Hinweistafel informiert über die Geschichte der Siegbrücke

Die Siegbrücke in der Siegener Innenstadt ist schon viele Jahrhunderte lang ein wichtiger Überquerungspunkt über den Fluss: Seit mehr als 600 Jahren befindet sich dort ein Brückenbauwerk. Damit die Geschichte der Brücke nicht in Vergessenheit gerät, informiert darüber jetzt eine neue Hinweistafel.

Bürgermeister Steffen Mues enthüllte die Tafel am Montag, 16. April 2018, gemeinsam mit Stadtbaurat Henrik Schumann sowie Helmut Bruch und Dr. Andreas Bingener vom Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V., der die Finanzierung des Schildes übernommen hatte.

„Jeden Tag passieren unzählige Menschen die Siegbrücke, doch die wenigsten von ihnen sind sich dabei der historischen Bedeutung dieses Überquerungspunktes über die Sieg bewusst“, erklärte Mues. Zudem werde die Brücke als direkte Verlängerung der Bahnhofstraße fälschlicherweise auch als „Bahnhofstraßenbrücke“ bezeichnet. Weiterlesen

Ausstellung „1568 – 450 Jahre Achtzigjähriger Krieg“

Siegerlandmuseum, 20.4. – 8.7.2018

Am 5. Juni 1568 wurden die Grafen Egmont und Hoorn in Brüssel hingerichtet. Dies bedeutete den Beginn jahrzehntelanger Auseinandersetzungen, in denen sich die Republik der sieben Vereinigten Provinzen der Niederlande ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone erkämpfte. Eine wichtige Rolle in den Kämpfen spielten Wilhelm I. von Oranien und seine Söhne Moritz und Friedrich Heinrich. Erst der Westfälische Friede zu Münster sollte die internationale Anerkennung der Republik durch Spanien und durch die daran beteiligten Mächte, Kaiser und Reich, bringen. Die Ausstellung zeichnet die wichtigsten Ereignisse des Krieges anhand grafischer Arbeiten und Gemälde nach. Die Präsentation versteht sich als Vertiefung der Dauerausstellungen des Siegerlandmuseums in den Ausstellungsbereichen Nassau-Oranien / Nassau-Siegen.
Quelle: Siegerlandmuseum

Vortrag: Dr. Ulrich F. Opfermann / Torsten Thomas: „Widerspruch und Widerstand im Nationalsozialismus“

Protestkundgebung in Holzhausen am 12. August 1932 während der Beisetzung des ersten Opfers des nationalsozialistischen Terrors im Siegerland. Der Sozialdemokrat Siegfried Betz war am 25. Juli 1932 von der SA angeschossen worden und erlag am 8. August 1932 seinen Verletzungen (Vorlage: Heimatverein Holzhausen).

Mit einem zeitgeschichtlichen Thema setzt sich die nächste Veranstaltung der Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, den 19. April 2018, um 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter auseinander. Der Regionalhistoriker Dr. Ulrich F. Opfermann wird dann zusammen mit Torsten Thomas ein Internetprojekt vorstellen, das die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Siegerland-Wittgenstein erstellt hat. Der Vortrag widmet sich in zum Teil sehr detaillierten Kurzbiografien den Frauen und Männern in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein, die aus ganz unterschiedlichen Gründen in Widerspruch und/oder im Widerstand zum Nationalsozialismus standen. Viele von ihnen waren Verfolgung, Misshandlung und Haft ausgesetzt. Die Verfolgung konnte im Tod enden. Jede Biografie wird durch präzise Quellenangaben ergänzt. Im Vortrag werden das Projekt als Ganzes und einige Biografien exemplarisch vorgestellt. Weiterlesen

„Reinhold-Forster-Erbstollen“ – Denkmal des Monats

Für das Siegener „Denkmal des Monats“ 2018 hat eine Auswahlkommission der Stadtverwaltung, bestehend aus Stadtbaurat Henrik Schumann, Björn Wienands als Abteilungsleiter u. a. für die Untere Bauaufsichtsbehörde und Heike Balzer (Untere Denkmalbehörde), das Objekt „Reinhold-Forster-Erbstollen“ für die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne NRW gewählt.

Der Stollen ist nach dem bekannten Naturforscher und Geologen Johann Reinhold Forster (1729-1798) benannt. Er wurde im Jahr 1805 angeschlagen und zunächst nur mit der Absicht angesetzt, die sogenannten „Tretenbacher Gänge“ der Gewerkschaft „Reinhold Forster“ von der Talsohle aus zu lösen und zutage zu fördern. Weiterlesen

„…Im Siegen´schen wurden die Leute bis auf den Tod geschlagen…“

Stadtarchiv zeigt historische Dokumente aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs (1618-1648)

Nachwirkung des Dreißigjährigen Kriegs: Druckschrift aus dem Jahr 1650 mit einer Beschreibung tumultartiger Szenen vor dem Rathaus Siegen und Gewaltexzesse gegen die katholische Obrigkeit ein Jahr zuvor (Stadtarchiv Siegen)

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Archivstücke in den Sammlungsbeständen sollen dadurch vorgestellt werden. In der neuen Ausgabe wird an den Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs (1618) vor 400 Jahren erinnert und dessen Bedeutung für das Siegerland herausgestellt. Weiterlesen

Vortrag »Das ‚Dritte Reich‘ im Kriminalroman der Gegenwart«

Privatdozent Dr. Jürgen Nelles (Vorlage: Jürgen Nelles)

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ geht es am Donnerstag, den 15. März 2018, um ein vielbeachtetes und keineswegs nur literarisches Thema: Das „Dritte Reich“ im Kriminalroman der Gegenwart.

So stehen die Aufklärung von Verbrechen und die Aufarbeitung von Vergangenheit im Mittelpunkt der ebenso erfolgreichen wie spannenden Kriminalromane von deutschsprachigen Autorinnen und Autoren wie Frank Goldammer, Volker Kutscher und Ferdinand von Schirach, aber auch des Briten Philip Kerr, des Polen Marek Krajewski oder der französischen Schriftstellerin Dominique Manotti.
Die von den Schriftstellern dargestellten – authentischen oder fiktiven – Kriminalfälle spielen zwischen 1930 und 1945 vor dem Hintergrund der damaligen politischen, sozialen und kulturellen Verhältnisse. Der mit vielen Fotografien bebilderte Vortrag von Dr. Jürgen Nelles zeigt, wie in der Gegenwart ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte in einem populären Genre verarbeitet und aufgearbeitet wird. Weiterlesen

Linktipp: „Ein Autogramm aus der Vergangenheit.

9A [der Gesamtschule Eiserfeld] trifft Traute Fries und Dieter Pfau im Stadtarchiv“

Ein Erfahrungsbericht über einen Besuch im Siegener Stadtarchiv aus Schulsicht. Die App des Volksbundes deutscher Kriegsgrtäberfürsorge zum Ersten Weltkrieg war neben der Magazinführung weiterer Programmpunkt des Besuches.

Geisweider Dr.-Dudziak-Park wird denkmalgerecht saniert

Der Dr.-Dudziak-Park ist seit 2011 als Gartendenkmal eingetragen und soll nun bis Mitte 2019 seinen historischen Charakter zurückerhalten. (Foto: Stadt Siegen)

Die Siegener Stadtverwaltung stellte am Mittwoch, 14. Februar 2018, im Geisweider Rathaus die Pläne zur Sanierung des Dr.-Dudziak-Parks im Wenscht vor. Die unter Denkmalschutz stehende Parkanlage soll bis Mitte 2019 ihren historischen Charakter zurückerhalten und denkmalgerecht weiter entwickelt werden.

Rund 50 Bürgerinnen und Bürger informierten sich im Großen Sitzungssaal und gaben im Rahmen der Bürgerbeteiligung wertvolle Anregungen. Seit 2011 ist der Park als Gartendenkmal eingetragen.

„Die einmaligen, unter Schutz stehenden Strukturen des Parks möchten wir bewahren und für die Zukunft sichern. Der Dr.-Dudziak-Park soll wieder der attraktive Erholungsort werden, der er einmal war“, sagte Bürgermeister Steffen Mues in seiner Begrüßung. Weiterlesen

Ausstellung „200 Jahre (Königliche) Bergschule – Vor 200 Jahren Unterrichtsbeginn“

Siegerlandmuseum, 18.2. – 15.4.2018

„Nach dem Wiener Kongress wird das Siegerland mit dem Königreich Preußen vereinigt. Unter der französischen Fremdherrschaft war der ehemals blühende Bergbau stark zurückgegangen und der preußischen Regierung war daran gelegen, den mit verschiedenen Mineralienvorkommen gesegneten Landesteil bergbaulich neu zu beleben. Der Geheime Oberbergrat Graf von Beust von der neu errichteten Oberbergamtskommission (später Königliches Oberbergamt) richtete 1815 einen Fragenkatalog an die amtierenden Revier-Bergmeister Engels, Jung, Stein, Doering, Menzler und Schmidt, wie dies zu realisieren sei. Eine Frage beschäftigte sich u. a. mit der Bildung von Unteroffizianten und Aufsehern im Siegerländer Bergbau. Es wurden neben den Bergbeamten, die an den Bergakademien studierten, junge qualifizierte Bergmänner gebraucht. Durch eine fundierte Ausbildung sollten sie anschließend Führungsfunktionen als Steiger oder untere Gruben- und Rechnungsbeamte ausüben. Anlässlich der ersten Generalbefahrung am 25.September 1816, an der außer dem Grafen Beust auch der Oberberghauptmann Gerhard aus Berlin teilnahm, wurde im Protokoll festgehalten: “Endlich wird noch empfohlen die Errichtung von Bergschulen, um Steiger auszubilden.“ Auch Oberbergrat J. P. Becher hielt es für nötig und zweckmäßig in Siegen eine Bergschule zu errichten. Weiterlesen