Literaturhinweis: „Fachwerk im Kreis Altenkirchen“ (2026)


Im landschaftlich durchaus heterogenen Kreis Altenkirchen ist es das alles verbindende Element. Kein Weiler, kein Dorf und keine Stadt, in dem es nicht zu Hause ist. Mal deutlich in die Jahre gekommen, in der Regel aber gut erhalten und gepflegt, manchmal sogar herausragend präsentiert: Das Fachwerk mit seinen Holzbalken und Gefachen begleitet die Menschen in der Region und alle Besucher auf Schritt und Tritt.
Die typische Bauweise des Westerwaldes und des Siegerlandes aus vergangenen Zeiten prägt häufig genug das Erscheinungsbild einer ganzen Gemeinde – und hat es daher mehr als nur verdient, mit einem eigenen Buch gewürdigt zu werden. Genau das ist jetzt unter dem Titel „Fachwerk im Kreis Altenkirchen“ geschehen, herausgegeben von der Kreisverwaltung. Weiterlesen

Historische Dokumente digitalisieren und zugänglich machen

Reblog des Blog der Firma bmd, Siegen v. 27. Mai 2026

„Historische Dokumente sind zentrale Quellen für die Forschung. Sie können selbst hunderte Jahre nach Entstehung ein Bild davon geben, was geschah und wie die Menschen zu dieser Zeit lebten. Doch auch für die Zukunft spielen sie eine wichtige Rolle, denn auch in mehreren Jahrzehnten oder Jahrhunderten wird es die Menschen interessieren, wie wir heute leben. Auch unsere heutigen Erzeugnisse werden früher oder später zu wichtigen Quellen.
Wichtig ist – egal in welchem Jahr wir leben –, dass Fragen an die Quellen gestellt werden, um sie zu verstehen. Nur so kann es gelingen, sie zu bewerten und in die jeweilige Zeit einzuordnen – ganz im Sinne der eigenen Forschung. Doch es gibt ein Problem: Papier, Pergament oder ähnliche Materialien, aus denen historische Dokumente häufig bestehen, unterliegen dem Verfall. Papyrus-Dokumente aus der Antike sind nur in einem sehr geringen Maße erhalten – und wenn, dann meist nur in Fragmenten.
Die Überlieferung historischer Dokumente war stets mit Medienwechseln verbunden. Früher wurden sie handschriftlich abgeschrieben, später mit der Erfindung der Buchpresse gedruckt – zumindest die wichtigsten Dokumente. Handschriftliche Tagebücher hingegen sind fast nur als Unikate erhalten. Um sie zu erhalten, steht heute ein weiterer Medienwechsel an: Historische Dokumente sollten digitalisiert werden, um zugänglich zu sein und um für die Nachwelt erhalten zu werden.
Doch bei der Digitalisierung von historischen Dokumenten stehen auch Gefahren an, sofern sie nicht richtig durchgeführt werden. Bereits einfaches Tageslicht kann das Material, aus dem diese Quellen bestehen, in kurzer Zeit stark beschädigen. Wir möchten Ihnen deshalb zeigen, warum es dafür spezielle Technik benötigt. Lernen Sie die Verfahren kennen, mit denen die Dokumente digitalisiert werden und wo der Vorteil in der Digitalisierung liegt.

Warum historische Dokumente digitalisieren?
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Pfarrarchive bewahren kulturelles Erbe vor Ort

Kirchengemeinde St. Philippus und Jakobus Herdecke Gastgeberin für 9. Tag der Pfarrarchive im Erzbistum Paderborn

Der Tag der Pfarrarchive ermöglicht jedes Jahr einen wertvollen Austausch und Wissenstransfer. (c) Privat


Zum mittlerweile 9. Mal fand in diesem Jahr der Tag der Pfarrarchive im Erzbistum Paderborn statt. Gastgeberin war die Kirchengemeinde St. Philippus und Jakobus in Herdecke. Das Treffen wurde für alle Beteiligten zu einer rundum gelungenen Veranstaltung. Zahlreiche Gäste aus dem Bereich der kirchlichen Archivarbeit kamen kürzlich zusammen, um sich auszutauschen, neue Impulse mitzunehmen und die Bedeutung der Pfarrarchive für Kirche und Gesellschaft zu würdigen. Weiterlesen

Warum die Nikolaikirche mehr als das Krönchen zu bieten hat


Die Kirchen im Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein sind alle für sich etwas Besonderes. Keine gleicht der anderen, nicht selten verbergen die dicken Mauern Erstaunliches. Da macht auch eine die bekannte Nikolaikirche im Herzen Siegens keine Ausnahme.
Pfarrer Stefan König geht voran. Die steinerne Treppe führt Stufe für Stufe unter die Nikolaikirche. Wer in die verborgenen Winkel und Ecken der Nikolaikirche einen Blick werfen möchte, muss die Treppen abseits des großen Kirchenschiffs nutzen. Einige Stufen führen in eine ehemalige Gruft, eine andere Treppe folgt dem alten Turm der Nikolaikirche durch viele Jahrhunderte Geschichte – bis zum Krönchen, Siegens Wahrzeichen. Weiterlesen

Online: Archivpflege in Westfalen-Lippe (104/2026)

Themen in diesem Heft (PDF):

Was ist Erschließungsrückstand?
Daten- und KI-Kompetenzen in Kommunalarchiven
Die Gefahr der Sekundären Traumatisierung im Archiv
Bildungsarbeit effizient ausbauen
Der Klimawandel im Büro. Schäden an Archivalien
Schiedsamtsakten als Quelle der Orts-, Rechts- und Sozialgeschichte
Die Fotosammlung des Stadt- und Kreisarchivs Paderborn

„Silberne Taufschale, goldenes Krönchen – wie der transatlantische Sklavenhandel Siegen begl(dr)ückte“

Vortrag und Diskussion, Donnerstag, 11.06.2026, 18:00 – 20:00 Uhr, Siegen, KrönchenCenter, 1.05 Vortragsraum

Jeder kennt das Wahrzeichen von Siegen, das Krönchen auf der Nikolaikirche und viele kennen auch die Silberne Taufschale. Beides sind Geschenke des Fürsten Johann Moritz von Siegen-Nassau. Doch nur wenigen ist bekannt, dass diese Geschenke eng mit dem transatlantischen Sklavenhandel verbunden sind.
SI Nikolaikirche-Taufschale Ludorff 1903
Albert Ludorff, Public domain, via Wikimedia Commons

Der Vortrag informiert über den Zusammenhang zwischen diesen beiden Geschenken und der Sklaverei. Der Referent, Prof. Dr. Schädler zeigt in seinen Vortrag die Merkmale von Sklaverei und Sklavenhandel auf und verdeutlicht in einem historischen Abriss die Entwicklung des transatlantischen Sklavenhandels sowie die Rolle, die die europäischen Mächte im Zusammenspiel mit den damaligen afrikanischen Eliten dabei spielten. Thematisiert werden die Abläufe der Versklavung und die damit verbundenen ungeheuren Dimensionen von Grausamkeit, aber auch die Profitabilität vor allem der Plantagenwirtschaft in den Amerikas. Mit Verweis auf das ‚goldene Zeitalter‘ der Niederlande, wird ebenfalls verdeutlicht, wie es dem „Militärunternehmer“ Fürst Johann Moritz von Siegen-Nassau, damals Gouverneur für Niederländisch-Brasilien, möglich wurde, die silberne Taufschale und das goldene Krönchen der Kirchengemeinde von Siegen als Geschenk zu überreichen. Der Vortrag soll dazu beitragen, diesen Teil der Siegener Stadtgeschichte transparenter zu machen. Weiterlesen

Ein Haus voller Geschichte

Ehemalige Bewohnerin zu Gast im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Originalaufnahme von Jutta Fick (geb. Stöcker) im Haus Stöcker. Foto: LWL


Das Haus Stöcker, ein Fachwerkhaus aus Burgholdinghausen (Ortsteil von Kreuztal im Kreis Siegen-Wittgenstein), wurde fast 90 Jahre lang von Familie Stöcker bewohnt. Heute steht das Haus im LWL-Freilichtmuseum Detmold und erzählt die Bewohnergeschichte der 1950er bis 60er Jahre. Noch besser als durch das Haus als Ausstellungsobjekt lässt sich die Geschichte von ehemaligen Bewohner:innen erfahren.
Hierzu lädt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am kommenden Sonntag (7.6.) ein. Ab 10.30 Uhr wird Jutta Fick, die Tochter der ehemaligen Bewohnerin Annette Stöcker im Haus vor Ort sein, um für Fragen und Gespräche zum Haus Stöcker zur Verfügung zu stehen, in dem sie selbst als Kind wohnte. Sie berichtet von den Herausforderungen, dem Wandel ländlicher Lebensweisen und der Anpassungsfähigkeit seiner ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Quelle: LWL, Pressemitteilung, 2.6.26

VHS-Vortrag: „Heimatgeschichte(n) in der Zeitung. Funktioniert sowas?“

Di., 09.06.2026, 18:00 – 19:30 Uhr, Das neue CAPITOL, Im Herrengarten 8, 57319 Bad Berleburg, Holger Weber, Redakteur der Siegener Zeitung

Wer hätte gedacht, dass der Wasserturm in Erndtebrück bei seinem Einsturz im Jahr 1977 nicht nur mit Wasser für Lokomotiven, sondern kurioserweise auch mit Limonade gefüllt war? Oder dass ein Arzt aus Laasphe einst als konkretes Vorbild für den weltberühmten Gruselfilm „Frankenstein“ diente? Welche gefährlichen Räuber aus Schwarzenau wurden 1770 hingerichtet? Und weshalb findet sich auf einer Karte von 1913 zwischen Borissow und Minsk in Weißrussland ein Dorf namens Wittgenstein? Weiterlesen

Siegen-Wittgenstein im Haus der Geschichte NRW:

Bad Berleburg, Bad Laasphe, Wilnsdorf, Siegen und ein Skandal

Das MuseumMobil des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen hat vor genau zwei Jahren in der Stadt Siegen Halt gemacht (Link, Link).

Die Auswahl über die Karte führt zu 2 Ergebnissen:
Rückkehr der Kriegsgefangenen: Eine Jacke und ihre Geschichte
Wir sind Weltmeister: Hidden Champions in Nordrhein-Westfalen

In der Objektgalerie des MuseumMobil finden sich zurzeit folgende Objekte mit dem Bezug zum Kreisgebiet: Weiterlesen

„Die Toten können nicht erzählen, die Überlebenden schon“

Digitales Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Dr. Michaela Vidláková
Dr. Michaela Vidláková wurde 1936 in Prag in eine jüdische Familie geboren. Die Nationalsozialisten deportierten sie zusammen mit ihrer Familie kurz vor ihrem 6. Geburtstag nach Theresienstadt. Die Familie überlebte nur mit Glück.
Altersbedingt kann Michaela Vidláková leider seit letztem Jahr nicht mehr persönlich zu uns nach Siegen kommen. Zusammen mit dem Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein und der Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein lädt die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland daher für Donnerstag, 11.06., um 19 Uhr zu einem Online-Zeitzeugengespräch mit Frau Vidláková via Zoom ein. Die Teilnahme ist kostenfrei und von zu Hause aus möglich. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail an cjz.siegen@t-online.de bis zum 04.06.26 ist unbedingt erforderlich. Der Link zur Teilnahme wird erst nach der Anmeldung verschickt. Weiterlesen