Hohe Auszeichnung für Pastor Thomas Ijewski

Hexen, Pietismus und Denkmalpflege

„Ehrenamtliches Engagement ist die Superkraft unserer Gesellschaft.“ Mit diesen Worten begrüßte Mona Neubauer, stellvertretende Ministerpräsidentin, verdiente Persönlichkeiten in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Der Freudenberger Pastor Thomas Ijewski und 14 weitere hoch engagierte Bürgerinnen und Bürger aus NRW wurden mit den Verdienstorden des Landes ausgezeichnet. Damit ehrt die Landesregierung traditionell den herausragenden Einsatz für das Gemeinwohl und das Land Nordrhein-Westfalen.

 [Klicken, um das Bild zu schließen. Pfeiltasten für vorheriges / nächstes Bild.] Düsseldorf, 23.03.2026: Die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur überreicht den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. © Foto: Land NRW / Ralph Sondermann

Düsseldorf, 23.03.2026: Die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur überreicht den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

Thomas Ijewski wurde begleitet von seiner Familie und Bürgermeisterin Nicole Reschke. In der Laudatio heißt es: „Thomas Ijewski ist evangelischer Pastor im Siegerland – genauer: im Fachwerkstädtchen Freudenberg. Seit etwa zwei Jahrzehnten engagiert er sich dort auch ehrenamtlich.

Neben dem Engagement in verschiedenen kulturellen, gesellschaftlichen und kirchlichen Bereichen sticht eines heraus: die Denkmalpflege.

Für den Erhalt und die Sanierung der Evangelischen Kirche Freudenberg hat sich Thomas Ijewski mit sehr viel Herzblut eingesetzt. Die Kirche prägt das Stadtbild in besonderer Weise und steht in der Denkmalliste Freudenbergs an erster Stelle. Wer einmal dort war oder Fotos gesehen hat, dem drängt sich diese – im wahrsten Sinne des Wortes – herausragende Position des Gebäudes geradezu auf. Thomas Ijewski hat durch eigene Beiträge, durch die Mobilisierung ehrenamtlicher Mitstreiter, kreative Fundraising-Aktionen und die erfolgreiche Fördermittel-Akquise ganz erheblich dazu beigetragen, die umfangreiche Sanierung des Gebäudes zu realisieren. Die Kirche wurde nicht nur denkmalgerecht saniert. Sie wurde auch als „Haus der Begegnung“ zu einem Ort, der für kulturelles und soziales Leben offensteht.

Dass Geschichte und Kirchengeschichte Thomas Ijewskis Leidenschaft sind, erkennt man nicht nur an seinem Engagement für Denkmäler. Auch als Herausgeber des Jahrbuchs für Westfälische Kirchengeschichte und als Mitglied der Historischen Kommission der EKD zur Erforschung des Pietismus setzt er sein ganzes Können und Wissen ein. Seine Erfahrung in der historischen Arbeit führte dazu, dass er von der Stadt gebeten wurde, einen Arbeitskreis zu leiten. Thema war die Aufarbeitung der Hexenverfolgungen in Freudenberg. Dieser Arbeit ist es zu verdanken, dass den Opfern dieses Menschheitsverbrechens Namen gegeben werden konnten. Eine Gedenktafel erinnert heute an die Opfer. ….“
Quelle: Stadt Freudenberg, Pressemitteilung v. 24.3.2026

Folgende Einträge zu Thomas Ijewski auf siwiarchiv (Auswahl):
Historischer Abendmahlsteller aus dem 17. Jahrhundert wieder aufgetaucht
Johann Christi an Stahlschmidt (1740-1826) und seine „Pilgerreise zu Wasser und zu Lande“ (1799)
Briefe, Marken und ein Vortrag. Ausstellung über Tillmann Siebel – Briefmarken für Bethel
Sanierung der Evangelischen Kirche in Freudenberg
Freudenberg: Kirchensanierung aktuell: Geheimnisvolle Nische gefunden.
Alte Kirche, neues Licht – Evangelische Kirche Freudenberg umfassend saniert
Tagung: „Reisen und Religion im (langen) 18. Jahrhundert“
Gespräch über historischen Reisebericht – „Pilgerreise“ von Christian Stahlschmidt (1740-1826)
Historisch wertvolles Exponat für 4Fachwerl-Museum in Freudenberg
Freudenberg: Aufstellung einer Gedenktafel für die Opfer der Hexen- und Hexerverfolgung

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