Literaturhinweis zur Bewertung, Übernahme und Nutzung von Schulunterlagen

Vinzenz Lübben: Bewertung, Übernahme und Nutzung von Schulunterlagen am Beispiel des Kommunalarchivs Minden, Baden Baden: Tectum Wissenschaftsverlag, 2008. ISBN: 978-3828842014; Preis: 30,00 Euro

„Schulunterlagen sind eine sehr wichtige Quelle der Bildungs- und Ortsgeschichte. Neben Unterlagen aus schulischer Provenienz müssen daher auch Unterlagen der Schulträger und der Schulaufsichtsbehörden archiviert werden. Hierfür sind neben den kommunalen auch staatliche Archive zuständig. Zur Sicherung der noch vorhandenen Altunterlagen empfiehlt sich eine systematische Erfassung und Sichtung aller Schulen innerhalb des eigenen Archivsprengels. Im Vorfeld durchgeführte Recherchen zur Entwicklung des lokalen Schulwesens erleichtern dabei das Vorgehen. Die Bewertung von Schulunterlagen kann durch Bewertungsmodelle wesentlich vereinfacht werden. Durch eine gezielte Zusammenarbeit mit dem jeweils regional zuständigen staatlichen Archiv lässt sich zudem eine »Überlieferungsbildung im Verbund« erreichen. Am Beispiel des Kommunalarchivs Minden, das mit seinem Vorgehen seit Jahren gute Erfahrungen gemacht hat, zeigt Vinzenz Lübben praxisnah, wie die Archivierung von Schulunterlagen funktionieren kann.“
Quelle: Verlagstext

“Zeitspuren”-Linktipp: Thomas C. Banfield über das Siegerland (1846, 1848)

Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. die Veröffentlichung von Thomas C. Banfield über das Siegerland 1846 und 1848.
Kommentare, Meinungen, Informationen und Anregungen zu dieser Präsentation können Sie gerne hier abgeben.
Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: https://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Vom Fossil bis zum Kriegsgefangenenlager:

Neue Publikation präsentiert Forschungsergebnisse der LWL-Archäologie in Westfalen

„Der älteste Nachweis von Bienenwachs, ein rauchender Verhüttungsofen aus der Eisenzeit, zwei römische Helme und ein mittelalterlicher Kamm aus Elfenbein – das Jahr 2017 bot eine Fülle herausragender Funde, Ausgrabungen und Experimente. Das alles zeigt die neue Publikation „Archäologie in Westfalen-Lippe 2017“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). In 74 Beiträgen informieren 97 Autoren über die aktuellen Forschungsergebnisse aus Archäologie und Paläontologie und Ausstellungen Westfalens im Jahr 2017.

Auf 312 Seiten laden die LWL-Archäologie für Westfalen und die Altertumskommission für Westfalen zu einer Reise an die verschiedensten Fundplätze in der Region ein. Die Spanne reicht von paläontologischen Fossilienfunden im Sauerland bis zu den Zeugnissen der jüngsten Vergangenheit. Vieles wird hier zum ersten Mal präsentiert, aber auch Altbekanntes in neuem Licht betrachtet. „Wir erleben nun schon seit einiger Zeit einen enormen Bauboom“, erläutert Prof. Dr. Michael Rind, Chefarchäologe des LWL. „Noch nie gab es so viele Ausgrabungen in Westfalen-Lippe wie 2017. Sie tragen dazu bei, das Bild von unserer Vergangenheit immer weiter zu verdichten.“

„Archäologie ist weit mehr als das einfache Freilegen von Objekten“, erläutert Dr. Aurelia Dickers, Vorsitzende der Altertumskommission. „Ob mit Magnetometer-Messungen, Laservermessungstechnik oder dem Blick aus der Luft: Erst die Zusammenarbeit mit hochspezialisierten Wissenschaftlern und Einrichtungen ermöglicht es, die archäologischen Funde in einen größeren Kontext zu stellen und damit Geschichte zu rekonstruieren. ….“

Beiträge mit regionalem Bezug:
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Sonderführung durch die Ausstellung „Kunst und Kultur im Bergbau“

Bergbau beendet – Tradition der spezifischen Kultur bleibt


„Hier geht ein Stück deutscher Geschichte zu Ende,“ sagte Frank-Walter Steinmeier, als es am 21. Dezember für das letzte Bergwerk im Ruhrgebiet „Schicht für immer“ hieß. Man nehme Abschied von einer Epoche, so der Bundespräsident.
In der Erinnerung wird vieles aus der Bergbau-Tradition lebendig bleiben: Die besondere Verbundenheit der Kumpel untereinander, die sich auf Gedeih und Verderb, auf Leben und Tod, auf den anderen verlassen können mussten. Daraus, und aus der Last eines schweren Lebens und eines harten Alltags erwuchsen ganz eigene Traditionen, die auch die Kunst und Kultur im Bergbau prägten.
Eine Ausstellung, die sich genau diesem Thema widmet, ist derzeit im Freudenberger 4Fachwerk-Mittendrin-Museum zu sehen. Über 180 Exponate aus fünf Jahrhunderten hat Kurator Gottfried Theis für diese einmalige Präsentation zusammengetragen. Er zeigt Kunstobjekte wie Gebrauchsgegenstände; sakrale und profane Ausstellungsstücke wechseln sich ab.
Gottfried Theis befasst sich schon seit Jahren mit der Bergbaukultur, ihren Sitten und Bräuchen. Insofern weiß er zu den einzelnen Exponaten wie zu den besonderen Ausdrucksformen detailreich zu berichten. Die Gelegenheit, von seinem Wissen zu hören, bietet sich am Sonntag, 6. Januar 2019, um 15:30 Uhr: Das Museum lädt zu einer Sonderführung mit dem „Ausstellungsmacher“ ein.
Der Eintritt beträgt 3 Euro. Die Ausstellung in der Freudenberger Altstadt ist noch bis zum 14. Januar 2019 zu sehen.

Quelle: 4Fachwerk, Mitteilung an die Medien, 27. Dezember 2018

Literaturhinweis: „Andreas Schreiber: Familienbuch Schreiber.

Eine Zusammenstellung der Nachkommen des Hen Schreiber und des Enders Schreiber aus Ferndorf (Siegerländer Familienarchiv Band 2, im Auftrag des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins hrsg. von Gerhard Moisel), Possendorf: Selbstverlag 2018, geb., 473 Seiten, 41,00 Euro (plus evtl. Porto).

Nach vielen Jahren Forschung ist es nun geschafft und das Familienbuch
Schreiber liegt im Druck vor. Durch die intensive Auswertung der Siegerländer Kirchenbücher ist es gelungen, viele Zweige der großen Familie Schreiber bis zu ihrem Ursprung in Ferndorf zurückzuführen.

Als Stammväter konnten Hen Schreiber (+ Ferndorf vor 1588) und Enders (Andreas) Schreiber (+ Ferndorf vor 1617) nachgewiesen werden. Von ihnen stammen zahlreiche Nachkommen im nördlichen Siegerland ab, aber auch in den Kirchspielen Oberfischbach, Oberholzklau und Freudenberg. Ähnliches gilt für die Namensträger in Müsen und Wilnsdorf. Seit dem Ende des 19. Jhs. hat sich die Familie auch außerhalb des Siegerlandes stark verbreitet. Viele Familienzweige konnten bis in die neueste Zeit berücksichtigt werden – sofern dies mit der neuen Datenschutzgrundverordnung vereinbar ist.

Das Familienbuch Schreiber ist im Selbstverlag des Verfassers erschienen. Es kostet 41,00 Euro (plus Porto) und kann direkt bei ihm bestellt werden, Andreas Schreiber, Tel. 035206/23541 oder apg.schreiber@t-online.de. Es kann auch (nach telefonischer Rücksprache, 0271/5004-281) bei Gerhard Moisel im Kreiskirchenamt Siegen, Burgstr. 21, 57072 Siegen) abgeholt werden.“

Quelle: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Aktuelles, 21.12.2018

Übertragung der Aufgaben der Deutschen Dienststelle (WASt) an das Bundesarchiv

Die bisher als Behörde des Landes Berlin geführte Deutsche Dienststelle (WASt) setzt ihre Tätigkeit künftig als Abteilung PA (Personenbezogene Auskünfte zum Ersten und Zweiten Weltkrieg) im Bundesarchiv fort.

Außenansicht des Gebäudes am Eichborndamm 179, Sitz der Abteilung PA des Bundesarchivs (ehemals WASt), Quelle: Kirchhoff, Peter


Vorbehaltlich des Inkrafttretens des „Staatsvertrags über den Übergang der Aufgaben der Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht (WASt)“ wird die Deutsche Dienststelle zum 1. Januar 2019 in das Bundesarchiv überführt. Zu diesem Zweck wird im Bundesarchiv eine eigene Abteilung am Standort Eichborndamm in Berlin-Reinickendorf eingerichtet.

Die bisher bei der Deutschen Dienststelle (WASt) eingegangenen und noch nicht abschließend beantworteten Anfragen werden selbstverständlich bearbeitet, ohne dass eine neue Anfrage gestellt werden müsste. Auch wenn perspektivisch angestrebt wird, die Bearbeitungszeiten deutlich zu verkürzen, werden sich gerade in der Übergangszeit längere Wartezeiten leider nicht vermeiden lassen. Bei den Unterlagen, die zur Ermittlung militärischer Dienstzeiten für private Zwecke herangezogen werden müssen, handelt es sich um nur manuell auswertbare, oftmals handgeschriebene Dokumente, die bisher nicht elektronisch recherchierbar sind. Weiterlesen