Vollständige Erfassung deutscher Handschriften des Mittelalters

Neues Akademieprojekt an der Universität Siegen und Philipps-Universität Marburg wird mit 6,5 Millionen Euro gefördert.

Dr. Nathanael Busch

In den kommenden 20 Jahren wird im Rahmen des von Bund und Ländern getragenen Akademien-Programms das Projekt Handschriftencensus (HSC) zur vollständigen Erfassung der deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters finanziert. Ziel ist es, der internationalen Forschungsgemeinschaft einen Bestand von rund 26.000 Manuskripten und Fragmenten, die sich weltweit in mehr als 1.500 Bibliotheken, Archiven, Museen und in Privatbesitz befinden, in einer kostenlos abrufbaren Online-Fachdatenbank zugänglich zu machen. Das Fördervolumen beträgt insgesamt 6,5 Millionen Euro. Projektverantwortliche im Handschriftencensus sind die Mittelalter-Philologen Dr. Nathanael Busch von der Universität Siegenund Prof. Dr. Jürgen Wolf, Institut für Deutsche Philologie des Mittelalters der Philipps-Universität Marburg. Das Projekt, das unlängst von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK)bewilligt wurde, wird von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz getragen. Durchgeführt wird das Vorhaben in Marburg. Weiterlesen

„Archivar“ 4 (2016) online

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Der Schwerpunkt dieses Heftes sind Kulturarchive. Vorgestellt werden: das Archiv des Deutschen Theaters Berlin, “ Walter Kempowskis
„Archiv der unpublizierten Autobiografien und Alltagsfotografien“, das Deutsche Tanzarchiv Köln, das Archiv der Berliner Philharmoniker, das Archiv des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf e. V. gegr. 1818 und das Vereinsarchiv des FC Schalke 04. Weiterlesen

Öffnungszeiten des Stadtarchivs Siegen bis zum Jahresende

Das Stadtarchiv Siegen verabschiedet sich in die Weihnachtsfeiertage mit dem an dieser Stelle sicherlich angebrachten Hinweis auf die üppigen Öffnungszeiten „zwischen den Jahren“. Wir empfangen Besucher in der Zeit vom 27. bis zum 30. Dezember zu den bekannten Öffnungszeiten, Gelegenheit auch für alle von unserer Sommerschließungsperiode Enttäuschten Versäumtes – nach verdauter Printe – nachzuholen.
Wir wünschen allen unseren Besuchern ruhige und besinnliche Feiertage und freuen uns auf regen Besuch im Jahr 2017.

Galerieausstellung „Rubens – Das Alte Testament“

Siegerlandmuseum, bis zum 5. Februar 2017

Um 1610 veröffentlichte Rubens seinen ersten Kupferstich nach einem heute verschollenen Gemälde. Das Blatt, gestochen von Cornelius Galle dem Älteren, zeigt die alttestamentarische Szene mit Judith, der reichen und schönen Witwe, die den Feldherren Holofernes tötet, um ihr Volk zu retten. Rubens gab dem Stecher genaue Anweisungen für die Ausarbeitung von Licht- und Schattenwirkungen. Der angehende Malerfürst widmet die Arbeit seinem Freund Johannes Wowerius. Grafische Reproduktionen dienten vielen Künstlern zur Verbreitung ihrer wichtigsten Arbeiten, sie waren ihr Angebot für den kleineren Geldbeutel und dienten Gebildeten als Sammelobjekt für die Schublade. Nach der Veröffentlichung der „Großen Judith“ bemühte sich der geschäftstüchtige Maler um die Erlangung von Privilegien zum Schutz seiner grafischen Arbeiten. Die folgenden Kupferstiche mussten deshalb fast zehn Jahre auf ihre Veröffentlichung warten.
Die Arbeiten sind alle aus dem Bestand des Siegerlandmuseums.

Quelle: Siegerlandmuseum, Ausstellungen

Puppenstube – Eisenbahn. Alte Fotografien und Spielzeuge erinnern daran, womit wir früher spielten.

Das Stadtarchiv Kreuztal und freundliche Unterstützer haben in alten Fotoalben geblättert und Fotos aus Kindertagen zusammengesucht. Hervorgeholt wurden außerdem liebgewonnene und lang gehütete Spielzeuge als bunte Ergänzung zu den Fotografien. Fotos und Spielzeuge stammen überwiegend aus den 1950er/60er Jahren, einiges ist auch noch älter. Mit dieser Ausstellung wird erinnert an frühere Kindertage. Die Fotos zeigen beispielhaft, was damals z. B. unter dem Weihnachtsbaum lag, womit Kinder drinnen wie draußen spielten.

15.12.2016 – 25.01.2017, Kulturbahnhof Kreuztal, Bahnhofstr. 10 

Mo. – Fr. 7:30 – 17:00 Uhr

Grünes Licht für Bundesarchivgesetz (?)

Unterlagen und Akten öffentlicher Stellen des Bundes sollen zukünftig deutlich früher im Bundesarchiv archiviert und die Schutzfristen für das Archivgut verkürzt werden. Der Kulturausschuss billigte am Mittwoch den entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung (18/9633) in der durch den Ausschuss geänderten Fassung mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD gegen das Votum von Bündnis 90/Die Grünen. Die Linke enthielt sich der Stimme. Ziel der Gesetzesnovelle ist es, das Bundesarchivgesetz insgesamt nutzer- und wissenschaftsfreundlicher zu gestalten und an die Anforderung der digitalen Informationsgesellschaft anzupassen. Weiterlesen

siwiarchiv-Statistik: 29.11.16 – 12.12.16


Die Kritik von Archivalia am unbebilderten Adventskalender führte vom 2. bis zum 8.12. zu einer teilweisen beachtlichen Erhöhung der Zugriffzahlen. Bemerkenswert ist auch die Anzahl der Besucher am Nikolaustag – 741 Leserinnen und Leser schauten wohl wegen des Rätsels vorbei. Ab dem 9.12. scheinen sich die Zahlen wieder auf ein normales Maß einzupendeln.

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