Nächster Schritt zum Weltkulturerbe Hauberg

Deutschland tritt UNESCO-Übereinkommen zum immateriellen Kulturerbe bei
Wissen und Traditionen von Generation zu Generation weitergeben

Deutschland ist dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes beigetreten. Die offizielle Urkunde hat Botschafter Michael Worbs am 10. April 2013 in Paris an UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova überreicht. Damit tritt das Übereinkommen in Deutschland in drei Monaten in Kraft. Künftig sollen verstärkt kulturelle Ausdrucksformen bewahrt werden, die wesentlich von menschlichem Wissen und Können abhängen.
© S.Hofschlaeger/pixelio.deZum immateriellen Kulturerbe zählen u.a. Tanz, Theater, Musik und Handwerkstechniken

Zum immateriellen Kulturerbe zählen unter anderem Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturheilkunde und Handwerkstechniken. Seit 2003 stellt die UNESCO auch diese kulturellen Ausdrucksformen in den Mittelpunkt internationaler Kooperation. Die Organisation will damit in allen Weltregionen überliefertes Wissen und Alltagskulturen als Teil des Erbes der Menschheit erhalten und fördern. Weiterlesen

Walter Krämer-Platz in Siegen

Hochkarätiger Künstlerwettbewerb gestartet – bis 1. Juli Vorschläge einreichen
Ab sofort sind Künstler in der Region aber auch bundesweit aufgerufen, ihre Vorstellungen und Entwürfe für die Gestaltung des künftigen Walter-Krämer-Platzes in Siegen einzureichen. Bis zum 1. Juli werden qualifizierte Vorschläge und Einsendungen von der Kreisklinikum Siegen GmbH als Grundstückseigentümerin und Ausloberin des Künstlerwettbewerbes entgegen genommen. „Mit dem Start des hochkarätigen Wettbewerbsverfahrens beginnt der wohl spannendste Abschnitt auf dem Weg zur angemessenen Würdigung von Walter Krämer, der in Siegen geboren wurde und als „Arzt von Buchenwald“ bekannt gewordenen ist. Ich freue mich auf viele interessante Vorschläge. Sie haben einen historischen Wert an sich, weil sie zeigen, in welcher Weise das Wirken Walter Krämers künstlerisch durchdacht und interpretiert werden kann“, betont Siegens Bürgermeister Steffen Mues. Gemeinsam mit Landrat Paul Breuer leitet Mues die mit der Vorbereitung und Umsetzung des Künstlerwettbewerbes befasste Walter Krämer Kommission, der auch der stellvertretende Stiftungsdirektor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Rikola-Gunnar Lüttgenau, angehört. Weiterlesen

Geplante Kürzungen der Fördermittel für den Denkmalschutz

 – nicht nur ein Thema auf Fachtagung „Archäologie in Westfalen“

Die geplanten Kürzungen der Landesmittel für den Denkmalschutz durch die NRW-Landesregierung war eines der Themen auf der Tagung „Archäologie in Westfalen“ in Münster, die der Landschaftsverband Westfalen (LWL) bereits zum vierten Mal ausrichtete.

Die Referenten machten deutlich, welche Folgen die Kürzungen der Landesmittel nicht nur unmittelbar für die Bau- und Bodendenkmalpflege in NRW haben würden. LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale hob hervor, dass die geplanten Kürzungen die Zukunft der Archäologie nicht nur in Westfalen gefährdeten. Wenn das Geld für Ausgrabungen, Forschungen und Projekte fehle, gingen langfristig wichtige Denkmäler und damit auch Kulturgüter in ganz NRW verloren. Am Ende leide nicht nur die Kultur in Westfalen, sondern mit der fehlenden Fortschreibung der Geschichte und der Forschung auch die Bildung. Weiterlesen

Heilstätte Hengsbach 10

 

Tagebuch einer Bestandsaufnahme

 

Der erste Schub der Akten aus dem Bereich Hauspersonal ist abgearbeitet und mir fielen die unterschiedlichen und teils sehr interessanten Berufsbezeichnungen auf.

 

Die meisten Leute, – im Übrigen bisher nur 3 Männer – wurden als Stationshilfen, Hausgehilfinnen oder Hausangestellte eingestellt, wobei ich annehme, daß diese sowohl in der Gebäudereinigung, der Küche, der Essensausgabe und überall sonst eingesetzt wurden. Die sogenannten Stundenhilfen waren dann wohl aushilfsweise überall eingesetzt, wobei der eine Mann hier als Hilfsarbeiter eingestellt wird, obwohl er ebenfalls aushilfsweise überall arbeitete. Dann gab es noch je eine Putzfrau bzw. –hilfe, je eine Näh- bzw. Nähstubenhilfe, mehrere Küchenhilfen und Beiköchinnen. In der Küche beschäftigte man auch eine Köchin und eine Küchenleiterin, in der Waschküche einige Waschküchenhilfen.

 

Und auch ein Fahrer war angestellt – für Patientenfahrten(?), aber eindeutig auch für die Umzüge der Angestellten, die auf dem Gelände wohnten-.

 

Besonders interessant in diesem Zusammenhang finde ich die Berufsbezeichnungen der Saalhilfe/-helferin oder noch hübscher die Saaltochter. Ich wüsste gerne, für was die wohl zuständig waren: für welchen „Saal“, den Essenssaal?, also die Essensausgabe, usw.?

Autorin: Dagmar Spies

s.a. https://www.siwiarchiv.de/2013/03/heilstatte-hengsbach-9/

„Siegerland zwischen Gegenwart und Zukunft“ (1971)

Zeitzeugen auf Zelluloid
20.03.2012, 20:00 Uhr
Siegen, LYZ 

Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein präsentiert den historischen Film „Siegerland zwischen Gegenwart und Zukunft“. Der 1971 aufwendig produzierte, von Friedrich Flick finanziell unterstützte Farbdokumentarfilm über das Siegerland zeigt nach einer Darstellung der Siegerländer (Wirtschafts-)Geschichte das Siegerland zu Beginn der 70er Jahre. Interessant sind die Blicke in Siegerländer Firmen und die Darstellung der Siegerländer Kulturszene wie z.B. Rolf Agop als Chefdirigent des Siegerlandorchesters (Foto) oder die Vorstellung Wolfgang Kreutters. Der Film ist auch ein Beleg für die Flicksche „Landschaftspflege“: Personen aus seinem Umfeld (Bernhard Weiß, Konrad Kaletsch) kommen zu Wort, seine Projekte in der Region wie das Gymnasium in Kreuztal werden vorgestellt.
Veranstalter: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein
Eintritt frei! Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten.

siwiarchiv.de – erster Jahresbericht

Vorbemerkung

Das regionalarchivische Weblog siwiarchiv.de speist sich vor allem aus vier Quellen. Zuerst muss die 2007 beginnende, private Mitarbeit am ersten archivischen Gemeinschaftsweblog in Deutschland, Archivalia http://archiv.twoday.net , genannt werden. Archivalia zeigt, dass archivische und historische Themen wissenschaftlichen Ansprüchen genügend, kommentierend oder sogar unterhaltend präsentiert werden können. Der unmittelbar nach der Arbeitsaufnahme des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein (16. Januar 2002) gegründete Arbeitskreis der Archive im Kreis Siegen-Wittgenstein bildet die zweite wesentliche Voraussetzung für das Blog. Die Kolleginnen und Kollegen fungieren als Mitautoren. Als technische Grundlage schließlich profitierte das Blog von den guten Erfahrungen, die das Kulturreferat des Kreises Siegen-Wittgenstein als dem Kreisarchiv vorgesetzte Behörde mit dem eigenen Weblog siwikultur.de, http://www.siwikultur.de , gemacht hatte. Die praktische Umsetzung von siwiarchiv.de erfolgte durch den blogbetreuenden Referatsmitarbeiter. Letztlich ist das Blog die Publikationsplattform des Kreisarchivs, weil es im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein bereits drei regionalhistorischen Zeitschriften gibt (Siegerland, http://www.siegerlaenderheimatverein.de/zeitschrift-siegerland.html , Wittgenstein, http://wittgensteiner-heimatverein.de/zeitschriftwittgenstein.html , und Siegener Beiträge, http://geschichtswerkstatt-siegen.de/Publikationen.htm ). Ein weiteres konkurrierendes Print-Organ erschien kontraproduktiv. Weiterlesen

Zeitschrift ARCHIVAR Heft 1/2013 online

Archivar113Besonders verwiesen sei auf folgende Artikel und Berichte:

Aufsätze:
Christian Reinhardt: Die Veröffentlichung von digitalisierten Einträgen in Personenstandsnebenregistern im Internet. Archivrechtliche Anforderungen, S.  18
Ralf-Maria Guntermann/Peter Worm: Anforderungen an die Aussonderung aus elektronischen Personenstandsregistern, S. 23 Weiterlesen