Online: Wittgensteiern Zeitungen von 1894 bis 1931


Die „Wittgensteiner Zeitung“ ist in das NRW Zeitungsportal eingestellt worden. Es handelt sich um ein umfangreiches Blatt mit längerer Laufzeit, unterschiedlichen Titeln, Paralleltiteln und Beilagen. Die Ausgaben sind direkt aus Privatbesitz digitalisiert worden.
Die Zeitung erschien erstmals mit einer Probenummer am 19. Juni 1876. Der Titel war zunächst „Wittgensteiner Wochenblatt“ und wöchentlich erschien die Zeitung dann regelmäßig samstags bis September 1894. Dann änderte die Zeitung den Titel, hieß ab dann „Wittgensteiner Zeitung“ und kam ab Oktober 1894 zweimal wöchentlich heraus (Mi, Sa). Weitere Änderungen des Erscheinungsverlaufes erfolgten 1919 (3 x wöchentlich) und April 1928 (6 x wöchentlich). Die letzte digitalisierte Ausgabe erschien Ende 1931. Sie erschien danach aber weiter und musste erst zum 31. März 1943 eingestellt werden. Weiterlesen

Vortrag: Der Braunkohlen-Bergbau am Westerwald

Referent: Thorben Weber, Kapellenschule Eisern, In der Peeke 1, 57080 Siegen-Eisern, Freitag der 09. Januar 2026 ab 19:00 Uhr, Eintritt frei

Der Braunkohlen-Bergbau am Westerwald ist ein fast vergessener Teil der Montanregion.
Es gibt heute nur noch wenige Bergbauzeugnisse, die dem Braunkohle Bergbau zugeordnet werden können. Dies ist das gekürzte Fördergerüst der Grube Alexandria in Höhn, einer bedeutenden Grube, die an der Wende zum 20.Jahrhundert ca. 1000 Bergleute beschäftigte. Das Zechenhaus der Grube Kohlensegen, ist heute das Herborner Haus bei Gusternhain, auf der höchsten Erhebung des hessischen Westerwaldes.
Mit dem Verlust der Bergbau Relikte, geht auch das Wissen über den Braukohlen Bergbau im Westerwald in Vergessenheit.
Der Vortrag widmet sich einem hochinteressanten und bislang wenig erforschten Thema. Neben der Historie, dem Abbauverfahren wird die Wirtschaftliche Entwicklung bis zur Einstellung des Braunkohle Abbau betrachtet.
Quelle: Verein Siegerländer Bergbau

R.I.P. Ottfried Dascher (1936 – 2025)

Ottfried Dascher leitete von 1971 bis 1992 das westfälische Wirtschaftsarchiv in Dortmund und von 1992 bis 2001 das Nordrhein-Westfälische Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf.

Weitere Informationen:
– Almut Horstmann:: Erlebte Geschichten – Der Historiker Ottfried Daschner (Interview), auf: WDR 5 (31. August 2021; 22:17 min)

– Seite „Ottfried Dascher“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15. Juli 2025, 21:33 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ottfried_Dascher&oldid=257931375 (Abgerufen: 16. Dezember 2025, 12:04 UTC)
– Karl-Peter Ellerbrock: Die Geschichte der Wirtschaft war sein Leben: Nachruf auf Ottfried Dascher (1936-2025), auf: nordstadtblogger.de, 15. Juli 2025
– Kathrin Baas: Ottfried Dascher (1936 – 2025), in Archivpflege in Westfalen-Lippe, 103 (2025), S. 68
– Matthias Meusch: Verabschiedung des Leiters des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf Prof. Dr. Ottfried Dascher. In: Archivar. Band 55, Nr. 2, Mai 2002, S. 133–135

via Archivalia

Vom Giraffenhalssaurier bis zu Online-Spielen

LWL veröffentlicht Forschungsergebnisse zu Archäologie und Paläontologie

In seiner neuen Publikation „Archäologie in Westfalen-Lippe 2024“ zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Ergebnisse und die Methoden, mit denen Fachleute die paläontologische und archäologische Vergangenheit Westfalens erforschen. „Die Entdeckungen reichen vom Giraffenhalssaurier aus der Mittleren Trias – etwa 247 bis 235 Millionen Jahre alt – über Blei für die Römer und frühmittelalterliche Burgen bis zu Online-Spielen“, sagt LWL-Chefarchäologe Prof. Dr. Michael Rind.

85 Beiträge von 102 Autor:innen informieren über aktuelle Forschungsergebnisse und blicken auf die zentrale Ausstellungen in Westfalen im vergangenen Jahr zurück. Weiterlesen

„Untold stories – nicht alle fanden Schutz in den Bunkern!“

Einladung in das Aktive Museum Südwestfalen

Von der Zukunft der Erinnerung an das Schicksal von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern während des Nationalsozialismus in Siegen – ein neuer Lern- und Gedenkort entsteht.
Am Tag des GEH-DENKENS an den Bombenangriff auf Siegen vom 16.12.1944 wollen wir an das Schicksal von Zwangsarbeitenden in unserer Stadt erinnern. Sie waren den Bomben meist fast schutzlos ausgeliefert, da ihnen in der Regel der Zugang zu Bunkern und Schutzstollen verwehrt war.
Wir werden mit Zeitzeugen sprechen, die als Kinder erlebten, wie Zwangsarbeit ein fester Bestandteil des Alltags im Siegen zur Zeit des Nationalsozialismus war. Zeitweise war jeder dritte Bewohner Siegens ein Zwangsarbeiter oder eine Zwangsarbeiterin. Bis zu 13,5, Millionen Menschen wurden während des NS nach Deutschland zur Arbeit verschleppt. Allein in Siegen liegen fast 1000 Opfer als Zeugnis für dieses Verbrechens in unserer Vergangenheit auf Friedhöfen in der Region.
Hat das Thema einen angemessenen Raum in der regionalen Erinnerung? Wir wollen uns über die bisherige Erinnerungsarbeit der Siegener Zivilgesellschaft (z.B. THW-Jugend) zum Thema austauschen und die Pläne des Aktiven Museums für einen neuen zentralen Ort des Gedenkens und Lernens auf dem Friedhof Fludersbach (allein hier liegen über 190 Opfer) vorstellen.
Ablauf der Veranstaltung:
1. Gespräch mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen
2. Warum gibt es im Siegerland 1000 Gräber von Zwangsarbeitern? Kurze Information zur Geschichte der Zwangsarbeit im Siegerland
3. Rückblick und Ausblick (mit Kooperationspartnern): bisherige regionale Erinnerungskultur und Projektvorhaben (Lern- und Gedenkortes auf dem Gelände des Zwangsarbeiterfriedhofs Fludersbach)
Beginn: 17 Uhr (bis ca. 18.30 Uhr)
Ort: Aktives Museum Südwestfalen, Obergraben 10, 57072 Siegen (bitte nutzen sie gerne das Parkhaus am Löhrtor mit direkter Verbindung zum Museum)

Nachtrag v. 16.12.2025: Veranstaltungsbilder:

Zeitzeugen auf Zelluloid: „Aus dem Nichts“

LYZ, Mittwoch 26.11.25 · 19 Uhr

In der Reihe „Zeitzeugen auf Zelluloid“ zeigt das Kreisarchiv zur Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren vor den Dokumentarfilm
„Aus dem Nichts“ – Wie Siegerländer Stahlarbeiter die Nachkriegszeit erlebten“ (1981) der Bundeszentrale für politische Bildung. Der Film läßt am Beispiel der Stadt Siegen den Wiederaufbau der Bundesrepublik Revue passieren. Dokumentiert wird u. a. das materialistische während der Aufbauphase („Wir waren doch ausgehungert durch den Krieg“) und der Besitzerstolz der Bevölkerung „aus dem Nichts“ etwas geschaffen zu haben (Eigenheimbau etc.) Ein Arbeiter weist darauf hin, daß das damalige Zusammengehörigkeitsgefühl in der heutigen Wohlstandgesellschaft fehlt. Bilder einer Friedensdemonstration des Siegener Gewerkschaftsbundes und Überlegungen zum Verhältnis zwischen jungen und älteren Arbeitern beschließen den Bericht.
Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten.“

Ausstellung: „Geleucht. Offene Grubenlampen aus Südwestfalen“

Stahlbergmuseum Müsen, 22. November – 7. Dezember 2025, samstags und sonntags, 15-18 Uhr

„Mit der Ausstellung „Geleucht“ im Untergeschoss des Museums wird das „beleuchtet“, was für den Bergmann bei seiner harten und oft lebensgefährlichen Arbeit unter Tage unabdingbar war: sein treuer Begleiter, – das Grubenlicht!
In der Ausstellung wird die Vielseitigkeit dieser Lampen und ihre technische Entwicklung von der einfachen Öllampe, dem Frosch, bis hin zur Karbidlampe gezeigt.
Wie in jedem Bergrevier entwickelten sich auch im Siegerland oftmals reviertypische Formen dieser Lampen. Siegerländer Hersteller wie Reusch, Sturm, Schweisfurth oder Petri fertigten Grubenlampen, die heute begehrte Sammlerobjekte sind und Sammlungen in der ganzen Welt zieren.
Um einen möglichst realistischen Eindruck davon zu vermitteln, unter welch spärlichem Licht die Bergleute ihrer Arbeit nachgehen mussten, bekommen Gäste des Stahlbergmuseums nun zum Abschluss des Jubiläumsjahres die einmalige Gelegenheit, Führungen mit original Froschlampen zu erleben. Diese Führungen werden während der Öffnungszeit der Ausstellung angeboten; Sonderführungen können über unser Kontaktformular gebucht werden.
Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnehmerzahl dabei auf 12 Personen pro Führung begrenzt.“

„Blick ins Netpherland 2025“ erschienen


Dass Wandel und Kontinuität sich einander nicht ausschließen, beweist der „Blick ins Netpherland“ mit seiner jüngst erschienenen 67. Ausgabe. Seit seinem erstmaligen Erscheinen im Jahr 1977 wurde er stets vom Heimatverein Netpherland herausgegeben. Diese Aufgabe hat für die Jahresausgabe 2025 nun der 2024 gegründete Verein „Museum Netpherland e.V.“ übernommen. Der Name der Heimatzeitschrift hat sich dadurch aber nicht geändert. Diese Fortdauer war insbesondere Wilfried Lerchstein sehr wichtig. Mittlerweile im zehnten Jahr stellt er das Heft als Schriftleiter inhaltlich zusammen und ist auch weiterhin für dessen traditionelles Layout verantwortlich.
Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen in der Vergangenheit weiß er, dass das Heft inzwischen eine treue Leserschaft hat und diese auch über die Grenzen des Netpherlands hinaus anspricht.
Lothar Schulte, der Vorsitzende von „Museum Netpherland e.V.“, stellt im obligatorischen Jahresrückblick die abwechslungsreichen Aktivitäten des neuen Museumsträgervereins seit seiner Gründung vor. Auf zahlreiche Veranstaltungen und Sonderausstellungen im Museum Netpherland, das u.a. auch als außerschulischer Lernort mit der benachbarten Anita-Ruth-Faber-Sekundarschule zusammenarbeitet, konnte er dabei zurückblicken. Aber auch ein Blick in die Zukunft mit der vom Museumsteam in Angriff genommenen Neugestaltung der Ausstellungsräume durfte nicht fehlen. Weiterlesen

Vortrag: Römischer und mittelalterlicher Bergbau an Lahn und Mittelrhein

Referent: Leander Wilhelm Kühn, Kapellenschule Eisern, In der Peeke 1, 57080 Siegen-Eisern, Freitag der 14.11.2025 ab 19:00 Uhr, Eintritt frei
Der für den 14.11.2025 vorgesehen Vortrag „Die Braunkohlen des Westerwalds“ muss aus privaten Gründen verschoben werden.

Als kurzfristigen Ersatz findet nun folgender Vortrag statt:

Quelle: Verein Siegerländer Bergbau

Vortrag: Die Braunkohlen des Westerwalds

Der Vortrag entfällt. Link zur Ersatzveranstaltung
Referent: Thorben Weber, Kapellenschule Eisern, In der Peeke 1, 57080 Siegen-Eisern, Freitag der 14.11.2025 ab 19:00 Uhr, Eintritt frei


Der Braunkohlen Bergbau am Westerwald ist ein fast vergessener Teil der Montanregion.
Es gibt heute nur noch wenige Bergbauzeugnisse, die dem Braunkohle Bergbau zugeordnet werden können. Dies ist das gekürzte Fördergerüst der Grube Alexandria in Höhn, einer bedeutenden Grube, die an der Wende zum 20.Jahrhundert ca. 1000 Bergleute beschäftigte. Das Zechenhaus der Grube Kohlensegen, ist heute das Herborner Haus bei Gusternhain, auf der höchsten Erhebung des hessischen Westerwaldes.
Mit dem Verlust der Bergbau Relikte, geht auch das Wissen über den Braukohlen Bergbau im Westerwald in Vergessenheit.
Der Vortrag widmet sich einem hochinteressanten und bislang wenig erforschten Thema. Neben der Historie, dem Abbauverfahren wird die Wirtschaftliche Entwicklung bis zur Einstellung des Braunkohle Abbau betrachtet.
Quelle: Verein Siegerländer Bergbau