Erste Editionen des Projekts „Zurück zu den Akten“

Im November wurde das Editionsprojekt „Zurück zu den Akten“ vorgestellt. In der Zwischenzeit befinden sich auf der privaten Homepage des Siegener Politiologen Jürgen Bellers folgende Editionen:
1) Akten zum Wiederaufbau in Siegen 1945 ff. (452 S., PDF)
2) Akten zur Kultur und Bildung in Siegen 1945 ff. (210 S., PDF)
3) Aus der Arbeit eines Oberbürgermeisters im Siegen der 1920er Jahre (248 S., PDF)

Sterbeurkunde August Sanders online

Die Leiterin des Historischen Archivs der Stadt Köln, Dr. Bettina Schmidt-Czaia, und der Präsident des Landesarchivs NRW, Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, haben am 15. Januar 2013 in Köln 1,5 Mio. Digitalisate von Kölner Personenstandsunterlagen zur Nutzung im Internet freigeschaltet.

http://historischesarchivkoeln.de/de/lesesaal

Bei den Digitalisaten, die das Landesarchiv NRW auf der Grundlage der im Personenstandsarchiv Rheinland in Brühl verwahrten Zweitschriften angefertigt hat, handelt es sich um Zivilstandsregister der Stadt Köln für den Zeitraum 1833 bis 1875 und Sterberegister aus der Zeit ab 1876. Nachdem die Erstschriften dieser Register durch den Einsturz des Kölner Stadtarchivs bis auf Weiteres nicht benutzbar sind, schließen die Digitalisate der Zweitschriften eine Lücke vor allem für die Kölner Familiengeschichtsforschung. Für das Landesarchiv ermöglichen die Digitalisate eine kontinuierliche Nutzung Kölner Personenstandsunterlagen auch während der Zeit des demnächst anstehenden Umzugs des Personenstandsarchivs von Brühl nach Duisburg.

Die Facebook-Seite des Landesarchivs zeigt die Sterbeurkunde des Siegerländer Fotografen August Sander.

siwiarchiv auf soundcloud

Siwiarchiv beabsichtigt im neuen Jahr auch regionalarchivisch bzw. -geschichtlich relevante Reden und Vorträge, Musik und Geräusche zu dokumentieren. Zu diesem Zweck wird siwiarchiv das Media-sharing-Portal soundcloud benutzen.

Vortrag Stefan Kummer: NS-Krankenmord und Sterilisationen im Kreis Siegen-Wittgenstein, 08.11.2012

Vortrag zur Digitalisierung und Präsentation von Reichskammergerichtsakten in Münster

Münster, Hörsaal der Kath.-Theol. Fakultät (KTh I), Johannisstr. 8-10

Im Rahmen eines öffentlichen Präsentationsabends des Zentrums für Textedition und Kommentierung (ZeTeK) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (http://www.uni-muenster.de/ZeTeK/) am 17. Januar, 19 Uhr, berichtet Dr. Thomas Reich vom Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, über „Reichskammergerichtsakten in Münster – Digitalisierung und Präsentation für das 21. Jahrhundert“. Weiterlesen

Cécile Hummel, „Zeit Sehen – Zurück Blicken“, 2012

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Cécile Hummel „Zeit sehen – Zurück blicken“, 2012, Foto: Thomas Kellner

Kunstwerk des Monats
im Museum für Gegenweartskunst, Siegen

Katja Siebel stellt das Werk, das in der aktuellen Ausstellung des Museums gezeigt wird, vor:
“ ….. Die Arbeit Zeit Sehen – Zurück Blicken der schweizer Künstlerin Cécile Hummel basiert auf Glasnegativen, die sie einem Straßenhändler in Süditalien abkaufte. Die Aufnahmen entstanden in den 1930er und 1940er Jahren. Hummel scannte die Abzüge der Glasnegative digital ein und druckte sie im Offset-Verfahren großformatig aus. Dargestellt sind Personen, die für ein Porträt posieren – wahrscheinlich mit der Absicht, dass die Fotografie ihre Individualität an einem bestimmten Moment in ihrem Leben fixiert und so den Angehörigen auch in den folgenden Generationen als wertvolles Erinnerungsbild dient. Die Fotografien besitzen auch eine kulturgeschichtliche und soziologische Gültigkeit, die über den privaten Anlass hinaus geht. Denn die sich mit fortschreitenden technischen Möglichkeiten als Massenmedium entwickelnde Fotografie löste die klassische Porträtmalerei ab und machte eine neue Erinnerungskultur des kleinen und mittleren Bürgertums möglich.…..“

Dank an Thomas Kellner für die Bereitstellung des Bildes!

Ausstellung „100x Studio für Neue Musik“

plakat_sylvioSeit 1995 gibt es das „Studio für Neue Musik“ an der Siegener Universität, und mittlerweile fand das 100. Konzert statt.
Zu jeder Veranstaltung gab es ein künstlerisch gestaltetes Plakat, das auf besondere Weise auf die besondere Musik hinwies, die den Hörer im „Studio für Neue Musik“ erwartete.
Gestaltet hat alle diese Plakate der Kölner Künstler Daniel Hees, ehemals Professor für Malerei und Druckgrafik an der Siegener Universität – jedes Plakat hat er individuell entworfen, auf der Grundlage einer Zeichnung oder eines Aquarells aus seinen zahlreichen Skizzenbüchern.
Die Ausstellung „100x Studio für Neue Musik“ zeigt nun eine Auswahl der schönsten Plakate – poetische, skurrile, provokante, hintersinnige, rätselhafte – und präsentiert damit gleichzeitig eine Retrospektive der Veranstaltungsreihe. Weiterlesen

Ausstellung „Lieber Aby Warburg, was tun mit Bildern?“

Vom Umgang mit fotografischem Material

Museum für Gegenwartskunst, Siegen
02.12.2012 – 03.03.2013

Paula Roush, Found Photo Foundation/FPF_1

Paula Roush, „Found Photo Foundation / FPF“, 2007-2012
http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/

Die große Gruppenausstellung „Lieber Aby Warburg, was tun mit Bildern? Vom Umgang mit fotografischem Material“ zeigt auf über 1200 qm Ausstellungsfläche 23 jüngere Positionen der Gegenwartskunst, die einen besonderen Umgang mit Fotografien, meist Reproduktionsfotografien oder gefundenen Fotografien, praktizieren.

Als Hommage beziehen sich zwei Projekte der Ausstellung ganz konkret auf die Arbeit von Aby Warburg, während der Bezug bei den anderen Arbeiten eher assoziativer Art ist. Neben Sammlung, Ansammlung, archivierenden und ordnenden Verfahren werden auch Verbindungen von fotografischem Material mit Malerei und Skulptur vorgestellt. Weiterlesen

Vor 10 Jahren: Übernahme von Kriegsgefangenenentschädigungsakten

Ein Blick in die Archivarbeit.

Akzession
In den Sommerferien 2003 musste aus organisatorischen Gründen ein als Lagerraum genutzter Kelleraum der Bismarckschule, Siegen-Weidenau, geräumt werden. Der stellvertretende Amtsleiter des Schulamtes bat das Kreisarchiv sich dort aufgefundene Akten anzusehen. Es stellte fest, dass es sich um ca. 40 m mit Einzelfallakten der Kriegsgefangenenentschädigung nach § 3 des KgfEG handelt. Eine Transport in die Räume des Archivs wurde vereinbart und im Spätherbst realisiert. Weiterlesen