Karneval im Siegerland im 19. Jahrhundert

Berichte über musikalische Abendunterhaltungen, Konzerte oder gar Maskenballveranstaltungen liegen allerdings nicht erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts vor. Bereits am 15. Februar 1828 inserierte eine Privatperson im “Siegerländer Intelligenz-Blatt“, „… daß am Sonntag den 17. Febr. Ball in meinem Hause gehalten [wird]. Der Anfang ist Abends 7 Uhr, und der Eintrittspreiß für jeden Herrn 10 Sgr.“ Aus einer 1836 veröffentlichten Pressemitteilung des “Siegerländer Intellligenz-Blattes“ geht wiederum hervor, dass die Faschingsfeiern in unserer Region durchaus von feucht-fröhlicher Natur gewesen sein müssen. Ausdrücklich wird in einem Inserat darauf aufmerksam gemacht, dass die Jecken „… am 16. d.[es] M.[onats] (Fastnachts-Ball) … zwei Paar Handschuh, ein Flortuch und 3 Masken“ vergessen hatten! Weiterlesen

Petition „Rettet die Archivbibliothek Stralsund! Den Ausverkauf von Kulturgut stoppen!

Link zur Online-Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-stralsunder-archivbibliothek

„Der Verkauf von knapp 6.000 Bänden der historischen Gymnasialbibliothek in Stralsund hat die Fachwelt schockiert. Der VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. unterstützt ausdrücklich die bislang geäußerte massive Kritik an dem Verkauf, der weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit durch einen Beschluss des Hauptausschusses in nichtöffentlicher Sitzung am 5. Juni 2012 vollzogen wurde. ….  Die Archivsatzung des Stadtarchivs Stralsund vom 14.11.2002 erkennt den Wert der Archivbibliothek für das „historische Gedächtnis“ der Stadt an. In § 2 Abs. 2 heißt es: „In der Archivbibliothek werden Neuanschaffungen, die ehemalige Ratsbibliothek und Schenkungen aufbewahrt, wissenschaftlich aufgearbeitet und den Benutzern zur Verfügung gesteilt.“ Mit § 6 Nr. 1 der Archivsatzung verpflichtet sich die Stadt Stralsund in besonderem Maße, das historische und kulturelle Gedächtnis der Stadt zu wahren – eine Bestimmung, die in dieser Deutlichkeit in vielen kommunalen Archivsatzungen fehlt: ,,1. Das Archiv- und Bibliotheksgut ist Kulturgut und unveräußerlich.“ ….. Weiterlesen

Ausstellungseröffnung zur Geschichte der NS-Krankenmorde im Kreisgebiet

Rezeption der Ausstellung in den Medien:
1) Siegener Zeitung, 30.10.2012
2) Westfälische Rundschau, 31.10.2012 „Ermordet wegen Behinderung“ v. Michael Kunz (nur Print)

Heute: Begleitvortrag zur Ausstellung:
Stefan Kummer, Siegen:
„Euthanasie“ und Zwangssterilisation im Nationalsozialismus. Abläufe, Strukturen, Täter, Dimensionen.“
19.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs Siegen, KrönchenCenter, Markt 25, 57072 Siegen. Der Eintritt beträgt jeweils 3,00 €.

Paul Hindemith und Bad Berleburg – eine verborgene Verbindung.

Vor 100 Jahren: Fritz Böhl (1912-1993), Komponist und Freund Paul Hindemiths

Biographische Angaben

  • Friedrich Heinrich Böhl geb. am 7.11.1912 in Wemlighausen, Kreis Wittgenstein
  • Vater: Friedrich Böhl, Polizeisergeant, Mutter: Luise Böhl (geb. 14.9.1891)
  • 1 Schwester: geb. 1913
  • Volksschule Schüllar-Wemlighausen
  • Realschule Berleburg
  • Ostern 1932 Abitur Oberrealschule Marburg a. d. Lahn
  • 1932 – 1937 Studium an Staatlichen akademischen Hochschule für Musik, Berlin (Charlottenburg), bei Walter Gmeindl [(1922 – 1945). Hauptfach Komposition, Instrumentation,  Partiturspiel] mit den dazugehörenden Fächern Klavier (Rudolf Schmidt) , Musikgeschichte (Max Seiffert), Indtrumentenkunde (Curt Sachs) sowie Chor und Orchester
  • 3. Dezember 1934 unterschrieb er eine inneruniversitäre (?) Solidaritätsadresse für Paul Hindemith
  • “Mit Paul Hindemith verband Fritz Böhl eine gute Freundschaft” (WP, 4.10.1995) Weiterlesen