Ausstellung über Opfer der NS-Euthanasie aus Siegen-Wittgenstein

und der Umgang mit Menschen mit Behinderung heute

Stefan Kummer, Student der Geschichts- und Politikwissenschaft an der Universität Münster und Vorstandsmitglied des Aktiven Museums Südwestfalen, befasste sich in seiner Magisterarbeit mit den regionalen Opfer der NS-„Euthanasie“-Verbrechen.

Mindestens 300.000 Menschen mit Behinderung oder/und psychischer Krankheit wurden „zum Wohle der Reinheit des Volkskörpers“ von den Nationalsozialisten als „lebensunwerte Ballastexistenzen“ kategorisiert und ermordet.
Mindestens 100 Personen aus dem heutigen Kreis Siegen-Wittgenstein fielen dem Krankenmord, getarnt durch die verharmlosende Bezeichnung „Euthanasie“, zum Opfer. Obwohl die NS-„Euthanasie“ die erste systematisch ausgeführte Massentötung im „Dritten Reich“ war, beginnt die regionale Aufarbeitung dieses Kapitels der NS-Vergangenheit gerade erst. Weiterlesen

LWL sucht Exponate für Wanderausstellung

„An der ,Heimatfront‘ – Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg“

2014 jährt sich zum 100. Mal der Beginn des Ersten Weltkrieges. Wie sah der Alltag in Westfalen und Lippe in den Jahren 1914 bis 1918 im Zeichen von Not, Entbehrung, Krankheit, Trennung und Verlust aus? Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bereitet eine Wanderausstellung vor, die die Kriegszeit aus dem Blickwinkel der Zivilbevölkerung in der Region beleuchten soll. Dafür sucht Ausstellungsmacherin Dr. Silke Eilers vom LWL-Museumsamt noch aussagekräftige Exponate: „Mit Hausrat, Ersatzstoffen, Kleidung, Spielzeug, Andenken an Kriegshochzeit und andere Feste, Gegenständen aus Sammelaktionen, Kriegsproduktion und Gefangenenlagern, ‚Liebesgaben‘, ‚Hurrakitsch‘, Kunstwerken, Trauerschmuck und Gegenständen der Erinnerungskultur wollen wir den Kriegsalltag darstellen.“ Weiterlesen

„Siegener Forum“ – Vortragstermine im 2. Halbjahr 2012

„SIEGENER FORUM – VORTRÄGE UND DISKUSSIONEN NICHT NUR ZUR REGIONALEN GESCHICHTE“
Volkshochschule Siegen, Stadtarchiv Siegen, Geschichtswerkstatt Siegen e.V. und Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V.

25.10.2012 Dr. Katharina Schmidt-Loske/Dr. Gerlinde Klatte, Bonn: Die Gobelinserie Tenture des Indes des Grafen Johann Moritz von Nassau-Siegen: Wunder der brasilianischen Natur – von Papageien und fliegenden Fischen.

08.11.2012 Stefan Kummer, Siegen: „Euthanasie“ und Zwangssterilisation im
Nationalsozialismus. Abläufe, Strukturen, Täter, Dimensionen.
Begleitvortrag zur Ausstellung des Aktiven Museums Südwestfalen „Opfer der NS-„Euthanasie“

22.11.2012 Prof. Dr. Franz-Werner Kersting Münster: NS-Krankenmord, „Nach-
krieg“ und Reformaufbruch. Die westdeutsche Anstaltspsychiatrie 1940-1970 (mit unbekanntem Filmdokument)
Begleitvortrag zur Ausstellung des Aktiven Museums Südwestfalen „Opfer der NS-„Euthanasie“

04.12.2012 Stefan Kummer, Siegen: Lebensgeschichten regionaler „Euthanasie“-
Opfer. Ein Lese– und Diskussionsabend.
Begleitvortrag zur Ausstellung des Aktiven Museums Südwestfalen „Opfer der NS-„Euthanasie“
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Fritz Busch in der Ausstellung “ Verstummte Stimmen-

Die Bayreuther Festspiele und die „Juden“ 1876 bis 1945″

Aussstellungsdauer vom 22. Juli bis Ende 2013
Festspielgelände Bayreuth
Ausstellungshalle Neues Rathaus, Luitpoldplatz (Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 17 Uhr)

Die Präsentation widmet sich auch dem aus Siegen stammenden Dirigenten Fritz Busch: “ ….., jenes Mannes, der 1924 in Nürnberg die „Meistersinger“ dirigiert hat. Phänotypisch entsprach Busch durchaus den Nazi-Vorstellungen vom „Arier“, ein Kollege nannte ihn trotzdem den „am wenigsten deutschen der deutschen Dirigenten“. Als Generalmusikdirektor in Dresden beschäftigte er später – so der Vorwurf der Nazis – auch „jüdische Künstler“. Im März 1933 besetzten SA-Männer die Semperoper, Busch wurde aus der Probe geholt und seines Amtes enthoben. Abends verhinderten Hunderte im Publikum verteilte Nazis mit Sprechchören, dass Busch „Rigoletto“ dirigieren konnte. Er setzte seine Karriere im Ausland fort, unter anderem in New York. Noch wichtiger als gute Musik zu machen, hat Busch einmal gesagt, „ist es, sich anständig zu benehmen“.“ (Süddeutsche Zeitung, 20.07.2012, Olaf Przybilla) Weiterlesen

Ausgrabungskampagne zur keltischen Montanindustrie

Tag der offenen Grabung
Sonntag, den 26.8.2012, 12 und 13:30
Siegen-Niederschelden, Waldparkplatz (hinter Sportplatz Rosengraten)

Die Wissenschaftler des Deutschen Bergbaumuseums in Bochum geben einen Einblick in aktuelle Grabung und in deren Ergebnisse.

Links zum langfristigen Projekt (2002-2015) „Latènezeitliche Eisenwirtschaft im Siegerland: Interdisziplinäre Forschungen zur Wirtschaftsarchäologie“:

  1. Deutsches Bergbau-Museum Bochum mit Bildern und umfangreicher Literaturlist
  2. Ruhr-Uni Bochum, Archäologische Wissenschaften mit Karten, Bildern und Literaturliste

Aktionstag „Du bist (Süd-)Westfalen“

LWL-Museum für Archäologie/Westfälisches Landesmuseum Herne
19. August 2012, 14:00 – 18:00 

Es ist wieder so weit: am 19.8. heißt es bei uns wieder „Du bist Westfalen!“ Dieses Mal nehmen wir Südwestfalen ins Visier, präsentieren aktuelle Funde aus der Region, lassen Wissenschaftler zu Wort kommen, locken mit Filmen, Vorführungen, Vorträgen und kulinarischen Spezialitäten aus Südwestfalen. Weiterlesen

Tagung „Historische Wege“

13./14. September 2012,
Winterberg

Für 2012 hat der Bund Heimat und Umwelt e. V. (BHU) historische Wege als Kulturdenkmal des Jahres ausgerufen. Wege stellen ein Kulturerbe von besonderer Bedeutung dar: Menschliches Zusammenleben und Wirtschaften und die Entwicklung und Verbreitung kultureller Errungenschaften wären ohne Verkehrs-, Handels- und Wirtschaftsstraßen, Agrar- und Schifffahrtswege oder auch die zahlreichen immateriellen Wegebeziehungen des Gedanken- und Ideenaustauschs nicht denkbar. Und auch eine Naturschutzbedeutung haben viele Wege, beispielsweise als Lebensräume besonderer Pflanzengemeinschaften.

Hinweis: Genauere Informationen in Kürze auf der Internetseite des BHU.

Vortrag „Trupbacher Häuser aus den Jahren 1860-1939 und ihre Bewohner“

Reinhard Daub berichtet am Freitag, 10. August, 20 Uhr, Haus der Kirche (Siegen, Burgstr. 21) vor der  der Familienkundlichen Arbeitsgemeinschaft im Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein über „Trupbacher Häuser aus den Jahren 1860-1939 und ihre Bewohner“.

s. a. genealogisches Online-Angebot des Trupbacher Heimatvereins