Weichen für Erhalt der Ausgrabungsstätte sind gestellt

Die Fundstelle der archäologischen Ausgrabung von 2012 zeigt einen der keltischen Verhüttungsöfen. (Foto: Deutsches Bergbau-Museum Bochum/D. Bachmann)

Die Fundstelle der archäologischen Ausgrabung von 2012 zeigt einen der keltischen Verhüttungsöfen. (Foto: Deutsches Bergbau-Museum Bochum/D. Bachmann)

Erste Weichenstellung für den Erhalt der archäologischen Verhüttungswerkstatt „Gerhardsseifen“ in Niederschelden: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Siegen beantragten Mittel in Höhe von 30.000 Euro freigegeben.
Die Fundstelle der archäologischen Ausgrabung von 2012 zeigt einen der keltischen Verhüttungsöfen. Foto: Deutsches Bergbau-Museum Bochum/D. Bachmann

„Wir sind außerordentlich froh über dieses positive Signal aus Berlin“, sagte Bürgermeister Steffen Mues zu der Entscheidung. „Ich hoffe, dass wir jetzt zügig den Zuwendungsbescheid vom Land erhalten, damit wir mit der Maßnahme beginnen können“, erklärte die zuständige Beigeordnete der Stadt Siegen, Stadträtin Babette Bammann. Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Siegen hatte den Antrag auf Fördermittel aus dem Denkmalschutz-Förderprogramm des Bundes am 25. Februar 2016 an die Bezirksregierung Arnsberg gestellt. Weiterlesen

Erfolgreiche Internetpräsentation des Stadtarchivs Siegen

Tankwart Fritz Schneider beim Betanken eines Automobils vor der „Glückauf-Tankstelle“ an der Eiserfelder Straße. Undatierte Aufnahme, nach 1956 (Sammlung Burkhard Schneider, Siegen). Mit freundlicher Genehmigung von Burkhard Schneider.

Tankwart Fritz Schneider beim Betanken eines Automobils vor der „Glückauf-Tankstelle“ an der Eiserfelder Straße. Undatierte Aufnahme, nach 1956 (Sammlung Burkhard Schneider, Siegen). Mit freundlicher Genehmigung von Burkhard Schneider.


Der neue „Klick in die Vergangenheit“ des Stadtarchivs Siegen, der sich mit Aspekten des wachsenden Kraftfahrzeugverkehrs in Stadt und Kreis Siegen vor 60 Jahren beschäftigt, stößt auf großes Interesse! Nach Veröffentlichung des Beitrags „Kraftstoff, Kundendienst und Karosseriepflege. Gedanken zur Eröffnung zweier Großtankstellen in Siegen im Jahr 1956“ meldeten sich bereits zahlreiche Siegener Bürgerinnen und Bürger, die dem Stadtarchiv ergänzende Bildmaterialien aus privaten Sammlungen zur Verfügung stellten. Burkhard Schneider, der selbst zur Admin-Gruppe diverser Facebook-Seiten zur Siegener und Siegerländer Geschichte gehört, lieferte zum Beispiel eine Aufnahme seines Vaters Fritz Schneider vor der Glückauf-Tankstelle an der Eiserfelder-Straße. Die Fotografie wurde zu Werbezwecken angefertigt, um das Serviceangebot des Mineralölkonzerns BV (Benzin-Benzol-Vertrieb) zu dokumentieren. „Wir möchten uns für das positive Feedback recht herzlich bedanken und hoffen auf weitere Rückmeldungen aus der Bevölkerung“, wie der zuständige Bearbeiter Christian Brachthäuser vom Stadtarchiv Siegen erklärt. „Vom Zusammenspiel der Dialogpartner, also des Stadtarchivs und geschichtsinteressierter Bürgerinnen und Bürger, können alle Beteiligten nur profitieren, um viele bislang unbekannte Facetten der städtischen und regionalen Geschichte ins Bewusstsein zu rufen und der Nachwelt zu erhalten.“

Endspurt! Zusätzliche Führungen durch die Ausstellung:

„Siegen an der Heimatfront 1914-1918: Weltkriegsalltag in der Provinz“ am 18. und 19. Mai 2016

Aufgrund der regen Nachfrage von Seiten der Besucher werden am kommenden Samstag, den 18. Juni 2016, und Sonntag, den 19. Juni 2016, letztmalig öffentliche Führungen durch die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg im Siegerlandmuseum im Oberen Schloss angeboten! Infolge der positiven Resonanz laden Geschichtswerkstatt Siegen e.V. und Stadtarchiv Siegen zum Endspurt sehr herzlich ein. An beiden Tagen werden jeweils um 11 Uhr und um 14 Uhr zusätzliche öffentliche Führungen angeboten. Dabei geben die Ausstellungsmacher einen informativen Einblick in das Leben an der Siegerländer „Heimatfront“ unter dem Eindruck der globalen „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Eine Anmeldung für die Teilnahme an einer öffentlichen Führung ist übrigens nicht erforderlich! Neben dem regulären Eintrittspreis an der Museumskasse wird ein zusätzliches Entgelt von 1,50 € erhoben. Treffpunkt ist jeweils das Foyer an der Museumskasse.

Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein

Dr. Ulrich F. Opfermann / Joe Mertens in der Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“

RegPersLex
Mit einem zeitgeschichtlichen Thema setzt sich die nächste Veranstaltung der Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, 16.06.2016, 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter auseinander. Der Regionalhistoriker Ulrich F. Opfermann wird dann zusammen mit Joe Mertens das im Internet verfügbare Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein anhand von Beispielen vorstellen. Weiterlesen

Kraftstoff, Kundendienst & Karosseriepflege:

Gedanken zur Eröffnung zweier Großtankstellen in Siegen im Jahr 1956

Die BV-Großtankstelle „Glückauf“ an der Eiserfelder Straße im Jahr 1956 (Vorlage: Stadtarchiv Siegen)

Die BV-Großtankstelle „Glückauf“ an der Eiserfelder Straße im Jahr 1956 (Vorlage: Stadtarchiv Siegen)

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse oder bislang unbekannte Aspekte sollen durch bebilderte Onlineartikel veranschaulicht werden. Auf der Website www.stadtarchiv-siegen.de wird in der neuen Ausgabe des „Klicks in die Vergangenheit“ an den rasant wachsenden Automobilverkehr im Zeichen des Wirtschaftswunders vor 60 Jahren erinnert.

Die bereits vor sechzig Jahren lebhaft geführte Diskussionen um die stetig zunehmende Auto-Mobilität der Gesellschaft lässt sich bezogen auf die Stadt Siegen an der Eröffnung zweier Großtankstellen im Frühjahr 1956 festmachen. Das Auto galt längst als „Barometer“ des Wohlstands. Mehr Automobile bedeuteten in Stadt und Kreis Siegen aber nicht nur erhöhten Kraftstoffbedarf, sondern auch eine Zunahme von Problemen im Straßenverkehr und bei den Stadtplanern. In einem Fall kam es von 1953 bis 1954 sogar zu einem Rechtsstreit zwischen der Stadtverwaltung Siegen um Oberstadtdirektor Kurt Seibt und der BV-Aral-Aktiengesellschaft in Hagen. Eine im Stadtarchiv Siegen befindliche Akte verdeutlicht den Konflikt zwischen den unternehmerischen Interessen der Mineralölkonzerne einerseits und den kommunalpolitischen Gremien andererseits bei der Projektierung einer Tankstelle an der Wilhelmstraße (heute Spandauer Straße). Aspekte der Verkehrssicherheit, die Jagd auf Temposünder mittels Verkehrsüberwachung, die Errichtung von Fußgängerüberwegen und Zebrastreifen sowie die Einführung von Parkuhren in der Innenstadt beschäftigten schon damals die Öffentlichkeit. Weiterlesen

Mobile private Krankenfürsorge im 1. Weltkrieg

Vortrag zum Vereinslazarettzug T 3 der Städte und Kreise Iserlohn, Altena, Olpe und Siegen

SF19516

Christian Brachthäuser, Stadtarchiv Siegen, stellte die Geschichte des Vereinslazarettzuges T3 dar. Sein Vortrag am vergangenen Donnerstag widmete sich folgenden Bereichen:
1) Die Dienstbezeichnung: Wie kam der T 3 zu seinem Namen?
2) Ausstattungsmerkmale und Einsatzgebiete des Lazarettzuges
3) Probelmfelder und Konfliktsituationen.

Sonderführung durch die Ausstellung „Siegen an der Heimatfront 1914-1918:

Weltkriegsalltag in der Provinz“ zum Internationalen Museumstag am 22. Mai 2016 um 13 Uhr

Anlässlich des 22. Internationalen Museumstags am kommenden Sonntag, den 22. Mai 2016, und nicht zuletzt aufgrund der positiven Resonanz auf die derzeit laufende Ausstellung zum Ersten Weltkrieg im Siegerlandmuseum im Oberen Schloss bieten die Organisatoren eine Sonderführung an. Auf besonderen Wunsch vieler interessierter Bürgerinnen und Bürger laden Geschichtswerkstatt Siegen e.V. und Stadtarchiv Siegen zur Halbzeit ihrer sehenswerten Ausstellung zu einer öffentlichen Sonderführung ein. Wer sich neben Kunst und Kultur an diesem speziellen Tag auch über die vielfältigen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf das öffentliche Leben in unserer Region informieren möchte, ist herzlich eingeladen, am 22. Mai 2016 um 13.00 Uhr das Siegerlandmuseum im Oberen Schloss in Siegen zu besuchen. Dort geben die Ausstellungsmacher gerne einen informativen Einblick in das Leben an der Siegerländer „Heimatfront“ unter dem Eindruck der globalen „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Eine Anmeldung für die Teilnahme an einer öffentlichen Sonderführung ist übrigens nicht erforderlich! Neben dem regulären Eintrittspreis an der Museumskasse wird kein weiteres Entgelt erhoben.

Vortrag: Chr. Brachthäuser: Fronterlebnis und Krankenfürsorge: Der Vereinslazarettzug T3

Stadt und Kreis Iserlohn, Altena, Olpe und Siegen im Ersten Weltkrieg“

Der Vereinslazarettzug T3 auf einer Postkarte von 1916. (Vorlage: Stadtarchiv Siegen)

Der Vereinslazarettzug T3 auf einer Postkarte von 1916. (Vorlage: Stadtarchiv Siegen)

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird Christian Brachthäuser vom Stadtarchiv Siegen am Donnerstag, den 19. Mai 2016, über die Versorgung schwer verwundeter Kriegsteilnehmer in der Etappe und an der „Heimatfront“ in Stadt und Land Siegen vor einhundert Jahren referieren. Im Vordergrund seines Multimedia-Vortrags, der parallel zu der momentanen Ausstellung „Siegen an der Heimatfront 1914-1918: Weltkriegsalltag in der Provinz“ im Siegerlandmuseum im Oberen Schloss stattfindet, stehen Problemfelder und Konfliktsituationen an Bord von Lazarettzügen, wie die rollenden Hospitäler im Heeressanitätsdienst bezeichnet wurden. Denn: „Es waren Lazarettzüge wie der T3, die den Schrecken der vermeintlich weit entfernten Schlachtfelder direkt auch in unsere Region brachten und der Bevölkerung schonungslos den Ersten Weltkrieg vor Augen hielten. Die schweren Verwundungen, Verstümmelungen und Erkrankungen der nach Siegen gebrachten Soldaten werden auch vielen Zivilisten nicht entgangen sein“, wie Christian Brachthäuser erklärt. Weiterlesen

Galerieausstellung „Peter Paul Rubens & Maria de Medici“

RubensMediciIn einer Galerieausstellung beleuchtet das Siegerlandmuseum vom 24. April bis 26. Juni 2016 das Leben und Wirken der französischen Königin Maria. 1622 beauftragte Maria de Medici den flämischen Barockmaler Rubens mit einem 22 Bilder umfassenden Zyklus, der ihr Leben und Wirken verherrlichen sollte. In nur 18 Monaten entstanden 19 im wahren Wortsinn monumentale Bilder im Format 3,95 x 2,95 m und weitere 3 im Format 3,95 x 7,95 m. Anfang des 18. Jahrhundert wurden diese von barocker Üppigkeit überbordenden Kompositionen von verschiedenen Stechern reproduziert. Weiterlesen