Das Findbuch ist nach einer Überarbeitung nun wieder online. Das Vorwort sowie eine Gliederung des Bestandes erleichtern den Zugriff auf gesuchte Informationen. Ferner kann der Bestand mit einer Volltextrecherche durchsucht werden.
Archiv der Kategorie: Regionalgeschichte
Geschichtsträchtige Moore in Siegen-Wittgenstein
Die Quellgebiete von Sieg, Lahn und Eder, das Moor auf der Ginsberger Heide oder den Ederbruch unterhalb der Ederquelle kennen viele Naturfreunde in Siegen-Wittgenstein. Weniger bekannt sind unsere Moore, die aber durchaus weit verbreitet sind. Und so war die Vielfalt von Mooren im Rothaargebirge
jetzt Gegenstand eines Seminares, zu dem die BioStation Siegen-Wittgenstein, die Untere Landschaftsbehörde (ULB) des Kreises, das Regionalforstamt und das Planungsbüro Meyer eingeladen hatten.
Besonders moorreich ist das europäische Schutzgebiet „Rothaargebirge und Wiesentäler“ zwischen Hilchenbach, Erndtebrück und Netphen. Viele Moore befinden sich zudem im Staatswald auf dem Rothaarkamm zwischen Jagdberg und Dreiherrenstein. Die Stürme Wiebke und Kyrill haben Fichtenbestände, die eigentlich sowieso nicht dort hingehören, großflächig umgeworfen und damit die Voraussetzung für die Renaturierung von Mooren erleichtert. Und so bestand der eigentliche Schwerpunkt des Seminars im Kennenlernen erprobter und besonders erfolgreicher Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen und deren Bewertung aus naturschutzfachlicher und forstlicher Sicht. Weiterlesen
Einweihung der Gedenktafel für die Opfer der NS-Herrschaft in Arfeld
Einweihung der Gedenktafel am Arfelder Ehremal für die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft in Arfeld am 25.08.2013 um 14:30 Uhr. Es werden hierzu Gäste aus Polen und den USA erwartet.
Quelle: Homepage Heimatverein Arfeld
Friedrich „Fritz“ Wilhelm Müller – erster Siegerländer Reichstagsabgeordneter der NSDAP
- geb. 16. Januar 1897 in Obersdorf; Kreis Siegen
- Sein Vater Jakob. M., Bergmann, stammte war Oberrossbach im Dillkreis, seine Mutter aus Obersdorf. (Recherche Thomas, Stelbrink)
- ev, später ggl (Stelbrink)
- verh. mit. Auguste, geb. Münker, 4 Kinder (Stelbrink)
- In seiner Jugend besuchte Müller die Volksschule in Obersdorf.
- Er darf als Jugendfreund des Obersdorfer Mundartdichters Wilhelm Schmidt angesprochen werden. Müllers lyrische Versuche regten Schmidt, der in direkter Nachbarschaft wohnte, zu seinen eigenen Gedichten an. (Becker, S. 239)
- Seit 1911 arbeitete er als Bergmann in Siegerländer Eisenerzgruben.
- Vom September 1916 bis zum Juli 1917 nahm Müller als Angehöriger des Infanterie-Regiments Nr. 87 am Ersten Weltkrieg teil.
- 9/16 bis 1/1919 als Schütze in Rußland und Frankreich (Stelbrink)
- Bis zu ihrer eigentlichen Stilllegung 1932 übernahm er die Funktion des Betriebsratsvorsitzenden der Grube Ameise. Weiterlesen
Bibliografie Wittgenstein (Stand: 6.7.2013)
Die Bibliografie Wittgenstein ist eine kleine Regionalbibliografie, ein Nachschlagewerk, ein Verzeichnis von Literaturnachweisen zur Region Wittgenstein. Der geografische Sammlungsbereich orientiert sich im Wesentlichen an den Grenzen des ehemaligen Landkreises Wittgenstein. Die Bibliografie soll die Suche nach Veröffentlichungen, die im weitesten Sinne mit der Region Wittgenstein in Zusammenhang stehen vereinfachen. Das landeskundliche Schrifttum Wittgensteins, das sich in Zeitschriften, Sammelwerken (Dorf- und Heimatbüchern), Dissertationen, Examens- oder Diplomarbeiten sowie Festschriften von Ortschaften, Vereinen oder Firmen wiederfindet, wird so zum einen dokumentiert und zum anderen soll allen Interessierten die Suche nach bereits erschienener Literatur erleichtert werden.
Südwestfalische Philharmonie wird Landesorchester NRW

Die Urkunde befindet sich nicht im Zimelienschrank des Kreisarchivs, sondern im Bestand „Philharmonie Südwestfalen“ – in einem unscheinbaren Ordner zur Erlangung der Landeszuschüsse.
Aus den Beständen des Kreisarchivs
“ ….. Da sich die Landesregierung weiterhin zur Südwestfälischen Philharmonie bekannte und die Orchestergelder im Kulturhaushalt institutionalisierte, wurde es 1990 möglich, den Klangkörper fortan als tarifvertragliches B-Orchester einzustufen.
Dieser Entschluss war eines der bedeutendsten Ereignisse in der Geschichte des Orchesters. Seit 1992 hat der Klangkörper die Berechtigung, wegen seiner hervorragenden Verdienste für die Orchesterkultur im ganzen Land die Bezeichnung Landesorchester Nordrhein-Westfalen zu tragen. Die konstante Konzerttätigkeit im ganzen Land wird ausdrücklich gewünscht und mit hohen Landeszuschüssen honoriert. ….“
Quelle: Wikipedia-Artikel zur Philharmonie Südwestfalen
Zur Frühgeschichte des Siegerlandorchesters s. diesen Eintrag.
„Die vergessene Sinti-Familie aus Eschenbach“ auf youtube
Tagungsband „Räume – Grenzen – Identitäten“
Neue Publikation des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte und der Historischen Kommission für Westfalen nimmt das Raumbewusstsein in den Blick
Viele an der Landesgeschichte Interessierte kennen noch das mehrbändige, 1931 begonnene Werk „Der Raum Westfalen“, das eine neue kulturräumliche Begründung des Landes bieten sollte. Westfalen war damit ein wissenschaftlich profilierter umfassender Raum und Raumbegriff für sehr unterschiedliche Regionen und Kulturen, keine bloß eingebildete Einheit. In den letzten Jahrzehnten war es ruhig um den Raum geworden, bis er mit dem „spatial turn“ der Geschichtswissenschaft wieder ins Bewusstsein kam. Nach langer „Raumvergessenheit“ wurden die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften damit wieder „raumbewusst“ gemacht. Die davon ausgehenden Anregungen haben den Blick für die Vielfalt von Raumbegriffen und Raumkonzepten geschärft, auf den unterschiedlichsten Feldern historischer Forschung wurden neue Perspektiven und Fragestellungen eröffnet. Weiterlesen
1755. Todestag von Laurentius von Rom
Laurentius von Rom gilt u. a. als der Schutzpatron der Archivierenden. Er starb am 10. August 258 in Rom.
In Blick in Lothar Irles Zusammenstellung “Heilige in Verehrung und Volkstum des Siegerlandes” (Siegen 1969, S. 103) zeigt, wie laurentius im Siegerland verehrt wurde bzw. wird:
1) Patrozinien: Kirchen in Kreuztal-Ferndorf und Wilsndorf-Rudersdorf
2) Glocken: in Kreuztal und Wilnsdorf-Rudersdorf (Irle, wie oben S. 37)
3) Sakrale Kunst: in Kreuztal [St. Johannes, ehem. neugotischer Hochalter, um 1905 und Wandbild und Kreuzweg des Düsseldorfer Malers Bernhard Hergarden, Irle, S. 93-94], Wilnsdorf [Altarbild, Irle, S. 90-91], Wilnsdorf-Rudersdorf [Aufsatz des ehem. Hochalters, Ende 18. Jh., Irle, S. 88-89] und Kirchen-Wehbach [Kirchenfenster in Gefallenen-Kapelle der St. Petri Kirche, Irle, S. 94]
4) Brauchtum: Laurentilied in Wilnsdorf Rudersdorf
Das Patronatsfest wird laut Irle (S. 74-75) in Rudersdorf nur gefeiert, wenn dieses auf einen Sonntag fällt. Zu diesem Anlass wurde dann das Laurentilied gesungen.
„Die vergessene Sinti-Familie aus Eschenbach“
Ein Film der WDR Lokalzeit Südwestfalen vom 08.08.2013
Viel ist bekannt über die jüdischen Opfer des Nazi-Terrors – auch im Siegerland. Doch die Geschichte der ebenfalls verfolgten Sinti und Roma geriet in Vergessenheit. In Netphen-Eschenbach wohnten zwei Sinti-Familien. 17 Menschen, die den Naziterror nicht überlebten. Torsten Thomas sucht nach den Spuren und setzt sich dafür ein, dass in Netpen ein Gedenkstein für die Sinti und Roma aufgestellt wird.
Der Film ist mindestens 7 Tage in der WDR Mediathek einseh- und downloadbar.
Beiträge zur Verfolgung der Sinti und Roma auf siwiarchiv finden sich hier.

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