Quellen zur Eisenbahngeschichte online

In den 1990er Jahren entstand im damaligen Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv und Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster ein Inventar zur Geschichte der Eisenbahn. In ihm ist nicht nur Archivgut aus dem heutigen Landesarchiv zur Eisenbahngeschichte aufgelistet, sondern auch aus anderen Archiven.

Auf über 1000 Seiten finden Interessierte Hinweise auf Bestände aus der Landesverwaltung, Gutsverwaltungen, (Ober)Bergämtern, Bezirksregierungen, Bahndirektionen, Landratsämtern, Kreisen und noch vieles mehr. Die umfangreiche Veröffentlichung ist nun auch online und kostenlos auf den Seiten der Lippischen Landesbibliothek einsehbar: Band 1 und Band 2
Quelle: Landesarchiv NRW, Aktuelles, 23.7.2026

NRW-Geschichtsmuseum sucht Objekte aus Bad Berleburg

Der „Behrensbau“ an der Düsseldorfer Rheinuferpromenade, Standort für das zukünftige „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ Foto: Seb. Wuweastian

Am Düsseldorfer Rheinufer entsteht derzeit ein neues Museum zur Geschichte Nordrhein-Westfalens. Im ehemaligen Regierungsgebäude der ersten demokratischen Landesregierungen Nordrhein-Westfalens nach dem Zweiten Weltkrieg wird ab Ende 2030 eine große Ausstellung zur Demokratiegeschichte des Landes eröffnet. Sie beleuchtet politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen ebenso wie den Alltag und das Zusammenleben der Menschen in Nordrhein-Westfalen.

Eine zentrale Rolle spielen dabei authentische Objekte, die historische Ereignisse und persönliche Erfahrungen anschaulich vermitteln.

Für die Vorbereitung dieser Ausstellung sucht die „Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“, die das Museum aufbaut, Objekte und Zeugnisse aus allen Jahrzehnten der Geschichte Bad Berleburgs von 1945 bis in die heutige Zeit. Weiterlesen

Landeszeitgeschichte Nordrhein-Westfalens:

Neues Institut an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf in Kooperation mit NRW-Geschichts-Stiftung

v.l.n.r.: HHU Rektorin Prof´inDr´in Ajan Steinbeck, Institusleiter Dr. Guido Hitze, André Kuper, Präsident des Landtags NRW


An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist ein Institut zur Erforschung der Landeszeitgeschichte Nordrhein-Westfalens gegründet worden. Themen und Schwerpunkte sind insbesondere die Landespolitik und Parlamentsgeschichte des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes. Mitinitiator und Partner der HHU ist die Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen, die Einrichtung und Betrieb aus Mitteln des Landes finanziert. Das Institut wird von Dr. Guido Hitze geleitet, der von der Landeszentrale für politische Bildung an die HHU gewechselt ist. Weiterlesen

Open access: Jens Gründler/Katharina Tiemann (Hg.): Kinderkuren in Deutschland 1945 bis 1990

Perspektiven aus archivarischer und historischer Sicht. Forschungen zur Regionalgeschichte, Band 93, Paderborn 2026, Link

Die Autorinnen und Autoren eröffnen ein Panorama unterschiedlicher Dimensionen aus archivischer und historischer Perspektive von Kinderkuren, die in Deutschland zwischen 1945 und 1990 nach Schätzungen bis zu 13 Millionen Kinder und Jugendliche betroffen haben. Die Archivarinnen und Archivare präsentieren Bestände verschiedener Archive sowie rechtliche und praktische Fragen der Nutzung im Zusammenhang von Aufarbeitungsinteresse und Persönlichkeitsrechten. Die Historikerinnen und Historiker sondieren neue Forschungsfragen – u.a. zur longue durée der Kinderkuren oder der Kinderkurheime als andere Orte (Foucault) –, unternehmen in Fallstudien erste Erkundungen des Feldes in internationaler Perspektive und präsentieren Forschungsergebnisse zu „Medikamentenmissbrauch“ oder der Heimaufsicht. Zudem werden methodische Fragen im Kontext von Oral History und Auftragsforschung thematisiert sowie die museale Vermittlung im Kontext einer ausgewogenen Darstellung der Kinderkuren austariert.

Inhalt: Weiterlesen

Haus der Geschichte NRW startet Zusammenarbeit mit Ralph Appelbaum Associates

Das Bild zeigt einen Entwurf des Gestalterbüros Ralph Appelbaum Associates. © Ralph Appelbaum Associates (RAA)


„Das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen geht einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung seiner zukünftigen Dauerausstellung und arbeitet ab sofort mit dem international renommierten Gestalterbüro Ralph Appelbaum Associates (RAA) sowie dem Medienszenografen Schnelle Bunter Bilder zusammen. Gemeinsam entwickeln die Partner die neue Dauerausstellung des Museums, die die Geschichte und Gegenwart Nordrhein-Westfalens zeitgemäß, zugänglich und lebendig vermitteln soll.
Basil Kerski, Präsident des Hauses der Geschichte NRW: „Mit dem Berliner Büro von Ralph Appelbaum Associates und dem Medienszenografen Schnelle Bunter Bilder stehen uns nun zwei Gestalterbüros zur Seite, die unsere Vision teilen und über herausragende Erfahrung in der Museumsentwicklung verfügen. Gemeinsam werden wir in den kommenden Jahren parallel zum Umbau des Behrensbaus die zukünftige Dauerausstellung entwickeln und errichten. Unser Ziel ist es, einen offenen, dialogorientierten Ort zu schaffen, an dem die Geschichte Nordrhein-Westfalens in ihrer Vielfalt sichtbar und erlebbar wird.“ Weiterlesen

Lesung aus den Vincke-Tagebüchern mit dem münsterischen Schauspieler Markus von Hagen

Die Veranstaltungsreihe zum Abschluss der Edition „Die Tagebücher des Oberpräsidenten Ludwig Freiherrn Vincke“ gastiert am Donnerstag, den 19. März 2026, um 18:30 Uhr in der Siegerlandhalle, Foyer des Leonhard-Gläser-Saales, Koblenzer Straße 151, 57074 Siegen. Der Eintritt ist frei! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Der erste Oberpräsident von Westfalen (1774–1844) war ein rastloser Beamter, der die Hälfte seiner Arbeitszeit vor Ort bei den Menschen in Westfalen und nur die andere Hälfte am Schreibtisch in Münster verbrachte. Vor Ort, also auch in Siegen, traf er Honoratioren und Industrielle, Kommunalpolitiker und einfache Leute. Er schob zahllose Projekte an, die den Menschen zugutekamen, so den Bau von Straßen („Chausseen“), die erste Eisenbahnstrecke in Westfalen über Hamm, die Verbesserung der Landwirtschaft, die lokale Wirtschaft, die Versorgung von Behinderten und vieles mehr. Seine Eindrücke, Erlebnisse und Begegnungen hielt er über 55 Jahre seines Lebens in seinem Tagebuch fest. So entstand ein intensives, lebensnahes und ursprüngliches Bild des Alltagslebens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wir wollen Sie mitnehmen in diese Welt: Der Schauspieler Markus von Hagen liest interessante und spannende Passagen aus dem Tagebuch, die Siegen und seine Bewohnerinnen und Bewohner betreffen. Eine kurze Einführung in das Leben und die Projekte Vinckes durch Prof. Dr. Mechthild Black-Veldtrup (Leiterin des Landesarchivs NRW Abt. Westfalen und 1. Vorsitzende der Historischen Kommission für Westfalen) ordnen die Passagen historisch ein. Im Anschluss wollen wir bei Wein, Wasser und Brezeln ins Gespräch kommen.
Die Tagebücher sind inzwischen in 11 Bänden von 2009 bis 2022 ediert worden und liegen gut lesbar vor. Herausgeber der Reihe sind die Historische Kommission für Westfalen, das Landesarchiv NRW und der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens e.V., Abt. Münster. Weitere Informationen zur Editionsreihe finden Sie hier.

Veranstalter: Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster, Landesarchiv NRW, Historische Kommission für Westfalen, Universitätsstadt Siegen

Quelle: Landesarchiv NRW, Abt. Westfalen, Mitteilung v. 4.2.2026

Nachtrag v. 20.3.: Fotoeindrücke:

Literaturhinweis: „Quellen erzählen Geschichten: Politische Persönlichkeiten“

„38 kurze, informative Beiträge zu Politikerinnen und Politikern, zu denen Material im Landesarchiv liegt, so z. B. zu Helene Wessel, einer der „Mütter des Grundgesetzes“, zu Werner Eggerath, Ministerpräsident von Thüringen, oder Alfred Dregger, Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag.“

Landesarchiv NRW: Quellen erzählen Geschichten: Politische Persönlichkeiten, Duisburg 2025 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 99), ISBN: 978-3-932892-40-0, 163 S., zahlreiche Abb., 5,00 €. Bezug über das Landesarchiv NRW Abt. Westfalen: westfalen@lav.nrw.de

Quelle: Landesarchiv NRW, Aktuelles vom 23.2.26 Weiterlesen

Erschienen: „Kirchenbücher als Quellen der landesgeschichtlichen Forschung“

Münster 2025. – 201 S.: Abb. – ISBN 978-3-936258-36-3 / 20 €

Der 33. Band der Reihe „Westfälische Quellen und Archivpublikationen“ (WQA), herausgegeben von Mechthild Black-Veldtrup und Marcus Stumpf, mit dem Titel „Kirchenbücher als Quellen der landesgeschichtlichen Forschung“ ist erschienen.
Quelle: LWL-Archivamt, Aktuelles

Online: Katrin Minner: „Landesgeschichte im Radio.

Der Herstellungsprozess und der intermediale Transfer von landesgeschichtlichen Narrativen der WDR-Landesredaktion um Walter Först (1960 – Anfang der 1990er Jahre)“. Abschlussbericht des DFG-Projekts

„Der Abschlussbericht des von der DFG geförderten Projekts „Landesgeschichte im Radio. Der Herstellungsprozess und der intermediale Transfer von landesgeschichtlichen Narrativen der WDR-Landesredaktion um Walter Först (1960 – Anfang der 1990er Jahre)“ fasst kurz die Ergebnisse der geschichtswissenschaftlichen Untersuchung zusammen.
Das Projekt analysiert am Beispiel Nordrhein-Westfalens massenmedial distribuierte landesgeschichtliche Narrative zwischen 1960 und Anfang der 1990er Jahre und zeichnet Praktiken des „Geschichte-Machens“ nach. In einer Symbiose von Public History und medien- sowie landesgeschichtlicher Perspektive wird exemplarisch anhand der WDR-Hörfunk-Landesredaktion um den journalistischen NRW-Geschichtsexperten Walter Först (1920-1993) der intermediale Transfer von historischen Beiträgen als Bausteinen von Geschichtskultur untersucht. Die Redaktion hat aktiv für Nordrhein-Westfalen prägende Geschichtsbilder hervorgebracht und verankert. Auf der Grundlage intensiver Archivrecherchen wird analysiert, wie die journalistischen Akteurinnen und Akteure das Land im Spannungsfeld einer vielfältigen Region, der föderalen Bundesrepublik und der europäischen Nachbarn verorteten und historische Sinn- und Identitätsbildungsprozesse beförderten. Betrachtet wird, wie der Redaktionsleiter eine Vernetzung mit anderen politisch-kulturell und geschichtswissenschaftlich arbeitenden Institutionen und Personen herstellte, diese in institutionelle Formen jenseits des Rundfunks überleitete und damit eine zusätzliche Kommunikationsbasis für verhandelte Narrative schuf.“

Neuerscheinung des Landesarchivs NRW: „Massenakten“ Band 5

„Einzelfallakten zu sämtlichen Kirchen und Schulen Westfalens sind zwei Themen des neuen Bandes, darüber hinaus „Optionsakten“, die Entscheidungen von Polen und Deutschen für eine Staatsangehörigkeit als Folge des Versailler Vertrags beinhalten. Ghettorentenakten beleuchten ein besonderes Kapitel der jüdischen Vergangenheit im Zweiten Weltkrieg und der Justizgeschichte. Und 7 weitere Beiträge …“

Jens Heckl (Hg.): Quellen erzählen Geschichten: Unbekannte Quellen Band 5: „Massenakten“ des 20. Jahrhunderts. Untersuchungen seriellen Schriftguts aus normierten Verwaltungsverfahren,   Duisburg 2025 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 98),
ISBN: 978-3-932892-39-4, 206 S., zahlreiche Abb., 5,00 €. Bezug über das Landesarchiv NRW Abt. Westfalen: westfalen@lav.nrw.de

Quelle: Landesarchiv NRW via Archivportal NRW, 11.2.2026