Vortrag: Jüdisches Leben in Wittgenstein, von den Anfängen bis zum Untergang 1938.

Eine Annäherung an vier Jahrhunderte fast vergessener Geschichte

Mi. 11.04.2018, 19:00 Uhr – 21:00
Haus des Gastes, Wilhelmsplatz 3, Bad Laasphe

„In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.
Im Jahr 2018 erinnern und gedenken wir besonders der Pogromnacht 1938, die vor 80 Jahren stattfand und auch vor Wittgenstein nicht Halt machte. Auch den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in den Städten und Dörfern Wittgensteins zeigte sich nun das wahre Gesicht der regierenden Nationalsozialsten, diese Menschenverachtende Fratze, die nun völlig entfesselt hervortrat und letztlich alles blühende jüdische Leben in unserer Region zerstörte!
Der Vortrag möchte aber nicht nur auf das Ende und den Holocaust unter den Nationalsozialisten eingehen, sondern auch einen Rückblick auf die Anfänge und das Werden der jüdischen Gemeinden in Wittgenstein werfen.
Die Sorgen und Nöte, aber auch das ganz normale Leben in den vier Jahrhunderten jüdischen Lebens sollen exemplarisch an ausgewählten Fällen und Begebenheiten, die Aktenkundig geworden sind, vorgestellt und verortet werden.
Es ist ein wichtiger und spannender Teil Wittgensteiner Geschichte, der bislang eher vernachlässigt wurde – gerade das 18. und 19. Jahrhundert.
Der Vortrag richtet sich an alle an der Geschichte, Kulturgeschichte und Territorialhistorie interessierten Menschen. Der Referent Ulf Lückel wird reichlich Bildmaterial – auch historische Abbildungen, Karten etc. mitbringen – diese werden den Vortrag anschaulich untermalen (spezielle Vorkenntnisse sind keineswegs erforderlich).“
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Lesen von Handschriften des 19. und 20. Jahrhunderts

11.4., Infoabend
18.4. 25.4., 2.5., Kurs
Terrassensaal der Weißen Villa, Dreslers Park, Kreuztal

„Wir haben eine große Kiste mit Feldpostbriefen von meinem Urgroßvater, können die Schrift aber nicht lesen …“
„In einem alten Kochbuch habe ich lauter handgeschriebene Rezepte von meiner Großtante gefunden, aber wie soll ich die entziffern…?“
„Ich habe alte Tagebücher auf den Dachboden gefunden und kann sie nicht lesen …“
Immer wieder hören die Archivarinnen und Archivaren im Kreis Siegen-Wittgenstein solche Äußerungen.
Deshalb hat das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein ein Angebot für alle entwickelt, die sich auf unterschiedliche Weise für die Geschichte ihrer Familien oder ihres Ortes, ihrer Höfe, interessieren.
Die Volkshochschule des Kreises Siegen-Wittgenstein wurde als Partner gewonnen.
Die Veranstaltung richtet sich also an Menschen, die z.B.
– Briefe, eine Familien- oder Schulchronik lesen,
– Geschäftsbücher auswerten,
– ein Ortsjubiläum vorbereiten,
– eine Dorfgeschichte verfassen wollen.
Anhand von ausgewählten Schriftstücken lesen und üben Sie die deutsche Kurrentschrift.
Bitte mitbringen: Papier, Bleistift und Radiergummi.

Auflösung siwiarchiv-Frühlingsrätsel 2018

Das Frühlingsrätsel endet unentschieden: Dietmar Stahlschmidt und Torsten Thomas liegen gleich auf: 

Nr. Auflösung Lösung
1 Anzhausen 38, Februar 1955 Ungelöst
2 Hilchenbach-Allenbach, Siegener Str. 13, 1954 Günter Dick/Dietmar Stahlschmidt
3 Netphen Dreis-Tiefenbach, Siegstr. 49, 1953 Burkhard Schneider
4 Kreuztal-Eichen, Littfe-Brücke, 1952 Sven Panthöfer
5 Siegen-Klafeld, Marktstr. 14, 1951 Ungelöst
6 Kreuztal-Littfeld 16, 1951 Sven Panthöfer
7 Freudenberg-Heisberg, 11.6.1951 Ungelöst
8 Freudenberg-Büschergrund, Bockseifer Str. 1, 1951 Ungelöst
9 Salchendorf, Kölner Str. 31, März 1959 (lars bohn)
10 Neunkirchen Hochstr. 8, Sept. 1951 Reinhard Kämpfer
11 Burbach-Wahlbach, Freiengründer Str. 80, Juli 1955 Ungelöst
12 Niederdresselndorf, August 1955 Dietmar Stahlschmidt
13 Rinsdorf, Schulstr., 1955 Torsten Thomas
14 Obernetphen, Marktplatz 1, 1955 Sassmannshausen
15 Netphen-Deuz, Frankfurter Str. 4, Mai 1955 Torsten Thomas
16 Eiserfeld, Altes Krankenhaus, 1955 Landvogt88/Torsten Thomas
17 Helbershausen, Dorfstr. 23, 1955 Dietmar Stahlschmidt
18 Anzhausen Hausnr. 13 und 14, 1955 Ungelöst

„Reinhold-Forster-Erbstollen“ – Denkmal des Monats

Für das Siegener „Denkmal des Monats“ 2018 hat eine Auswahlkommission der Stadtverwaltung, bestehend aus Stadtbaurat Henrik Schumann, Björn Wienands als Abteilungsleiter u. a. für die Untere Bauaufsichtsbehörde und Heike Balzer (Untere Denkmalbehörde), das Objekt „Reinhold-Forster-Erbstollen“ für die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne NRW gewählt.

Der Stollen ist nach dem bekannten Naturforscher und Geologen Johann Reinhold Forster (1729-1798) benannt. Er wurde im Jahr 1805 angeschlagen und zunächst nur mit der Absicht angesetzt, die sogenannten „Tretenbacher Gänge“ der Gewerkschaft „Reinhold Forster“ von der Talsohle aus zu lösen und zutage zu fördern. Weiterlesen