Zeitschrift ARCHIVAR Heft 1/2013 online

Archivar113Besonders verwiesen sei auf folgende Artikel und Berichte:

Aufsätze:
Christian Reinhardt: Die Veröffentlichung von digitalisierten Einträgen in Personenstandsnebenregistern im Internet. Archivrechtliche Anforderungen, S.  18
Ralf-Maria Guntermann/Peter Worm: Anforderungen an die Aussonderung aus elektronischen Personenstandsregistern, S. 23 Weiterlesen

Vortrag „Kriminalfälle in Wittgenstein im Spiegel der Jahrhunderte“

Veranstaltungsort Volksbank Wittgenstein, Zweigstelle Bad Berleburg, Poststr. 30 A
Di. 12.03.2013, 19:00 – 20:30
Kosten 3,00 €

„Krimis und Gerichtsshows in den Fernsehprogrammen beweisen es: Kriminalität fasziniert die Menschen. Auch das Wittgensteiner Land hat in seiner Geschichte einige interessante Kriminalfälle zu bieten, wie z. B. einen angeblichen Giftmord, einen tödlichen Ehestreit, Wilddieberei und vieles mehr. Einige heimatkundliche Archive haben in ihren Kriminalia-Abteilungen noch so manches Highlight zu bieten. Erhalten Sie einen einmaligen Einblick in die spannenden Fälle des Wittgensteiner Landes, die der Referent an diesem Abend anhand alter originaler Prozessakten näher beleuchten wird. „
Referent: Bernd Geier
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursprogramm

Buchvorstellung „Zigeunerverfolgung im Rheinland und in Westfalen: 1933-1945

Geschichte, Aufarbeitung und Erinnerung“
von Dr. Ulrich Friedrich Opfermann

Sonntag, 10. März 2013, um 15.00 Uhr, in Netphen
Am 09. März 1943 wurde die Siedlung der Sinti und Roma in Bad Berleburg umstellt und alle Bewohnerinnen und Bewohner deportiert.
Die neuen Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass mit diesem Transport auch Angehörige der beiden Familien Wagner und Egner  aus Netphen-Eschenbach verschleppt wurden.
Das Datum jährt sich in diesem Jahr zum 70. Mal.

Quelle: VVN BA Siegerland-Wittgenstein, Termine
Link zum Literaturhinweis auf siwiarchiv

Letzter Abstich im Stahlwerk Brandenburg vor 20 Jahren

Ära Friedrich Flick

„….Prägend waren der technische und der Kaufmännische Direktor, das Brüderpaar Dr. Rudolf Hennecke (1890-1985) und Arthur Hennecke (1888-1959), die als Betriebsleiter von 1917 bis 1945 fungierten.
Auch der neue Herr in Brandenburg, der Industrielle Friedrich Flick, beließ die beiden Henneckes in ihren Ämtern. 1926 hatte die Mitteldeutsche Stahlwerke AG die Stahlwerke in Brandenburg erworben und in ihren Produktionsverbund integriert. Ab 1936 firmierte das Werk Brandenburg als Mitteldeutsche Stahl- und Walzwerke Friedrich Flick Kommanditgesellschaft und war in den komplizierten Konzernaufbau eingebunden.
Aufschluss über diese Jahre bei Mittelstahl gibt das Forschungsarchiv Flick, das im Rahmen des Jenaer Forschungsprojektes zu Friedrich Flick aufgebaut wurde und heute (unter Einschränkungen) im Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv nutzbar ist.
Nach dem Kriegsende erfolgte bis 1947 die vollständige Demontage aller Maschinen und Geräte, so dass der Wiederaufbau ab Juli 1949 ganz von vorn begonnen musste. Der erste Abstich erfolgte am 30. Juli 1950 und leitete 43 Jahre Produktion ein. ….“

Quelle: Björn Berghausen, Archivspiegel des Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv, 28.2.2013

Lothar Irle und die Märchen der Gebrüder Grimm

Ein Zitat:

“ ….  wenn er [gemeint ist J. O. Plassmann] über einen gewissen Dr. Lothar Irle urteilt, der die Absicht hat, Grimms Märchen von kirchlichem Einfluß zu reinigen: „Der Mann muß von den Dingen nicht die leiseste Ahnung haben – unklar ist mir nur die leider nicht seltene Erscheinung, daß solche Ignoranten plötzlich auf irgendwelchen Lehrstühlen auftauchen. Die „weltanschauliche“ Fanfare scheint an manchen Stellen immer noch mit völkischer Gesinnung verwechselt zu werden. ….“
Diese Bemerkung über Irle ist vor dem Hintergrund der Streitigkeiten zwischen SS-Ahnenerbe (Plassmann) und dem Amt Rosenberg (Irle) zu sehen.
Quelle: Angelika Oesterle: John Meier – Eine Biographie im Schatten des Nationalsozialismus, Mag. Ludwig-Uhland-Institut der Uni. Tübingen SS 1988, S. 50-51 [J.O. Plassmann an Kaiser, 7.11.1939, Bundesarchiv NS 21/143]. Trotz zweimaliger Durchsicht durch Mitarbeiterinnen des Bundesarchivs ist der Brief nicht unter der genannten Signatur zur verifizieren. Weiterlesen