Wissenschaftlicher Beirat für das geplante Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen berufen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der konstituierenden Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats.

Das Kuratorium zur Planungsgruppe „Geschichte, Politik und Demokratie Nordrhein-Westfalens“ hat einen Wissenschaftlichen Beirat berufen. Dem Gremium, das sich heute im Landtag konstituiert hat, gehören 23 führende Fachleute aus Geschichtswissenschaft, Museen, Archiven und Medien an. Der Beirat soll die Arbeit der Planungsgruppe „Geschichte, Politik und Demokratie Nordrhein-Westfalens“ inhaltlich begleiten.

Neben Fachvertretern aus Nordrhein-Westfalen gehören ihm der Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Hans Walter Hütter, der Historiker Prof. Dr. Ulrich Herbert, Freiburg, und die Vorsitzende des Brauweiler Kreises für Landesgeschichte, Prof. Dr. Sabine Mecking, Marburg, an. Die Fachleute bestimmten Prof. Alfons Kenkmann zum Sprecher sowie Prof. Sabine Mecking und Prof. Ulrich von Alemann zu stellvertretenden Sprechern.

Der Vorsitzende des Kuratoriums und Präsident des Landtags, André Kuper, begrüßte die Expertinnen und Experten im Landesparlament und sagte: „Der Landtag hat das Ziel ausgegeben, dass die Planungsgruppe ‚das Geschichtsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger, ihr Verständnis für das politische, das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Nordrhein-Westfalen parteipolitisch neutral und zugleich auf der Höhe der wissenschaftlichen Forschung‘ fördern soll. Durch die Zusammensetzung des Wissenschaftlichen Beirats ist gesichert, dass das Projekt ‚Haus der Geschichte‘ auf wissenschaftlich hohem Niveau beraten wird und viele Perspektiven auf die Geschichte Nordrhein-Westfalens eingenommen werden.“

Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat in der Plenarsitzung vom 18. Januar 2018 auf Antrag der Fraktionen von CDU, SPD, FDP und Grünen eine parteiübergreifende und unabhängige Planungsgruppe zum Thema „Geschichte, Politik und Demokratie Nordrhein-Westfalens“ eingesetzt. Sie hat unter anderem den Auftrag, ein Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen aufzubauen. Ein Kuratorium aus den Mitgliedern des Präsidiums und Vertreterinnen und Vertretern der Landtagsfraktionen begleitet die Arbeit.

Quelle: Landtag NRW, Pressemitteilung v. 25.6.2019

Ein Gedanke zu „Wissenschaftlicher Beirat für das geplante Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen berufen

  1. Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen zum Haus der Landesgeschichte NRW, in einem Interview mit Christiane Hofmanns für die WELT am Sonntag, 14.7.2019:
    ” …. WELT: Sie sprechen von 1700 Jahren jüdischer Geschichte in Nordrhein-Westfalen. Damals gab es das Bundesland noch gar nicht.
    Laschet: Das neue Staatsgebilde Nordrhein-Westfalen wurde erst 1946 gegründet. Aber das Land, seine historischen Regionen, die Rheinprovinz, Westfalen und Lippe, haben eine bedeutend längere Geschichte. Jeder, der den Kölner Dom, Schloss Augustusburg oder Kloster Corvey anschaut, wer Musik von Beethoven oder Offenbach hört, wer Texte von Heinrich Heine, Friedrich Engels oder Annette von Droste-Hülshoff liest, weiß das. Ich finde es geradezu unentbehrlich, die geschichtlichen Wurzeln unseres Landes vor 1946 aufzuzeigen.
    WELT: Wie wollen Sie in einer eher geschichtsvergessenen Zeit dieses Bewusstsein stärken?
    Laschet: Insgesamt wollen wir das Geschichtsbewusstsein stärken. Für die Historie von Nordrhein-Westfalen wird es ein Haus der Landesgeschichte geben. Die Aufgabe dieses Museums soll sein, die Identität und das Selbstbewusstsein unseres Landes zu stärken. Wir müssen lernen, dass auch unser Land ein großes historisches Erbe hat.
    WELT: Mit welchem Ziel?
    Laschet: An der jüngeren Kulturgeschichte Nordrhein-Westfalens lässt sich etwa gut aufzeigen, dass die Künste auch zu einer Entwicklung zu einer liberalen Gesellschaft beitragen. Künstler wie Joseph Beuys, Pina Bausch und Karlheinz Stockhausen haben nicht nur die internationale Kultur geprägt, sondern auch Vorstellungen von Freiheit und Toleranz mitgestaltet.
    ….”
    Link: https://www.welt.de/regionales/nrw/article196787547/Armin-Laschet-Wir-sollten-uns-nicht-verstecken.html

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