Vor 40 Jahren: Kreis Siegen-Wittgenstein gebildet

Vor 40 Jahren entstand der Kreis Siegen-Wittgenstein aus dem langem Prozess der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen – auf die Studie des Siegener Politikwissenschaftlers Prof. Jürgen Bellers wird hier verwiesen.
Zu diesem Anlass stellt das Kreisarchiv den ersten Landrat des neuen Kreises vor: Hermann Schmidt. Weiterlesen

Archivamtblog: Protokolle der Vertretungsorgane des Provinzialverbandes (1871-1953) online

„Das Archiv LWL hat mit den Protokollen der politischen Vertretungsorgane des Westfälischen Provinzialverbandes aus dem Zeitraum 1871-1953 am DGF-Projekt „Digitalisierung archivalischer Amtsbücher und vergleichbarer serieller Quellen“ als Teilprojekt des Produktivpiloten „Digitalisierung von archivalischen Quellen“ teilgenommen.
Ab sofort sind die Digitalisate online im Portal archive.nrw.de einsehbar. ….“
Link zum Blogeintrag

Köhlerhandwerk soll immaterielles Weltkulturerbe werden

Die Köhlerei – im Kreis Siegen-Wittgenstein noch in Netphen-Walpersdorf betrieben – ist am 11. Dezember 2014 als Kulturform ins deutsche Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden:
„Die Verkohlung von Holz ist eine der ältesten Handwerkstechniken der Menschheit. Heute findet man weltweit alle Stufen seiner technischen Entwicklung nebeneinander vor: vom mehrere Tausend Jahre alten Prinzip des Kohlenmeilers im brasilianischen Urwald oder im deutschen Erzgebirge bis hin zur modernen Syntheseanlage für Biosprit in den Industriestaaten. Das eigentliche technische Verfahren – die thermische Umwandlung von Biomasse, die trockene Destillation oder Pyrolyse, ist gleich geblieben. Dabei werden Brennstoffe erzeugt, die hauptsächlich von fester (Holzkohle), manchmal aber auch flüssiger (Holzteer) oder gasförmiger Konsistenz (Holzgas) sind. Bei diesem Prozess wird die in der Biomasse gespeicherte Sonnenenergie zum Zwecke der Energiegewinnung wieder freigesetzt. Heute beschäftigt sich die internationale Wissenschaft, unter Nutzung Jahrhunderte alter Erkenntnisse u.a. des Köhlerhandwerks, damit, die Energieprobleme der Menschheit zu lösen. Weiterlesen

Von Schatzregalen und Schatzsuchern

Tagung für Sondengänger lud zur Diskussion ein

Gut besucht war die Sondengängertagung im LWL-Museum für Archäologie in Herne.  Foto: LWL/Burgemeister

Gut besucht war die Sondengängertagung im LWL-Museum für Archäologie in Herne.
Foto: LWL/Burgemeister

Das Interesse, Archäologie mit freiwilligem Engagement zu unterstützen, wird immer größer, haben die Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf einer Fachtagung mit über 100 Sondengängern beoachtet. Sie nehmen – mit Billigung der LWL-Archäologen – Metalldetektoren zur Hand, um historische Relikte aus Eisen, Silber, Gold, Bronze und anderen Metallen im westfälischen und lippischen Boden zu entdecken.

Leider gebe es aber auch immer wieder Menschen, die illegal nach archäologischen „Schätzen“ suchen, so LWL-Chefarchäologe Prof Dr. Michael Rind. Gerade deshalb seien der Austausch, Informationen und Kontaktpflege zwischen den Archäologen und den interessierten Helfern mit der Sonde umso wichtiger. Weiterlesen

Petition: Erhalt des Lehrstuhls für Rheinische Landesgeschichte an der Universität Bonn

Die rheinische Landesgeschichte wirft ab und an einen Blick in die Nachbarregionen, so dass der Erhalt dieses Lehrstuhls auch für den Kreis Siegen-Wittgenstein von Bedeutung ist. Generell gilt es die landes- und regionalgeschichtliche Forschung in unserem Bundesland zu unterstützen.
Daher: Mitzeichnen!
Link zur Seite der Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-des-lehrstuhls-fuer-rheinische-landesgeschichte-an-der-universitaet-bonn

Aktives Museum Südwestfalen: Unterbringung langfristig gesichert

„Das Aktive Museum Südwestfalen in Siegen muss auch in den nächsten 20 Jahren keine Miete für seine Räume bezahlen. Außerdem bekommt es noch eine weitere Etage hinzu. Das steht so in einem Vertrag, den die Besitzer des alten Luftschutzbunkers am Obergraben und das Aktive Museum geschlossen haben. Das Museum nutzt im Moment das Erdgeschoss des Bunkers. In der Etage darüber sollen auf 170 Quadratmetern Fläche ein Seminarraum, ein Ausstellungsraum und ein Archivraum entstehen. Das wird etwa 550 000 Euro kosten – denn es müssen viele massive Betonwände entfernt werden. Wenn die erhofften Landeszuschüsse bewilligt werden, könnte das Vorhaben Ende 2016 abgeschlossen sein.“

Quelle: Radio Siegen, 18.12.2014

Wittgenstein Heft 3/2014 erschienen

Wittgenstein314Arbeitskreis des Online-Mitmachwörterbuches Wittgensteiner Platt Weihnachtsgeschichte nach Lukas 2: „Un dos Känd lag ee da Röfe“ – auf Alertshäuser Platt
Ulrich Rothenpieler: Aus dem Emmental in der Schweiz nach Wittgenstein
Eberhard Bauer: Die Laaspher Brunnen
Friedrich Opes: August Opes. Ein Leben im Warburger Raum und im „Kölschen“, und was Wittgenstein damit zu tun hat.
Hans Friedrich Petry: Die Carlsburg – ein fast vergessenes Anwesen in Berleburg
Ulf Lückel: Wittgensteiner Heimatverein e.V. – auf das nächste Jahrhundert …
Jochen Karl Mehldau: Hof-Chroniken von Girkhausen (Teil II)

Buch-Besprechung: Weiterlesen

Zeitschrift Siegerland Heft 2/2014 erschienen:

siegerland9122014Die Zeitschrift Siegerland befaßt sich diesmal mit dem Hohenseelbachskopf. Das Sonderheft ist zugleich Ausstellungskatalog zur Sonderausstellung „Hohenseelbachskopf“ im Bergbaumuseum von Herdorf Sassenroth . Die Ausstellung kann vom 15. Dezember bis zum 15. März 2015 besucht werden. (Das Museum hat Winterpause vom 15. Dezember bis zum 15. Januar 2015). Die Zeitschrift und die Ausstellung befassen sich mit der Geologie, der Biologie und der Geschichte sowie den historischen Fundstücken des Hohenseelbachskopf . Dr. Jens Friedhoff widmet sich der Burg Hohenseelbachskopf, Konrad Schneider der dortigen Falschmünzerei. Gerhard Beck berichtet über Vieh- und Krammärkte am Hohenseelbachskopf sowie über den Lehrer und Heimatschriftsteller Josef Hofmann. Eberhard Klein beschreibt die erdgeschichtliche Entwicklung des Berges, die Biologiestudentin Melanie Düber dokumentiert die Flora des Berges. Dr. Hans-Peter Kuhnen und Carsten Trojahn berichten über die Ausgrabungen der frühkeltischen Verhüttungsplätze. Über die Siegerländer Familienkunde berichtet Gerhard Moisel.
Das Heft kann wie immer in der Geschäftsstelle und im Buchhandel zum Preis von € 9,50 erworben werden.
Quelle: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein

Buchhinweis: „Geschichte des Bergischen Landes. Bis zum Ende des alten Herzogtums 1806“

titelbergischDie „Geschichte des Bergischen Landes“ stellt die erste umfassende Gesamtdarstellung zur Geschichte der bedeutenden, im Südwesten an Westfalen angrenzenden Region in zwei Bänden dar. Während die ältere, 1958 publizierte „Bergische Geschichte“ nur die Zeit bis 1871 behandelt und sich im Wesentlichen auf die protestantischen Landesteile konzentriert, bietet die vorliegende Publikation erstmals einen umfassenden Blick auf die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in der gesamten Region von den ersten schriftlichen Überlieferungen im Frühmittelalter bis zur Wende zum 20. Jahrhundert. Das Buch behandelt das gesamte Bergische Land: das Gebiet des bergischen Städtedreiecks um Wuppertal, Solingen und Remscheid, den oberbergischen Raum und das südliche bergische Land bis zum Siebegebirge, den niederbergischen Raum und die alte bergische Residenzstadt Düsseldorf. Der vorliegende Band 1 behandelt die Zeit bis zum Untergang des alten Herzogtums im Jahr 1806. Der für das kommende Jahr geplante Band 2 wird die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts darstellen.

Das Werk vereinigt Beiträge unterschiedlicher Länge mit unterschiedlichen Funktionen: Längere Überblicksbeiträge ergänzen sich zu einer Gesamtdarstellung, die die Geschichte der Region im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit im Zusammenhang schildern. Vertiefungsaufsätze behandeln einzelne Schwerpunkte, die für das Bergische Land von besonderer Bedeutung sind: Agrargeschichte, Gewerbe, Adel und Stände, Bildungswesen und bergische Sprachräume. Spezialartikel stellen schließlich einzelne Persönlichkeiten und herausragende Erinnerungsorte des Bergischen Landes vor: das Kloster Altenberg, Engelbert von Berg, Konrad von Heresbach, Jan Wellem, den bergischen Pietismus und Johann Heinrich Jung, genannt Jung-Stilling. Weiterlesen