Ausstellung „700 Jahre Nikolaikirche“

Zurzeit zeigt das Siegerlandmuseum in der Kleinen Galerie eine Ausstellung zur Geschichte des bekanntesten Siegener Kirchenbaus.

Die spätromanische Hallenkirche mit ihrem einzigartigen sechseckigen Zentralbau und dreischiffigem Langhaus wird im 2. Viertel des 13. Jahrhunderts erbaut. Dem Heiligen Nikolaus, Schutzpatron der Reisenden und Kaufleute geweiht, gehört sie zu den städtischen Marktkirchen des Mittelalters, die damals von Kaufläden und Krämerbuden umgeben sind. Die Nikolaikirche, Stadtkirche der Grafen von Nassau, ist seit 1530 evangelisch und seit etwa 1580 reformierte Hauptpfarrkirche der Stadt Siegen. Vom 16. bis 19. Jahrhundert dienen im damaligen Satteldach ausgebildeten Räume als Lateinschule.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg erfährt die Nikolaikirche einige Umgestaltungen: Die barocke Turmhaube ersetzt die gotische Spitze, im Inneren werden Emporen eingezogen. Aus Anlass seiner Erhebung in den Fürstenstand lässt der Landesherr, Johann Moritz von Nassau-Siegen, 1658 eine große schmiedeeiserne und vergoldete Krone auf den Turm setzen. Das „Krönchen“ wird zum Wahrzeichen der Stadt. Eine besondere Kostbarkeit im Kirchenschatz ist die vom Fürsten gestiftete vergoldete Taufschale, eine peruanische Silberarbeit aus dem 16. Jahrhundert. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges erhält das markante Gebäude ein neues Westportal nach Entwürfen von Professor Gerhard Marcks.
Quelle: Siegerlandmuseum, Ausstellungen

„in ecclesia sancti Nycolai“

Ein perspektivisch seltener Blick auf die Nikolaikirche um 1905. (Stadtarchiv Siegen, Best. Ansichtskartensammlung)

Stadtarchiv dokumentiert die Geschichte der Nikolaikirche  Siegen

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Archivstücke in den Sammlungsbeständen sollen dadurch vorgestellt werden. In der neuen Ausgabe wird im Jahr des Reformationsjubiläums die 700jährige Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung der Nikolaikirche gewürdigt.

[…] in ecclesia sancti Nycolai infra muros sygen“ lautete der Text einer Urkunde vom 9. Oktober 1317, als  der regierende Landesherr Heinrich Graf zu Nassau die Stiftung und Dotierung des Michaelaltars in der Nikolaikirche bekundete. Ausdrücklich wird darauf verwiesen, dass sich das Gotteshaus innerhalb der Mauern Siegens befand – anders als etwa die Martinikirche, deren Lage sechs Jahre zuvor als „extra muros“, also außerhalb der Mauern, beschrieben wurde. Anlässlich des 700jährigen Jubiläums hat Christian Brachthäuser, Mitarbeiter des Stadtarchivs Siegen, eine chronologisches Datengerüst zusammengestellt. Die wichtigsten Ereignisse aus dem Umfeld der Nikolaikirche sind darin enthalten. Angefangen vom Guss der Kirchenglocken im 14. Jahrhundert, über die durch Rechnungen im Stadtarchiv dokumentierten Ausbesserungsarbeiten am Kirchturm Mitte des 15. Jahrhunderts, bis zur grundlegenden Sanierung des imposanten Sakralbaus unter dem Herborner Architekten Ludwig Hofmann von 1903 bis 1905. Auch der Besuch politischer Prominenz findet Beachtung: Wer hätte bei dem Besuch eines Gottesdienstes im Jahr 1789 schon erahnen können, dass mit Wilhelm Friedrich Erbprinz von Oranien und Fürst zu Nassau (1772-1843) der erste König der Niederlande (ab 1815) in der Nikolaikirche verweilte? Viele weitere wissenswerte Details und Quellen runden die PDF-Dokumentation ab, die ab sofort auf der Website des Stadtarchivs unter www.stadtarchiv-siegen.de abrufbar ist. Weiterlesen

Führung durch die Stahlarbeiter-Siedlung Wenscht

Datum: 31.08.2017, 17.30 – 19.30 Uhr
Treffpunkt- Parkplatz Gaststätte Bim Käs Siegen, Fichtenweg

Rückblick auf die Entstehung der Gartenstadt, die von vielen Künstlern mitgestaltet wurde. Besonders thematisiert werden die zahlreichen Kunstobjekte im Wohnumfeld der Gartenstadt aus den 1950/60-er Jahren sowie das Ringen um die Erhaltungs- und Gestaltungssatzung zur Sicherung der städtebaulichen Eigenart der einst ausgezeichnteten Siedlung.

Quelle: Stadt Siegen: Veranstaltungskalender

Ausstellung „Die Oranierroute“ im Rathaus, Siegen

Vom 29. August bis 10. September

Vom 29. August bis 10. September werden in der Rathausgalerie, Markt 2, Informationsdisplays rund um die Oranierroute und ihre deutschen Städte präsentiert. Die Ausstellung wird am 29. August 2017, 18 Uhr durch Steffen Mues, Bürgermeister der Stadt Siegen, eröffnet.

Die Oranierroute ist eine über 3.000 km lange Route, die entlang 33 deutscher und niederländischer Städte führt, die einen historischen Bezug zum niederländischen Königshaus haben. Siegen spielt in der Geschichte der Nassauer und Oranier eine wichtige Rolle, denn zwei Zweige der Nassauer hatten lange Zeit ihren Sitz in Siegen.

Anlass für die Ausstellung war 2014 das 200-jährige Jubiläum des niederländischen Königshauses. Die Präsentation wird in den Städten entlang der Oranierroute gezeigt. Auf elf doppelseitig bedruckten Displays wird sowohl in deutscher als auch in niederländischer Sprache die Geschichte der deutschen Oranierroutestädte lebendig gemacht. Weiterlesen

Dreiwöchige Schließung des Stadtarchivs Siegen im August 2017

Vom Montag, den 31. Juli 2017, bis einschließlich Freitag, den 18. August 2017, bleibt das Stadtarchiv für die Öffentlichkeit geschlossen. In dieser Zeit werden interne Arbeiten zur Erschließung der Archivbestände durchgeführt. Wir bitten um Verständnis, dass daher vorübergehend keine Anfragen beantwortet werden können.

In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an die Rufnummer 0271 / 404-3095.

Neue stadtgeschichtliche Sammlung des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss

Eine Zeitreise durch Siegens Geschichte

Sechs Räume, 800 Jahre Geschichte: Die neue stadtgeschichtliche Sammlung des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine kleine Zeitreise durch die Geschichte Siegens.

Zu den Exponaten, die in der Ausstellung zu sehen sind, gehören auch alte Schriftstücke, die im Grafentrakt des Oberen Schlosses gefunden wurden. (Foto: Stadt Siegen)

Bürgermeister Steffen Mues stellte die Dauerausstellung jetzt gemeinsam mit Museumsdirektorin Prof. Dr. Ursula Blanchebarbe und Ulf Stötzel als 1. Vorsitzendem des Fördervereins des Siegerlandmuseums und des Oberen Schlosses e.V. vor. Die Sammlung gehört wie auch das interaktive 3D-Stadtmodell, das seit April zu sehen ist, zur stadtgeschichtlichen Abteilung „Zeit.Raum Siegen – Regionale Erinnerungsorte“. Weiterlesen

Stadtarchiv Siegen erhält Fotografien von Großbaustellen

Zu der Fotosammlung von Hans-Wilhelm Fuchs gehört auch diese Aufnahme vom 15. Juli 1997, die den Bau der City-Galerie zeigt. (Foto: Hans-Wilhelm Fuchs)

Das Stadtarchiv Siegen konnte sich jetzt über eine besondere Schenkung freuen: Hans-Wilhelm Fuchs übergab dem Archiv jetzt einen reichen Fundus an hochwertigen Foto-Aufnahmen, die städtebauliche Veränderungen in Siegen dokumentieren.

Hans-Wilhelm Fuchs (r.) übergibt seine Fotografien Stadtarchivar Ludwig Burwitz. (Foto: Stadt Siegen)

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Johannes Heesters, Inge Meysel & Co. in Siegen

Handschriftlicher Eintrag in dem Autogrammbuch von 1964.

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Archivstücke in den Sammlungsbeständen sollen dadurch vorgestellt werden. In der neuen Ausgabe wird ein Autogrammbuch aus dem Umfeld der Kulturgemeinde Siegen e.V. präsentiert, das zwischen 1963 und 1966 geführt wurde. Die Unterschriften namhafter Künstlerinnen und Künstler zeigen, dass die Kulturarbeit unter dem „Krönchen“ bereits wenige Jahre nach Eröffnung von Bühne der Stadt Siegen und Siegerlandhalle Früchte trug. Weiterlesen

Vortrag „Der Rubenspreis und Siegen“

Morgen, 22.06.2017, 19.00 Uhr Städtische Galerie Haus Seel, Kornmarkt 20, Siegen, Dr. Gunhild Müller-Zimmermann

Seit 1957 verleiht die Stadt Siegen den Rubenspreis alle fünf Jahre an eine Künstlerin, einen Künstler für herausragende europäische Malerei oder Grafik. Gestiftet wurde der Preis in Erinnerung an den Maler und Diplomaten Peter Paul Rubens, der am 28. Juni 1577 in Siegen geboren wurde. Doch wie  kam es, dass eine kleine Stadt in der Provinz sich das überaus ehrgeizige Ziel setzte, einen Preis für zeitgenössische Kunst auszuloben nur ein Jahrzehnt nach Kriegsende, als das materielle (Über-)leben das Denken noch weitgehend dominierte?
Diesen und anderen Fragen geht Dr. Gunhild  Zimmermann, Kulturredakteurin der Siegener Zeitung, in ihrem Vortrag nach. Die Kulturabteilung der Stadt Siegen leistet damit einen Beitrag zur Vorbereitung der Rubenspreisverleihung 2017 an Niele Toroni.