Mehrsprachige und verständliche digitale Erläuterungstexte zu historischen Informationstafeln und QR-Codes in Siegen

Antrag gemäß §9 der Geschäftsordnung des Rates der Universitätsstadt Siegen zur
Sitzung des Kulturauschusses am 16.06.2025
der CDU, Grüne, Volt, FDP, UWG,Linke

„Die Stadt Siegen verfügt bereits über ein wertvolles Angebot zur Vermittlung ihrer
Stadtgeschichte. Auf den städtischen Internetseiten zum Historischen Stadtrundgang und zu den Orten der Stadtgeschichte werden wichtige historische Orte vorgestellt. An verschiedenen Stellen ergänzen Informationstafeln im Stadtraum dieses Angebot.
Teilweise führen QR-Codes zu weiterführenden digitalen Texten.
Dieses Angebot ist grundsätzlich sehr sinnvoll. Es bleibt aber hinter seinen Möglichkeiten zurück, wenn die digitalen Informationen teilweise nur in längerer Textform oder
ausschließlich in wenigen Stichpunkten verfügbar sind. Für Besucherinnen und Besucher, die den QR-Code vor Ort mit dem Handy scannen, sollte die wichtigste Information schnell, verständlich und in einer passenden Sprache erreichbar sein. Weiterlesen

Linktipp: Markus Beckedahl: „Wer archiviert, gestaltet die Zukunft“

Link zur Keynote Beckedahls auf der Tagung „Offene Archive 2026 – Transparenz, Beteiligung, Vielfalt – Bürger*innenarchive in demokratischen Gesellschaften“ in Köln

Warum es sich lohnt den Text ganz zu lesen:
“ …. Antifaschistische Archivarbeit …. Diese Arbeit verlangt keine bestimmte Parteizugehörigkeit. Sie verlangt keine geteilte private Meinung. Sie verlangt nur, dass man den eigenen Beruf ernst nimmt: Vollständigkeit, Integrität, Zugänglichkeit, Schutz. Genau deshalb können sich auch Menschen darauf verständigen, die politisch sonst wenig teilen. Es ist Berufsethik und keine Gesinnung. …. Archivarbeit ist nicht antifaschistisch, weil Archivarinnen privat die richtigen Meinungen haben. Sie ist antifaschistisch, wenn sie verhindert, dass Macht die Vergangenheit säubert. Sie ist antifaschistisch, wenn sie marginalisierte Perspektiven nicht wieder aus der Überlieferung fallen lässt. Sie ist antifaschistisch, wenn sie Gewalt dokumentiert. Sie ist antifaschistisch, wenn sie Löschung nicht mit Aktualisierung verwechselt. Sie ist antifaschistisch, wenn sie sagt: Nein, das verschwindet nicht einfach.
Archive werden die Demokratie nicht allein retten. Das wäre eine Überforderung. Aber ohne Archive wird es sehr viel leichter, Demokratie umzuschreiben. ….“ Weiterlesen

Freudenberg im Zeitgeschehen 1 (2026) erschienen

Aus dem Inhalt:
– Gerhard Berg: Geschäfte im Ortskern Alter Flecken, S. 3ff
– Friedhelm Röcher: Der alte Fußballplatz in Lindenberg, S. 15ff
– Hans-Jürgen Klappert: Es knallt und stinkt, es dampft und schabt, S. 21ff
– Bodo Hoffmann: Karl Sterzenbach, ein Freudenberger Pädagoge, S. 27ff
– Teo Shwarz: Erinnerungen an das Jahr 1944, S. 37
– Redaktion: Nordrhein-Westfalen ehrt Thomas Ijewski

Online: ARCHIV. theorie & praxis Heft 1/2026

Das Heft 1/2026 von ARCHIV. theorie & praxis ist online. Unter dem Titel „Erschließung von Audio- und Bewegtbildmaterial“ finden sich Beiträge des LWL-Medienzentrums für Westfalen, des Schweizerischen Literaturarchivs, des Bundesarchivs, der Freien Universität Berlin und auch aus dem Landesarchiv NRW.

Daneben gibt es Einblicke in das Datenqualitätsmanagement im Montanhistorischen Dokumentationszentrum und den Einsatz eines Saugroboters im Magazin.

Ausstellung „Zukunft mit Geschichte – 25 Jahre universi Universitätsverlag Siegen“


Anlässlich des Jubiläums lädt die Ausstellung „Zukunft mit Geschichte – 25 Jahre universi Universitätsverlag Siegen“ dazu ein, das Verlagsprogramm kennenzulernen und spannende Einblicke in die Entstehung wissenschaftlicher Publikationen zu erhalten.
Quelle: Universitätsbibliothek Siegen via instagram

Literaturhinweis: Handbuch Oral History (2026)

„Was ist Oral History? Wie und wozu führt man Interviews? Wie geht man wissenschaftlich mit Erinnerungserzählungen um?

Dieses Buch stellt Studierenden und Interessierten, die in Gedächtnisinstitutionen tätig sind, zentrale Begriffe, Projekte und Institutionen vor und vermittelt ihnen grundlegende Kenntnisse im Umgang mit mündlichen Quellen – von der Interviewvorbereitung über die Durchführung und Auswertung bis zur Archivierung. Es enthält praktische Handreichungen, skizziert methodische und forschungsethische Debatten und liefert aktuelle Informationen über den Umgang mit Oral History auch in anderen Ländern.

Die Autor:innen verfügen über langjährige und vielfältige Erfahrungen. Viele von ihnen stammen aus dem Kreis der Teilnehmenden des im Jahr 2014 ins Leben gerufenen Netzwerks Oral History.“

Aus archivischer Sicht ist besonders auf folgende Beiträge hinzuweisen:
Almut Leh: Oral-History-Archive, S. 62 – 75
Hannah K. Ruff/Alexander J. Schwitanski: Oral History archivieren, S. 76 – 91

Quelle: Verlagswerbung

Online: Sophie Calitri: Kleidung, Kontrolle, Konsum (Siegen 2026)

Eine ethnografische Untersuchung zur Gabe als soziale Praxis in der Kleiderkammer

„Die Masterarbeit „Kleidung, Kontrolle, Konsum – Eine ethnografische Untersuchung zur Gabe als soziale Praxis in der Kleiderkammer“ untersucht die sozialen und kulturellen Dynamiken in einer Kleiderkammer. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kleidung als Medium sozialer Anerkennung und gesellschaftlicher Position fungiert. Die Arbeit beleuchtet, wie Spenden, Sortierung und Weitergabe von Kleidung nicht nur materielle, sondern auch symbolische Prozesse sind, die soziale Ordnung und Ungleichheit sichtbar machen.
Die Arbeit verfolgt einen medienethnografischen Ansatz, um die Kleiderkammer als Ort zu analysieren, an dem die Folgen des textilen Überflusses und des Konsums sichtbar werden. Sie zeigt, dass Kleidung in der Kleiderkammer nicht neutral behandelt wird, sondern durch alltägliche Praktiken wie Sortieren, Bewerten und Preisgestaltung soziale Bedeutungen erhält. Weiterlesen

Literaturhinweis: „Fachwerk im Kreis Altenkirchen“ (2026)


Im landschaftlich durchaus heterogenen Kreis Altenkirchen ist es das alles verbindende Element. Kein Weiler, kein Dorf und keine Stadt, in dem es nicht zu Hause ist. Mal deutlich in die Jahre gekommen, in der Regel aber gut erhalten und gepflegt, manchmal sogar herausragend präsentiert: Das Fachwerk mit seinen Holzbalken und Gefachen begleitet die Menschen in der Region und alle Besucher auf Schritt und Tritt.
Die typische Bauweise des Westerwaldes und des Siegerlandes aus vergangenen Zeiten prägt häufig genug das Erscheinungsbild einer ganzen Gemeinde – und hat es daher mehr als nur verdient, mit einem eigenen Buch gewürdigt zu werden. Genau das ist jetzt unter dem Titel „Fachwerk im Kreis Altenkirchen“ geschehen, herausgegeben von der Kreisverwaltung. Weiterlesen

Historische Dokumente digitalisieren und zugänglich machen

Reblog des Blog der Firma bmd, Siegen v. 27. Mai 2026

„Historische Dokumente sind zentrale Quellen für die Forschung. Sie können selbst hunderte Jahre nach Entstehung ein Bild davon geben, was geschah und wie die Menschen zu dieser Zeit lebten. Doch auch für die Zukunft spielen sie eine wichtige Rolle, denn auch in mehreren Jahrzehnten oder Jahrhunderten wird es die Menschen interessieren, wie wir heute leben. Auch unsere heutigen Erzeugnisse werden früher oder später zu wichtigen Quellen.
Wichtig ist – egal in welchem Jahr wir leben –, dass Fragen an die Quellen gestellt werden, um sie zu verstehen. Nur so kann es gelingen, sie zu bewerten und in die jeweilige Zeit einzuordnen – ganz im Sinne der eigenen Forschung. Doch es gibt ein Problem: Papier, Pergament oder ähnliche Materialien, aus denen historische Dokumente häufig bestehen, unterliegen dem Verfall. Papyrus-Dokumente aus der Antike sind nur in einem sehr geringen Maße erhalten – und wenn, dann meist nur in Fragmenten.
Die Überlieferung historischer Dokumente war stets mit Medienwechseln verbunden. Früher wurden sie handschriftlich abgeschrieben, später mit der Erfindung der Buchpresse gedruckt – zumindest die wichtigsten Dokumente. Handschriftliche Tagebücher hingegen sind fast nur als Unikate erhalten. Um sie zu erhalten, steht heute ein weiterer Medienwechsel an: Historische Dokumente sollten digitalisiert werden, um zugänglich zu sein und um für die Nachwelt erhalten zu werden.
Doch bei der Digitalisierung von historischen Dokumenten stehen auch Gefahren an, sofern sie nicht richtig durchgeführt werden. Bereits einfaches Tageslicht kann das Material, aus dem diese Quellen bestehen, in kurzer Zeit stark beschädigen. Wir möchten Ihnen deshalb zeigen, warum es dafür spezielle Technik benötigt. Lernen Sie die Verfahren kennen, mit denen die Dokumente digitalisiert werden und wo der Vorteil in der Digitalisierung liegt.

Warum historische Dokumente digitalisieren?
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Pfarrarchive bewahren kulturelles Erbe vor Ort

Kirchengemeinde St. Philippus und Jakobus Herdecke Gastgeberin für 9. Tag der Pfarrarchive im Erzbistum Paderborn

Der Tag der Pfarrarchive ermöglicht jedes Jahr einen wertvollen Austausch und Wissenstransfer. (c) Privat


Zum mittlerweile 9. Mal fand in diesem Jahr der Tag der Pfarrarchive im Erzbistum Paderborn statt. Gastgeberin war die Kirchengemeinde St. Philippus und Jakobus in Herdecke. Das Treffen wurde für alle Beteiligten zu einer rundum gelungenen Veranstaltung. Zahlreiche Gäste aus dem Bereich der kirchlichen Archivarbeit kamen kürzlich zusammen, um sich auszutauschen, neue Impulse mitzunehmen und die Bedeutung der Pfarrarchive für Kirche und Gesellschaft zu würdigen. Weiterlesen