LWL-Denkmalpflege führt bauhistorische Untersuchung an der »Alten Vogtei« durch

Neue Erkenntnisse über das Baudenkmal in Burbach gewonnen

Im Rahmen der bevorstehenden Sanierungsarbeiten stand die Alte Vogtei in Burbach im Mittelpunkt einer bauhistorischen und dendrochronologischen Kurzuntersuchung durch die Bauforschung der LWL-Denkmalpflege in Westfalen (DLBW). Zur Präsentation der neusten Erkenntnisse waren Peter Barthold, Bauforscher und Kathrin Baumann, Gebietsreferentin LWL-DLBW, vor Ort.

Peter Barthold – Bauforscher LWL-DLBW, Volker Gürke – Vorsitzender Heimatverein Burbach & Bürgermeister Christof Ewers (v.l.n.r.)


„Zielsetzung war mehr über die Bau- und Veränderungsgeschichte des stattlichen Fachwerkbaus sowie der benachbarten Scheune zu erfahren“ erläutert Peter Barthold. Die bisher grob in das 17. Jahrhundert datierte Vogtei wurde nach der dendrochronologischen Auswertung von 15 Bohrproben wohl im Frühjahr 1698 verzimmert. Die Zehntscheune entstand um 1760. Damit stehen der örtlichen Geschichtsforschung belastbare Daten zur weiteren Forschung zur Verfügung.

Begonnene Handaufmaße des Vordergiebels und der Straßentraufe sollen mit der Untersuchung des Hausinneren fortgesetzt werden und neue Erkenntnisse zur historischen Raumnutzung gewinnen. Eine wichtige Frage ist dabei, welche Räume in dem dreigeschossigen Bau öffentlichen Charakter hatten und welche vom Vogt privat genutzt wurden.

1770 angefertigter Plan auf dem Vogtei und Zehntscheune farbig dargestellt wurden aus dem Staatsarchiv Wiesbaden


Die Recherche der LWL-Bauforschung förderte zudem im Staatsarchiv Wiesbaden einen 1770 angefertigten und bisher unbekannten Plan zutage, auf dem Vogtei und Zehntscheune farbig dargestellt wurden. „Die neu gewonnen Erkenntnisse werden uns sicherlich bei den künftigen Planungen und Überlegungen beim Umbau der Alten Vogtei zum Besucher-, Begegnungs- und Erlebniszentrum begleiten und beeinflussen“ bedankte sich Bürgermeister Christof Ewers bei Peter Barthold.
Quelle: Gemeinde Burbach, Mitteilung v. 25.10.2018

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