) und Herrn Minister Jäger (Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen) übersandt wurde, nun im aktuellen Heft der Verbandszeitschrift des Landkreustages Nordrhein Westafen EILDIENST (Heft 1 2013, S. 26f.) dokumentiert.
Positionspapier Digitale Archivierung mit Rahmenvorgaben

Ernst Achenbach – ein Quellenfund

im Archiv des Instituts für Zeitgeschichte in München (IfZ).

Ernst Achenbach, in Siegen geborener FDP-Außenpolitiker, ist wegen seiner Beteiligung an der nationalsozialsitischen Verfolgung der Jüdinnen und Juden in Frankreich und wegen seiner führenden Rolle in der rechten Sammlungsbewegung der NRW-FDP in den frühen fünfziger Jahren ein wichtiger Zeitzeuge für die Geschichte des Nationalsozialismus, für die frühe nordrhein-westfälische Landesgeschichte und für die Geschichte der Bundesrepublik bis in die siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts.
In der Beständegruppe Zeugenschrifttum ZS befinden sich unter der Signatur ZS-0596 16 Seiten von bzw. über Ernst Achenbach. Es handelts sich einerseits über ein Gesprächsvermerk des IfZ aus dem Jahr 1955, der u. a. Achenbachs Rolle im Grünspan-Attentat beleuchtet, andererseits um ein Vernehmungsprotokoll Robert M.W. Kempners vom 19. August 1947.

Literaturtipp: Ruth-E. Mohrmann (Hrsg.) „Audioarchive

audioarchiveTondokumente digitalisieren, erschließen und auswerten“
2013, Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, Band 121, 160 Seiten, broschiert, mit einigen Abbildungen, 24,90 €, ISBN 978-3-8309-2807-2

Audioarchive – d.h. Archive, die historische Tondokumente aufbewahren und dokumentieren – befinden sich in diesen Jahren in einer kritischen Phase: Ihre Bestände sind auf Tonträger gespeichert, die inzwischen nicht nur technisch veraltet sind (vor allem Tonbänder, aber auch Walzen, Kassetten, Schallplatten), sondern auch ihre Speicherqualität durch einen fortschreitenden, massiven Alterungsprozess in vielen Fällen eingebüßt haben. Nicht selten sind einzelne Dokumente bereits schwer geschädigt, und es besteht die akute Gefahr, dass umfangreiche Bestände unwiederbringlich verloren gehen. Weiterlesen

Literaturhinweis: „Unbekannte Quellen: ‚Massenakten‘ des 20. Jahrhunderts“ Band 2

Massenakten2Nachdem 2010 der erste Band der „Massenakten“ erschien, möchte der vorliegende zweite Band nahtlos daran anschließen. Dargelegt werden die Geschichte des jeweiligen Verwaltungsverfahrens sowie der formale und inhaltliche Aufbau der Akten. Darüber hinaus wird die Forschungslage der jeweiligen Quellengattung erläutert und Angaben zu den Auswertungsmöglichkeiten, zur Überlieferungslage und zur Benutzung gemacht. Die Autoren sind Archivarinnen und Archivare, die in ihrem beruflichen Alltags mit Massenakten beschäftigen. 16 serielle Aktengattungen aus verschiedensten Bereichen der Landesverwaltung werden analysiert: Weiterlesen

Eine Entdeckung bei der Erstellung einer Zeitungsausschnittsammlung

Bei der Bearbeitung der seit 2002/03 geführten Zeitungausschnittsammlung – mit Aufnahme der Titel und Angaben in das Archivverwaltungsprogramm, Klassifizierung der Berichte (418Klassifikationx), Digitalisierung der Artikel und Anhängen der Digitalisate an die Aufnahme – entdeckte ich kürzlich einen Artikel vom 05.02.2003 aus der RheinZeitung.
Er berichtet über Proteste von Tierschützern gegen die Wildtierhaltung in Zirkussen; konkreter Anlaß war der zu dieser Zeit in Siegen weilende russische Staatszirkus.
Was ist daraus -10 Jahre später- geworden? Weiterlesen