Vortrag „Neues zur Freudenberger Heimatgeschichte“

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Immer wieder führen aktuelle Forschungsergebnisse zu neuen Erkenntnissen über die Geschichte der Region und zeigen uns ein anderes Bild unserer Heimat.
Karl-Wilhelm Stahl, langjähriger ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger der Stadt Freudenberg, interessiert sich schon seit seiner Jugendzeit für die archäologischen Geheimnisse, die der Boden an vielen Stellen verbirgt.
Sein besonderes Augenmerk gilt dem Bereich unserer Altstadt, dem „Alten Flecken“, aber auch dem Gebiet des Schlossberges.
Scherbenfunde aus der Merowinger Zeit, von Stahl auf diesem Flecker „Burgberg“ geborgen, könnten Hinweise geben, dass Freudenberg schon viel früher besiedelt war. Müssen wir jetzt unsere Geschichte neu schreiben?

In einem interessanten Vortrag wird Karl-Wilhelm Stahl über die neuen Feststellungen berichten.
Das 4FACHWERK-Mittendrin-Museum lädt zu dem Gesprächsabend mit den profunden Kenner der Flecker Historie sehr herzlich ein für

Dienstag, 17. Februar 2015, 20:00 Uhr
Mittendrin-Museum, Mittelstraße 4-6.
Der Eintritt beträgt 3,00 Euro.

Dem neuen Museumsverein 4FACHWERK e.V. ist die Stadt- und Baugeschichte Freudenbergs ein besonderes Anliegen. Um die vielfältigen Facetten informativ und interessant vorzuführen, werden derzeit Überlegungen für ein neues multimediales Präsentationssystem angestellt.
Quelle: Pressemitteilung Museumsverein 4FACHWERK, 20.1.2015, Flyer: 4Fachwerk Vortrag KW Stahl

Tagung „Archäologie in Westfalen-Lippe 2015“

9. März 2015 in Münster
„Wie bewährt sich das neue Denkmalschutzgesetz in der Praxis? Wie haben sich die schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen auf die Forschung ausgewirkt? Auch 2014 war die Archäologie in Westfalen-Lippe mit wichtigen Herausforderungen konfrontiert. Es gibt viel zu berichten und zu diskutieren.
Die Tagung „Archäologie in Westfalen-Lippe“ lädt vor allem aber zur Diskussion über das ein, was der heimische Boden im vergangenen Jahr offenbart hat: neue Fundstellen, ganz neue wissenschaftliche Erkenntnisse, ebenso überraschende wie interessante Funde und Befunde.“
Für die Region interessant dürfte der Vortrag „Silber aus dem Siegerland: mittelalterlicher Bergbau in der Grube Victoria“ von Dr. Manuel Zeiler sein.
Tagungsprogramm und Anmeldung: Folder_Tagung_2015_klein

Von Schatzregalen und Schatzsuchern

Tagung für Sondengänger lud zur Diskussion ein

Gut besucht war die Sondengängertagung im LWL-Museum für Archäologie in Herne.  Foto: LWL/Burgemeister

Gut besucht war die Sondengängertagung im LWL-Museum für Archäologie in Herne.
Foto: LWL/Burgemeister

Das Interesse, Archäologie mit freiwilligem Engagement zu unterstützen, wird immer größer, haben die Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf einer Fachtagung mit über 100 Sondengängern beoachtet. Sie nehmen – mit Billigung der LWL-Archäologen – Metalldetektoren zur Hand, um historische Relikte aus Eisen, Silber, Gold, Bronze und anderen Metallen im westfälischen und lippischen Boden zu entdecken.

Leider gebe es aber auch immer wieder Menschen, die illegal nach archäologischen „Schätzen“ suchen, so LWL-Chefarchäologe Prof Dr. Michael Rind. Gerade deshalb seien der Austausch, Informationen und Kontaktpflege zwischen den Archäologen und den interessierten Helfern mit der Sonde umso wichtiger. Weiterlesen

Aktives Museum Südwestfalen: Unterbringung langfristig gesichert

„Das Aktive Museum Südwestfalen in Siegen muss auch in den nächsten 20 Jahren keine Miete für seine Räume bezahlen. Außerdem bekommt es noch eine weitere Etage hinzu. Das steht so in einem Vertrag, den die Besitzer des alten Luftschutzbunkers am Obergraben und das Aktive Museum geschlossen haben. Das Museum nutzt im Moment das Erdgeschoss des Bunkers. In der Etage darüber sollen auf 170 Quadratmetern Fläche ein Seminarraum, ein Ausstellungsraum und ein Archivraum entstehen. Das wird etwa 550 000 Euro kosten – denn es müssen viele massive Betonwände entfernt werden. Wenn die erhofften Landeszuschüsse bewilligt werden, könnte das Vorhaben Ende 2016 abgeschlossen sein.“

Quelle: Radio Siegen, 18.12.2014

Denkmal des Monats Dezember: Evangelische Kirche Banfe

„1492 wird die Kirche urkundlich erwähnt. Die Lage der Kirche lässt aber den Schluss zu, dass es noch frühere Errichtungen gegeben haben kann. Die Kirche wurde auf einem kleinen Hügel errichtet, der zwischen den Bächen Banfe und Godelsbach liegt. Ein Teil dieser Kirche ist Ostern 1872 eingestürzt, was zur Schließung der Kirche führte. 1876 wurde mit dem Bau der jetzigen Kirche begonnen. Der Baustil ist romanisch aus Naturstein gemauert und das Dach sowie die Türme geschiefert. Die Kirche ist in Ost-West-Richtung angelegt. Sie wurde 1877 fertiggestellt und am 18. Dezember 1877 geweiht. Im Kirchenkreis Wittgenstein hat sie als einzige Kirche zwei Türme („Banfer Dom“). Diese beiden Türme an der westlichen Gebäudeseite haben eine Höhe von 26,05 m und verleihen der Kirche ihr charakteristisches Aussehen. Im Jahr 2006 wurde die Kirche mit einem Anbau versehen, der als Sakristei und Toilette dient.“
Quelle: Wikipedia-Artikel Banfe

s.a. Arbeitsgemeinschaft Historischer Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen

„Frisch erforscht!“ – Aktuelle westfälische Keltenfunde im LWL-Museum Herne

Diese Pflugwerkzeuge wurden an mehreren Fundstellen im Siegerland entdeckt. Foto: LWL/Jülich

Diese Pflugwerkzeuge wurden an mehreren Fundstellen im Siegerland entdeckt. Foto: LWL/Jülich

Dass Südwestfalen Teil der keltischen Welt war, beweisen aktuelle Funde, die ab sofort parallel zu der Sonderausstellung „Das weiße Gold der Kelten“ über Schätze aus dem Salz im LWL-Museum für Archäologie in Herne zu sehen sind.

Die Funde belegen die Anwesenheit der Kelten in Westfalen: Münzen aus Iserlohn (Märkischer Kreis), Bruchstücke eines Verhüttungsofens aus Gerhardsseifen (Kreis Siegen-Wittgenstein), ein Fragment eines Holzbuckelarmrings von der Wallburg Bruchhauser Steine bei Olsberg (Hochsauerlandkreis) und Pfluggeräte aus Burbach (Kreis Siegen-Wittgenstein). Weiterlesen

Denkmal des Monats November: Gruften-Weg auf dem Lindenbergfriedhof in Siegen, Frankfurter Straße

Im Jahre 1857 wurde der Lindenberg-Friedhof feierlich eingeweiht.

Nur wenige Jahre später, d.h. ab 1878 wurden Erbbegräbnisstätten als vererbbares Recht Familien zur Bestattung ihrer Toten überlassen. Dabei handelt es sich um 59 Erdgräber oder Gruften auf insgesamt 285 m Länge, auf denen Einzel-als auch Mehrfachbestattungen möglich sind.

1882 wurde an der äußeren Grenze des Friedhofs eine Mauer für diese Erbbegräbnisstätten errichtet, an der die seit 1999 denkmalgeschützten Gruften-Anlagen angelegt wurden.

Noch im Kaiserreich haben sich hier führende Familien der Stadt in auffälligem Nebeneinander aufwendige Grabstätten geschaffen, die bis heute Siegens Wohlstand im Industriezeitalter sowie den Repräsentationsanspruch der tragenden Oberschicht dokumentieren.

Die Grabstätten sind individuell und künstlerisch sehr hochwertig gestaltet. Sie bezeugen die für Westfalen relativ seltene Form der Gruft-Bestattung und sind damit ein wichtiges Zeugnis für Sepulkralkultur.

Eine der überregional bedeutendsten Grabstätten ist die Grabanlage der Familie Luyken (1906) mit einzigartigem Christusmosaik. Mosaik und Grabmal sind in neobyzantinischem bzw. neoromanischem Stil gehalten. Weiterlesen

Heimatkundliche Wanderung entlang des Archäologisch-historischen Pfades Birkefehl-Aue

Treffpunkt: Birkefehl, Parkplatz (von Berghausen kommend Ortseingang links).
Sa. 11.10.2014, 14:00 – 18:00
Kosten 5,00 €
Maximale Teilnehmerzahl 25
Leitung Hans-Günter Radenbach

Heimatkundliche Wanderung entlang des Archäologisch-historischen Pfades Birkefehl-Aue mit seinen insgesamt 12 Stationen, die jeweils ein Zeitfenster in die Steinzeit, die vorrömische Eisenzeit, des Mittelalters und der frühen Neuzeit öffnen. Dabei sind die Wallburg bei Aue und das vom Exkursionsleiter entdeckte und auch z.T. archäologisch ergrabene Gräberfeld des 6. Jhd. vor der Zeitenwende mit 32 Brandgräbern – als Bodendenkmal westfälischen Ranges – nur zwei der herausragenden Stationen des Pfades. Ausführlich wird die Frage erörtert, warum es keine Kelten im ethnologischen Sinne gab und wie die Germanen zu sehen sind.
Wegstrecke: 9 km.

Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursprogramm „Heimat- und Regionalgeschichte“

Denkmal des Monats September 2014: Eisengittertor im Heiligenhäuschen

des Hl. Ignatius von Loyola in der Wallfahrtsstätte Eremitage, Wilnsdorf-Niederdielfen

„Immer wieder trifft man auf abschließbare Eisengitter bei Bildstöcken oder offenen Kapellen. Den Gläubigen erlauben sie einen Blick auf die Andachtsobjekte und bieten gleichzeitig Schutz vor Raub und Vandalismus. Ihre einfachen Konstruktionen sind oft pragmatisch, eine schmückende Gestaltung eher selten. In seiner Art herausragend ist daher das schmiedeeiserne, doppelflügelige Eisengittertor (Maße ca. 1,75 m x 1, 50 m) im Heiligenhäuschen des Hl. Ignatius von Loyola in der Marienwallfahrtsstätte Eremitage, Wilnsdorf-Niederdielfen, das der LWL zum Denkmal des Monats kürt. ….
Weitere Information auf der Homepage der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen