Diskussions- und Linktipp: Wollen Archive (mehr) Nutzer?

Bastian Gillner stellte diese Frage in seinem Rückblick auf den Magdeburger Archivtag. Im benachbarten Weblog Archive 2.0 entstand daraufhin eine lebhafte Diskussion, ob das Ausrichten der archivischen Arbeit auf die Nutzerinteressen erwünscht ist, und, warum die deutschen Archive die Möglichkeiten des Web 2.0 noch nicht für einen engeren Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern nutzen. Ebenfalls in den Raum geworfen wurde die Frage, was  denn nun die Interessen der Nutzerinnen und Nutzern sind. Ihre Antworten, Anregungen und Beiträge auf „Archive2.0“ sind willkommen. Zu diesem Zweck wurde die Kommentarfunktion für diesen Beitrag auf siwiarchiv außer Kraft gesetzt.

 

Neuerscheinung: „Archive ohne Grenzen. Erschließung und Zugang im europäischen und internationalen Kontext“

TBDAT13Der neue Tagungsband vom letztjährigen 83. Deutschen Archivtag 2013 in Saarbrücken ist erschienen. Besonders auf den für die Region interessanten Beitrag „Virtuelle Wundenheilung. Niederländisch-Deutsche Kooperation zur Rekonstruktion des nassau-oranischen Archivs“ von Rouven Pons sei verwiesen.

Archive ohne Grenzen. Erschließung und Zugang im europäischen und internationalen Kontext. 83. Deutscher Archivtag in Saarbrücken (=Tagungsdokumentationen zum Deutschen Archivtag, Band 18), Fulda 2014, [ISBN 978-3-9811618-7-8] Weiterlesen

„Damals“- Geschichten von Land und Leuten

Burbacher Erzählcafé lädt ein am 27. Oktober

Die Nassauische Straße in Burbach mit der „Alten Post“.

Die Nassauische Straße in Burbach mit der „Alten Post“.

Unzählige Geschichten schlummern unentdeckt in den Dörfern. Die Dorfbewohner haben viel erlebt und können aus einem reichen Fundus schöpfen, denn die Geschichten wurden früher beispielsweise beim gemeinsamen Backen erzählt. Von Generation zu Generation trugen sie ihre Erlebnisse von Land und Leuten weiter. Um diese Geschichten zu behalten, laden Christine Sahm, Patricia Ottilie und Katrin Mehlich von der Burbacher Gemeindeverwaltung zum fünften „Erzählcafé“ mit dem Thema „Arbeiten in Burbach“ ein. Sie freuen sich auf zahlreichen Besuch, um gemeinsam in die Erinnerungen aus der Arbeitswelt einzutauchen.

Das nächste Treffen findet am 27. Oktober um 15.00 Uhr im Haus Herbig statt. Anmeldungen nehmen Katrin Mehlich, Kulturbüro, Tel. 02736 5577, Patricia Ottilie, Gemeindearchiv, Tel. 02736 45-15, und Christine Sahm von der Senioren-Service-Stelle, Tel. 02736 45-56, gerne entgegen.

Quelle: Gemeinde Burbach, 23.10.2014

Museumslandschaft im Kreis Siegen Wittgenstein

„Mein Kultur-Tipp für Euch“ – Blogparade #KultTipp

Tanja Praske hat in ihrem Blog dazu aufgerufen, Kulturtipps zu posten. Gerne komme ich dieser Bitte nach und verweise gleich auf die Museumslandschaft im Kreis Siegen-Wittgenstein.
Dort finden sich neben den großen Museen in Siegen – z. B. Siegerlandmuseum, Museum für Gegenwartskunst – auch kleine Entdeckungen wie das Pilzmuseum in Bad Laasphe oder das Technikmuseum in Freudenberg.
muskhbInformationen nicht nur zu den Museen, sondern gleich zur gesamten Kulturlandschaft Siegen-Wittgenstein, liefert das Kulturhandbuch des Kreises Siegen-Wittgenstein, das im vergangenen Jahr einen Relaunch erfahren hat.

BEST BLOG BLOGSTÖCKCHEN: Was lange währt ……

bestblogZu Beginn dieses Jahres folgte Tanja Praske dem Aufruf zur Blogparade auf siwiarchiv. Bereits in diesem Frühjahr hat sie mir das Blogstöckchen zugeworfen und ich habe es recht lange liegen lassen. In Stuttgart hatte ich die Gelegenheit Tanja Praske persönlich kennen zu lernen. Und immer noch lag das Stöckchen herum. Endlich komme ich nun zur Beantwortung und zum Weiterleiten des Blogstöckchens.

Wer bist du? Und was reizt dich an deinem Job? Weiterlesen

Vortrag und Lesung: »Deutschsprachige Schriftsteller im 1. Weltkrieg«.

10 Pressefoto Obier StettnerMit einem reizvollen literarisch- historischen Beitrag wird die Veranstaltungsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag den 23. Oktober im KrönchenCenter fortgesetzt. Dr. Marlies Obier und Werner Stettner werden in einer Mischung aus Vortrag und Lesung Schriftsteller im 1. Weltkrieg und ihre Werke vorstellen.

Als vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg ausbrach, waren auch viele deutschsprachige Schriftsteller wie Ernst Toller, Franz Werfel, Hugo von Hofmannsthal, Stefan Zweig, Joseph Roth, Robert Musil, Richard Dehmel, Erich Maria Remarque und viele andere als Frontsoldaten an den Kämpfen beteiligt, die meisten von Ihnen hatten sich freiwillig gemeldet. Manche von Ihnen fielen in diesem Krieg wie August Stramm oder Alfred Lichtenstein, Georg Trakl nahm sich das Leben. Fast jeder der Überlebenden kehrte nach Kriegsende als Pazifist und Kämpfer für den Frieden zurück. Weiterlesen

Ausstellung über Aktivitäten der Staatssicherheit in Spandau

Die Jugendgeschichtswerkstatt Spandau hat mit Schülerinnen und Schülern des Seminarkurses Geschichte des Lily-Braun-Gymnasiums ein halbes Jahr lang zu den Aktivitäten der Staatssicherheit in Spandau geforscht. Erstmalig wurden dazu die Akten des „Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik“ gesichtet, die sich mit Spandau beschäftigen. Die Schülerinnen und Schüler gewannen so ganz neue, aus Originalakten stammende Erkenntnisse über die Arbeit der Staatssicherheit.
Die Ausstellung „Spandau 1945 – 1990, ein Grenzbezirk zur DDR im Blickfeld der Stasi“ gibt einen ersten Eindruck davon, dass die Stasi nicht nur in der ehemaligen DDR tätig war, sondern auch in den Westbezirken Berlins, auch in Spandau: Dies geschah u.a. durch Anlegen von „Toten Briefkästen“, die Auswertung von Grenzzwischenfällen sowie die Ausspähung von Gaststätten, Polizei und Spandauer Bürgerinnen und Bürger, und dieses auch mit Unterstützung von Spandauer Geheimen Mitarbeitern. Weiterlesen

Die Grabstätte des Landrates Keil

KeilPortraetGustav Gottfried Keil wurde am 20.5. 1836 in Hildesheim geboren, wo sein Vater Dr. phil. Johann Heinrich Christian Keil Pastor an der Kirche St. Jacobi war. Nach dem Abitur, das er in Hildesheim ablegte, studierte er Rechtswissenschaften in Heidelberg, Bonn und Göttingen. Im Anschluss daran wurde er zunächst in den Staatsdienst Hannovers übernommen und verrichtete seinen Dienst in seiner Heimatstadt sowie in Zeven, Aurich und ab 1863 als stellvertretender Bürgermeister in Burgdorf. Nach dem Anschluss Hannovers an Preußen erfolgte jedoch 1867 die Amtsenthebung und Ausweisung aus Burgdorf durch den preußischen Generalgouverneur in Hannover wegen angeblicher fortgesetzter Renitenz gegen die vorgesetzten preußischen Behörden. Keil wurde an die Regierung Oppeln versetzt, wo er sich zu Beginn des Jahres 1869 mit Helene Auguste Friederike Sophie von Viebahn, der Tochter des Regierungspräsidenten, verlobte. Dieser Ehe, die im Oktober 1869 geschlossen wurde, entstammten drei Kinder.

Für viele preußische Beamte typisch war der Dienst im Osten Deutschlands. So wurde Keil von Oppeln aus in den folgenden Jahren nach Pleß, Gleiwitz, Liegnitz und Königsberg versetzt, ehe er in Marienburg 1872 zum Landrat ernannt wurde. Fünf Jahre später übernahm er die kommissarische Verwaltung des Landratsamtes in Siegen.

Nachdem der Kreistag auf eine eigene Wahl verzichtete und Keil als Landrat für den Kreis wünschte, erfolgte am 1. Mai 1877 die Bestätigung und Einsetzung in sein Amt in Siegen. Somit war Keil der erste nichtadelige Landrat des Kreises Siegen. Hier blieb er fast siebzehn Jahre tätig. Neben seinen vielfältigen Aufgaben war er besonders im gemeinnützigen Bereich engagiert. So war er im Vorstand des Kultur- und Gewerbevereins.

Über die Grabstätte des ehemaligen Landrats Gustav Gottfried Keil
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