Mehldau bringt zunächst eine wesentliche Ergänzung zur Geschichte des Dorfes
Bernshausen. Es ist aus einem Rittergut hervorgegangen und wurde angeblich unter
drei Bauern aufgeteilt. Damals entstanden jedoch fünf Bauernhöfe, von denen drei
1612 durch die Grafen von Wittgenstein ohne Entschädigung enteignet wurden.
Von allen Ortschaften – Fischelbach, Sohl, Hesselbach, Bernshausen, Banfe,
Herbertshausen und Laaspherhütte – werden die Besitzer der alten Häuser
beschrieben. Auch werden alle Familien dargestellt, die vor 1875 darin gewohnt
haben. Dieser Teil ist also ein Nachschlagewerk für alle Familienforscher. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Publikationen
Literatur: „Gender im Pietismus“
Ein Tagungsband mit Wittgenstein-Bezug.
Mit der Frage nach den Verflechtungszusammenhängen von Geschlechterkonstruktionen und Netzwerkbildung sowie -handeln wird ein neues Forschungsfeld für eine genderorientierte Pietismusforschung erschlossen. Der Prägung pietistischer Gender-Identitäten und -Rollen durch soziale und mediale Netzwerke und vice versa der genderabhängigen Formung der Strukturen und Inhalte dieser Netzwerke wird anhand von fünf Themengebieten nachgegangen: Transgression und Neudefinition von Geschlechterrollen in Netzwerken; religiös-kultureller Transfer und Netzwerkbildung; Geschlecht, Adel und Netzwerk; Geschlechter-praktiken sowie Textproduktion und -rezeption im Netzwerk. Weiterlesen
Premiere: Filmprojekt „Jung-Stilling“
Freitag, 11. September, 11 Uhr
Ev. Gymnasium Siegen-Weidenau, Im Tiergarten 5 – 7, Siegen
„Jung-Stilling“ ist ein Filmprojekt der Freiwilligendienste der Diakonie in Südwestfalen zum 275. Geburtstag von Johann Heinrich Jung-Stilling am 12. September 2015. Idee und Umsetzung erfolgten durch Roman Knerr (21), der selbst ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) innerhalb der Diakonie absolvierte. Er zeigt die Geschichte des Schülers Jan, erinnert in Rückblicken an das Wirken der historischen Persönlichkeit Jung-Stilling und lässt mehrere Experten zu Wort kommen.
Zwei Jahre harte Arbeit, Zeit und Herzblut steckte Roman Knerr in das Filmprojekt. Dirk Hermann, Referent der Freiwilligendienste der Diakonie in Südwestfalen, unterstützte ihn während der gesamten Zeit. Da der Film ein Projekt junger Leuten ist und über eine interessante und berühmte Persönlichkeit unserer Region informiert, wurde das Ev. Gymnasium in Siegen-Weidenau für die Premiere ausgewählt.
Quelle: Diakonie Südwestfalen
s. a. Westfälische Rundschau, 7.9.2015
Artikel auf siwiarchiv zu Jung-Stilling
Online-Publikation „Friedenlandschaft Sauerland –
Beiträge zur Geschichte von Pazifismus un
d Antimilitarismus in einer katholischen Region. (= daunlots. internetbeiträge des christine-koch-mundartarchivs am museum eslohe. nr. 77). Eslohe 2015.
Die Publikation verweist auch auf Personen aus den Altkreisen Siegen (z. B. Pfarrer Wilhelm Ochse) und Wittgenstein (Rechtanwalt Karl Wurm)
Link zur PDF-Datei (525 S.)
Dissertationsprojekt zur Orgelbaugeschichte in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe
Die Orgellandschaft Südwestfalens kann in ihrer historischen Bedeutung nicht mit anderen Regionen Deutschlands, z. B. der norddeutschen Orgellandschaft mit so bedeutenden Orgelbauerpersönlichkeiten wie Arp Schnitger, mithalten. Aber auch abseits der großen Zentren der Orgelbaugeschichte wurde nicht minder Bedeutendes geleistet, das über Generationen prägend im kultur- und musikgeschichlichen Kontext war. Dass Westfalen schon lange eine ausgeprägte Orgelbautradition hatte, hat bereits Rudolf Reuter mit seinen Forschungen in den 1950er und 1960er Jahren gezeigt. Der Schwerpunkt seiner geschichtlichen Forschungen endete jedoch spätestens Mitte des 19. Jahrhunderts. Doch gerade die beginnende Industrialisierung und eine rege Kirchenbautätigkeit um die Wende zum 20. Jahrhundert brachten einen durchgreifenden Wandel der westfälischen Orgelbaulandschaft mit sich, der bis heute für diesen Landstrich kaum umfassend erforscht ist. Individuelle westfälische Eigenheiten wurden zurückgedrängt, Firmen aus anderen Gegenden gewannen Einfluss. Während im katholisch geprägten Kreis Olpe nach wie vor vorwiegend westfälische Firmen bauten, lieferten im Siegerland z. B. auch mehrere Orgelbaubetriebe aus Thüringen, der hessische Einfluss im Orgelbau des Wittgensteiner Landes wurde allmählich zurückgedrängt. Nicht ohne Einfluss waren auch musikalische Strömungen und vor allem liturgische Anforderungen auf die Gestaltung der Orgeln. Durch Kriegszerstörung, aber vor allem durch auch musikideologisch geprägten Modernisierungswillen in den Nachkriegsjahren sind heute nur noch wenige Beispiele der im weitesten Sinne als „romantischen“ Orgelbau zu bezeichnenden Epoche des 19. und frühen 20. Jahrhunderts erhalten. Die ältesten weitgehend unveränderten Beispiele sind die Orgeln in den evangelischen Kirchen in Oberfischbach und Elsoff. Weiterlesen
AG „Zeitzeugen“ zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Gründung
Aufruf an alle älteren Damen und Herren, die sich aufgrund eigener Erinnerungen noch an das Kriegsende 1945 im Siegerland und die Zeit kurz davor und kurz danach erinnern können, und die gewillt und in der Lage sind, diese Erinnerungen zu Papier zu bringen:
Der 8. Mai 2015 ist vorüber gegangen. Alle Gedenkreden zum 70. Jahrestag des Kriegsendes sind gehalten, alle Kränze sind niedergelegt, alle Mahnwachen sind abgezogen. Die Gedanken der Menschen bewegen sich wieder in normalen Bahnen. Die schrecklichen Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg und insbesondere an die letzten Monate und an das Ende des Krieges verblassen wieder, weil sie ja nicht fast täglich durch Berichte in allen Medien und auf allen Ebenen wieder aufgerufen werden.
Das ist einerseits gut und richtig und durchaus positiv, da wir Menschen uns von Natur aus ja viel lieber und intensiver an Angenehmes und Schönes erinnern, als an Krieg, an Not, an Hunger und an Elend.
Das ist andererseits aber auch durchaus gefährlich, da das Bewusstsein und die Gedanken über Kriegszustände im weitesten Sinne mehr und mehr abflachen und aus den Köpfen der Menschen verschwinden. Dazu kommt, dass ja von Jahr zu Jahr immer weniger Personen zur Verfügung stehen, die in der Lage sind, aus eigener Erinnerung zu berichten. Voraussetzung für eigene Erinnerungen ist mindestens das Geburtsjahr 1940; das wiederum bedeutet heute ein Lebensalter von 75 Jahren.
Somit kann sich jeder ausrechnen, dass die Zahl der Zeitzeugen von Jahr zu Jahr abnimmt und damit die eigenen Erinnerungen an diese schreckliche Zeit mehr und mehr schwinden.
Diese Entwicklung ist selbstverständlich nicht aufzuhalten. Um aber die Erinnerungen der Zeitzeugen über deren Tod hinweg zu erhalten, gibt es eine Initiative aus Kreuztal. Weiterlesen
Neuauflage „Archive in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ erschienen
Die 23. Auflage des Adressenverzeichnisses Archive in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird ausgeliefert. Ab dieser Auflage ersetzt eine Online-Datenbank die zusätzliche CD-ROM-Ausgabe. Mit Hilfe einer komfortablen Suchfunktion können unter www.archiveverzeichnis.de alle Archive online recherchiert werden. Der Zugang ist nur mit den in jedem Buch eingedruckten individuellen Codes möglich. Weiterlesen
Literaturhinweis: „Personen- und bevölkerungsgeschichtliche Quellen in Kommunalarchiven:
Beiträge des 23. Fortbildungsseminars der Bundeskonferenz der Kommunalarchive (BKK) in Potsdam vom 12. – 14. November 2014 / Marcus Stumpf / Katharina Tiemann (Hg.). – Münster 2015. – 152 S. : Abb. – ISBN 978-3-936258-23-3 / 12 €

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Findbuch des Bestandes Oberpostdirektion Dortmund online
Das Findbuch des Bestandes Oberpostdirektion Dortmund ist seit kurzem online einsehbar. Es enthält u. a. Archivalien zu nachgeordneten Post- und Telegraphenanstalten (Ämter, Agenturen, Hilfsstellen) in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein.
Link zum Findbuch
Literaturhinweis: „Archive in Stiftungen. Ein Wegweiser“
Mit dem neuen Buch „Archive in Stiftungen. Ein Wegweiser“ beleuchtet der Bundesverband Deutscher Stiftungen erstmals umfassend die Landschaft deutscher Stiftungsarchive. Die Publikation stellt insgesamt 342 Archive vor, von denen viele bisher nicht erfasst waren. Ein Register nach Schwerpunkten und Orten erleichtert die Recherche. Ergänzend dazu sind 35 Stiftungsarchive ausführlicher porträtiert, darunter die Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv mit einem Brief von Christopher Kolumbus, die umfangreiche Sammlung zur Geschichte des Tanzes im Archiv der Stiftung John Neumeier sowie das Musikarchiv von Horst Lippmann und Fritz Rau mit Arbeiten von Benny Goodman und den Rolling Stones. Ratschläge für die private Archivierung ergänzen die Publikation. Das Online-Portal stiftungsarchive.de stellt darüber hinaus regelmäßig aktualisierte Informationen über Stiftungsarchive bereit.
„Mit dem Buch ‚Archive in Stiftungen. Ein Wegweiser‘ heben wir diese Schätze ins Rampenlicht und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung historischer Überlieferungen“, so Prof. Dr. Michael Göring, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Weiterlesen

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