Literaturhinweis: Stephan Scholz „Vertriebenendenkmäler. Topographie einer deutschen Erinnerungslandschaft“

ScholzVertriebenendenkmälerPaderborn 1. Aufl. 2015,
440 S., Festeinband
ISBN: 978-3-506-77264-0

„War die Erinnerung an Flucht und Vertreibung in der »alten« Bundesrepublik ein Tabu?
Keineswegs! Das zeigt die Untersuchung von über 1.500 Vertriebenendenkmälern und ihrer vielfältigen Funktionszusammenhänge. In der deutschen Denkmallandschaft hatte und hat die Erinnerung an Flucht und Vertreibung einen festen Platz. Zahlreiche Gedenkorte verschaffen ihr eine dauerhafte Präsenz im öffentlichen Raum. Stephan Scholz analysiert die räumliche Verteilung und zeitlichen Konjunkturen, die gewählten Standorte, Formen, Motive und Inschriften der deutschen Vertriebenendenkmäler. Im Zentrum stehen dabei ihre beabsichtigten und die tatsächlich realisierten Funktionen im Zusammenhang von Verlustbewältigung, Integration, Deutschlandpolitik und Geschichtskultur. Aus dem Panorama einer Denkmallandschaft kristallisiert sich die Struktur einer dezentralisierten deutschen Erinnerungskultur heraus, die eines zentralen Gedenkortes nicht bedurfte.“
Quelle: Verlagstext [dort auch Inhaltsverzeichnis und Leseprobe als PDF]
Homepage des Autors bei der Universität Oldenburg

Zur Diskussion vor Ort s. a. siwiarchiv v. 24.1.2014

Fernsehhinweis: „Nackt unter Wölfen“

1. April 2015, ARD, 20:15
Fernsehfilm Deutschland 2015

Im Juni 2014 wurden die Dreharbeiten zu „Nackt unter Wölfen“ beendet, unter der Regie von Philipp Kadelbach nach einem Drehbuch von Stefan Kolditz, dem Erfolgsteam hinter der preisgekrönten Miniserie „Unsere Mütter, unsere Väter“. Das Drehbuch zum Film entstand nach Motiven des Romans von Bruno Apitz und wurde begleitet von Gesprächen mit Zeitzeugen und umfassenden historischen Recherchen. Gedreht wurde in Tschechien und Mitteldeutschland. Ein Teil der Dreharbeiten fanden auch am Originalschauplatz in der Gedenkstätte Buchenwald statt.

Mit dabei: Florian Stetter (Pippig), Peter Schneider (Höfel), Sylvester Groth (Krämer), Thorsten Merten (Bochow), Sabin Tambrea (Reineboth) u.v.a. Weiterlesen

Literatur: „Stadtarchiv Olpe. Geschichte-Benutzung-Bestände“

stadtaolpe15
Josef Wermert legt als 11. Band der „Quellen und Beiträge des Stadtarchivs Olpe“ eine über 100 Seiten starke Beständeübersicht vor. “ …. Dieser Wegweiser durch das Archiv geährt nun Einblicke in die vielfältigen Arbeitsfelder und in die über 200 unterschiedlichen Bestände des Stadtarchivs Olpe und deren Relevanz für die regionale geschichtliche Forschung und die Stadtgeschichtsschreibung. ….“ – so formuliert Horst Müller, Bürgermeister der Stadt olpe, in seinem Vorwort. Die Publikation ist kostenlos beim Stadtarchiv Olpe zu erhalten.

Denkmalpflege in Westfalen-Lippe 01/2015 online

denkmalpflege115Für die Region ist besonders auf den Aufsatz von Elisa Hoppe „Das westfälische Bauernhaus als Kulturgut. Zur Bauernhausforschung in nationalsozialistischer Zeit am Beispiel des „Bauernhofbüros“ in Münster“, S. 18 – 23, hinzuweisen. Denn die Auswertung der dort auf S. 18 genannten Quellen im Bestand 710 des LWL-Archivamtes dürfte bisher für das Kreisgebiet noch nicht erfolgt sein. Die Unterlagen des „Bauernhofbüros“  umfassen für die beiden Altkreise Siegen und Wittgenstein je eine Akte mit Bauernhof-Aufmaßen (u. a. mit Lagepläne, Aufmaßskizzen, Inventare) und eine Akte der Bauernhof-Forschung (u. a. mit Nennungslisten, Fragebögen, Reiseberichte, Korrespondenzen).
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Neunkirchen: „Weißt Du noch?!“: Senioren schreiben Geschichte(n)

Seniorenberaterin Bettina Großhaus-Lutz sucht nach bewegenden, heiteren, spannenden und nachdenklichen Geschichten und Gedichten, die sich mit dem Leben und Arbeiten im Freien Grund – insbesondere in den Ortsteilen der Gemeinde Neunkirchen beschäftigen – so wie bei der 1. Ausgabe aus dem Jahr 1992. Foto: Gemeinde Neunkirchen

Seniorenberaterin Bettina Großhaus-Lutz sucht nach bewegenden, heiteren, spannenden und nachdenklichen Geschichten und Gedichten, die sich mit dem Leben und Arbeiten im Freien Grund – insbesondere in den Ortsteilen der Gemeinde Neunkirchen beschäftigen – so wie bei der 1. Ausgabe aus dem Jahr 1992.
Foto: Gemeinde Neunkirchen

„Sie können sich an die (Nach)Kriegszeit erinnern, wissen noch wer einst in die Grube einfuhr, kennen die alten Hausnamen und haben verfolgt, wie das Neubaugebiet auf dem Rassberg entstand. Nun sind sie als Autoren von Geschichten aus dem Freien Grund gefragt: die Senioren, die in der Gemeinde Neunkirchen aufgewachsen sind.

„Die Erlebnisse älterer Menschen füllen keine Geschichtsbücher, sie sind es aber wert, aufgehoben zu werden“, ist sich Neunkirchens Seniorenberaterin Bettina Großhaus-Lutz sicher. Darum ist sie auf der Suche nach Zeitzeugen, die in der Hellergemeinde leben oder gelebt haben und aus ihrem Leben berichten möchten. Unter dem Motto „Senioren schreiben Geschichten“ sammelt sie Erinnerungen an früher, und die schönsten von ihnen sollen veröffentlicht werden. Weiterlesen